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Beispiel für einen schulinternen Lehrplan zum Kernlehrplan Musik für die Gesamtschule

Hinweis: Als Beispiel eines schulinternen Lehrplans auf der Grundlage des Kernlehrplans Musik für die Gesamtschule steht hier der schulinterne Lehrplan einer fiktiven Gesamtschule zur Verfügung.

Die Fachkonferenzen an den Schulen haben die Aufgabe, den Kernlehrplan in kollegialer Absprache in ihrem schulinternen Lehrplan umzusetzen. Es wird empfohlen, sich an der Kapitelgliederung im vorliegenden Beispiel zu orientieren, um alle Aspekte zu berücksichtigen, die im Rahmen des Schulgesetzes mit der Einführung des neuen Kernlehrplans verbunden sind. Materialien, die die Fachkonferenzen benötigen, stehen hier zum Download bereit:

Erläuterungen zur Struktur und zu besonderen Aspekten des Kernlehrplans:

  • Powerpoint-Präsentation zur Erläuterung des Kernlehrplans und Anleitung zur Erstellung eines schulinternen Lehrplans
  • Glossar im Kernlehrplan verwendeter Begriffe
  • Übersicht der Inhaltsfelder und inhaltlichen Schwerpunkte
  • Liste sämtlicher konkretisierter Kompetenzen des Kernlehrplans

Materialien für die Fachschaften, die als Anleitungen, Vorlagen oder Formulare genutzt werden können:

  • Ein vollständig ausgearbeiteter exemplarischer schulinterner Lehrplan (siehe unten). Der Text steht im PDF-Format zum Download und im Word-Format zum Download und Weiterbearbeitung zur Verfügung.

 

1 Rahmenbedingungen der Arbeit im Fach Musik

Hinweis: Um zu verdeutlichen, wie die jeweils spezifischen Rahmenbedingungen einer Schule den schulinternen Lehrplan beeinflussen können, wird in  Kapitel 1 zunächst die Schule näher vorgestellt. Den Fachkonferenzen wird empfohlen, für ihre Schule eine strukturierte Beschreibung zu erstellen, die sich an den Aspekten im vorliegenden Beispiel orientiert, um die Ausgangsbedingungen für den schulinternen Lehrplan festzuhalten (ggf. nur in Stichworten und nicht ausformuliert):

  • Lage der Schule 
  • Größe und Ausstattung 
  • Unterrichtstaktung 
  • Stundenverortung und Lehrkräfte 
  • Schulprogramm 
  • Fachziele

Die „Beispielschule“ ist eine fiktive Gesamtschule und dient exemplarisch zur Veranschaulichung eines schulinternen Lehrplans im Fach Musik. Sie weist für den Musikunterricht im Allgemeinen durchschnittliche bis gute Bedingungen auf.

Die Beispielschule ist eine Ganztagsschule im städtischen Raum. Zurzeit besuchen ca. 1200 Schülerinnen und Schüler die Schule. Die Schule arbeitet vierzügig mit Klassenstärken von 25 bis 29 Schülerinnen und Schülern. Die Schule ist mit Musiklehrkräften personell so ausgestattet, dass die Stundentafel in der Sekundarstufe I erfüllt werden kann: Unterricht in Musik wird in den Jahrgängen 5, 6, 8 und 10 erteilt.

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Die Unterrichtseinheiten dauern jeweils 45 Minuten; der Musikunterricht findet pro Woche in 2 Einzelstunden statt.

Die Schule ist mit einem Musikraum ausgestattet, der wiederum über einen Nebenraum für die Instrumente verfügt: Perkussionsinstrumente, Congas, Bongos, ein Schlagzeug, E-Gitarre, Bassgitarre mit zugehörigen Verstärkern, Keyboard sowie eine Gesangsanlage mit Mikrophonen sind vorhanden. Eine elementare Bandformation mit Perkussionsbegleitung und Gesang lässt sich durch diese Instrumente realisieren, das Musizieren in Klassenstärke mit gleichem Instrumentarium ist nicht möglich.

Die vorhandene Tafel besitzt keine eingearbeiteten Notensysteme, allerdings finden sich im Musikraum eine Stereoanlage, ein Fernseher und ein DVD-Player. Die Aula besitzt eine größere Musikanlage für schulische Veranstaltungen, eine kleine Lichtanlage sowie ein Klavier.

Die innerstädtische Nähe der Schule ermöglicht sowohl die Einbindung von externem musikalischem Equipment (zusätzliche Instrumente, Anlagen, Licht etc.) als auch das Erreichen einer größeren Zuhörerschaft bei Konzertveranstaltungen. Im AG-Bereich wurde in die Anschaffung von akustischen Gitarren und die notwendigen Instrumente für eine Schüler-Rockband investiert. Mehrere Musik-AGs und die Schülerband bereichern die Schulveranstaltungen und sind auf das besondere Engagement der Musikfachkonferenzmitglieder zurückzuführen.

