Logo Qualitäts- und UnterstützungsAgentur

Startseite Bildungsportal NRW

Orientierungsbereich (Sprungmarken)

1. Phase der Ausbildung

Allgemeine Informationen zu den neuen Lehramtsstudiengängen

Mit der Verabschiedung des neuen Lehrerausbildungsgesetzes, das im Mai 2009 in Kraft trat, wurde die 1. Phase der Lehrerausbildung an den Hochschulen reformiert.
Die Lehrerausbildung erfolgt nun in gestuften Studiengängen (Bachelor- und Masterstudium) und ist durch eine Modularisierung des Studiums sowie die Einführung von Leistungspunkten charakterisiert. Module bestehen üblicherweise aus drei bis fünf Veranstaltungen (Vorlesungen, Seminare, Übungen). Ein Modul sollte in einem, maximal zwei Semestern abgeschlossen werden. Näheres regeln die Studienordnungen der einzelnen Universitäten.

Leistungspunkte werden für die Vor- und Nachbereitung sowie die Teilnahme an Veranstaltungen vergeben. Die Berechnung der Leistungspunkte erfolgt an den einzelnen Universitäten einheitlich nach dem Arbeitsaufwand, den eine Veranstaltung erfordert. Es zählen also nicht wie bisher nur die Semesterwochenstunden der jeweiligen Veranstaltung, sondern auch die Vor- und Nachbereitung, Lektüre, Prüfungsvorbereitung etc. werden berücksichtigt. Für jede Veranstaltung wird der Arbeitsaufwand in Arbeitsstunden erfasst und dann in Leistungspunkte umgerechnet. Ein Leistungspunkt entspricht dabei 30 Arbeitsstunden.

Am Ende des Bachelor- und des Masterstudiums findet keine Abschlussprüfung statt. Modul- und/oder Modulteilprüfungen, die studienbegleitend erbracht und benotet werden, treten an ihre Stelle. Die Einzelnoten dieser Prüfungen gehen – gewichtet nach den jeweiligen Leistungspunkten – in die Gesamtnote ein. Auch die Benotung der Bachelor- bzw. Masterarbeit, die am Ende des jeweiligen Studiums angefertigt werden muss, fließt in die Gesamtnote ein. 

Das Bachelorstudium ist abgeschlossen, wenn die für den Studiengang vorgeschriebenen Leistungspunkte erworben, d.h. alle Modulprüfungen sowie die Bachelorarbeit erfolgreich absolviert wurden. Nach erfolgreichem Abschluss verleiht die Fakultät, in der die Bachelorarbeit geschrieben wurde, den Grad „Bachelor of Arts“, abgekürzt „B.A.“. Dieser Abschluss ist keine Qualifikation für den Unterricht an einer Schule und berechtigt auch nicht zum Eintritt in den Vorbereitungsdienst. Er öffnet hingegen den Zugang zur zweiten Stufe der Lehramtsausbildung, dem Masterstudium, das nicht unbedingt an der gleichen nordrhein-westfälischen Hochschule absolviert werden muss, an der das Bachelorstudium erfolgte.

Das Masterstudium ist wie das Bachelorstudium abgeschlossen, wenn alle für den Studiengang vorgeschriebenen Leistungspunkte erworben, d.h. alle Modulprüfungen sowie die Masterarbeit erfolgreich absolviert wurden. Nach erfolgreichem Abschluss verleiht die Fakultät, in der die Masterarbeit geschrieben wurde, den akademischen Grad „Master of Education“, abgekürzt „M.Ed.“. Dieser Abschluss berechtigt zum Eintritt in den Vorbereitungsdienst.

