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Beispiel für einen schulinternen Lehrplan einer fiktiven Gesamtschule in Bochum

Als Beispiel für einen schulinternen Lehrplan auf der Grundlage des Kernlehrplans Gesellschaftslehre für die Gesamtschule steht hier der schulinterne Lehrplan der fiktiven Wilhelm-von-Humboldt-Gesamtschule in Bochum zur Verfügung. Neben der Online-Fassung wird dieser auch zum Download angeboten ...

Um zu verdeutlichen, wie die jeweils spezifischen Rahmenbedingungen in den schulinternen Lehrplan auf der Grundlage des Kernlehrplans Gesellschaftslehre Gesamtschule einfließen, wird im Punkt 1 zunächst die Schule näher vorgestellt. Den Fachkonferenzen wird empfohlen, eine nach den Aspekten im vorliegenden Beispiel strukturierte Beschreibung für ihre Schule (ggf. nur in Stichworten und nicht ausformuliert) zu erstellen, um die Ausgangsbedingungen für die Erstellung des schulinternen Lehrplans festzuhalten.

1 Rahmenbedingung der fachlichen Arbeit

Der Fachkonferenz wird empfohlen, Rahmenbedingungen für die fachliche Arbeit an der Schule festzuhalten:
  • Lage der Schule
  • Größe und Ausstattung
  • Unterrichtstaktung
  • Stundenverortung und Lehrkräfte
  • Schulprogramm
  • Fachziele

Die fiktive fünfzügige Beispielgesamtschule liegt in Bochum im Ruhrgebiet. In der Sekundarstufe I haben die Klassen der Jahrgänge 5 und 6 in der Regel 30 Schülerinnen und Schüler, ebenso die Jahrgänge 7 und 8. Die Klassen der Jahrgänge 9 und 10 umfassen ca. 28 Schülerinnen und Schüler.

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Die Schule hat den Schwerpunkt „interkulturelle Kompetenz“ besonders in ihrem Schulprogramm verankert und fördert diese durch Austauschprogramme im Rahmen von Comenius. Das Fach Erdkunde berücksichtigt darüber hinaus die besonderen Schwerpunkte des Schulprogramms: 1. „Umweltschutz und Naturerhalt“ und 2. „Globale Verantwortung“.

Die Fächer des gesellschaftswissenschaftlichen Bereichs werden in der Sekundarstufe I separiert unterrichtet. Ziel der Arbeit der Fachkonferenz Erdkunde ist die Vermittlung einer raumbezogenen Handlungskompetenz. Dieses Ziel soll insbesondere durch Unterrichtsbeispiele aus dem Nahraum, Lernen vor Ort, das Aufgreifen aktueller Fallbeispiele aus der Medienberichtserstattung und den Einsatz moderner Medien unterstützt werden. Formen des kooperativen Lernens sind als besonders wirksame Arbeits- und Lernform im Fach Erdkunde verankert. Gleichzeitig wird insbesondere die Förderung von Lernkompetenz in allen Unterrichtsvorhaben explizit berücksichtigt.

Im Rahmen des europäischen Comenius-Programms nimmt die Schule regelmäßig an gemeinsamen Projekten mit anderen europäischen Schulen teil. Das Fach Erdkunde beteiligt sich an diesen Projekten mit dem Ziel, europäisches Bewusstsein und interkulturelle Kompetenz zu stärken. Die Fachkonferenz Erdkunde trägt dieses Anliegen auch in der Unterstützung fächerübergreifender Projekte (Wettbewerbe) und der Beschäftigung mit der Kultur der Migrantinnen und Migranten an der Schule, die einen erheblichen Anteil der Schülerschaft stellen. Die Schule unterstützt darüber hinaus Klassen- und Jahrgangsstufen-Patenschaften mit Kindern aus Entwicklungsländern (Kindernothilfe).

Das Fach Erdkunde wird im Verlauf der Sekundarstufe I mit insgesamt sechs Jahreswochenstunden unterrichtet, die sich auf je zwei Jahreswochenstunden in den Klassen 5, 7 und 9 aufteilen. Insgesamt umfasst die Fachkonferenz Erdkunde 7 Kolleginnen und Kollegen, die alle die entsprechende Fakultas besitzen. Die Fachkonferenz unterstützt alle Unterrichtenden im Fach Erdkunde durch eine gemeinsame digitale Plattform bei moodle, auf der Materialien der Unterrichtsvorhaben gesammelt und abrufbar sind. Alle Kolleginnen und Kollegen sind dabei jeweils für einzelne Unterrichtsvorhaben verantwortlich und stehen als Moderatorinnen und Moderatoren der Fachkonferenz zur Verfügung.

Für das Fach Erdkunde stehen keine Fachräume zur Verfügung, aber die Schule verfügt über eine solide Ausstattung mit Arbeitsmitteln wie Karten, Computern und Smartboards. Außerdem stehen mehrere Computerräume zur Verfügung, die regelmäßig gebucht werden können. Für jede Klasse steht ein Klassensatz mit Schulbüchern zur Verfügung (Erdkundebuch als Leitmedium), darüber hinaus hat jede Schülerin/jeder Schüler einer Lerngruppe einen Atlas der gleichen Auflage zur Verfügung.

2 Entscheidungen zum Unterricht

2.1 Unterrichtsvorhaben

Hier befinden sich nur Materialien, die sich auf den Teilfachplan Erdkunde beziehen. In dem Plan Gesellschaftslehre (integriert) finden sich Materialien, die ebenfalls zum schulinternen Lehrplan Erdkunde passen. Sie können ebenfalls über die Materialdatenbank mit Suchkriterien suchen.