Die Fachgruppe Musik besteht aus vier Fachkräften und einer wechselnden Anzahl fachfremd unterrichtender Klassenleitungen. Die Fachkonferenz tagt regulär zweimal im Schuljahr und nach Bedarf häufiger. (Diese Angabe bezieht sich auf die notwendigen Arbeiten im Zusammenhang mit der Implementation des neuen Kernlehrplans.) Sie hat sich auf vier Grundsätze geeinigt. Es soll bei den Schülerinnen und Schülern Kreativität und Individualität ermöglicht, Musikalität gefördert und kulturelle Teilhabe eröffnet werden.

Regelmäßig zwischen den Oster- und den Sommerferien und zur Weihnachtszeit finden Schulkonzerte statt, sodass sich über die Jahre eine Konzertkultur an der Schule entwickelt hat. Es treten die Musik-AGs, aber auch die Wahlpflichtkurse „Darstellen & Gestalten“ und musizierende Klassen auf. Das Fach Musik ist selbstverständlich nicht nur für die Untermalung von schulinternen Festen und Feiern zuständig, nutzt diese Anlässe aber nach Möglichkeit gerne, um Schülerinnen und Schülern Gelegenheiten für Erfahrungen mit Präsentationen vor Publikum zu bieten.

Die Schule hat sich vorgenommen, fächerübergreifenden Unterricht weiter auszubauen. Dabei soll gezielt an Synergien zwischen den Fächern gearbeitet werden. Neben der weiter zu entwickelnden Koordination mit den Curricula der anderen Fächer in den jeweiligen Jahrgangsstufen ist die bereits bestehende Kooperation mit außerschulischen Partnern in Abstimmung mit den Unterrichtsvorhaben zu nutzen und auszubauen.

 

2 Entscheidungen zum Unterricht

Hinweis: Das Kapitel 2 zeigt exemplarisch, wie die Vorgaben des Kernlehrplans inhaltlich und thematisch konkretisiert werden können, d.h. wie die Kompetenzerwartungen in Unterrichtsvorhaben einfließen können.

Bei der Entwicklung eines schulinternen Curriculums können die Fachkonferenzen unterschiedliche Schwerpunktsetzungen und thematische Festlegungen vornehmen. Es muss jedoch gewährleistet sein, dass sämtliche im Kernlehrplan formulierte Kompetenzerwartungen, Inhaltsfelder und inhaltlichen Schwerpunkte Berück-sichtigung finden.

In der Auseinandersetzung mit den konkreten Kompetenzerwartungen werden sich bei der Planung von Unterrichtsvorhaben möglicherweise Verschiebungen oder Überschneidungen ergeben. Die sich ergebenden Doppellungen bzw. Vernetzungen der unterschiedlichen Kompetenzerwartungen sind im Sinne eines Spiralcurriculums durchaus beabsichtigt.

Idealerweise setzen die Entscheidungen der Fachkonferenzen an den im Lehrplan vorgegebenen Kompetenzen und deren Zuordnung zu Kompetenzbereichen und Inhaltsfeldern an und entwickeln hieraus abgestimmte Festlegungen zu Themen und Verfahren. Diese Verbindlichkeit sollte – bezogen auf einzelne Lerngruppen – in angemessener Weise individuelle Freiräume ermöglichen.

Ein pragmatischer Ansatz kann darin bestehen zu überprüfen, welche Ansprüche des kompetenzorientierten Lehrplans durch bereits Bestehendes erfüllt sind und in einen kompetenzorientierten Lehrplan eingehen können. (Vergleiche die zu Anfang aufgeführten Unterstützungsmaterialien für die Arbeit in den Fachschaften zum Download.)

 

2.1 Unterrichtsvorhaben

Die Unterrichtsvorhaben des schulinternen Lehrplans lösen die Vorgaben durch den Kernlehrplan ein. Sie decken alle im Kernlehrplan aufgeführten Kompetenzen ab. Dies entspricht der Verpflichtung jeder Lehrkraft, sämtliche Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans im Unterricht umzusetzen. Kompetenzen werden bei den Lernenden ausgebildet, indem sie im Sinne eines Spiralcurriculums über längere Zeit hinweg angelegt und gefestigt werden.

