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Beispiele zur Umsetzung des Kernlehrplans Französisch (G8) aus der Praxis gymnasialer Fachkonferenzen

1. Allgemeine Hinweise

SchmuckbildDie schulinternen Curricula sollen Handlungsorientierung für die Unterrichtsarbeit und Vereinbarungen von Schwerpunktsetzungen für die Fachlehrerinnen und -lehrer im Sinne der standardorientierten Kompetenzvermittlung (u. a. Umgang mit dem Lehrwerk, Nutzung anderer Texte/Medien, Projektarbeit und fachübergreifende/-verbindende Unterrichtsvorhaben, Leistungsfeststellung) bieten. Sie schaffen Transparenz für Schüler, Eltern, Schulleitung, Fachaufsicht, Qualitätsanalyse.

Die Erarbeitung schulinterner Curricula kann in folgenden Schritten erfolgen:

  • Entscheidung für eine angemessene Zeiteinteilung, Konkretisierung und Darstellungsform
  • Festlegung deutlicher Schwerpunktsetzungen in den zentralen Bereichen/Kompetenzen des Faches (z. B. pro Halbjahr). Diese Schwerpunktsetzungen bieten Orientierung und ermöglichen gleichzeitig genügend Freiräume für die Kollegen zur individuellen Ausgestaltung und Anreicherung (ca. drei Viertel des Zeitkontingents für Obligatorik, ein Viertel zur individuellen Ausgestaltung).
  • Die Unterrichtsvorhaben knüpfen an das in der Schule eingeführte Lehrwerk an, lassen aber auch inhaltliche Füllungen mit Hilfe anderer Lehrwerke und Materialien (z. B. auch eine Rahmenaufgabe aus dem Handbuch des IQB) zu.
  • Den Unterrichtsvorhaben sind diejenigen Aufgabentypen für Klassenarbeiten bzw. mündliche Leistungsüberprüfungen anstatt Klassenarbeiten (gemäß § 6, Abs. 1 APO-Sek.I) zugeordnet, die als Lernerfolgsüberprüfungen im Hinblick auf die erwarteten Kompetenzen geeignet sind.
  • Überprüfung der Schwerpunktsetzungen des schulinternen Curriculums durch Abgleich mit dem Kernlehrplan (Überprüfung auf Vollständigkeit, Angemessenheit, Lernprogression)

Schulinterne Curricula werden in regelmäßigen Abständen in der Fachkonferenz auf der Grundlage der damit gewonnenen Erfahrungen und vor dem Hintergrund neuer Anforderungen, Möglichkeiten etc. im Fach überarbeitet und optimiert.

2. Beispiele für schulinterne Curricula

Als Beispiele für die Umsetzung des Kernlehrplans im Fach Französisch werden im Folgenden drei Curricula vorgestellt, die die Obligatorik des Lehrplans über alle Jahrgangsstufen der S I in unterschiedlicher Weise und Darstellungsform abbilden und sich auf unterschiedliche Jahrgangsstufen und Lehrgänge (Beginn in Klasse 6 oder 8) sowie auf unterschiedliche Lehrwerke beziehen. Diese Curricula wurden von Fachkolleginnen und -kollegen der Theodor-Körner-Schule in Bochum, des Ruhr-Gymnasiums Witten und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Unna entwickelt. Sie sollen als praxisnahe Anregung für die jeweilige Französischfachkonferenz dienen, wie bei der Umsetzung kompetenzorientierter Kernlehrpläne ein reflektierter Umgang mit Lehrwerk und Lektüre und eine bedarfsgerechte Ausgestaltung des Unterrichts erfolgen kann. Die hier aufgeführten Curricula haben Beispielcharakter und unterliegen ihrerseits einer kontinuierlichen Erprobung und Weiterentwicklung.

Für die Beispielcurricula wurde von einem Gesamtstundenkontingent von 35 Schulwochen/Schuljahr ausgegangen. Die Reduzierung um 5 Schulwochen (gegenüber der rechnerischen Gesamtwochenzahl von 40 Wochen) berücksichtigt in angemessener Weise die Schulrealität (u. a. Wanderfahrten, Projekttage u. Ä.). Bezogen auf Vierstündigkeit/Woche bedeutet dies 140 Stunden/Jahr, bezogen auf Dreistündigkeit/Woche bedeutet dies 105 Stunden/Jahr. Das Verhältnis von Obligatorik und Freiraum bewegt sich in Abhängigkeit vom Lehrgang (F6/F8) und in Abhängigkeit von der Progression des jeweiligen Unterrichtsvorhabens in einer Bandbreite von 65 % Obligatorik – 35 % Freiraum bis 80 % Obligatorik – 20 % Freiraum.

Zur besseren Überschaubarkeit erfolgt hier in den Beispielcurricula eine Konzentration auf die zentralen Kompetenzen, z. T. in verkürzter Formulierung. Bezüglich der Teilkompetenzen und Indikatoren ist der Kernlehrplan bei der Unterrichtsplanung heranzuziehen. Ausgehend vom Prinzip der immanenten Wiederholung werden einmal erworbene Kompetenzen im weiteren Verlauf des Lehrgangs i. d. R. nicht noch einmal aufgelistet.
Die vorgenommenen Konkretisierungen auf der Ebene der Inhalte sind exemplarisch zu verstehen. Die jeweilige Fachkonferenz bzw. Fachlehrerinnen und Fachlehrer sind bei Ihren Entscheidungen zum Umgang mit dem Lehrwerk bzw. zur Auswahl von Themen, Autoren und Texten an die Vorgaben des Kernlehrplans (vgl. besonders Kapitel 1 und 3) gebunden; diese sind so gefasst, dass genügend Entscheidungsspielraum bleibt, an welche konkreten Materialien die Vermittlung der Kompetenzen geknüpft werden soll. Die zugrunde gelegten Lehrwerke sind aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht genannt.

Im Arbeitsprozess der oben genannten Fachlehrkräfte hat sich gezeigt:

  • Eine sorgsame lerngruppenbezogene Durchsicht der vom Lehrwerk angebotenen Texte und Übungen auf der Grundlage des KLP ist unbedingt notwendig, denn das Lehrwerk hat instrumentale Funktion und soll nicht Steuerungsinstrument sein.
  • Insofern ist das Angebot des jeweiligen Lehrwerks in konsequent selektiver Auswahl auf die im KLP formulierten Kompetenzen zu beziehen. Falls dies nicht möglich ist, ist das Lehrwerk zu ergänzen oder ggf. zu wechseln. Der KLP und die dort formulierten Kompetenzen sind leitender Ausgangs- und Bezugspunkt.
  • Es bedarf aufgrund der bisherigen Routinen einer systematischen Selbstdisziplinierung, konsequent von Kompetenzen auszugehen und nicht vom Stoff des Lehrwerks bzw. von Inhalten und Themen her zu denken.

3. Beispiele aus der Praxis gymnasialer Fachkonferenzen zum Herunterladen

Beispielcurriculum I: Französisch als zweite Fremdsprache

 

4. Weiterführende Materialien

 

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© 2019 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 06.05.2011