Die Darstellung der Unterrichtsvorhaben im schulinternen Lehrplan besitzt den Anspruch, sämtliche im Kernlehrplan angeführten Kompetenzen abzudecken. Dies entspricht der Verpflichtung jeder Lehrkraft, alle Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans bei den Lernenden auszubilden und zu entwickeln.

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Die entsprechende Umsetzung erfolgt in diesem Abschnitt des schulinternen Lehrplans auf zwei Ebenen: der Übersichts- und der Konkretisierungsebene.

Im „Übersichtsraster Unterrichtsvorhaben“ (Kapitel 2.1.1) wird die für alle Lehrerinnen und Lehrer gemäß Fachkonferenzbeschluss verbindliche Verteilung der Unterrichtsvorhaben dargestellt. Das Übersichtsraster dient dazu, den Kolleginnen und Kollegen einen schnellen Überblick über die Zuordnung der Unterrichtsvorhaben zu den einzelnen Jahrgangsstufen sowie den im Kernlehrplan genannten Kompetenzen, Inhaltsfeldern und inhaltlichen Schwerpunkten zu verschaffen. Um Klarheit für die Lehrkräfte herzustellen und die Übersichtlichkeit zu gewährleisten, werden in der Kategorie „Kompetenzen“ an dieser Stelle nur die übergeordneten Methoden- und Handlungskompetenzen ausgewiesen, während die Sach- und Urteilskompetenzen erst auf der Konkretisierungsebene Berücksichtigung finden. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass im Kernlehrplan keine konkretisierte Zuordnung von Methoden- und Handlungskompetenzen zu den Inhaltsfeldern bzw. inhaltlichen Schwerpunkten erfolgt, sodass eine feste Verlinkung im Rahmen dieses schulinternen Lehrplans vorgenommen werden muss. Der ausgewiesene Zeitbedarf versteht sich als grobe Orientierungsgröße, die nach Bedarf über- oder unterschritten werden kann. Um Spielraum für Vertiefungen, besondere Schülerinteressen, aktuelle Themen bzw. die Erfordernisse anderer besonderer Ereignisse (z.B. Praktika, Klassenfahrten o.ä.) zu erhalten, wurden im Rahmen dieses schulinternen Lehrplans nur ca. 75 Prozent der Bruttounterrichtszeit verplant.

Während der Fachkonferenzbeschluss zum „Übersichtsraster Unterrichtsvorhaben“ zur Gewährleistung vergleichbarer Standards sowie zur Absicherung von Lerngruppenübertritten und Lehrkraftwechseln für alle Mitglieder der Fachkonferenz Bindekraft entfalten soll, besitzt die exemplarische Ausweisung „konkretisierter Unterrichtsvorhaben“ (Kapitel 2.1.2)  empfehlenden Charakter. Referendarinnen und Referendaren sowie neuen Kolleginnen und Kollegen dienen diese vor allem zur standardorientierten Orientierung in der neuen Schule, aber auch zur Verdeutlichung von unterrichtsbezogenen fachgruppeninternen Absprachen zu didaktisch-methodischen Zugängen, fächerübergreifenden Kooperationen, Lernmitteln und -orten sowie vorgesehenen Leistungsüberprüfungen, die im Einzelnen auch den Kapiteln 2.2 bis 2.4 zu entnehmen sind. Abweichungen von den vorgeschlagenen Vorgehensweisen bezüglich der konkretisierten Unterrichtsvorhaben sind im Rahmen der pädagogischen Freiheit der Lehrkräfte jederzeit möglich. Sicherzustellen bleibt allerdings auch hier, dass im Rahmen der Umsetzung der Unterrichtsvorhaben insgesamt alle Sach- und Urteilskompetenzen des Kernlehrplans Berücksichtigung finden.

Jahrgangsstufe 5

Unterrichtsvorhaben I:

Thema: Wo wohnen und leben wir? – Stadt und Dorf

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler

  • entnehmen einfachen modellhaften Darstellungen fragengeleitet Informationen (MK 4),
  • benennen das Thema und beschreiben den Aufbau bzw. die Strukturelemente von einfachen Grafiken, Statistiken, Schaubildern, (Klima-) Diagrammen und Bildern und ordnen diese räumlich ein (MK 5),
  • identifizieren unterschiedliche Standpunkte im eigenen Erfahrungsbereich und geben diese zutreffend wieder (MK 10),
  • analysieren einfache Fallbeispiele aus Alltag und Nahraum (MK 11),
  • vertreten die eigenen Positionen auch in der Auseinandersetzung mit kontroversen Sichtweisen in angemessener Form im unterrichtlichen Zusammenhang (HK 1).

Inhaltsfelder:  IF 1 (Zusammenleben in unterschiedlich strukturierten Siedlungen)

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Grobgliederung einer Stadt
  • Unterschiedliche Lebensbedingungen in Stadt und Dorf

Zeitbedarf: 18 Std.

Unterrichtsvorhaben II:

Thema: „Vom Feld frisch auf den Tisch“ – Wie funktioniert die Landwirtschaft?

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler

  • arbeiten fragengeleitet Informationen aus einfachen Karten unter Zuhilfenahme von Legende sowie Maßstabsleiste heraus (MK 2),
  • entnehmen Einzelmaterialien niedriger Strukturiertheit fragenrelevante Informationen (MK 3),
  • überprüfen vorgegebene Fragestellungen und eigene Vermutungen u.a. mittels Erkundungen und Befragungen in der Schule und im schulischen Nahfeld (MK 9),
  • setzen sich im unterrichtlichen Zusammenhang in einfacher Form in Schule und persönlichem Umfeld für eine bessere Qualität der Umwelt sowie eine sozial gerechte und nachhaltige Entwicklung ein (HK 5),
  • planen ein überschaubares Projekt im schulischen Umfeld und führen es durch (HK 6).