Schulpraktische Ausbildungselemente

Das Lehramtsstudium umfasst sowohl in der Bachelor- als auch in der Masterphase  verpflichtende schulpraktische Ausbildungselemente, für die ebenfalls Leistungspunkte vergeben werden:

  • Ein Eignungspraktikum von mindestens 20 Praktikumstagen zielt auf eine Erstbegegnung mit der Schule als Arbeitsplatz oder anderen Praxisbereichen, die auf die Schule bezogen sind. Dieses Praktikum soll eine reflektierte Studien- und Berufswahl ermöglichen und insbesondere einer ersten Klärung der Eignung für den Lehrerberuf dienen. Es schließt mit einer Eignungsberatung ab.
  • Während des Bachelorstudiums finden ein mindestens einmonatiges Orientierungspraktikum und ein mindestens vierwöchiges außerschulisches oder schulisches Berufsfeldpraktikum statt.
  • Im zweiten oder dritten Semester der Masterphase des Studiums verbringen die Studierenden ein Praxissemester von mindestens fünf Monaten Dauer, das neben den Lehrveranstaltungen mindestens zur Hälfte des Arbeitszeitvolumens an Schulen abgeleistet wird und sich am Schulhalbjahr orientiert. Die Lehrveranstaltungen finden an den Universitäten und in der vorlesungsfreien Zeit an dem jeweiligen Zentrum für schulische Lehrerausbildung (ZfsL) statt. Der zentrale Lernort des Praxissemesters ist die Praktikumsschule.
Informationen zum Studium für das Lehramt „Englisch an Grundschulen“

Obwohl die neuen Studiengänge von der Struktur her identisch sind und für alle Lehrämter dieselbe Dauer vorsehen, berücksichtigen sie jedoch durch ihr jeweils eigenständiges Profil die unterschiedlichen Anforderungen an die einzelnen Lehrämter.

Das Lehramt an Grundschulen gliedert sich in ein bildungswissenschaftliches Studium und das Studium von drei Lernbereichen, von denen einer vertieft studiert werden muss. Das bildungswissenschaftliche Studium konzentriert sich auf das frühkindliche Lernen und enthält elementarpädagogische und förderpädagogische Schwerpunkte. Die beiden Lernbereiche „Sprachliche Grundbildung“ und „Mathematische Grundbildung“ sind obligatorisch. Das Unterrichtsfach Englisch einschließlich der Fachdidaktik kann aus dem Kanon der Grundschulfächer als dritter Lernbereich gewählt werden. Mit der gleichen Zahl an Leistungspunkten ist das Fach Englisch den obligatorischen Lernbereichen „Sprachliche Grundbildung“ und „Mathematische Grundbildung“ gleichgestellt, und es kann darüber hinaus genauso wie diese vertieft mit einem höheren Anteil an Arbeitsstunden studiert werden.

Die Universitäten, die Grundschullehrer/innen für das Fach Englisch ausbilden, können die Curricula im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben und nach ihren personellen Möglichkeiten und Schwerpunkten ausgestalten. Schwerpunkte im Bachelorstudium sind neben sprachpraktischen Veranstaltungen sprachwissenschaftliche, literaturwissenschaftliche und fachdidaktische Module. Im Masterstudium liegt ein Schwerpunkt auf der Fachdidaktik. Alle für das Lehramt Englisch an Grundschulen ausbildenden Universitäten bieten in den Anhängen ihrer Studienordnungen detaillierte Beschreibungen der Lehrinhalte, an welchen sich die Studierenden orientieren können.

Studienorte in Nordrhein-Westfalen

Nicht alle Universitäten in Nordrhein-Westfalen bieten Lehramtsstudiengänge an. Die Zahl der Universitäten, die für die Grundschule ausbilden, ist noch geringer. Es sind dies die Universitäten Bielefeld, Dortmund, Duisburg-Essen, Köln, Münster, Paderborn, Siegen und Wuppertal. An allen Studienorten ist eine persönliche Bewerbung erforderlich, um in einen Lehramtsstudiengang eingeschrieben werden zu können. Die Homepages der Universitäten geben Auskunft über das Verfahren und die Bewerbungsfristen. Bei einigen Universitäten gibt es einen numerus clausus für das Lehramt „Englisch an Grundschulen“, der die verfügbaren Studienplätze für das Fach einschränkt.


 

zurück zu: "Ausbildung"

Zum Seitenanfang

© 2020 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule