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Lernen begleiten und unterstützen

Lernen begleitenDie Lehrkraft ist im kompetenzorientierten Unterricht vor allem Lernbegleiter/in. Dazu muss sie Lernprozesse unterstützen und initiieren und nicht zuletzt Lernergebnisse begutachten. Die dazu notwendige Zeit gewinnt die Lehrkraft in der Phase der eigenständigen Aufgabenbearbeitung der Schülerinnen und Schüler.
Während ihrer Rundgänge durch die Klasse ermittelt sie bei einzelnen Kindern Arbeitswege und -ergebnisse. Wo Schwierigkeiten sind, wird in der Bearbeitung der Aufgabenstellungen offenbar. So bleibt z.B. eine Aufgabe unvollendet oder wird gar nicht bearbeitet, das Kind bleibt bei einer Aufgabenstellung hängen, versteht die Instruktion nicht oder verfügt nicht über die geeignete Bearbeitungsstrategie. Hier erkundigt sich die Lehrkraft nach Stolpersteinen in den Lernaufgaben. Sie erkundet Fragestellungen der Kinder, stellt Nachfragen zu Lösungswegen und Bearbeitungsstrategien („Wie hast du das gemacht?“) und klärt damit den Anforderungscharakter der Aufgabenstellung für das Kind.
All diese Informationen liefern der Lehrkraft Hinweise, in wieweit den Kindern die Bewältigung der Aufgabe eigenständig gelingt und wo Hilfen benötigt werden z. B. durch Schreibkriterien, mit Tippkarten zur Selbstinstruktion, Fehlerlisten, Merkkarteien etc. Eine zugewandte, beobachtende aber auch durch kritische Selbstreflexion geprägte Haltung der Lehrkraft, die sich dem Denken und Handeln der Kinder anpasst, ist hier Voraussetzung.
Ein geeignetes Mittel, die verschiedenen Schülerleistungen bei der Bearbeitung der Lernaufgaben im Blick zu behalten, ist das Führen eines Logbuchs (siehe XXX). Die Lehrkraft kann sich hier entsprechende Notizen zu einzelnen Schülerinnen und Schülern in ausgewählten Beobachtungssituationen machen. Das Logbuch hält auch nach Beendigung der Unterrichtssituation Problemlagen der Schülerinnen und Schüler präsent und hilft Kinderleistungen zu analysieren. Die vielfältigen Informationen aus dem Logbuch können - zu Hypothesen verdichtet - bei den folgenden Unterrichtsplanungen nützen, das Fähigkeitsniveau und das Arbeits-verhalten der Kinder bei der Bearbeitung von Lernaufgaben einzuschätzen. Sie können ebenfalls Grundlage von Lerngesprächen sein.

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© 2019 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 11.11.2011