Logo Qualitäts- und UnterstützungsAgentur

Startseite Bildungsportal NRW

Orientierungsbereich (Sprungmarken)

Glossar

Das Glossar besteht aus zwei Teilen.
Teil A ist stärker theoretisch ausgerichtet:
Good to know: Begriffe aus der Spracherwerbstheorie und der Fachdidaktik
 
Teil B nimmt Begriffe aus der Praxis in den Blick:
Useful terms for English teachers

 

A. Good to know: Begriffe aus der Spracherwerbstheorie und der Fachdidaktik

Authentizität

Wichtiger Anspruch an einen lernerorientierten Unterricht

Authentische Sprachhandlungssituationen und Aufgabenstellungen sind lebensnah, d.h. sie orientieren sich an „echten“ kommunikativen Absichten und Situationen des Lerners.

Authentische Materialien (Realia und Texte) sind z.B. Gegenstände aus zielsprachigen Ländern oder englischsprachige Texte, die nicht didaktisiert sind. Man spricht auch von Authentizität der Interaktion und Authentizität der Materialien. 

Vgl. Authentische Redeanlässe und Materialien im EGS

 

Autonomie
 

siehe: Lernerautonomie

chunks (of language)

In sich geschlossene Bedeutungseinheiten (multilingual structures), die als syntaktische Einheiten (automatisch) abgerufen werden

Als ‚islands of reliability’ geben chunks vor allem young learners die Chance, relativ schnell sprachlich produktiv und erfolgreich werden zu können, bevor sie – auch kognitiv – in der Lage sind, Konstruktionsprinzipien zu erkennen und anzuwenden.

Beispiele: How are you? / My name is … / You’re welcome. / Don’t… etc.

Digitale Medien

Elektronische Medien (Computer, Internet, Email und die sogenannten hand-held devices wie die neuen Mobiltelefone)
 
Vor allem die Kommunikations- und Recherchefunktion dieser Medien wird genutzt, um fremdsprachliche Lernprozesse zu fördern, in Ansätzen auch bereits in der Grundschule. 

Differenzierung im EGS

Berücksichtigung der individuellen Lernwege der  Kinder

Durch vielfältige anregende Lernangebote wird den verschiedenen Lernkanälen, Neigungen und Bedürfnissen, Lerntempi etc. Rechnung getragen. Dazu gehören auch unterschiedlich umfangreiche Unterstützung, offen(er)e und individualisierende Aufgabenstellungen sowie Partner- und Gruppenarbeit in wechselnden Zusammensetzungen.

einsprachiger Unterricht

EGS nach dem Grundsatz „So viel Englisch wie möglich, so viel Deutsch wie nötig“

Die Kinder erhalten dadurch reichhaltigen fremdsprachlichen Input, erfahren Englisch von Anfang an als Kommunikationsmittel im classroom discourse und entwickeln Ambiguitätstoleranz, d.h. die Bereitschaft, Unklarheiten auszuhalten und nicht sofort aufzugeben, wenn sie etwas zunächst nur bruchstückhaft verstehen.
 
Die Filmsequenzen zeigen beispielhaft, wie Einsprachigkeit im EGS umgesetzt werden kann.

siehe: classroom management in Teil B des Glossars

EPS

Europäisches Portfolio der Sprachen

Das EPS besteht in der Regel aus drei Teilen:

  • dem Sprachenpass, häufig mit offiziellen Dokumenten über das Sprachenlernen, wie z.B. Zertifikaten und der von den Lehrkräften bestätigten Selbsteinschätzung der Leistungen zu einem bestimmten Zeitpunkt,
  • der Sprachenbiografie, in der die Reflexion des Lernprozesses und des Sprachenlernens sowie interkulturelle Erfahrungen dokumentiert werden,
  • dem Dossier (in der Grundschule manchmal als Schatztruhe oder treasure book bezeichnet), in dem besonders aussagekräftige individuelle Arbeitsprodukte zum Sprachenlernen gesammelt werden.

Das Grundportfolio enthält keinen Sprachenpass, da dieser in der Grundschule noch keine Rolle spielt.

siehe: Portfolio

foreignizing

Strategie, mit der Sprachenlerner ihre elementaren Kommunikationsfähigkeiten erweitern

Neben nonverbalen (Gestik, Mimik, Blickkontakt) und prosodischen Mitteln (Betonung, Stimmklang) nutzen die Kinder die deutsche Sprache in Form von code-switching (I like Käse) oder Anpassung eines Wortes an eine vermutete Struktur- oder Ausspracheregel der englischen Sprache (The boy is laufing. I like braunes Brot, wobei das r als englisches r gesprochen wird). Diese Anpassung wird als foreignizing bezeichnet.

GER

Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen

Der GER definiert die sprachlichen Kompetenzen, die Fremdsprachenlernende in ihrer sprachlichen Entwicklung erreichen können.
 
siehe: Kompetenzorientierung

Interkulturelles Lernen

Neben den sprachlichen Kompetenzen ein wichtiges Lernziel im Fremdsprachenunterricht

Es bezieht sich nicht einfach nur auf Landeskunde, d.h. das Wissen um Fakten aus der Zielsprachenkultur, sondern schließt Fähigkeiten des In-Beziehung-Setzens fremdkultureller Gegebenheiten zur eigenen Kultur und damit die Entwicklung einer kritischen kulturellen Bewusstheit ein (Fähigkeit des Fremdverstehens).

