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Beispiele zur Umsetzung des Kernlehrplans Englisch (G8) aus der Praxis gymnasialer Fachkonferenzen

1. Allgemeine Hinweise

Schmuckbild Die Fachkonferenz sollte sich zunächst die Funktion des schuleigenen Curriculums vergegenwärtigen:

  • Klärung und Festlegung von Schwerpunkten durch die Fachkonferenz im Sinne standardorientierter Kompetenzvermittlung (u. a. Umgang mit Lehrbuch und Lektüre, fächerverbindende Projekte, Leistungsfeststellung)
  • Orientierung für die einzelnen Fachlehrkräfte hinsichtlich der eigenen Unterrichtsgestaltung
  • Gewährleistung von Transparenz für Schüler, Eltern, Schulleitung, Fachaufsicht, Qualitätsanalyse

Die Erstellung schulinterner Curricula sollte in folgenden Schritten erfolgen:

  • "Herunterbrechen" der erwarteten Kompetenzen des Kernlehrplans auf eine angemessene Größe (z. B. Schuljahr oder Halbjahr)
  • Festlegung von Schwerpunkten in den Kompetenzbereichen des Faches für das jeweilige Schul- oder Halbjahr. Diese Schwerpunktsetzungen bieten Orientierung und ermöglichen gleichzeitig genügend Freiräume für die Kolleginnen und Kollegen zur individuellen Ausgestaltung und Anreicherung (ca. drei Viertel des Zeitkontingents für Obligatorik, ein Viertel zur individuellen Ausgestaltung)
  • Verknüpfung der festgelegten Kompetenzen mit zentralen Inhalten und Materialien, an denen sie erworben werden können
  • Überprüfung der Schwerpunktsetzungen des schulinternen Curriculums durch Abgleich mit dem Kernlehrplan (Vollständigkeit, Angemessenheit, Lernprogression)
  • Auswahl derjenigen Aufgabentypen für Klassenarbeiten, die als Lernerfolgsüberprüfungen im Hinblick auf die erwarteten Kompetenzen geeignet sind

Schulinterne Curricula werden in regelmäßigen Abständen in der Fachkonferenz auf der Grundlage der damit gewonnenen Erfahrungen und vor dem Hintergrund neuer Anforderungen, Möglichkeiten etc. im Fach überarbeitet und optimiert.

2. Beispiele für schulinterne Curricula

Als Beispiele für die Umsetzung des Kernlehrplans im Fach Englisch werden im Folgenden drei Curricula vorgestellt, die die Obligatorik des Lehrplans über alle Jahrgangsstufen der S I in unterschiedlicher Weise und Darstellungsform abbilden und sich auf unterschiedliche Jahrgangstufen sowie auf unterschiedliche Lehrwerke beziehen. Diese Curricula wurden von Fachkolleginnen und -kollegen des Märkischen Gymnasiums Iserlohn, des Herder-Gymnasiums Köln und des Lessing-Gymnasiums Köln entwickelt. Sie sollen als praxisnahe Anregung für die jeweilige Englischfachkonferenz dienen, wie in Zeiten kompetenzorientierter Kernlehrpläne ein reflektierter Umgang mit Lehrbuch und Lektüre und eine bedarfsgerechte Ausgestaltung des Unterrichts erfolgen kann. Die hier aufgeführten Curricula haben Beispielcharakter und unterliegen ihrerseits einer kontinuierlichen Erprobung und Weiterentwicklung.

Für die Beispielcurricula wurde von einem Gesamtstundenkontingent von 35 Schulwochen/Schuljahr ausgegangen. Die Reduzierung um 5 Schulwochen (gegenüber der rechnerischen Gesamtwochenzahl von 40 Wochen) berücksichtigt in angemessener Weise die Schulrealität (u. a. Wanderfahrten, Projekttage u. Ä.). Bezogen auf Vierstündigkeit/Woche bedeutet dies 140 Stunden/Jahr, bezogen auf Dreistündigkeit/Woche bedeutet dies 105 Stunden/Jahr. Das Verhältnis von Obligatorik und Freiraum ist abhängig vom Lehrgang und von der Progression des Unterrichts.

Zur besseren Überschaubarkeit erfolgt hier in den Beispielcurricula eine Konzentration auf die zentralen Kompetenzen, z. T. in verkürzter Formulierung. Bezüglich der Teilkompetenzen und Indikatoren ist der Kernlehrplan bei der Unterrichtsplanung heranzuziehen. Ausgehend vom Prinzip der immanenten Wiederholung werden einmal erworbene Kompetenzen im weiteren Verlauf des Lehrgangs i. d. R. nicht noch einmal aufgelistet.

Die vorgenommenen Konkretisierungen auf der Ebene der Inhalte sind exemplarisch zu verstehen. Die jeweilige Fachkonferenz bzw. Fachlehrerinnen und Fachlehrer sind bei Ihren Entscheidungen zum Umgang mit dem Lehrbuch bzw. zur Auswahl von Themen, Autoren und Texten an die Vorgaben des Kernlehrplans (vgl. besonders Kapitel 1 und 3) gebunden; diese sind so gefasst, dass genügend Entscheidungsspielraum bleibt, an welche konkreten Materialien die Vermittlung der Kompetenzen geknüpft werden soll. Die zugrunde gelegten Lehrwerke sind aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht genannt.

Im Arbeitsprozess der oben genannten Fachlehrkräfte hat sich gezeigt:

  • Eine sorgsame lerngruppenbezogene Durchsicht der vom Lehrwerk angebotenen Texte und Übungen auf der Grundlage des KLP ist unbedingt notwendig, denn das Lehrwerk hat instrumentale Funktion und soll nicht Steuerungsinstrument sein.
  • Insofern ist das Angebot des jeweiligen Lehrwerks in konsequent selektiver Auswahl auf die im KLP formulierten Kompetenzen zu beziehen. Falls dies nicht möglich ist, ist das Lehrwerk zu ergänzen oder ggf. zu wechseln. Der KLP und die dort formulierten Kompetenzen sind leitender Ausgangs- und Bezugspunkt.

Es bedarf aufgrund der bisherigen Routinen einer systematischen Selbstdisziplinierung, konsequent von Kompetenzen auszugehen und nicht vom Stoff des Lehrwerks bzw. von Inhalten und Themen her zu denken.

3. Beispiele aus der Praxis gymnasialer Fachkonferenzen zum Herunterladen

4. Weiterführende Materialien

 

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