Inhaltsfelder:  IF 2 (Arbeit und Versorgung in Agrarräumen)

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Standortfaktoren der Landwirtschaft
  • Veränderungen von Strukturen in der Landwirtschaft

Zeitbedarf: 12 Std.

Besuch eines Ökobauernhofs in BO-Witten

Unterrichtsvorhaben III:

Thema: Urlaub hat Folgen – Erholung für uns, Stress für die Umwelt?

Kompetenzen::

Die Schülerinnen und Schüler

  • recherchieren unter Anleitung in eingegrenzten Mediensammlungen und beschaffen eigenständig unter Nutzung von Inhaltsverzeichnis, Register und Glossar zielgerichtet Informationen aus Schulbüchern und Atlanten (MK 1),
  • analysieren und interpretieren in elementarer Form diskontinuierliche Texte wie Karten, (Klima-) Diagramme, Statistiken, Bilder und Grafiken einfacher Strukturiertheit (MK 7),
  • entwickeln unter Anleitung simulativ Lösungen und Lösungswege für überschaubare raumbezogene Probleme (HK 3).

Inhaltsfelder: IF 3 (Räumliche Voraussetzungen und Auswirkungen des tertiären Sektors)


Inhaltliche Schwerpunkte:
:

  • Der Naturraum der Küsten- und Gebirgslandschaften im Konflikt zwischen Ökonomie und Ökologie am Beispiel des Tourismus

Zeitbedarf: 18 Std.

Besuch der „Spielefabrik“ in Bochum

Unterrichtsvorhaben IV:

Thema: Wie kommen wir an unsere Waren? – Supermarkt, Shoppingcenter, Internet und Co.

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler

  • erfassen und strukturieren einfache kontinuierliche Texte kriteriengeleitet (MK 6),
  • nehmen vorgegebene andere Positionen ein und bilden diese probeweise ab (HK 2).

Inhaltsfelder:: IF 3 (Räumliche Voraussetzungen und Auswirkungen des tertiären Sektors)

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Auswirkungen von Innovationen auf den Dienstleistungssektor (Verkehr, Handel)

Zeitbedarf: 6 Std.

Unterrichtsvorhaben V:

Thema:  Wasser – eine saubere Sache?

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler

  • nutzen den Stadtplan zur unmittelbaren Orientierung im Realraum und einfache Atlaskarten zur mittelbaren Orientierung (MK 8),
  • erstellen in Inhalt und Struktur klar vorgegebene (Medien-) Produkte zu raumbezogenen Sachverhalten und präsentieren diese im unterrichtlichen Zusammenhang (HK 4).

Inhaltsfelder: IF 4 (Die Ressource Wasser unter dem Einfluss der Nutzung in städtischen sowie in landwirtschaftlich und touristisch geprägten Räumen)

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Beeinflussung der Ressource Wasser durch unangepasste Nutzung sowie nachhaltiges gesellschaftliches und privates Handeln

Zeitbedarf: 6 Std.

Projekt:

Schöne neue Einkaufswelt? Untersuchung des Ruhrparks in Bochum
 

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler

  • erstellen mit Hilfestellung einfache Kartenskizzen, Diagramme und Schaubilder zur Darstellung von Informationen (MK 13),
  • formulieren in Ansätzen einen begründeten eigenen Standpunkt (UK 3),
  • planen ein überschaubares Projekt im schulischen Umfeld und führen es durch (HK 6).

Zeitbedarf: 6 Stunden

Summe Jgst. 5:  60 Stunden
Jahrgangsstufe 7

Unterrichtsvorhaben I:

Thema: Wie natürlich sind Naturkatastrophen? Die Gefährdung von Lebensräumen

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler

  • recherchieren selbständig in eingegrenzten Mediensammlungen und beschaffen zielgerichtet Informationen (MK 1),
  • orientieren sich mit Hilfe von Karten unterschiedlichen Maßstabes und unterschiedlicher Thematik unmittelbar vor Ort und mittelbar (MK 8),
  • erstellen aus einer vorgegebenen inhaltlichen Auswahl (Medien-) Produkte zu raumbezogenen Sachverhalten und präsentieren diese adressatenbezogen im (schul-) öffentlichen Raum (HK 4).

Inhaltsfelder: IF 5 (Naturbedingte und anthropogen bedingte Gefährdung von Lebensräumen)

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Naturbedingte Bedrohung von Lebensräumen durch Georisiken (Erdbeben, Vulkane, Hurrikane) 
  • Bedrohung von Lebensräumen durch unsachgemäße Eingriffe des Menschen in den Naturhaushalt (Bodenerosion / Desertifikation, Überschwemmungen)

Zeitbedarf: 15 Std.

Unterrichtsvorhaben II:

Thema: Bis an die Grenzen und darüber hinaus? Landnutzung in unterschiedlichen Landschaftszonen

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler

  • entnehmen mehreren Einzelmaterialien niedriger Strukturiertheit fragenrelevante Informationen und setzen diese zueinander in Beziehung (MK 3),
  • entnehmen modellhaften Darstellungen für Fragestellungen relevante Informationen (MK 4),
  • überprüfen vorgegebene Fragestellungen und eigene Vermutungen mittels Erkundungen und Befragungen in Stadt und Region (MK 9),
  • planen und realisieren ein fachbezogenes Projekt und werten dieses anhand von vorgegebenen Kriterien aus (HK 6).

