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Orientierungsbereich (Sprungmarken)

Hinweise zur Auswertung

Warum erfolgt die Auswertung nur in den Kategorien "RICHTIG" und "FALSCH"?

In den Auswertungsanleitungen wird für jede Teilaufgabe erläutert, welche Lösungen als RICHTIG bzw. FALSCH zu werten sind.
Hin und wieder gibt es Aufgaben, die zwar teilweise richtig beantwortet, aber im Sinne der Auswertungsanleitung nicht vollständig gelöst wurden. In einem solchen Fall ist die Aufgabe als FALSCH zu werten, da das Kompetenzniveau, das durch diese Aufgabe getestet wird, nicht erreicht wurde.

Hierzu ein anschaulicher Vergleich: Die Aufgabenschwierigkeit lässt sich vergleichen mit der Fähigkeit, eine Hochsprunglatte sicher zu überspringen. Ein sehr guter Springer schafft eine bestimmte Höhe öfter mit einer hohen Sicherheit. Ein schwächerer Springer schafft dies seltener (oder gar nicht), daher würde man ihm eine geringere Sprungfähigkeit zuweisen.

Auf die Aufgaben in einer Lernstandserhebung bezogen bedeutet das: nur eine vollständig gelöste Aufgabe weist die dahinter liegende Anforderung hinreichend sicher nach und wird nur dann als "RICHTIG" gewertet. Eine teilweise gelöste Aufgabe ist zwar ein Hinweis auf eine geringere Kompetenz, diese wird aber bereits durch die Bearbeitung von anderen (leichteren) Aufgaben nachgewiesen.

Die Tests sind so konzipiert, dass mit dem Ergebnis ausgelotet werden kann, auf welchem Kompetenzniveau sich die Schülerinnen und Schüler mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit befinden. Damit eine objektive Auswertung gewährleistet ist, müssen alle Kolleginnen und Kollegen bei der Auswertung den gleichen Beurteilungsmaßstab ansetzen.

Diese Art der Bewertung unterscheidet sich grundlegend von der Bewertung von Klassenarbeiten. Bei Klassenarbeiten gilt das Prinzip, jede individuelle (Teil-)lösung zu würdigen, so dass sich die Gesamtleistung aus der Summe aller Teilleistungen ergibt.

Klassenarbeiten unterscheiden sich auch in der Konzeption von Lernstandserhebungen: Bei der Zusammenstellung einer Klassenarbeit liegen keine vorab gemessenen Aufgabenschwierigkeiten vor und diese sind auch nicht immer in der gleichen Breite wie im Test vertreten. Ferner haben Klassenarbeiten einen Schwerpunkt, der sich aus dem vorangegangenen Unterricht ergibt. Lernstandserhebungen fokussieren auf langfristig und nachhaltig vorhandene Kompetenzen.

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© 2018 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 29.09.2017