Außerdem umfasst das Interkulturelle Lernen Neugier auf andere Kulturen und die Bereitschaft, Vorurteile gegenüber anderen Kulturen und anderen Menschen abzulegen. 

Handlungsorientierung

Wichtiges Prinzip der Unterrichtsgestaltung

Der Begriff bezieht sich auf zwei Aspekte: einmal darauf, dass die Schülerinnen und Schüler Handlungskompetenzen für die Schule, aber auch für das spätere Leben erwerben, zum anderen hebt er auf einen bestimmten methodischen Zugang zum Fremdsprachenlernen ab, der die Entwicklung von sprachlichen Handlungskompetenzen über die Lösung von Aufgaben angeht.

Handlungsorientierung ist learning by doing  mit Aufgabenstellungen, die so konzipiert sein sollten,dass sie den Interessen der Schüler gerecht werden und authentischen Charakter haben.

Kooperatives Lernen

Form des Kleingruppenunterrichts, bei dem – im Gegensatz zum traditionellen Gruppenunterricht – die sozialen Prozesse besonders thematisiert und durch das methodische Vorgehen strukturiert werden.

Im Fremdsprachenunterricht können mit Hilfe von kooperativen Methoden die Sprechaktivitäten der Kinder gesteigert und die Kommunikationsfähigkeit gefördert werden. Diese Methoden zielen auf

  • die Partner- und Gruppenfindung (z.B. Appointment Calender)
  • das Miteinander in Kontakt treten ( z.B. Interview)
  • die Wortschatzarbeit (z.B. Double Circle)
  • das Präsentieren von Ergebnissen (z.B. Meeting Points)
  • die Überprüfung von Gelerntem (z.B.Team Quiz)
  • die Reflexion des Gelernten (z.B. Learning Diary)

Kompetenzorientierung

Ausrichtung der curricularen Lernziele des modernen Fremdsprachenunterrichts auf erreichbare sprachliche und interkulturelle Kompetenzen

Der Fokus liegt auf dem, was die Lerner können (Ich kann …).

Konstruktivismus

Ursprünglich eine philosophische Strömung, die den Menschen als aktiven Konstrukteur der Welt sieht  

Lernen wird hier als das eigenständige Konstruieren von Wissen verstanden: Lehrkräfte können für den Lernprozess zwar angemessene Lernumgebungen schaffen, das eigentliche Lernen aber muss vom Schüler geleistet werden; er muss selbstständig und selbstverantwortlich den Lernprozess angehen. Lerninhalte können nicht vom Lehrer zum Schüler gelangen, indem sie dem Schüler einfach präsentiert werden, das Kind muss sie selbstständig aufbauen und in seinen Wissensspeicher integrieren: Getting the knowledge from “out there” to “in here” is something for the child himself to do – the art of teaching is knowing how to help him to do it.“ (Barnes, 1976)1

language awareness and language learning awareness

siehe: Sprachbewusstheit und Sprachlernbewusstheit

Lernerautonomie

Pädagogische Strömung, die vor etwa drei Jahrzehnten zum ersten Mal propagiert wurde und die Herausbildung der Selbstständigkeit des Lerners zum Ziel hat

Das zentrale Anliegen der Lernerautonomie ist die Qualifizierung des Lerners, der sein Lernen eigenverantwortlich gestalten und alle Entscheidungen im Hinblick auf sein Lernen übernehmen kann. Der Lerner trifft selbstständige Entscheidungen im Hinblick auf die Lernziele, die Inhalte und die Progression, auf die Auswahl der zu benutzenden Methoden und Arbeitstechniken, auf die Gestaltung des Lernprozesses im Hinblick auf Zeit, Ort, Rhythmus und auf die Bewertung des Gelernten und des Lernprozesses, d.h. es handelt sich um Entscheidungen, die in herkömmlichen Unterrichtskontexten von der Lehrkraft getroffen werden.

Der Konstruktivismus stellt die theoretische Grundlage der Lernerautonomie dar.

Die Grundschule kann die Entwicklung zum autonomen Lerner anbahnen.

siehe: Konstruktivismus

Lernstrategien

Begriff, der sowohl in der Lernpsychologie als auch in der Pädagogik und Didaktik verwendet wird
 
In der Fremdsprachendidaktik hat er den Begriff „Lern- und Arbeitstechniken“ inzwischen mehr oder weniger verdrängt. Lernstrategien sind strategische Verhaltensweisen, die der Lernende u.a. beim Gebrauch und beim Erwerb der fremden Sprache einsetzt; als komplexe Pläne steuern sie sowohl das Verhalten des Lernenden beim Lernen und in der Interaktion mit anderen, als Fertigkeiten und Fähigkeiten steuern sie den Erwerb sprachlicher Mittel und die Verarbeitung anderer nicht sprachlicher Informationen.

Man kann unterscheiden zwischen Strategien, die sich

  • auf den Erwerb sprachlicher Mittel,
  • auf den Einsatz von Fertigkeiten,
  • auf die fremdsprachliche Kommunikation,
  • auf die Sprachreflexion und
  • auf das Lernen beziehen.