Inhaltsfelder:  IF 6 (Leben und Wirtschaften in verschiedenen Landschaftszonen)

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Landschaftszonen als räumliche Ausprägung des Zusammenwirkens von Klima und Vegetation sowie Möglichkeiten der Überwindung natürlicher Nutzungsgrenzen
  • Nutzungswandel in Trockenräumen und damit verbundene positive wie negative Folgen
  • Naturgeographisches Wirkungsgefüge des tropischen Regenwaldes und daraus resultierende Möglichkeiten und Schwierigkeiten ökologisch angepassten Wirtschaftens

Zeitbedarf: 15 Std.

Unterrichtsvorhaben III:

Thema: Eine Erde – viele Welten? Ungleiche Lebensbedingungen und mögliche Entwicklungschancen

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler

  • entnehmen analogen und digitalen Karten (u.a. WebGIS) ihre Kernaussagen unter Beachtung von Legende und Maßstabszahl (MK 2),
  • benennen das Thema und beschreiben den Aufbau bzw. die Strukturelemente von komplexeren Grafiken, Statistiken, Schaubildern, (Klima-) Diagrammen sowie Bildern und ordnen diese thematisch sowie räumlich ein (MK 5),
  • setzen sich im unterrichtlichen Zusammenhang in Schule und persönlichem Umfeld für eine bessere Qualität der Umwelt sowie eine sozial gerechte und nachhaltige Entwicklung ein (HK 5).

Inhaltsfelder: IF 7 (Innerstaatliche und globale räumliche Disparitäten als Herausforderung)

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Indikatoren in ihrer Bedeutung für die Erfassung des Entwicklungsstandes von Wirtschaftsregionen und Staaten
  • Raumentwicklung auf der Grundlage von Ressourcenverfügbarkeit, Arbeitsmarktsituation und wirtschaftspolitischen Zielsetzungen
  • Ungleichgewichte beim Austausch von Rohstoffen und Industriewaren als eine Ursache für die weltweite Verteilung von Reichtum und Armut; Kindernothilfe-Patenschaft der Klasse/Jahrgangsstufe

Zeitbedarf: 15 Std.

Unterrichtsvorhaben IV:

Thema: Wer verlässt schon gerne seine Heimat? Ursachen und Folgen der Migration

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler

  • analysieren und interpretieren mit Hilfestellungen komplexere diskontinuierliche Texte wie Karten, Grafiken, Statistiken, Schaubilder, (Klima-) Diagramme, WebGIS, Bilder, Karikaturen und Filme (MK 7),
  • analysieren komplexere Fallbeispiele auch außerhalb des unmittelbaren eigenen Erfahrungsbereichs (MK 11),
  • vertreten die eigenen Positionen auch in der Auseinandersetzung mit kontroversen Sichtweisen in angemessener Form im (schul-) öffentlichen Raum (HK 1),
  • nehmen andere Positionen ein und vertreten diese probeweise (Perspektivwechsel) (HK 2).

Inhaltsfelder: IF 8 (Wachstum, Verteilung und Migration der Weltbevölkerung als globale Herausforderung)

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Ursachen und Auswirkungen politisch und wirtschaftlich bedingter Migration in Herkunfts- und Zielgebieten

Zeitbedarf: 6 Std.

Unterrichtsvorhaben V:

Thema: Alles eine Frage des Standorts? – Strukturwandel im Ruhrgebiet am Beispiel von Bochum

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler

  • analysieren kontinuierliche Texte kriteriengeleitet (MK 6),
  • identifizieren unterschiedliche Perspektiven sowie kontroverse Standpunkte und geben diese zutreffend wieder (MK 10),
  • entwickeln auch in kommunikativen Zusammenhängen – real oder simulativ – Lösungen und Lösungswege für einfache raumbezogene Probleme und setzen diese ggf. probehandelnd um (HK 3).

 

Inhaltsfelder: IF 9 (Wandel wirtschaftsräumlicher und politischer Strukturen unter dem Einfluss der Globalisierung)

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Standortfaktoren und Strukturen der Industrie

Zeitbedarf: 9 Std.

Projekt:

Von der Zeche zum Gewerbepark – Das Beispiel „Holland“ in Bochum-Wattenscheid

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler

  • erstellen selbständig einfache Kartenskizzen, Diagramme und Schaubilder zur Darstellung von Informationen (MK 13),
  • planen und realisieren ein fachbezogenes Projekt und werten dieses anhand von vorgegebenen Kriterien aus (HK 6).

Zeitbedarf:  6 Stunden

Summe Jgst. 7:  60 Stunden

Jahrgangsstufe 9

Unterrichtsvorhaben I:

Thema: Um welchen Preis? – Hightech-Landwirtschaft in den Industrieländern

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler

  • recherchieren selbständig innerhalb und außerhalb der Schule in unterschiedlichen Medien und beschaffen zielgerichtet Informationen (MK 1),
  • benennen das Thema und beschreiben formale Aspekte von komplexeren Grafiken, Statistiken, Schaubildern, (Klima-) Diagrammen, Bildern, Karikaturen sowie Filmen und ordnen diese Materialien thematisch und räumlich ein (MK 5),
  • analysieren und interpretieren kontinuierliche Texte sach- und themengerecht (MK 6),
  • setzen sich im unterrichtlichen Zusammenhang für eine bessere Qualität der Umwelt sowie eine sozial gerechte und nachhaltige Entwicklung ein (HK 5).

Inhaltsfelder:  IF 6 (Leben und Wirtschaften in verschiedenen Landschaftszonen)

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Agroindustrielle Produktion in der gemäßigten Zone im Spannungsfeld von natürlichen Faktoren, weltweitem Handel und Umweltbelastung
Zeitbedarf: 6 Std.

