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Orientierungsbereich (Sprungmarken)

Film 2 - Sequenz 2: Talking about a picture

Bilder als Sprechanlass

  • Bilder bieten sich im Fremdsprachenunterricht als Sprechanlass an. Sie geben Anregungen zu spontanen Äußerungen auf sehr unterschiedlichem Sprachniveau.
    Beim Betrachten eines Bildes
    • stellen sich unterschiedliche Assoziationen ein,
    • werden Gefühle angesprochen,
    • wird die Einbildungskraft aktiviert,
    • können Gedanken, die über das Bild hinausgehen, entwickelt werden.
  • Die Freude der Kinder in dieser Unterrichtsphase ist deutlich wahrnehmbar. Sie kennen das Kalenderblatt bereits, trotzdem gibt es für sie genug Neues, zu dem sie Stellung nehmen möchten.
  • Die Lehrerin gestaltet den Einstieg bewusst offen: It’s time for our Canada calendar. Celina, you go first. Die Frage What can you see in the picture? würde gleichförmige Antworten nach sich ziehen und die Lehrerin zwingen, direkter durch weitere Fragen nachzusteuern.
  • Die Kinder gehen mit der Aufgabe unterschiedlich um.
    Einige nutzen bekannte einfache Satzmuster oder Redewendungen:
    I can see …
    There is…
    The goose has got …
    The lake is …
    That’s pure nature.
    Durchgängig ist zu beobachten, dass die meisten Kinder sich um längere Aussagen bemühen. Sie nutzen  
    • Attribute: a big, big mountain, a brown bear
    • Ergänzungen: with a chair, on the head, with a tent, on the water.
    Einigen Kindern gelingt es bereits, längere Aussagen selbst zu konstruieren, auch wenn es dabei zum foreignizing kommt oder sie um Worte ringen müssen:
    • *The Indian fährt with a Boot, Boot(Lehrerin hilft: boat)  boat of a lake (Lehrerin: on a lake, yes).
    • *The sun is shining from the …. pictures. *The sun shining … of the mountain and the animals and the lake. (Lehrerin: The sun is shining on everything.) Yes.
  • Die Szene zeigt eine positive Lernatmosphäre, in der die Kinder sich trauen zu sprechen. Zunehmend melden sich auch zurückhaltende Kinder in der großen Runde zu Wort. Die Lehrerin nimmt die Bandbreite der unterschiedlichen sprachlichen Entwicklungen wahr und geht damit konstruktiv um. Die Kinder werden in ihren Bemühungen deutlich unterstützt und gelobt. Die Lehrerin
    • gibt den Kindern während dieser Phase genug Zeit,
    • bestätigt jeweils den Inhalt des Gesagten, wiederholt den Satz ggf. noch einmal richtig und betont dabei das Korrigierte,
    • gibt Hilfestellung, wenn ein Kind durch Zögern signalisiert, dass es Hilfe braucht,
    • unterstützt ein Kind bei einem offensichtlichen Versprecher (mistake) dabei, sich selbst zu verbessern: The moose or the goose?
    • signalisiert über Gestik und Mimik ihr aktives Zuhören
  • Besondere sprachliche Phänomene werden zum Teil unmittelbar aufgegriffen und der Lerngruppe transparent gemacht, z.B. Unterschiede in der Bedeutung ähnlich klingender Wörter (moose-goose, horn-corn) oder der Gebrauch von Präpositionen (on the water, behind the water).
  • Ein neues Wort (horns) wird mit bekannten Methoden direkt geübt:
    • Can you be my echo? fordert die Kinder zum Chorsprechen in verschiedenen Tonlagen auf
    • Die word wave ist ein Ritual, um neue Wörter einzeln oder doch noch im Schutz der Gruppe zu sprechen.
    Die Kinder greifen das neue Wort sofort auf und nutzen es für weitere Aussagen zum Bild.
  • An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass es sich beim moose nicht um horns, sondern um antlers handelt, weil es das Geweih des männlichen Tieres ist, das jährlich abgeworfen wird und nachwächst. Auch Muttersprachlern ist dieser Unterschied nicht immer bewusst ist und das Wort horn wird auch von ihnen manchmal sachlich falsch benutzt.
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