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Im Folgenden haben wir für alle Musiklehrerkräfte gemäß Fachkonferenzbeschluss die verbindliche Verteilung der Unterrichtsvorhaben dargestellt. Die entsprechende Umsetzung erfolgt in diesem Abschnitt auf zwei Ebenen: der Übersichts- und der Konkretisierungsebene.

Das „Übersichtsraster Unterrichtsvorhaben“ (Kapitel 2.1.1) dient dazu, den Kolleginnen und Kollegen einen schnellen Überblick über die Zuordnung der Unterrichtsvorhaben zu den einzelnen Jahrgangsstufen zu verschaffen. Von den im Kernlehrplan genannten Kompetenzen werden hier nur die für das Unterrichtsvorhaben zentralen Kompetenzen aufgeführt. Die Unterrichtsvorhaben werden weiterhin den im Kernlehrplan vorgegebenen Inhaltsfeldern und inhaltlichen Schwerpunkten zugeordnet.

In Kapitel 2.1.2 „Konkretisierte Unterrichtsvorhaben“ werden die in Kapitel 2.1.1 aufgeführten Unterrichtsvorhaben einzeln erläutert. Zu jedem Unterrichtsvorhaben findet sich eine sogenannte „Karteikarte“, auf der die Fachkonferenz weitere Angaben festhält.

Aufgabe der Fachkonferenzen laut Schulgesetz ist es, die Umsetzung der Vorgaben des Kernlehrplans zu sichern. Daraus ergeben sich kollegiale Absprachen, die für den Unterricht an der betreffenden Schule obligatorisch wirken. Vor allem werden alle Kompetenzen des Kernlehrplans einzelnen Unterrichtsvorhaben zugeordnet. Sie sind durch Fettschrift besonders hervorgehoben. Bei diesen Unterrichtsvorhaben ist für alle an der Beispielschule tätigen Lehrpersonen in Fach Musik obligatorisch, die fett gedruckten Kompetenzen in diesem Unterrichtsvorhaben schwerpunktmäßig aufzubauen. Dadurch wird sichergestellt, dass trotz Lehrerwechsel o.ä. alle Schülerinnen und Schüler alle Kompetenzen des Kernlehrplans entwickeln können. Die betroffenen Inhaltsfelder und inhaltlichen Schwerpunkte werden in der Kopfzeile angegeben. Die Absprachen laut Schulgesetz umfassen weiterhin methodisch/didaktische Zugänge, fächerübergreifende Kooperationen, Lernmittel und –orte und Grundsätze der Leistungsüberprüfung.

Über den Rahmen des Schulgesetzes hinaus hat die Fachschaft beschlossen, die Strukturen von Musik abzusprechen, die den jeweiligen Unterrichtsvorhaben zugeordnet werden, um einen kontinuierlichen und kumulativen Aufbau von Fachbegriffen und Fachwissen in diesem für den Musikunterricht wesentlichen Bereich für alle Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten.

Weitergehende Konkretisierungen des Unterrichtsvorhabens fallen in den Entscheidungsbereich der jeweiligen unterrichtenden Lehrkraft. Unter der Überschrift „Mögliche Konkretisierungen“ wird von der Fachschaft lediglich exemplarisch skizziert, wie die Absprachen der Fachschaft von den Unterrichtenden in ihrem individuellen Gestaltungsspielraum umgesetzt werden können.

Ziel der Darstellung ist, dass das Unterrichtsvorhaben für alle fachlichen Kolleginnen und Kollegen nachvollziehbar ist. Die Darstellung kann jedoch keine Unterrichtsplanung ersetzen und erhebt nicht den Anspruch eines Lehrwerks.

Laut Stundentafel der APO-SI werden die im künstlerischen Lernbereich einzusetzenden Stunden gleichmäßig auf die Fächer Musik und Kunst verteilt . Demnach beträgt der Musikunterricht in der Regel ca. 160 Unterrichtsstunden in der Doppeljahrgangsstufe 5/6 und noch einmal ebenso viel in den Jahrgängen 7 - 10. Im Rahmen dieses schulinternen Lehrplans wurde nur ca. zwei Drittel der Unterrichtszeit verplant, das bedeutet 72 Unterrichtsstunden in der Doppeljahrgangsstufe 5/6, 70 in 7/8 und 52 in 9/10. Der ausgewiesene Zeitbedarf versteht sich als grobe Orientierungsgröße, die nach Bedarf über- oder unterschritten werden kann. Er bietet auch Spielraum für Vertiefungen, besondere Schülerinteressen, aktuelle Themen und kann ggf. die Erfordernisse anderer besonderer Ereignisse (z.B. Praktika, Klassenfahrten o.ä.) einbeziehen.