Beispiele: Wortschatzlernstrategien, Lese- und Schreibstrategien, Transferstrategien (Übertragen sprachlicher Phänomene von der Muttersprache in die Fremdsprache), Strategien des Klassifizierens, Strategien des Lernen Lernens (Bewusstmachung von Lernwegen, Lernertagebücher).

siehe: Sprachverarbeitungsstrategien

multisensorisches Lernen

Lernen über mehrere Sinneskanäle

In der Lernpsychologie ist seit langem bekannt, dass es unterschiedliche Lernertypen gibt. Die wichtigsten sind der visuelle und der auditive Lernertyp. Ein visuell orientierter Lerner nutzt in besonders starkem Maße visuelle Informationen, ein auditiv orientierter Lerner stärker Laute und Geräusche etc. Für die Grundschule sind darüber hinaus vor allem der kinästhetische Aspekt (Bewegung), sowie der musische (das Nutzen von Melodie und Reim) von Relevanz.
 
Um diesen unterschiedlichen Anlagen gerecht zu werden, empfiehlt sich ein multisensorischer Ansatz, d.h. den unterschiedlichen Sinneskanälen zuzuordnende Lernangebote, die allen Lernenden, welchem Lernertyp sie auch angehören, weiterhelfen.

Multisensorisches Lernen ist für alle Lernenden wertvoll: Informationen, die gleichzeitig über mehrere Sinneskanäle aufgenommen werden, können besonders gut behalten werden. Beispiel: Der Einsatz eines kurzen Videofilms, in dem Sprache und Bild miteinander kombiniert werden.

Öffnung von Unterricht im EGS

Offen(er)e Unterrichtsarrangements und Arbeitsformen, die eine größere Lernerorientierung ermöglichen

Brügelmann nennt als drei Dimensionen der Öffnung die

  • methodische/organisatorische Öffnung
  • inhaltliche/didaktische Öffnung
  • pädagogische/politische Öffnung

Portfolio

Instrument, das geeignet ist, „Lernende zum Sprachenlernen zu motivieren, sie zur Eigenverantwortung für das Lernen anzuhalten und ihnen das Erleben des eigenen Lernfortschritts vor Augen zu halten“ (Werlen, E. et al. 2005) 

Das Europäische Portfolio der Sprachen existiert für viele europäische Länder und unterschiedliche Altersstufen. In NRW wird in der Regel mit dem Grund- und Aufbauportfolio gearbeitet, das von einer Bund-Länder-Kommission für deutsche Grund- und weiterführende Schulen entwickelt wurde und 2006 erschien.

Das Portfolio soll dem Lernenden dabei helfen, seine fremdsprachlichen Kompetenzen zusammenzustellen und selbstständig einschätzen zu lernen. Die Stärken des Lernenden werden betont, und es wird dokumentiert, was er kann, wie er lernt und was er für seine Weiterentwicklung tun will. Es können auch außerschulisch erworbene Kompetenzen festgehalten und gewürdigt werden.

Im EGS werden die Schülerinnen und Schüler von Anfang an durch regelmäßige Reflexionsgespräche über den Lernprozess und -erfolg an  die realistische Einschätzung der eigenen Leistung herangeführt und so auf die selbstständige Arbeit mit dem EPS vorbereitet.

siehe: EPS

Progression

Systematischer und zeitlich gegliederter Aufbau eines Lernstoffes im Hinblick auf seine Schwierigkeit

Progressionen sind so geordnet, dass die leichteren Inhalte vor den schwierigeren angesiedelt sind; das beinhaltet aber auch, dass Progressionen Wiederholungen aufweisen, d.h. Lerninhalte mehrfach auftreten oder in komplexerer Gestalt wieder aufgegriffen werden. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Spiralprogression.

Fremdsprachliche Lehrwerke, vor allem die der weiterführenden Schulen, arbeiten meist mit grammatischen Progressionen. Allerdings ist es gerade bei einer Sprache sehr problematisch, den zunehmenden Schwierigkeitsgrad einer grammatischen Progression zu bestimmen.

Die Zweitsprachenerwerbsforschung, die sich mit dem natürlichen Erwerb einer Zweitsprache beschäftigt, konnte z.B. feststellen, dass im Englischen das Plural-s deutlich vor dem s der dritten Person Singular Präsens des Verbums erworben wird bzw. dass die ja/nein-Frage, die mit der to-do-Umschreibung verbunden ist, sich in Phasen entwickelt, die von der einfachen Frage ohne Umschreibung (*go he? - *goes he?) bis hin zur korrekten Form (does he go) reichen.

Die Forschung hat auch gezeigt, dass der Lerner grammatische Phänomene in einer festgelegten Reihenfolge lernt, die durch Unterricht nicht verändert werden kann. Leider ist die natürliche Progression noch nicht so weit erforscht, als dass man sie zur Grundlage einer schulischen Lernprogression machen könnte.

scaffolding

Bereitstellen von Unterstützung im Lernprozess mit dem Ziel, die Kinder an selbstständiges Arbeiten heranzuführen und von direkten Lernhilfen durch die Lehrkraft immer unabhängiger zu machen 

Spiel(en)

Spiel als Methode des EGS

Spiele bieten authentische, kindgerechte Redeanlässe und ermöglichen echte Kommunikation.