Unterrichtsvorhaben II:

Thema: Allzu menschlich? Wachstum und Verteilung der Weltbevölkerung

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler

  • entnehmen analogen und digitalen Karten (u.a. WebGIS) ihre Kern- und Detailaussagen unter Beachtung von Legende und Maßstabszahl (MK 2),
  • entnehmen Modellen Kern- und Detailaussagen und entwickeln einfache modellhafte Vorstellungen zu fachbezogenen Sachverhalten (MK 4),
  • analysieren und interpretieren komplexere diskontinuierliche Texte wie Karten, Grafiken, Statistiken, Schaubilder, (Klima-) Diagramme, WebGIS, Bilder, Karikaturen und Filme (MK 7),
  • nehmen andere Positionen ein und vertreten diese (Perspektivwechsel) (HK 2).

Inhaltsfelder: IF 8 (Wachstum, Verteilung und Migration der Weltbevölkerung als globale Herausforderung)

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Ursachen und Folgen der regional unterschiedlichen Verteilung, Entwicklung und Altersstruktur der Bevölkerung in Industrie- und Entwicklungsländern 
  • Wachsen und Schrumpfen als Problem von Städten in Entwicklungs- und Industrieländern

    Zeitbedarf: 15 Std.

    Unterrichtsvorhaben III:

    Thema: Entwicklungsländer – Zukunftschancen durch Tourismus und Rohstoffförderung?

    Kompetenzen:

    Die Schülerinnen und Schüler

    • entnehmen Modellen Kern- und Detailaussagen und entwickeln einfache modellhafte Vorstellungen zu fachbezogenen Sachverhalten (MK 4),
    • identifizieren unterschiedliche Perspektiven sowie kontroverse Standpunkte, geben diese zutreffend wieder und vergleichen sie miteinander (MK 10),
    • analysieren Fallbeispiele und nehmen Verallgemeinerungen vor (MK 11),
    • vertreten die eigenen Positionen auch in der Auseinandersetzung mit kontroversen Sichtweisen in angemessener Form im (schul-) öffentlichen Raum und bereiten ihre Ausführungen mit dem Ziel der Überzeugung oder Mehrheitsfindung auch strategisch auf bzw. spitzen diese zu (HK 1).

    Inhaltsfelder: IF 7 (Innerstaatliche und globale räumliche Disparitäten als Herausforderung)

    Inhaltliche Schwerpunkte:
    • Chancen und Risiken des Dritte-Welt-Tourismus für die Entwicklung der Zielregion
    • Die Förderung von Erdöl und Erdgas und ihre Rolle bei der Überwindung räumlicher Disparitäten

    Zeitbedarf: 9 Std.

    Unterrichtsvorhaben IV:

    Thema: Immer schneller, immer billiger? – Chancen und Risiken der Globalisierung

    Kompetenzen:

    Die Schülerinnen und Schüler

    • orientieren sich selbständig mit Hilfe von Karten unterschiedlichen Maßstabes und unterschiedlicher Thematik sowie weiteren Hilfsmitteln unmittelbar vor Ort und mittelbar (MK 8),
    • formulieren Fragestellungen, entwickeln Hypothesen und überprüfen diese mithilfe selbst ausgewählter, geeigneter quantitativer (Umfrage, Zählung) und qualitativer (Erkundung, Expertenbefragung) Verfahren (MK 9),
    • stellen die Ergebnisse einer selbst durchgeführten, fragengeleiteten Raumanalyse zur Verdeutlichung der idiographischen Ausprägung von zuvor in den Inhaltsfeldern erarbeiteten allgemeingeographischen Einsichten dar (MK 14),
    • planen und realisieren ein raumbezogenes Projekt und werten dieses aus (HK 6).

    Inhaltsfelder: IF 9 (Wandel wirtschaftsräumlicher und politischer Strukturen unter dem Einfluss der Globalisierung)

    Inhaltliche Schwerpunkte:

    • Die Folgen der Globalisierung – weltweite Arbeitsteilung, veränderte Standortgefüge, Global Cities,
    • Wettbewerb europäischer Regionen im Kontext von Transformation und Integration
    • Strukturwandel von Unternehmen und Arbeitswelt durch neue Technologien für die Wirtschaft

    Zeitbedarf: 12 Std.

    Unterrichtsvorhaben V:

    Thema: Die Welt ist nicht genug? – Klima und Ressourcen in Gefahr

    Kompetenzen::

    Die Schülerinnen und Schüler

    • identifizieren die unter einer Fragestellung relevanten Informationen innerhalb einer Zusammenstellung verschiedener Materialien, gliedern diese und ordnen sie in thematische Zusammenhänge ein (MK 3),
    • stellen fachspezifische Sachverhalte unter Verwendung geeigneter sprachlicher Mittel und Fachbegriffe adressatenbezogen sowie problemorientiert dar und präsentieren diese anschaulich (MK 12),
    • erstellen auch unter Nutzung elektronischer Datenverarbeitungssysteme Kartenskizzen, Diagramme und Strukturbilder, um Zusammenhänge und Probleme graphisch darzustellen (MK 13),
    • entwickeln auch in kommunikativen Zusammenhängen – real oder simulativ – Lösungen und Lösungswege für komplexere raumbezogene Probleme und setzen diese ggf. probehandelnd um (HK 3),
    • erstellen (Medien-) Produkte zu raumbezogenen Sachverhalten und präsentieren diese intentional im (schul-) öffentlichen Raum (HK 4).

    Inhaltsfelder:  IF 5 (Naturbedingte und anthropogen bedingte Gefährdung von Lebensräumen)

    Inhaltliche Schwerpunkte:

    • Regionale und globale Folgen der Eingriffe des Menschen in den Naturhaushalt am Beispiel des Klimas
    • Grenzen der Tragfähigkeit der Erde unter dem Einfluss demographischer und ökonomischer Prozesse

    Zeitbedarf: 9 Std.

