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Orientierungsbereich (Sprungmarken)

Testkonzeption

Die Testaufgaben werden länderübegreifend von Lehrerinnen und Lehrern im Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) entwickelt. Grundlage sind die Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz.

Alle Aufgaben werden vor ihrer Nutzung bundesweit mit mehreren hundert Schülerinnen und Schülern auf Eignung und Schwierigkeit erprobt. Die Ergebnisse dieser Erprobung werden statistisch ausgewertet, sodass zu jeder Aufgabe Informationen über ihren Schwierigkeitsgrad vorliegen.

So entsteht ein breites Spektrum an Aufgabenschwierigkeiten, das im Rahmen des Diagnoseverfahrens die Leistungen der Kinder in unterschiedlichen Kompetenzstufen erfasst. In den im Anschluss daran zusammengestellten Testheften gibt es dadurch leichte Aufgaben, die von fast allen gelöst werden und schwere, die nur von Kindern in der Leistungsspitze bearbeitet werden können. Für jede Schülerin und jeden Schüler ergeben sich damit sowohl positive Rückmeldungen ("Das kann ich!") als auch Herausforderungen.

Prinzipien der Testzusammenstellung:
  • Die mittlere Lösungsquote in allen eingesetzten Testheften beträgt etwa 50 Prozent.
  • Die Aufgaben werden nach inhaltlichen Kriterien ausgesucht, wobei die Breite des Inhaltsbereichs sowie die Anforderungsbereiche berücksichtigt werden.
  • Jede Schülerin und jeder Schüler wird auf Basis der gelösten Aufgaben einer Kompetenzstufe zugeordnet.

Kompetenzstufen und KMK-Bildungsstandards

Auf der Basis der KMK-Bildungsstandards können die Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern in den meisten Inhaltsbereichen auf fünf Kompetenzstufen inhaltlich differenziert und empirisch abgesichert beschrieben werden. In Teilbereichen, in denen noch keine fachlich abgesicherten Kompetenzstufenmodelle vorliegen, werden lediglich Lösungshäufigkeiten zurückgemeldet.

Anforderungsbereiche der KMK-Bildungsstandards

Für die Fächer Deutsch und Mathematik werden Anforderungsbereiche (AFB) ausgewiesen, die nach der möglichen kognitiven Komplexität von Aufgaben strukturiert sind.

  • AFB I  : Wiedergeben bzw. Reproduzieren
  • AFB II : Zusammenhänge herstellen
  • AFB III: Reflektieren und Beurteilen bzw. Verallgemeinern.

Alle Anforderungsbereiche sollen im Unterricht angemessen berücksichtigt werden. Dies kann realisiert werden, indem bei der Planung und Durchführung von Unterricht entsprechende (Lern-)Aufgaben ausgewählt oder ggf. so variiert werden, dass der Unterricht ausgewogen gestaltet wird.

Während Kompetenzstufen empirische Modelle sind, also in der Anordnung der Aufgaben nur berücksichtigen, wie häufig diese von Schülerinnen und Schülern gelöst wurden, sind Anforderungsbereiche theoretische Modelle für die Arbeit mit Aufgaben. Dabei können einige Aufgaben aus dem Anforderungsbereich 1 empirisch schwieriger sein, also seltener gelöst werden, als einige Aufgaben aus dem Anforderungsbereich 3. Z. B. die Wiedergabe von Informationen aus einem Arzneibeipackzettel oder eine umfangreiche Rechnung mit großen Zahlen sind schwierige Aufgaben aus dem Anforderungsbereich 1.

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