Sprachverarbeitungsstrategien

Fähigkeiten und Fertigkeiten, die Lernende einsetzen, um Sprache produktiv (beim Sprechen und Schreiben) oder rezeptiv (beim Hörverstehen und Lesen) zu verarbeiten

Produktive Sprachverarbeitungsstrategien schließen Planungsstrategien ein: wenn wir eine Aussage machen, müssen wir sie vorher planen. Die Planung reicht von der inhaltlichen über die rhetorische bis hin zur grammatischen und artikulatorischen Planung und muss in Sekundenschnelle durchgeführt werden. Beim Schreiben ist mehr Zeit für die eigentliche Planung vorhanden, allerdings erfolgt hier die Auswahl der sprachlichen Ausdrücke sehr viel präziser und außerdem ist in viel stärkerem Maße auf die Kohärenz des zu Produzierenden zu achten.
 
Rezeptive Sprachverarbeitungsstrategien beziehen sich auf das strategische Verhalten bei Lese- oder Hörverstehensprozessen. Texte können detailliert gelesen werden, sie können überflogen oder im Hinblick auf Schlüsselwörter verarbeitet werden. Ähnlich können wir uns beim Hörverstehen auf bestimmte Teilaspekte einer Äußerung konzentrieren, andere ausblenden oder nur flüchtig festhalten. Von großer Bedeutung bei Verstehensprozessen sind die Strategien des Inferierens oder Erschließens. Sprecher aber auch Schreiber können ihre Äußerungen nicht so vollständig formulieren, dass der Hörer/Leser sie sofort verstehen kann. In jeder Aussage gibt es Leerstellen, die der Hörer/Leser erschließen muss. Beim fremdsprachlichen Lernen stellen unbekannte Wörter häufig solche Lücken dar; ihre Bedeutung muss aus dem Kontext erschlossen oder inferiert werden.

siehe: Lernstrategien

Sprachbewusstheit/ Sprachlernbewusstheit

Förderung von Sprachbewusstheit (language awareness) und Sprachlernbewusstheit (language learning awareness) als zentraler Aspekt beim Erwerb einer Sprache

Schülerinnen und Schüler sollen Regelhaftigkeiten der neuen Sprache erkennen lernen, selbst bewusst Regeln bilden und bei Bedarf verändern. Solche Regelbildungsprozesse sollten sich nicht nur auf grammatische oder phonetische Erscheinungen beschränken, sondern auch andere Bereiche einbeziehen:

In der Literatur zur Sprachbewusstheit unterscheidet man eine Reihe von Bereichen, z.B. den sozialen Bereich, in dem es um Verständnis für andere Sprachen, Toleranz für Minoritäten und ihrer Sprachen geht, oder um den Bereich der Macht, in welchem es um das Vermögen geht, Sprache im Hinblick auf die ihr unterliegenden Möglichkeiten der Beeinflussung und Manipulation anderer zu durchschauen. 

Storyline-Methode

Methode des EGS, die durch ihren ganzheitlichen und handlungsorientierten Ansatz den Lerner mit seinen Vorstellungen, Ideen und individuellen Fähigkeiten in den Mittelpunkt des Unterrichts stellt
 
Eine storyline ist eine von den Schülern entwickelte und entworfene Geschichte (story), die von der Lehrkraft, die den roten Faden (line) vorgibt, begleitet wird.

storytelling

Methode des EGS, bei der das Hörverstehen im Mittelpunkt steht

task

Anspruchsvollere, stärker herausfordernde Aufgabe im Gegensatz zu „Übung“ (exercise)

Eine grundschulgemäße mini task kann z.B. das Gestalten eines eigenen mini book sein.

siehe: mini book in Teil B des Glossars

TBL

Task-Based Learning (aufgabenorientiertes Fremdsprachenlernen)

TBL ist eine Form von Fremdsprachenunterricht, die an sprachliche Aufgaben gebunden ist und damit die authentische Kommunikation fördert.

TPR

Total Physical Response („Verstehensmethode“)

Die Lerner reagieren mit ihrem ganzen Körper auf Anweisungen der Lehrkraft und zeigen ihr Verstehen nonverbal. Die Methode verknüpft Sprachvermittlung mit Bewegung, schult das Hörverstehen und ist besonders für den Anfangsunterricht in der Grundschule geeignet.



B. Useful terms for English teachers

acrostic

Griechische Versform, bei der die Anfänge (Buchstaben bei Wortfolgen oder Wörter bei Versfolgen) hintereinander gelesen einen Sinn ergeben

Ein sehr einfaches Akrostichon entsteht, wenn die Buchstaben eines Wortes untereinander geschrieben werden und zu jedem dieser Buchstaben ein neues Wort oder ein Satz gesucht wird. Write an acrostic. ist eine einfache, aber kreative Schreibaufgabe, bei der der Wortschatz eines Themas umgewälzt und geübt wird und für die es mehr als eine richtige Lösung gibt, was den Anreiz, die Aufgabe zu bearbeiten, erhöht.

acrostic

action zone

Bereich im Klassenzimmer, z.B. vor der Tafel, wo es genügend Platz gibt, um einen circle, semi-circle oder double circle zubilden, um Rollenspiele einzuüben oder vorzustellen

siehe: classroom mangement 

All together please!
(Chorsprechen)

