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Reflexion und Feedback

Im Zusammenhang mit der Notwendigkeit eines lebenslangen Sprachenlernens ist es wichtig, dass die Lernenden zum eigenverantwortlichen Lernen angeleitet werden. Sie beschreiben, was sie gelernt haben, sie dokumentieren ihre Ergebnisse, sie denken über unterschiedliche Lernwege nach, sie planen ihre weiteren Lernschritte.

Die Reflexion wird durch die Lehrperson angeregt, indem die Schülerinnen und Schüler ihren Lernprozess und ihr Lernprodukt selbst reflektieren und dazu von Mitschülern und/ oder der Lehrperson ein Feedback bekommen. Selbsteinschätzung, Feedback und Reflexionsgespräche sind nicht voneinander zu trennen.
Voraussetzung für effektive Selbsteinschätzung und Feedback sind vorher festgelegte und transparente Kriterien bezogen auf die Lernaufgabe und Transparenz über Lernschritte und mögliche Hilfsmittel. So können Schülerinnen und Schüler beispielsweise reflektieren, was ihnen hilft, um eine Kommunikationssituation zu bewältigen oder inwiefern sie sich schon von der schriftlichen Strukturhilfe lösen und Dialoge flexibel führen können.
Das Feedback der Partner zu einer Präsentation kann sich z.B. auf Inhalt, Verständlichkeit, Umfang beziehen. Es kann auf Englisch oder auch auf Deutsch gegeben werden, abhängig davon wie differenziert es ausfällt.
Phasen der Partnerarbeit bieten ebenso Gelegenheit zum Feedback wie Reflexionsphasen mit der gesamten Lerngruppe. Gemeinsam werden Möglichkeiten der Weiterarbeit vereinbart (vgl. Doms 2017).

Das Europäische Portfolio der Sprachen (EPS) ist ein geeignetes Instrument, um die Selbsteinschätzung der Lernenden zu fördern und zu unterstützen.
Weiterführende Informationen über die Arbeit mit dem Portfolio und die Bedeutung für den Englischunterricht in der Grundschule finden Sie unter

Die Schülerinnen und Schüler werden im alltäglichen Unterrichtsgeschehen in kleinen Schritten von Anfang an an die realistische Selbsteinschätzung herangeführt. Einige Unterrichtsbeispiele zeigen, wie einfache Formen der Reflexion des Lernprozesses am Ende einer Stunde in der Schuleingangsphase aussehen können. Eine einfache Daumenabfrage, z.B. inwiefern eine Kommunikationssituation gelungen ist, oder die Frage “What have you learned today?” sollten zunehmend durch konkrete Impulse bezogen auf den Lernprozess und das Lernprodukt ergänzt bzw. ersetzt werden s.o.

(Weiterführende) Literatur
Doms, Christiane (2017): Making Feedback Successful – Reflexion und Feedback im Englischunterricht. In: Grundschule Englisch, Heft 2/2017. Friedrich Verlag Seelze-Velber.

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© 2020 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 04.09.2017