Bei Zeitnot können Unterrichtsvorhaben miteinander verquickt werden. Ein Beispiel für ein projektartiges Unterrichtsvorhaben mit Bestandteilen von drei Unterrichtsvorhaben aus dem schulinternen Lehrplan liegt der Fachschaft vor. Es stellt sicher, dass die Kompetenzen aller drei Vorhaben eingebunden sind und im Projekt ausgebildet werden.

 

Übersichtsraster Unterrichtsvorhaben

Jahrgang 5/6

Unterrichtsvorhaben I:

Lieder und Songs erzählen Geschichten – aber wie?

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können

  • einfache Klanggestaltungen zu Bildern und Textvorlagen entwerfen und realisieren,
  • den Ausdruck von Musik anhand ausgewählter Kriterien (Rhythmus, Instrumentierung, Stimmeinsatz u.a.) in Ansätzen deuten.

Inhaltsfeld und inhaltlicher Schwerpunkt:

Bedeutungen von Musik – Musik und Sprache

Zeitbedarf: 12 Std., epochal verteilt über 4 Halbjahre

Unterrichtsvorhaben II:

Welche Farben hat die Musik? – Ich male Musik und musiziere Bilder

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können

  • einfache szenische, bildnerische oder choreografische Gestaltungen zu Musik angeleitet entwerfen und realisieren,
  • individuelle Höreindrücke bezogen auf den Ausdruck von Musik beschreiben.

Inhaltsfeld und inhaltlicher Schwerpunkt:

Bedeutungen von Musik – Musik und Bild

Zeitbedarf: 9 Std., epochal verteilt über 4 Halbjahre

Unterrichtsvorhaben III:

Eins zwei hip – Sing and Dance

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können

  • Musik in einfache Bewegungsformen/-muster umsetzen,
  • den Ausdruck von Musik in Zusammenhang mit Bewegung, Bild und Sprache vor dem Hintergrund musikalischer Konventionen erläutern.

Inhaltsfeld und inhaltlicher Schwerpunkt

Bedeutungen von Musik – Bewegung und Rhythmus

Zeitbedarf: 12 Std., epochal verteilt über 4 Halbjahre

Unterrichtsvorhaben IV:

Live auf der Bühne – Konzertkultur gestern und heute

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können

  • einfache vokale und instrumentale Kompositionen aus unterschiedlichen Epochen realisieren,
  • Klanggestaltungen vor dem Hintergrund biografischer und elementarer historischer Kenntnisse bewerten.

Inhaltsfeld und inhaltlicher Schwerpunkt:

Entwicklungen von Musik – Musik aus verschiedenen Zeiten

Zeitbedarf: 10 Std.

Unterrichtsvorhaben V:

Was für ein Theater! Ein kleines Theaterstück mit musikalischer Untermalung

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können

  • einfache musikbezogene Gestaltungen in einem Verwendungszusammenhang entwerfen, realisieren und präsentieren,
  • eigene Gestaltungsergebnisse unter dem Gesichtspunkt funktionaler Wirksamkeit bewerten.

Inhaltsfeld und inhaltlicher Schwerpunkt:

Verwendungen von Musik – Musik und Bühne

Zeitbedarf: 15 Std.

Unterrichtsvorhaben VI:

Gehörlos genial – Beethovens schöpferische musikalische Kraft

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können

  • Musik unter Berücksichtigung biografischer Hintergründe in Ansätzen deuten,
  • biografische Hintergründe von Musik erläutern.

Inhaltsfeld und inhaltlicher Schwerpunkt:

Entwicklungen von Musik – Musikerportraits

Zeitbedarf: 6 Std.

Unterrichtsvorhaben VII:

Musizierst du schon oder hörst du noch? Musik in unserer Umgebung

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können

  • individuelle Höreindrücke hinsichtlich der Wirkung von Musik beschreiben,
  • elementare Zusammenhänge zwischen Wirkungen von Musik und ihrer Verwendung erläutern,
  • die Wirkungen von Musik kriteriengeleitet bewerten.

Inhaltsfeld und inhaltlicher Schwerpunkt:

Verwendungen von Musik – Privater und öffentlicher Gebrauch

Zeitbedarf: 8 Std.

Summe Jgst. 5/6: 72 Stunden

Jahrgang 7/8

Unterrichtsvorhaben I:

Endlich Bewegung! – Rhythmische Späße und Tänze aus verschiedenen Ländern

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können

  • szenische, bildnerische oder choreografische Gestaltungen zu Musik angeleitet entwerfen und realisieren,
  • rhythmische und choreographische Strukturen unter Berücksichtigung ausgewählter Formaspekte beschreiben (z.B. Taktarten, Synkopen, Rhythmen, Tanzstile),
  • szenische und choreografische Gestaltungsergebnisse hinsichtlich der Umsetzung von Ausdrucksvorstellungen begründet beurteilen.