Methode des Vor- und Nachsprechens bzw. des Mitsprechens, die vor allem in der Schuleingangsphase häufig eingesetzt wird

Das Sprechen im Chor macht das Vertrautwerden mit der neuen Sprache, das Ausprobieren und Üben von Wörtern und Strukturen im Schutz der Gruppe möglich; die Kinder gewinnen dadurch Sicherheit, bevor sie einzeln sprechen. 

siehe: Echomethode

appointment calendar

 

Methode aus dem Kooperativen Lernen, die zur Partnerfindung eingesetzt wird und den Kindern das Arbeiten mit möglichst vielen verschiedenen Partnern ermöglicht.

siehe: Kooperatives Lernen in Teil A des Glossars

Be my echo!
(Echomethode)

Methode zur Ausspracheschulung

Die Kinder wiederholen im Chor wie ein Echo Wörter und Textteile, die von der Lehrkraft vorgesprochenen werden. Um Monotonie zu vermeiden, werden Sprechtempo und Laut- sowie Ausdrucksstärke variiert. Die Methode eignet sich zum Einüben eines Reim- oder Liedtextes.

siehe: Chorsprechen

big book

Bilderbuch in Übergröße für das Vor- und Mitlesen von Geschichten vor einer größeren Gruppe

Die für alle Kinder gut sichtbaren Bilder unterstützen das Verstehen des Textes und dienen als Sprechanlass. 

brick word

Wortgerüst als visuelle Gedächtnisstütze für die Kinder, z.B. b_rd für bird,
l__n für lion

Brick words werden vor allem im Anfangsunterricht verwendet, wenn Aussprache und Schreibung von Wörtern stark voneinander abweichen. Dadurch sollen Aussprache-Interferenzen vermieden werden. Sobald das Lautbild gut gesichert ist, wird das Schriftbild komplettiert.  

chant

Skandiert gesprochener Reim/rhythmischer Sprechgesang, der im EGS häufig von sinnstützenden Bewegungen begleitet wird

chat point – meeting point

Organisationsform eines Partnergesprächs mit wechselnden Partnern

Im Klassenzimmer werden mehrere chat points und ein meeting point markiert. Die Kinder suchen sich jeweils am meeting point einen neuen Partner, gehen mit ihm zu einem chat point und unterhalten sich entsprechend einer Aufgabenstellung miteinander, z.B. indem sie sich gegenseitig interviewen, Rätsel stellen, ein Arbeitsergebnis vorstellen, einen Vortrag proben oder dgl. Für diese points gilt die Verabredung: English only!

siehe: meeting-point
siehe: classroom management

check point

Ort im Klassenraum, an dem den Kindern die Möglichkeit zur Selbstkontrolle angeboten wird

Die Lösungen der gestellten Aufgaben liegen hier aus, die Kinder überprüfen eigenständig ihre Lösungen und verbessern diese gegebenenfalls.

classroom management

Organisation des Unterrichts

Der EGS zeichnet sich durch größtmögliche Einsprachigkeit aus und zwar nicht nur auf Seiten der Lehrkraft, vielmehr werden auch die Kinder von Anfang an ermuntert, sich der englischen Sprache zu bedienen.
Das classroom management unterstützt die Einsprachigkeit z.B. durch:

  • themenrelevante classroom phrases auf Tischreitern, Wandplakaten, support cards oder Ähnlichem
  • verlässliche, durch Symbole/Piktogramme unterstützte Abläufe oder Rituale (z.B. small talk als warming up), einfache Versprachlichung der Ziel- und Verlaufstransparenz (z.B. We are going to work in groups.) oder der Selbsteinschätzung (It was easy/difficult.)
  • wiederkehrende Methoden, Arbeits- und Organisationsformen (z.B. Interviews, Partner- und Gruppenarbeit, Treffen an chat und meeting points)
  • feste Absprachen, um in Gruppenarbeitsphasen die Aufmerksamkeit auf die Lehrkraft zu zentrieren (z.B. Freeze!, Schlagen eines Gongs)
  • Rollen einzelner Kinder bei Gruppenarbeiten à language guard, noise manager
  • äußere Anreize zum Englischsprechen wie English only stones, English stickers à English only stones, English stickers
  • Signale wie z.B. „It’s English only time“, Anstecken einer British flag, eines English clip

double circle

Kommunikationsmethode aus dem Kooperativen Lernen
die z.B. zur Aktivierung des Vorwissens, zum Informationsaustausch und zur Festigung des Wortschatzes eingesetzt wird

Die Kinder stehen sich in einem Außen- und Innenkreis gegenüber und führen einer bestimmten Aufgabenstellung entsprechend ein kurzes Gespräch miteinander (z.B. How are you today? I’m fine, because ...). Dann gehen die Kinder im Innenkreis jeweils einen Platz weiter, wodurch sie immer neue Gesprächspartner erhalten.

siehe: Kooperatives Lernen in Teil A des Glossars

„echte“ Kommunikationssituation

Sprachhandlungssituation, in der es für die Kinder sinnvoll und bedeutsam ist, die englische Sprache zu benutzen, z.B. weil sie etwas erfahren, ein Rätsel lösen, ein Spiel gemeinsam spielen wollen

siehe: classroom management
siehe: games
siehe: information gap activity/opinion gap activity

