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Film 4 - Sequenz 4: Working with partners

Konsequente Verwendung der Zielsprache in der Arbeitsphase

In der Arbeitsphase geht es bei der Präsentation des Lieblingshaustieres um die Erweiterung der Kompetenz des zusammenhängenden Sprechens und den Erwerb bzw. das Üben von presentation skills. Die eigentliche Erarbeitung der Präsentationsgrundlage ist bereits in früheren Stunden erfolgt.

  • Entsprechend der eingesetzten Schneeballmethode bereitet sich jedes Kind zunächst in Einzelarbeit auf den Vortrag vor, indem es noch einmal im Kopf abruft, was es dem Partner sagen will. (Diese Phase ist im Unterrichtsmitschnitt nicht zu sehen.) Anschließend wird die Präsentation mit einem Partner und danach in der Gruppe geübt. (vgl. auch Sequenz 1: In der Verlaufstransparenz an der Tafel wird die Methode auf ganz einfache Weise visualisiert.)
  • Diese Vorgehensweise gibt den Kindern die Möglichkeit, den Gebrauch der Zielsprache zunächst in einem geschützten Raum zu erproben. Sie gewinnen Sicherheit, vor anderen zu sprechen und die Zielsprache weitgehend durchgängig  anzuwenden, und trauen sich zu, die Präsentation auch im Plenum auf Englisch zu bewältigen. (Vgl. Didaktik und Methodik im EGS - Arbeiten in unterschiedlichen Sozialformen)
  • Die Verwendung des Englischen innerhalb der Arbeitsphase gelingt, weil es während des gesamten Unterrichts konsequent eingesetzt wird. Die Kinder können nicht nur die stundenaktuellen Inhalte auf Englisch wiedergeben, sie haben vielmehr Routinen entwickelt, die sie in allen Gesprächssituationen authentisch agieren lassen, was sich z.B. bei selbstverständlichem Nachfragen und Anmerkungen wie „It´s your turn!“ zeigt.
  • Rituale unterstützen die Bereitschaft der Kinder, auf Englisch zu kommunizieren. So erinnert die Lehrkraft zu Beginn der Arbeitsphase die Klasse mit der British flag und den Worten It’s English only-time an die Selbstverpflichtung, auch in der Gruppenarbeitsphase möglichst viel Englisch zu sprechen.

    Ganz am Ende jeder Englischstunde – im Filmmitschnitt allerdings nicht zu sehen – reflektieren die Kinder dieser Klasse, ob es ihnen gelungen ist, die Absprache einzuhalten. Wenn sie das für sich bejahen, kleben sie eine kleine britische Flagge als token auf eine Seite in ihrem English folder auf. Dieses Ritual stellt eine einfache Form der Selbsteinschätzung dar, bestätigt die Kinder in ihren Anstrengungen und weckt ihren Ehrgeiz, möglichst häufig die Zielsprache zu verwenden.
    In Phasen, in denen die Kinder mit wechselnden Gesprächspartnern kommunizieren, gehen sie zu chat points. Auch für die chat points gilt die Absprache English only.

    Andere Möglichkeiten, mit Ritualen das Englischsprechen in freien Übungsphasen zu unterstützen, sind z.B. das Tragen von English clips (vgl. Anmerkungen zu Filmbeispiel 2) oder der Einsatz von English only-stones. (Vgl. Didaktik und Methodik im EGS - Authentische Redeanlässe schaffen) 
  • Im Unterricht erfahren die Kinder immer wieder, dass die Lehrkraft sie zum Englischsprechen ermuntert, ihnen, wenn nötig, Hilfestellung gibt und Fehler zwar verbessert, aber nicht ahndet. Sie sind es gewohnt, sich beim Sprechen gegenseitig zu unterstützen. Wenn sie merken, dass einem Partner ein Wort oder eine Struktur fehlt und er in seiner Präsentation nicht weiter kommt, verweisen sie auf die entsprechende support card.
  • Die Lehrerin nutzt die Gruppenarbeitsphase, um bei einigen Kindern zuzuhören und ihnen ein unmittelbares Feedback zu ihrem Vortrag zu geben, indem sie bestätigt und ggf. auch korrigiert (You mean …), nachfragt und ihr Interesse bekundet, aushilft, wenn ein englisches Wort (hier z.B. für Trockenfutter) fehlt. Selbstverständlich kann sie sich in dieser Stunde nicht allen Gruppen widmen, sie wird aber in der Folgezeit immer wieder andere Kinder in den Blick nehmen.
  • Sprachliche Probleme, die bei den Vorträgen häufiger vorkommen, wie z.B. *It doesn’t likes (ein Fehler, der für das Verständnis nicht relevant ist und der auch von muttersprachlichen Kindern zu Beginn des Sprachlernprozesses gemacht wird), werden nicht sanktioniert, sondern in einer Reflexionsphase aufgegriffen und für die gesamte Lerngruppe thematisiert.

 

 


1 Die Schneeballmethode mit ihren Phasen Think – Pair – Share stammt aus dem Kooperativen Lernen. vgl. z.B. Green, Norm and Kathy (2005): Kooperatives Lernen im Klassenraum und im Kollegium. Selze: Velber Verlag
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