Inhaltsfeld und inhaltlicher Schwerpunkt:

Bedeutungen von Musik – Musik und Bewegung

Zeitbedarf: 12 Std., epochal verteilt über 4 Halbjahre

Unterrichtsvorhaben II:

Alles eine Frage der Technik? Entstehung und technische Aspekte eines Musikinstruments

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können

  • Klangestaltungen unter Verwendung verschiedener Musikinstrumente und Klangfarben realisieren,
  • individuelle Höreindrücke bezogen auf Klangfarben und Musikinstrumente beschreiben und deuten,
  • Aufbau und Handhabung von Musikinstrumenten und anderen Klangerzeugern erläutern.

Inhaltsfeld und inhaltlicher Schwerpunkt:

Entwicklungen von Musik – Musikinstrumente

Zeitbedarf: 6 Std.

Unterrichtsvorhaben III:

Von hochschlagenden Wellen, pfeifenden Winden und Hummelflügen – Braucht Musik ein Programm?

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können

  • einfache Klanggestaltungen mit vorgegebenem Ausdruck entwerfen und realisieren,
  • den Ausdruck von Musik in einem thematischen Kontext deuten,
  • Klanggestaltungen unter dem Blickwinkel der Umsetzung außermusikalischer Ideen aspektgeleitet beurteilen.

Inhaltsfeld und inhaltlicher Schwerpunkt:

Bedeutungen von Musik – Musik und Programm

Zeitbedarf: 10 Std.

Unterrichtsvorhaben IV:

Was hätte Robin Hood gehört? – Musik im Mittelalter

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können

  • vokale und instrumentale Kompositionen unter Berücksichtung historisch-kultureller Perspektiven realisieren,
  • Musik unter Berücksichtigung biografischer und historisch-kultureller Hintergründe angeleitet deuten.

Inhaltsfeld und inhaltlicher Schwerpunkt:

Entwicklungen von Musik – Musik aus verschiedenen Zeiten

Zeitbedarf: 10 Std.

Unterrichtsvorhaben V:

Immer erst Subkultur und dann Mainstream? – Entwicklungen und Stile der Popularmusik

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können

  • vokale und instrumentale Kompositionen unter Berücksichtung historisch-kultureller Perspektiven realisieren,
  • abendländische Kunstmusik und populäre Musik des 20. und 21. Jahrhunderts im Hinblick auf ihre Stilmerkmale analysieren,
  • ausgewählte biografische und historische Hintergründe von Musik erläutern.

Inhaltsfeld und inhaltlicher Schwerpunkt:

Entwicklung von Musik – Rock- und Popmusik

Zeitbedarf: 16 Std.

Unterrichtsvorhaben VI:

Spiel mal mir was in Rot! Synästhesie – Musik und Kunst

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können

  • einfache klangliche Gestaltungen im Hinblick auf eine bestimmte Wirkung entwerfen und realisieren,
  • ausgewählte musikalische Strukturen und ihre Wirkung in Verbindung mit anderen Künsten hinsichtlich ihrer Funktion angeleitet deuten.

Inhaltsfeld und inhaltlicher Schwerpunkt:

Verwendungen von Musik – Verbindung mit anderen Künsten

Zeitbedarf: 10 Std.

Unterrichtsvorhaben VII:

Lieber “Musik to go” oder “Live-Musik”? – zwischen Konsum, Kommerz und Medien

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können

  • Zusammenhänge zwischen Wirkungen von Musik und ihrer Verwendung erläutern,
  • Musik hinsichtlich ihrer funktionalen Wirksamkeit beurteilen.

Inhaltsfeld und inhaltlicher Schwerpunkt:

Verwendungen von Musik – Mediale Erscheinungsformen von Musik

Zeitbedarf: 6 Std.

Summe Jgst. 7/8: 70 Stunden

Jahrgang 9/10

Unterrichtsvorhaben I:

Keine Feindbilder mehr? – „Crossover“ und die Folgen

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können

  • musikbezogene Gestaltungen im kulturellen Kontext verschiedener Stile populärer Musik des 20. und 21. Jahrhunderts entwerfen und realisieren,
  • musikalische Stilmerkmale unter Verwendung der Fachsprache benennen,
  • ausgewählte biografische und historische Hintergründe von Musik erläutern.

Inhaltsfeld und inhaltlicher Schwerpunkt:

Entwicklungen von Musik – Populäre Musik des 20.und 21.Jahrhunderts

Zeitbedarf: 8 Std.