English corner

Platz im Klassenzimmer, an dem z.B. Arbeitsergebnisse, Lernplakate, englischsprachige Poster ausgehängt sind sowie englische Kinderbücher, (Bild)Wörterbücher oder Spiele zur Verfügung stehen

English folder

Schnellhefter, in dem die meisten Arbeitsergebnisse aus dem Englischunterricht abgeheftet werden

Besonders aussagekräftige, individuelle Ergebnisse werden dagegen im Dossier des Portfolios (treasure book) aufbewahrt.

siehe: Portfolio (EPS) in Teil A des Glossars

English only stones2

Methode/Vereinbarung, die einen Anreiz zum Englischsprechen (vor allem in Gruppenarbeiten) schafft 

Die Kinder erhalten einen kleinen Vorrat an Steinen, von denen jeweils einer abgegeben werden muss, wenn ein Kind Aussagen auf Deutsch formuliert, obwohl die sprachlichen Mittel auf Englisch eingeübt sind oder,  z.B. auf einem Plakat mit Strukturen, zur Verfügung stehen.

English stickers

Methode/Vereinbarung, die einen Anreiz zum Englischsprechen (vor allem in Gruppenarbeiten) schafft 

Die Kinder schätzen am Ende einer Stunde oder Einheit selbst ein, ob sie viel Englisch gesprochen haben, und „belohnen“ sich selbst mit einem Sticker, den sie  ihn in ihren English folder einkleben.

Elizitierung

 

„Fragen, Stimuli, Impulse, mit denen die Lernenden zum Sprechen veranlasst werden“ (Diehr/Frisch, 2008) 3
 
Die Lernenden werden durch geeignete kontextualisierte Aufgabenstellungen, z.B. anhand von Geschichten oder visuellen Impulsen mit intellektuellem Aufforderungscharakter, zum Sprechen angeregt.

eTwinning

Comenius-Projekt, das virtuelle Schulpartnerschaften in Europa ermöglicht

Das kostenlose Angebot richtet sich an alle Schulformen, Jahrgangsstufen und Fächer.

Fehler

Fehler als notwendige Zwischenstufen im Fremdspracherwerb und  wichtige Indikatoren, die Aufschluss über den individuellen Lernprozess und die Sprachentwicklung des Kindes geben

In einem lernförderlichen Klima werden Fehler nicht sanktioniert. Es geht vielmehr um einfühlsame, wertschätzende und konstruktive  Korrekturen, wie z.B. korrigierendes Echo, Aushandeln von Bedeutungen (Do you mean …?) sowie um das Aufgreifen von Fehlern als Anlass zur Sprachbetrachtung und damit zur Entwicklung von Sprachbewusstheit.

Die Filmsequenzen zeigen beispielhaft, wie der lernförderliche Umgang mit Fehlern im EGS umgesetzt werden kann.

siehe: mistakes vs. errors

4 Fertigkeiten (4 skills)

  • Hörverstehen (listening comprehension) und Leseverstehen (reading comprehension) werden als rezeptive Fertigkeiten (skills) bezeichnet,Sprechen (speaking) und Schreiben (writing) als produktive.
  • Der Schwerpunkt liegt im EGS auf den mündlichen Fertigkeiten Hörverstehen und Sprechen; Leseverstehen und Schreiben werden aber von Anfang an lernunterstützend mit einbezogen.
  • S. 29 ff: Sprechen, S. 34 f: Leseverstehen, S. 35 ff: Schreiben

finger puppets

  • Fingerpuppen für die Hand der Kinder
  •  Sie sind geeignet, die Kinder – vor allem im Anfangsunterricht – zu animieren, mit Partnern (Mini-)Dialoge, Interviews etc. zu führen.

games

  • Spiele als authentische, kindgerechte Redeanlässe, die echte Kommunikation ermöglichen
  •  Spiele, die in Gruppen- oder Partnerarbeit durchgeführt werden, wie z.B. board games, card games, guessing games, sind besonders geeignet, da sie die Sprachproduktion der Kinder fördern. Gängige Wendungen, die für den Spielverlauf wichtig sind, z.B. It’s my turn. Throw the dice, sollten für die Kinder gut sichtbar aushängen bzw. ausliegen.
  • Vgl. Spiel als Methode

hand puppet (glove puppet)

Handpuppe als Identifikations- und Motivationsfigur, die ausschließlich Englisch spricht und meistens von der Lehrkraft eingesetzt wird, z.B. als Dialogpartner

help desk

 

Platz in der Klasse, z.B. ein kleiner Extratisch, an dem die Kinder sich Hilfsmittel, z.B. Wörterbücher, Satzstreifen mit Strukturen als Formulierungshilfen oder support cards, zur Bewältigung ihrer Lernaufgabe holen können

siehe: support cards

information gap activity

Aufgabenstellung, bei der ein Partner Informationen, die der andere nicht hat, durch Fragen herausbekommen muss, z.B. fehlende Details in ähnlichen Bildern herausfinden oder Spiele wie Treasure Hunt (Schiffe versenken)

siehe: opinion gap activity

knee book

Spezielle Form des big book, das auf die Knie gestellt wird und sich besonders für das Storytelling / Vorlesen in der Klasse eignet, da auf der einen Seite für die Klasse das Bild als optische Verstehenshilfe zu sehen ist und auf der anderen für die Lehrkraft der Text geschrieben steht

language guard 

Rolle, die ein Kind bei Gruppenarbeiten übernimmt

Das Kind achtet auf die größtmögliche Einhaltung der englischen Sprache und notiert, was nicht auf Englisch ausgedrückt werden kann, sondern erfragt werden muss. 

