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Leistungsbegriff und Rechtsrahmen

Leistungsbegriff

Die Leitziele des Englischunterrichts in der Grundschule beschreiben das Spannungsfeld pädagogischen Handelns und sind gleichzeitig Grundlage für die Leistungserziehung. „Die Entwicklung von Interesse und Freude am Sprachenlernen und an fremden Lebenswelten“ bestimmt vor allem auch die Maßstäbe für den Umgang mit der Leistungsfeststellung und -bewertung.
Für Kinder, die am Anfang ihrer Lernkarriere /Schullaufbahn stehen, ist es besonders wichtig, positive und ermunternde Rückmeldungen zu ihren entwickelten Fähigkeiten und Fertigkeiten zu bekommen und Ermutigung zu erfahren. Nur so lassen sich Motivation und Leistungsbereitschaft auf die Dauer erhalten.
Die weiteren Leitziele sind Grundlage für die Beschreibung der Kompetenzen und damit für die Leistungsbewertung: Ziel des Englischunterrichts sind der „Erwerb, die Erprobung und Festigung elementarer sprachlicher Mittel“, „die Bewältigung einfacher Sprachhandlungssituationen“ und der „Erwerb von Lern- und Arbeitstechniken sowie wirkungsvollen Strategien des Sprachenlernens“.

Die Bedeutung eines pädagogischen Leistungsverständnisses, das Anforderungen mit individueller Förderung verbindet, und die Konsequenzen für die Leistungsbewertung sind in Kapitel 6 der Richtlinien dargestellt.

„Dabei ist sie (die Leistungsbewertung) einem pädagogischen Leistungsverständnis verpflichtet, das Leistungsanforderungen mit individueller Förderung verbindet. Für den Unterricht bedeutet dies, Leistungen nicht nur zu fordern, sondern sie auch zu ermöglichen, wahrzunehmen und zu fördern. Deshalb geht der Unterricht stets von den individuellen Voraussetzungen der Kinder aus und leitet sie dazu an, ihre Leistungsfähigkeit zu erproben und weiter zu entwickeln“ (RL 2008: 16)

Der Lehrplan Englisch führt aus, dass die Schülerinnen und Schüler individuelle Rückmeldungen über ihre Lernentwicklung und den erreichten Kompetenzstand erhalten. Lernerfolge und -schwierigkeiten werden mit Anregungen zum zielgerichteten Weiterlernen verbunden. Fehler und Unsicherheiten werden nicht sanktioniert, sondern als Gelegenheit zum Lernen, Reflektieren und als Herausforderung genutzt. Grundlage der Leistungsbewertung sind alle im Zusammenhang mit dem Unterricht von der Schülerin oder dem Schüler erbrachten mündlichen, schriftlichen und praktischen Leistungen.

„Auf der Grundlage der beobachteten Lernentwicklung reflektieren die Lehrkräfte ihren Unterricht und ziehen daraus Schlüsse für die Planung des weiteren Unterrichts und für die Gestaltung der individuellen Förderung" (LP 2008: 84).

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