Unterrichtsvorhaben II:

Glücklich oder unglücklich? Musikalische Liebesgeschichten

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können

  • Klanggestaltungen zu Textvorlagen entwerfen und realisieren,
  • musikalische Strukturen in Bezug auf den Zusammenhang von Musik und Sprache angeleitet analysieren,
  • Zusammenhänge zwischen Musik und Sprache unter Berücksichtigung von Ausdrucksvorstellungen und Gestaltungskonventionen erläutern.

Inhaltsfeld und inhaltlicher Schwerpunkt:

Bedeutungen von Musik – Textgebundene Musik

Zeitbedarf: 8 Std.

Unterrichtsvorhaben III:

Kunst oder Kommerz – Was produziert die Musikindustrie?

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können

· klangliche Gestaltungen in einem funktionalen Zusammenhang entwerfen und realisieren,

· grundlegende ökonomische Zusammenhänge u. a. in Bezug auf Produktions- und Vermarktungsstrukturen sowie Fragen des Urheberrechts erläutern.

Inhaltsfeld und inhaltlicher Schwerpunkt:

Verwendungen von Musik – Musik in medialen und ökonomischen Zusammenhängen

Zeitbedarf: 10 Std.

Unterrichtsvorhaben IV:

Musik und Politik, Manipulation oder Protest - Bleibt Musik immer wertfrei?

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können

  • ausgewählte musikalische Strukturen und ihre Wirkungen hinsichtlich ihrer Funktionen deuten,
  • Zusammenhänge zwischen Wirkungen und Intentionen in funktionsgebundener Musik erläutern,
  • Informationen hinsichtlich der medialen Funktionalität von Musik erläutern und einordnen.

Inhaltsfeld und inhaltlicher Schwerpunkt:

Verwendungen von Musik - Beeinflussung und Manipulation durch Musik

Zeitbedarf: 12 Std.

Unterrichtsvorhaben V:

Beängstigend fremdartig oder vertraut und erhebend? –

Musik als zentrales Medium in religiösen und weltlichen Ritualen rund um den Globus

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können

  • vokale und instrumentale Kompositionen bezogen auf einen funktionalen Zusammenhang bearbeiten und präsentieren,
  • individuelle Höreindrücke bezogen auf außermusikalische Funktionen der Musik beschreiben und vergleichen,
  • ausgewählte musikalische Strukturen im Hinblick auf ihre Wirkungen angeleitet analysieren,
  • Zusammenhänge zwischen Wirkungen und Intentionen in funktionsgebundener Musik erläutern.

Inhaltsfeld und inhaltlicher Schwerpunkt:

Verwendungen von Musik – Musik und Ritus

Zeitbedarf: 8 Std.

Unterrichtsvorhaben VI:

Traum oder Wirklichkeit? Transzendenz in der Musik

Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler können

  • Musik unter Berücksichtigung biografischer und historisch-kultureller Hintergründe angeleitet deuten,
  • kriteriengeleitet unterschiedliche Deutungen und Interpretationen von Musik beurteilen.

Inhaltsfeld und inhaltlicher Schwerpunkt:

Entwicklungen von Musik – Abendländische Kunstmusik

Zeitbedarf: 6 Std.

    Summe Jgst. 9/10: 52 Stunden

     

    2.2 Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit

    Hinweis: Die Fachschaft kommt zu einem Konsens über didaktische und methodische Grundsätze. Sie bilden die gemeinsame Basis für den Musikunterricht der Schule.

     

    Fachliche Grundsätze:

    Die Fachkonferenz Musik vereinbart die folgenden fachmethodischen und fachdidaktischen Grundsätze, die auch Gegenstand der Qualitätsanalyse sind.

    Alle Unterrichtsvorhaben orientieren sich an den im Kernlehrplan für das Fach Musik genannten handlungsbezogenen und musikalisch-ästhetischen Kompetenzen, wie auch an den Inhaltsfeldern mit ihren inhaltlichen Schwerpunkten. Die einzelnen Unterrichtsvorhaben setzen in der Vermittlung der verbindlichen Kompetenzen jeweils eigene Schwerpunkte, in der Summe der Unterrichtsvorhaben werden jedoch alle im Kernlehrplan ausgewiesenen Kompetenzen berücksichtigt.

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    Die Unterrichtsvorhaben an der Beispielschule sind so angelegt, dass sich die Kompetenzbereiche Produktion, Rezeption und Reflexion immer aufeinander beziehen und miteinander vernetzt sind. Die eigene Produktion steht dabei deutlich im Vordergrund.