Lehrwerk

Leitmedium für den EGS mit pupil’s book / activity book und einer Vielzahl von Begleitmedien

Das Lehrwerk gibt Anregungen, sollte aber keine Fessel sein, die die Lehrkraft auf einen bestimmten Ablauf festlegt; authentische Materialien wie z.B. children’s books werden die Arbeit mit einem Lehrwerk immer ergänzen.

meeting point

Organisationsform eines Partnergesprächs mit wechselnden Partnern.

Am meeting point finden sich neue Partner zusammen, die am chat point entsprechend der Aufgabe miteinander sprechen.

siehe: chat point

mind map / cluster

Schema zur Sammlung und Strukturierung von Vorkenntnissen zu einem Thema oder zur Wortschatzsicherung, z.B.:


Abbildung: Mind Map Cluster

mini books

Kleine „Bücher“, die die Kinder zu einem Thema selbst schreiben / malen und beschriften und zu denen sie sprechen

Inhaltlich sind sie häufig an ein authentisches Kinderbuch, das im Unterricht vorgelesen wurde, angelehnt. Gestaltet werden können sie z.B. als:

  • pocket (story) book, auch buddy book genannt(buddy = Kumpel)   (kleines Faltbuch, das in die Hosentasche passt)
  • zigzag book (Leporello)
  • mix-and-match book: Klappbuch, bei dem passende oder witzige Zuordnungen entstehen

mistakes vs. errors

mistakes oder slips = Versprecher, Flüchtigkeitsfehler, kurzzeitige Ausfälle von bereits bekannten Wörtern oder Strukturen

errors = entwicklungsbedingte Fehler, z.B. Übergeneralisierung wie *sheeps, * we goed, *I starts

Mitleseverfahren

Lesen eines Textes bei gleichzeitigem Verfolgen der Hörfassung des Textes, z.B. bei einem Bilderbuch, zu dem es auch eine CD gibt

Die Hörfassung bietet die korrekte Aussprache, so dass Ausspracheinterferenzen vermieden werden, die sich sonst bei Leseanfängern leicht ergeben könnten. Die Kinder werden mit dem Schriftbild en passant vertraut und gewinnen beim Mitlesen mehr oder weniger unbewusst Einblicke in die andersartigen Phonem-Graphem-Beziehungen der englischen Sprache.

noise manager

Rolle, die ein Kind bei Gruppenarbeiten übernimmt

Ein Kind achtet darauf, dass der Geräuschpegel so niedrig bleibt, dass andere Gruppen möglichst wenig gestört werden.

siehe: classroom management

opinion gap activity

Aufgabenstellung, bei der die Meinung der Gesprächspartner zu bestimmten Themen eingeholt wird, z.B. in einem Interview: What’s your favourite food/animal/sport/…?, Do you like …?

siehe: information gap activity

pair work / group activity / peer activity

 

Arbeiten in Kleingruppen

Die Kleingruppenarbeit  fördert die Sprachhandlungsfähigkeit durch einen hohen Sprachumsatz, die Bereitschaft zum Experimentieren mit der Sprache im Schutz der Gruppe, soziales Lernen und die Selbstständigkeit der Lernenden.

picture cards

Karten zur Visualisierung der wichtigsten Begriffe (nouns, verbs, adjectives, prepositions) einer Unterrichtseinheit in einer Größe von Din A 4 oder 5 für die Klasse, ggf. auch als Minikärtchen für die Hand jedes Kindes

Sie dienen der Bedeutungsvermittlung sowie der Wortschatzarbeit und werden häufig ergänzt durch word cards.

siehe: treasure box
siehe: word cards

picture dictionary

 

(Meist einsprachiges) Wörterbuch, in dem Begriffe (nouns, verbs, adjectives, prepositions) nach Themen und/oder in alphabetischer Reihenfolge geordnet bildlich dargestellt werden

poster

Ergebnis- oder Lernposter

Ergebnisposter z.B. als Grundlage einer mündlichen Präsentation zum Abschluss einer Lernaufgabe

Lernposter z.B. mit Strukturen als Unterstützungsangebot zum Sprechen, Üben, Vortragen, Schreiben von Texten, Dialogen, Rollenspielen
oder als thematisches Wortfeld in der Funktion eines dictionary, auch als authentisches, für englischsprachige Kinder erstelltes Material

rally card

Laufzettel beim Lernen an Stationen, auf dem die Kinder eintragen, welche Stationen sie bearbeitet haben

real book

Authentisches Kinderbuch, das für native speakers zur Unterhaltung, also nicht zum Zweck des Englischlernens geschrieben wurde

reflection

Reflexion des Lernprozesses, meist am Ende einer Stunde oder Einheit

Langfristiges Ziel ist es, bei den Kindern ein Bewusstsein für das eigene Lernen und für geeignete Lernstrategien zu entwickeln und sie so zum eigenverantwortlichen, selbstständigen Lernen zu befähigen.

