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Beispiele zur Umsetzung des Kernlehrplans Deutsch (G8) aus der Praxis gymnasialer Fachkonferenzen

I. Beispiele für schulinterne Curricula

Schmuckbild Die Umsetzung des Kernlehrplans mit Blick auf G8 bedeutet für alle Beteiligten beträchtlichen Arbeitsaufwand. Auf Initiative des Ministeriums für Schule und Weiterbildung hat darum eine Gruppe aus Vertretern der Fachkonferenzen einiger Gymnasien Beispiele entwickelt, die den Schulen für diese Arbeit an den hausinternen Curricula hilfreiche Orientierung bieten können. Lösungsansätze wie in den hier vorliegenden Beispielen wollen und können den notwendigen Arbeitsprozess in den Fachkonferenzen der einzelnen Gymnasien nicht ersetzen. Die unten aufgeführten Beispiele bewegen sich auf drei verschiedenen Konkretisierungsebenen. Es handelt sich um

  1. zwei Gesamtcurricula, die die Obligatorik des Lehrplans über alle Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I abbilden, und Leitfragen zur Entwicklung schulinterner Curricula. Die Konzepte unterscheiden sich deutlich voneinander und zeigen damit u. a., dass die vollständige Umsetzung der Lehrplan-Obligatorik keineswegs zu Einheitscurricula führt.
  2. drei „Längsschnitte“, die exemplarisch den Kompetenzzuwachs in drei von vier Kompetenzbereichen des Faches aufzeigen:
  3. Angebote für die kompetenzorientierte Planung von einzelnen Unterrichtsvorhaben. Bei der Darstellung wird eine einheitliche Matrix verwendet, die aus der Erfahrung der Arbeitsgruppe eine Hilfe (keine Vorgabe!) für die konkrete Unterrichtsplanung darstellt. Die Unterrichtsvorhaben sind folgenden Inhaltsfeldern/Gegenstandsbereichen zuzuordnen:

 

II. Grundlegende Erfahrungen aus dem Arbeitsprozess der Umsetzung des Kernlehrplans

Bei der Umsetzung des Kernlehrplans in ein schulinternes Curriculum stellen sich immer wieder grundlegende Fragen, für die hier mögliche Antworten entwickelt wurden. Die Kernlehrpläne sind  auf einem mittleren Abstraktionsgrad formuliert, um für jede Schule den notwendigen Spielraum in der Umsetzung der Obligatorik zu sichern. Unterschiedliche Traditionen von  Gymnasien, unterschiedliche Schwerpunktsetzungen im Schulprogramm und im Selbstverständnis der Fachkonferenzen sowie das unterschiedliche Umfeld der Gymnasien im Lande legen möglicherweise andere Schwerpunktsetzungen nahe.
Im Folgenden finden Sie eine Zusammenstellung der Aspekte, die im Arbeitsprozess eine wichtige Rolle gespielt haben und die bei der schulinternen Umsetzung des Kernlehrplans beachtet werden sollten:

  1. Kompetenzen und Inhaltsfelder/Gegenstandsbereiche:
    • Die Kompetenzbeschreibungen des Kernlehrplans werden in den einzelnen Unterrichtsvorhaben konkretisiert.
    • Da Kompetenzen grundsätzlich integriert erworben werden, werden in der Regel in allen Unterrichtsvorhaben die vier Kernbereiche des Faches angesprochen.
    • Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, in den einzelnen Unterrichtsvorhaben jeweils Schwerpunkte der Kompetenzen deutlich auszuweisen, da nur so ein Kompetenzzuwachs transparent und überprüfbar gemacht werden kann.
    • Die Verknüpfung der Kompetenzen mit Inhaltsfeldern/Gegenständen folgt der Obligatorik des Lehrplans.  Die Konkretisierung dieser Verknüpfung bleibt den Fachkonferenzen und einzelnen Unterrichtenden zur eigenen Gestaltung überlassen, unsere Beispiele zeigen Möglichkeiten auf. Darüber hinaus sind Varianten bei der inhaltlichen Konkretisierung an einigen Stellen in den Unterrichtsvorhaben ausgewiesen.
  2. Lernprogression und Lernerfolgsüberprüfung:
    • Im Sinne kumulativen Lernens werden die auf einem Anfangsniveau erworbenen Kompetenzen in der Folge gesichert und erweitert  => exemplarisch nachvollziehbar an den drei „Längsschnitten“.
    • In jedem Unterrichtsvorhaben sind die jeweiligen Niveaus der Kompetenzen beschrieben, die von den Schülerinnen und Schülern am Ende der Unterrichtsvorhaben in der entsprechenden Jahrgangsstufe erwartet werden.
    • Den Unterrichtsvorhaben sind als Klassenarbeiten diejenigen Aufgabentypen des Kernlehrplans zugeordnet, die zur Lernerfolgsüberprüfung im Hinblick auf die erwarteten Kompetenzen, auf die hin ein Unterichtsvorhaben schwerpunktmäßig angelegt ist, geeignet sind.
    • Auch die Unterrichtsvorhaben, die nicht mit einer Klassenarbeit abschließen, bewegen sich im Rahmen der Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans.
  3. Zeitvorgaben und Lehrwerke:
    • Den einzelnen Unterrichtsvorhaben sind Zeitkontingente zugewiesen, die in der Regel zur Erreichung des Niveaus der angestrebten Kompetenzerwartung ausreichen. => Die beiden vorgestellten Curricula gehen von einem Stundenvolumen von ca. 100 Stunden aus.
    • Die Unterrichtsvorhaben sind in der Regel mit den in der Schule eingeführten Lehrbüchern umsetzbar.

 

III. Weiterführende Materialien

 

 

Folgende Schulen waren mit Vertretern der Fachkonferenzen an der Erarbeitung der Beispielcurricula beteiligt:

B.M.V.-Schule, Essen
Carl-Duisberg-Gymnasium, Wuppertal
Gymnasium Verl
St.-Ursula-Gymnasium, Brühl

 

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© 2019 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 06.05.2011