    Eigene musikalische Produkte sind ein wesentlicher Beurteilungsbaustein. Auch Zwischenergebnisse sind wertvoll. Misserfolge und vermeintliche falsche Ergebnisse sind als produktive Zwischenstände auf dem Lernweg der Schülerinnen und Schüler zu verstehen und müssen zumindest von der jeweiligen Schülerin / dem jeweiligen Schüler reflektiert werden. Die Lehrkraft hat hier eine beobachtende, hinweisende und beratende Funktion. Zwischenergebnisse sollen auch verbunden mit angemessener Wertschätzung Gegenstand von Zwischen- und Nachbesprechungen sein.

    Ab Klasse 5 führen die Schülerinnen und Schüler Arbeitsmappen (Ziele neben der Sammlung von Unterrichtsmaterial: Individuellen Ordnungssinn entwickeln, regelmäßiges bearbeiten, individuelle Lösungen finden, Bewertungskriterien entwickeln). Diese Aufzeichnungen werden unter anderem zur Leistungsbewertung herangezogen.

    Im Unterricht wird besonderer Wert auf kommunikative Durchdringung und Erkenntnisgewinnung in Partner-, Gruppen- oder Klassenverbandsarbeit gelegt. Kommunikation dient dabei immer der Problemfindung und Problembeschreibung, der Entwicklung und Diskussion der Lösungsansätze und der Bewertung der Ergebnisse.

    Eine angemessene Verbalisierung muss eingeübt werden und dient dem Erwerb einer fundierten Sprachkompetenz und dem Aufbau eines gesicherten Fachvokabulars.

    Gleichberechtigt zur Versprachlichung erweitern praktische Methoden der Umsetzung von Musik in andere ästhetische Darstellungsformen (Bilder, Videos, Texte, Bewegungen) die Möglichkeiten des Zugangs zu Musik und musikalischen Problemstellungen.

    In Zusammenhang mit dem Schulprogramm stehen folgende Grundsätze, die sich auf fächerübergreifende Aspekte beziehen.

     

    Überfachliche Grundsätze:

    1. Geeignete Problemstellungen zeichnen die Ziele des Unterrichts vor und bestimmen die Struktur der Lernprozesse.
    2. Inhalt und Anforderungsniveau des Unterrichts entsprechen dem Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler und können ggf. angepasst und modifiziert werden.
    3. Die Unterrichtsgestaltung ist auf die Ziele und Inhalte abgestimmt.
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    1. Medien und Arbeitsmittel sind schülernah gewählt.
    2. Die Schülerinnen und Schüler erreichen einen Lernzuwachs.
    3. Der Unterricht fördert eine aktive Teilnahme der Schülerinnen und Schüler.
    4. Der Unterricht fördert die Zusammenarbeit zwischen den Schülerinnen und Schülern und bietet ihnen Möglichkeiten zu eigenen Lösungen.
    5. Der Unterricht berücksichtigt die individuellen Lernwege der einzelnen Schülerinnen und Schüler.
    6. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Gelegenheit zu selbstständiger Arbeit und werden dabei unterstützt.
    7. Der Unterricht fördert strukturierte und funktionale Partner- bzw. Gruppenarbeit (kooperative Lernformen).
    8. Der Unterricht fördert strukturierte und funktionale Arbeit im Plenum.
    9. Die Lernumgebung ist vorbereitet; der Ordnungsrahmen wird eingehalten.
    10. Die Lehr- und Lernzeit wird intensiv für Unterrichtszwecke genutzt.
    11. Es herrscht ein positives pädagogisches Klima im Unterricht.
    12. Fachmethoden und Fachbegriffe werden den Schülern alters- und situationsbedingt angemessen vermittelt. Überfachlich zu vermittelnde Methoden werden an die Inhalte des Faches Musik gebunden und ermöglichen so die Übung der im Methodentraining vereinbarten Kompetenzen.
    13. Der Unterricht fördert das planerische Vorgehen, aber auch kreatives Umgehen mit den im Unterricht gestellten Aufgaben.
    14. Der Unterricht fördert vernetztes Denken.
    15. Der Unterricht sollte phasenweise fächerübergreifend ggf. projektartig angelegt sein.
    16. Der Unterricht ist schülerorientiert und knüpft an die Interessen und Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler an (Lebensweltbezug).
    17. Der Unterricht beachtet die individuellen Lernvoraussetzungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler und bietet gerade im praktischen Bereich eine entsprechende Binnendifferenzierung an.
    18. Der Unterricht sollte möglichst problemorientiert sein: Die Aufgabenstellungen haben Aufforderungscharakter oder einen immanenten Reiz, tätig werden zu wollen, oder stellen Herausforderungen dar.
    19. Der Unterricht ist anschaulich sowie gegenwarts- und zukunftsorientiert und gewinnt dadurch für die Schülerinnen und Schüler an Bedeutsamkeit.
    20. Der Unterricht fördert planerische Kompetenzen als Vorbereitung auf die strukturierten Prozesse der Arbeitswelt und hilft bei der Berufswahlorientierung.
    21. Die Lerninhalte sind so zu wählen, dass die geforderten Kompetenzen erworben und geübt werden können bzw. erworbene Kompetenzen an neuen Lerninhalten und neuen Lernmitteln erprobt werden können. Insbesondere ist der Einsatz neuer technischer Möglichkeiten bei der Planung, Durchführung und Präsentation der Arbeiten zu berücksichtigen.