Tiefergehende Reflexionsfragen werden in der Regel auf Deutsch besprochen. Einfache Einschätzungen, z.B. It was easy/so so/difficult., zumal wenn sie durch Piktogramme oder Smileys begleitet sind, können von Beginn an auf Englisch durchgeführt werden.

rich learning environment

Reiche Lernumgebung, die für das Sprachenlernen notwendig ist
 
Das gilt für

  • das Klassenzimmer, in dem vielfältige Anregungen und (u.a. auch authentische) Materialien zum Lernen vorhanden sind,
  • die reichhaltige Sprache, die die Kinder als Input erhalten,
  • herausfordernde Aufgabenstellungen.

rituals

Immer wiederkehrende Abläufe im Unterricht, die (u.a. sprachliche) Sicherheit geben und das Lernen erleichtern
 
Die Filmsequenzen zeigen beispielhaft, wie Rituale den EGS strukturieren können.

siehe: classroom management

role play

Nachspielen von Situationen des alltäglichen Lebens mit verteilten Rollen, z.B. Einkaufsdialoge (Acting out a dialogue)

Die Kinder erhalten in der Regel ein sprachliches Gerüst, an dem sie sich orientieren können. Ausdrücklich erwünscht sind aber Erweiterungen und Veränderungen entsprechend den eigenen Vorlieben.

silent period

Phase des Sprachenlernens, in der manche Lerner zunächst nur rezipieren, aber noch nicht selbst sprechen und auch nicht zum Sprechen gezwungen werden sollten 

small talk

Ritual z.B. als warming-up activity zu Beginn einer Stunde: How are you today? I’m fine/not so well/… because

story cards

Reihe von Bildern als visuelle Verstehens- und Rekonstruktionshilfe beim storytelling

substitution table

 

 

Sprech-/Formulierungshilfe, z.B.:

 

I’d like

 

a(n)
some

apple.
pineapple.
bananas.
oranges.

 

 

How much

 

is it?
are they?

support cards

Unterstützungsangebot zum Sprechen, Üben, Vortragen, Schreiben von Texten, Dialogen, Rollenspielen etc.

Auf Karten z.B. auf Tischreitern oder als Karten, die bei Rollenspielen in die Hand genommen werden können, stehen den Kindern Informationen und sprachliche Mittel zur Verfügung, die sie bei der Bewältigung einer Aufgabe unterstützen.

theatre circle, semi circle

Sozial-/Organisationsformen, die z.B. beim storytelling oder beim Präsentieren von Lernergebnissen eingesetzt werden

time-lag

Kurze Pause von 3-5 Sekunden zwischen dem Vorsprechen der Lehrkraft und dem Nachsprechen der Kinder
 
Diese Verzögerung bewirkt, dass die neuen Eindrücke ungestört im Ultrakurzzeitgedächtnis ankommen, bevor sie sich durch das Abrufen in Form des Nachsprechens dort festigen. Dies ist Voraussetzung dafür, dass die neuen Informationen ins Kurzzeit- und später auch ins Langzeitgedächtnis übertragen werden.

treasure book

Grundschulgemäße Bezeichnung für das Dossier des Portfolios

siehe: Portfolio (EPS) in Teil A des Glossars

treasure box / word box (Wort-Bild-Kartei)

Sammlung von Wort- und Bildkarten für jedes Kind und/oder für die Klasse zur kindgemäßen Wortschatzarbeit

siehe: word cards

warming up

Anfangsphase der Englischstunde, in der die Kinder durch Rituale / durch das Aufgreifen von Vertrautem auf den Stundeninhalt eingestimmt werden: z.B. gemeinsames Singen eines Liedes, Herstellen von Ziel- und Verlaufstransparenz, Rituale wie small talk

Wimmelbild

Bilder mit vielen Einzelheiten, die Sprechanlässe, z.B. zur Formulierung von Rätseln, bieten

word cards

Wortkarten, die die wichtigsten Begriffe zu den jeweiligen Themen abbilden und die picture cards ergänzen

Sie dienen als Gedächtnisstütze und werden in vielfältiger Form bei der Wortschatzarbeit eingesetzt, z.B. bei Wortschatzspielen in kleinen Gruppen (Memory, Bingo oder Ratespiele wie Guess my card). Neben Nomen müssen auch Verben, Adjektive und Präpositionen angeboten werden. Word cards sind geeignet, die Kinder an Schriftbilder heranzuführen.

siehe: picture cards

working at stations

Lernen an Stationen als offenere Organisationsform des Lernens im EGS


1 Barnes (1976) zitiert nach Engel, G. (2009): EVENING – Konsequenzen für die Weiterentwicklung des Englischunterrichts in der Grundschule.  in: Englisch in der Primarstufe – Chancen und Herausforderungen. Berlin: Cornelsen,  S. 198

2 Die Anregung von English only stones wird u.a. bei Lombard, C. (2004) erwähnt. Vgl. dazu z.B. auch: In the City. Early Bird 3/4. Oberursel: Finken 2010, S. 17

3 Diehr, B./Frisch, S.: Mark their words. Sprechleistungen im Englischunterricht der Grundschule fördern und beurteilen, Westermann Verlag, Braunschweig, S. 66

 

Zum Seitenanfang

© 2020 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 25.09.2015