    Raumanalyse
    zu einem osteuropäischen Raumbeispiel mit inhaltlichem Bezug zum Comenius-Projekt und UV IV

    Kompetenzen:

    Die Schülerinnen und Schüler

    • formulieren Fragestellungen, entwickeln Hypothesen und überprüfen diese mithilfe selbst ausgewählter, geeigneter quantitativer (Umfrage, Zählung) und qualitativer (Erkundung, Expertenbefragung) Verfahren (MK 9),
    • planen und realisieren ein raumbezogenes Projekt und werten dieses aus (HK 6).

    Zeitbedarf: 9 Stunden

    Summe Jgst. 9: 60 Stunden

    2.2 Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit

    In Absprache mit der Lehrerkonferenz sowie unter Berücksichtigung des Schulprogramms hat die Fachkonferenz Erdkunde die folgenden fachmethodischen und fachdidaktischen Grundsätze beschlossen. In diesem Zusammenhang beziehen sich die Grundsätze 1 bis 14 auf fächerübergreifende Aspekte, die auch Gegenstand der Qualitätsanalyse sind, die Grundsätze 15 bis 22 sind fachspezifisch angelegt.

    Überfachliche Grundsätze
    1. Geeignete Problemstellungen zeichnen die Ziele des Unterrichts vor und bestimmen die Struktur der Lernprozesse.
    2. Inhalt und Anforderungsniveau des Unterrichts entsprechen dem Leistungsvermögen der Schüler/innen.
    3. Die Unterrichtsgestaltung ist auf die Ziele und Inhalte abgestimmt.
    4. Medien und Arbeitsmittel sind schülernah gewählt.
    5. Die Schüler/innen erreichen einen Lernzuwachs.
    6. Der Unterricht fördert eine aktive Teilnahme der Schüler/innen.
    7. Der Unterricht fördert die Zusammenarbeit zwischen den Schülern/innen und bietet ihnen Möglichkeiten zu eigenen Lösungen.
    8. Der Unterricht berücksichtigt die individuellen Lernwege der einzelnen Schüler/innen.
    9. Die Schüler/innen erhalten Gelegenheit zu selbstständiger Arbeit und werden dabei unterstützt.
    10. Der Unterricht fördert strukturierte und funktionale Partner- bzw. Gruppenarbeit.
    11. Der Unterricht fördert strukturierte und funktionale Arbeit im Plenum.
    12. Die Lernumgebung ist vorbereitet; der Ordnungsrahmen wird eingehalten.
    13. Die Lehr- und Lernzeit wird intensiv für Unterrichtszwecke genutzt.
    14. Es herrscht ein positives pädagogisches Klima im Unterricht.
    Fachliche Grundsätze
    1. Es gelten die Prinzipien des Überwältigungsverbots, des Kontroversitätsgebots sowie der Schüler-/Interessenorientierung („Beutelsbacher Konsens“).
    2. Der Unterricht unterliegt der Wissenschaftsorientierung und ist dementsprechend eng verzahnt mit seinen Bezugswissenschaften Geschichtswissenschaft, Geographie, Politologie, Soziologie und Ökonomie.
    3. Der Unterricht fördert vernetzendes Denken und muss deshalb phasenweise fächer- und lernbereichsübergreifend ggf. auch projektartig angelegt sein.
    4. Der Unterricht ist schülerorientiert und knüpft an die Interessen und Erfahrungen der Adressaten an.
    5. Der Unterricht ist problemorientiert und soll von realen Problemen ausgehen („Gesellschaftsorientierung“).
    6. Im Erdkundeunterricht selber, aber auch darüber hinaus (Wandertage, Klassenfahrten, etc.) werden alle sich bietenden Möglichkeiten genutzt, um die Orientierungsfähigkeit zu schulen.
    7. Der Unterricht folgt dem Prinzip der Exemplarizität und soll ermöglichen, Strukturen und Gesetzmäßigkeiten in den ausgewählten Problemen zu erkennen.
    8. Der Unterricht ist anschaulich sowie gegenwarts- und zukunftsorientiert und gewinnt dadurch für die Schülerinnen und Schüler an Bedeutsamkeit.
    9. Der Unterricht ist handlungsorientiert und beinhaltet reale Begegnung sowohl an inner- als auch an außerschulischen Lernorten.

    2.3 Grundsätze der Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung

    Die Fachkonferenz sollte konkrete Vereinbarungen hinsichtlich der Gewichtung von Kriterien treffen, um Transparenz und Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Die folgende Übersicht stellt Bewertungsbereiche und mögliche Beurteilungskriterien zusammen, ohne hier bereits Gewichtungen und Konkretisierungen auszuweisen.

    Auf der Grundlage von § 48 SchulG, § 6 APO-SI sowie Kapitel 3 des Kernlehr-plans Erdkunde Gesamtschule beschließt die Fachkonferenz die nachfolgenden Grundsätze zur Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung:

    Allgemeine Regelungen
    1. Einmal innerhalb jeder Doppeljahrgangsstufe wird eine schriftliche Überprüfung einer gemeinsam ausgewählten Kompetenz durchgeführt und lerngruppenübergreifend ausgewertet.
    2. Die von allen Schülerinnen und Schülern verbindlich zu führende Arbeitsmappe wird mindestens einmal pro Halbjahr bewertet.
    3. Alle Schülerinnen und Schüler halten in Jahrgangsstufe 5 einen Kurzvortrag im Umfang von ca. 5 Minuten.
    4. Alle Schülerinnen und Schüler stellen in Jahrgangsstufe 7 die schriftlichen Ergebnisse einer Recherche zu einer vorgelegten Fragestellung strukturiert dar
    5. Alle Schülerinnen und Schüler führen in der Jahrgangsstufe 9 ein systematisch geplantes Interview durch und stellen die Ergebnisse strukturiert dar.

