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Orientierungsbereich (Sprungmarken)

Lernen beobachten und diagnostizieren

LernenDamit diagnostisches Handeln in der Lernbegleitung für Lehrkräfte anschaulich und transparent wird und für den Unterrichtsalltag bewältigbar bleibt, ist im Projekt KompAss ein Diagnostikfenster entwickelt worden, das einen strukturierten Überblick über die verschiedenen Ansätze diagnostischer Beobachtung und den Einsatz diagnostischer Mittel für das sprachliche Lernen im Deutschunterricht, ermöglicht. 
Das Diagnostikfenster zeigt notwendige und empfohlene diagnostische Prozesse und Vorgehensweisen auf, die vor, während und nach dem Unterricht stattfinden und den Blick auf die individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler schärfen. 
Die diagnostischen Tätigkeiten einer Lehrkraft beginnen vor dem Unterricht, mit der Erhebung der Lernausgangslage. Die Lernausgangslage gibt der Lehrkraft wichtige Informationen über die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder, die sie aus der Schuleingangsphase mitbringen. Die Prüfung und Beobachtung der sprachlichen Generalkompetenzen ermöglicht darüber hinaus eine vertiefende Sicht auf die sprachlichen Fähigkeiten einzelner Kinder, die eventuell ergänzende Unterstützungsmaßnahmen benötigen. Diese detaillierte Auseinandersetzung mit den vorhandenen Sprachkompetenzen steuert die auf einzelne Kinder oder Lerngruppen bezogene Aufgabenauswahl und Aufgabengestaltung für den Unterricht Bei sprachlich schwächeren Schüler/innen muss ggf. auf Förderdiagnostik und Förderunterricht zurückgegegriffen werden, bei Kindern mit Migrationshintergrund bietet sich eine spezielle DaZ-Diagnostik und Förderung an. 
Das Diagnostikfenster zeigt auf, wie die Lehrkraft die Kinder bei der Aufgabenbearbeitung begleitet. Ergebnisse und Zwischenergebnisse der Lerngruppen werden beobachtet und analysiert. So können Aufgaben für einzelne Kinder modifiziert und /oder Lern-Fördergespräche mit einem Kind oder einer Lerngruppe geplant und durchgeführt werden. Neben der lernbegleitenden Diagnostik durch die Lehrkraft lebt der kompetenzorientierte Unterricht auch durch den reflektierenden Blick des Kindes auf seine eigenen Lerntätigkeiten. Kinder können über ihre Lernwege und -schritte Auskunft geben. Ihre Selbsteinschätzung wird durch geeignete didaktische Mittel (z.B. Kriterienkataloge für die Textüberarbeitung oder Fehlerlisten zur Rechtschreibung) angeleitet und auch durch das gemeinsame Arbeiten in einer Lerngruppe weiterentwickelt.Wesentlich für einen kompetenzorientierten Unterricht ist nicht zuletzt die Würdigung der Lernergebnisse, die mit dem Kind in den Lern- Fördergesprächen zu neuen differenzierenden Unterrichtsimpulsen Anlass geben können. Im Folgenden erhalten Sie Einblicke in die einzelnen diagnostischen Fenster. zu den jeweiligen diagnostischen Tätigkeiten sind entsprechende Diagnose und oder Fördermaterilien hinterlegt.

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© 2019 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 14.11.2011