    Die Grundsätze der Leistungsfeststellung werden den Schülerinnen und Schülern (zum Schuljahresbeginn) sowie den Erziehungsberechtigten (u.a. im Rahmen des Elternsprechtages) transparent gemacht und erläutert.

    Instrumente der Leistungsbewertung
    Neben den o.g. obligatorischen Formen der Leistungsüberprüfung können u.a. als weitere Instrumente der Leistungsbewertung genutzt werden:
    • Weitere mündliche Beiträge zum Unterricht (z.B. Referate)
    • Weitere schriftliche Beiträge zum Unterricht (z.B. Protokolle, Materialsammlungen, Lerntagebücher)
    • Beiträge im Rahmen eigenverantwortlichen, schüleraktiven Handelns (z.B. Rollenspiel, Erkundung).
    Kriterien der Leistungsbewertung

    Die Bewertungskriterien für ein Produkt bzw. ein Ergebnis müssen den Schülerinnen und Schülern transparent und klar sein. Im Bereich der Sonstigen Leistungen finden dabei die folgenden allgemeinen Kriterien Berücksichtigung und gelten sowohl für die mündlichen als auch für die schriftlichen Formen:

    • Quantität
    • Qualität
      • sachliche Richtigkeit
      • Komplexität/Grad der Abstraktion
      • Plausibilität
      • Transfer
      • Reflexionsgrad
      • alle Kompetenzbereiche werden berücksichtigt
    • Kontinuität

    Vereinbarte Kriterien für verbindliche Instrumente:

    Dokumentationsformen (Prozessdokumentation)

    • Mappe
      • Inhaltsverzeichnis/Seitenzahlen
      • Überschriften unterstrichen, Seitenrand, Datum
      • Sauberkeit/Ordnung
      • Vollständigkeit
      • Qualität der schriftlichen Arbeiten (Schul- und Hausaufgabenprodukte im Unterrichtszusammenhang)
      • Bearbeitung der Informationsquellen (markieren/strukturieren, Randnotizen)
    • Portfolio
      • Zeit- und Arbeitsplan
      • Gesamtdarstellung – Sorgfalt und Sauberkeit
      • Begründung zur Schwerpunktsetzung
      • Erläuterungen zum aktuellen Lernstand sowie der angestrebten Vorgehensweise
      • Begründungsrahmen zur Auswahl der ausgewählten/eingestellten Produkte
      • Feedback (von Mitschülern/außerschulischen Personen) zwecks Überarbeitung
      • Qualität der Überarbeitungen (Version 1, Version 2)
      • Abschlussbetrachtung: Reflexion des Lernstandes und des Lernweges

    Schriftliche Überprüfungen

    Die Aufgabenstellungen der schriftlichen Lernkontrollen beinhalten alle im Kernlehrplan ausgewiesenen Kompetenzbereiche:

    • Test
      • Mischung der Aufgabenarten (um den verschiedenen Lernertypen gerecht zu werden)

        Gebundene Aufgabenstellung:
        • Multiple-Choice-Antworten
        • Richtig-Falsch-Antworten
        • Zuordnungsaufgaben
        • Umordnungsaufgaben
        • Lückentext
        • Ergänzungsaufgaben
        • Kurzantworten
        Halboffene bis offene Aufgabenbeantwortung
        • Kurzaufsatz/Kurzdarstellung
        • Kurze Fallanalyse
        • Erstellung und Auswertung von Grafiken, Tabellen, Diagrammen, Karten
        • Deutung einer Karikatur
        • Produktion/Dokumentation
        • Kurzaufsatz/Kurzdarstellung

    mündliche Formen
      • Referat
        Vortrag
        • Interessanter Einstieg
        • Transparenz durch einleitende Gliederung
        • Sprechweise LLD (laut, langsam, deutlich)
        • freies Sprechen (auf der Grundlage von Notizen/Karteikarten)
        • Vortragspausen (Raum für Zuhörer-/Verständnisfragen)
        • Blickkontakt Zuhörer
        • Körperhaltung/-sprache
        • Medieneinsatz (Tafelbild, Moderationswand, Folie, …)
        • Medienverweis bzw. -/bezug
        • abgerundeter Schluss
        • Quellennachweis
        • ggf. Handout

        Inhalt

        • Themenwahl begründet
        • Hintergrundinformationen
        • Sachlichkeit
        • Strukturierter Aufbau
        • Inhaltliche Richtigkeit
        • Fach- und Fremdwörter erläutert
        • Themenprofi

        Zeit

        • Zeitrahmen berücksichtigt
        Grundsätze der Leistungsrückmeldung und Beratung

        Die Leistungsrückmeldung erfolgt in mündlicher und schriftlicher Form.

        • Intervalle
          Quartalsfeedback (z.B. als Ergänzung zu einer schriftlichen Überprüfung)
        • Formen
          mündlich
          • Elternsprechtag
          • Schüler- und Schülerinnensprechtag
          Schriftlich
          • Individuelle Lern-/Förderempfehlungen (z.B. im Kontext einer schriftlich Leistung)
        • Gewichtung Sonstige Leistungen (entsprechend der Schwerpunktsetzung je Klassenstufe)

        2.4 Lehr- und Lernmittel

        Atlanten sind grundsätzlich pauschal zugelassen.

        3 Entscheidungen zu fach- und unterrichtsübergreifenden Fragen

        Zusammenarbeit mit anderen Fächern

        Hinweis: Jahrgangspartituren stellen ein strukturelles Instrument der Qualitätsentwicklung und -sicherung dar. Sie ermöglichen die Erstellung von fächerübergreifenden Kooperations- und Koordinationsplänen, fixieren schulinterne Absprachen (welche Unterrichtsfächer in welchen Jahrgangsstufen, welche Unterrichtsvorhaben, mit welcher Dauer und in welchem Rhythmus umsetzen) und zielen damit auf das Schaffen von Synergieeffekten ab.

        In der Jahrgangspartitur sind für das Fach Erdkunde von der theoretisch zur Verfügung stehenden Stundenzahl nur 3/4 fest verplant, so dass für die Kolleginnen und Kollegen Freiräume für eigene Akzentuierungen verbleiben.
        Die vorliegende Form der Partitur gleicht im ersten Prozessschritt eher einer Sammlung. Alle UV der Fächer sind darin übersichtlich aufgelistet (Schritt 1). Auf der Basis dieser Darstellung können jedoch jahrgangsspezifische thematische Parallelen erkannt bzw. verabredet werden (Schritt 2). Über das Erstellen hinaus sind mitjährige mehrmalige Reflexionsphasen notwendig, die der Aktualisierung und Modifizierung der generierten Partituren dienen (Schritt 3). Geleistet wird die Arbeit von den beteiligten Fachteams zum Auftakt des Schuljahres im Rahmen der pädagogischen Arbeitstage sowie innerhalb des Schuljahres im Rahmen fest verabredeter Teamsitzungen. Für die Erstellung fächerübergreifender Jahrgangspartituren bedarf es ebensolcher übergeordneten Kommunikationsstrukturen, die ein Fachteam hinsichtlich der fachübergreifenden Zielsetzung nicht leisten kann. Daher sind in letzter Instanz die Vorsitzenden der einzelnen Fächer (der didaktische Ausschuss) in der abschließenden Verantwortung, Parallelen auszuweisen und Vereinbarungen festzuhalten.

        Als Arbeitsgrundlage für das Generieren der Partituren dienen die landesweiten und die schulinternen Lehrpläne sowie die im Schulprogramm vereinbarten Vorhaben.

        Der Schulprogrammschwerpunkt „sprachsensibler Fachunterricht“ wurde an einem schulinternen Fortbildungstag von allen Kolleginnen und Kollegen der Schule gemeinsam bearbeitet. Mit Hilfe von externen Moderatorinnen und Moderatoren wurde an fach- und unterrichtsübergreifenden Methoden zur Förderung der deutschen Sprache in allen Fächern gearbeitet sowie Arbeitsmaterialien konzipiert, die direkt in den Fächern einsetzbar sind. Die deutsche Sprache wird dabei verstanden als „Schlüssel“ für einen gelingenden Fachunterricht. Das Fach Erdkunde hat hierzu insbesondere Anregungen aufgegriffen, die über sprachliche Satzbausteine die Begriffsbildung aller Lernenden fördern wollen. Die diskursiv angelegten Lernarrangements im Fach Erdkunde sind dazu besonders geeignet, und zwar sowohl in eher mündlich geprägten als auch in schriftlich dominierten Bereichen des Fachs, insbesondere bei der Analyse und Urteilsbildung.

        Kollegiumsintern führen Kolleginnen und Kollegen zudem regelmäßig einmal im Jahr Fortbildungen zu speziellen Themen durch, z.B. zu neuen Unterrichtsvorhaben, neuen Medien, dem Umgang mit neuen Lehrplänen, zum Umgang mit neuen Atlanten etc.

        Die Räumlichkeiten des Ganztags der Schule können für Präsentationen genutzt werden (Vorraum zur Mensa, Schülerinnen- und Schülercafé).

        Die Fachkonferenzen sollten möglichst konkrete Vereinbarungen treffen, in welcher Jahrgangsstufe und von welchen Unterrichtsvorhaben aus Verbindungen zu Projekten im Ganztagsbereich hergestellt werden.

        Im Schuljahr 2010/2011 haben sich die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer aller Jahrgänge der Sekundarstufe I an an einem schulinternen Fortbildungstag mit einer jeweiligen Jahrgangspartitur  auseinandergesetzt. Dieser erste und noch nicht vollständige Versuch, fächerübergreifende Synergieeffekte zu nutzen, ist nachfolgend in einer Tabelle dokumentiert. Geplant ist, die Unterrichtspartitur im Verlauf des Schuljahres weiter zu vervollständigen und auch um Methodenkompetenzen zu ergänzen. Im Teamraum des Jahrgangs 5 hängt eine vergrößerte Übersicht der bisherigen Partitur aus, in die fortlaufend Ergänzungen eingetragen werden können.

        Insbesondere stehen noch fachübergreifende Absprachen mit dem Teilfach Arbeitslehre/Wirtschaft aus. Da in diesem Schuljahr die Technik-Räume saniert werden und zudem einige neue Kolleginnen und Kollegen im Teilfach Wirtschaft unterrichten, ist eine gemeinsame Fachkonferenz zur Abstimmung der Unterrichtsinhalte geplant. Grundlegende Leitlinie ist, dass die eher mikroökonomisch orientierten Themen im Teilfach Arbeitslehre/Wirtschaft unterrichtet werden, während die eher makroökonomisch ausgerichteten Themen im Fach Gesellschaftslehre angesiedelt sind.

         

         

        4 Qualitätssicherung und Evaluation

        Evaluation des schulinternen Curriculums

        Der schulinterne Lehrplan stellt keine starre Größe dar und ist folglich regelmäßig zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Die Fachkonferenz (als professionelle Lerngemeinschaft) trägt durch diesen Prozess zur Qualitätsentwicklung des Faches und damit zur Qualitätssicherung bei.

         

        Instrumente zur internen Evaluation des Fachcurriculums durch die Fachschaft:

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        © 2020 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 27.01.2020