     

    Fachterminologie

    Die Fachschaft Musik verständigt sich darauf, dass die Schülerinnen und Schüler im Laufe der Sekundarstufe I ein einheitliches Repertoire an Fachterminologie anlegen. Dieses ist kein separater Inhalt des Unterrichts, sondern integrativer Bestandteil der inhaltlichen Auseinandersetzungen mit Musik. Es wird eine Beschränkung auf die wichtigsten Termini vereinbart, die in immer neuen Zusammenhängen eingebracht und benannt werden. Der Umgang mit schriftlicher Notation wird schrittweise über die grafische Notation erlernt und wird ausschließlich funktional eingesetzt: Zur Veranschaulichung von Gegebenheiten musikalischer Strukturen; als Mittel zur Reproduktion musikalischer Gestaltungsideen. Im Bereich der „Ordnungssysteme musikalischer Parameter“ wird in den Jgst.5/6 der Schwerpunkt auf den Parametern Rhythmik, Melodik, Dynamik und Klangfarbe liegen, wobei diese in den Jgst.7-10 immer wieder benutzt werden. Die Parameter Harmonik und Teile von Klangfarbe sowie Form-Aspekte werden im Wesentlichen in den Jgst.7-10 eingebracht.

    Nicht alle in der unten aufgeführten Tabelle genannten musikalischen Parameter sind im Kapitel 2.1.2 unter dem Begriff „Strukturen von Musik“ aufgeführt. Bei den nicht aufgeführten Parametern entscheidet jede Lehrkraft selbst, wann und in welchen Zusammenhängen die zu vermittelnden Parameter den Schülern nahegebracht werden.

    Bereich der Ordnungssysteme musikalischer Parameter

    Rhythmik

    • Takt, Metrum, Rhythmus, Grundschlag, Beat, Puls
    • Taktarten; Pattern, Rhythmus-Modelle
    • Beat-Offbeat, Synkope
    • Call & Response

    Melodik

    • Skala: Dur, Moll, Bluestonleiter, Pentatonik, Chromatik
    • Phrase, Periode, Motiv, Motivverarbeitungen, Thema
    • Intervalle
    • melodische Ausdrucksgesten (Seufzer-Motiv, Quartsprung, Liebesleidintervall kleine Sext, Sehnsuchtsintervall große Sext )

    Harmonik

    • Konsonanz-Dissonanz
    • Akkord-Typen (Dur-/Moll-Akkord, alterierte / verminderte Akkorde, Quartenklang, Cluster)
    • Dreiklangs-Umkehrungen
    • Einfache Kadenz, Bluesschema
    • Nebenharmonien
    • Blues-/Jazz-Harmonien

    Dynamik / Artikulation

    • Graduelle Abstufungen, fließende Übergänge
    • Akzente, Betonungen
    • Artikulation: legato, staccato, pizzicato, sostenuto, portato
    • Phrasierung, Bindung

    Klangfarbe

    • Instrumenten-Kunde, Instrumenten-Symbolik
    • Typische Ensemble- und Orchester-Besetzungen
    • Stimm-Register: Bass, Bariton, Tenor, Alt, Mezzosopran, Sopran
    • Stimm-Gestaltung des Pop (Rap, Shouting)

    Bereich der Formaspekte

    Form-Prinzipien:

    • Reihungs- / Entwicklungsform
    • Wiederholung, Kontrast, Abwandlung
    • Homophonie, Polyphonie

     

    Formtypen:

    • Liedform, Song
    • Symphonie
    • Rondo
    • Variationen
    • Sonatenhauptsatzform
    • Melodram
    • Jingle

      Bereich der Notationsformen

      • grafische Notation
      • Standard-Notation der Tonhöhen und Tondauern
      • Klaviernotation
      • Partitur
      • Klavierauszug, Leadsheet

      Fachvokabular

      • Metrum, Grundschlag, Zählzeit, Takt, Auftakt, Taktstriche, Rhythmus
      • Melodie, Vorzeichen, Auflösungszeichen
      • Notensystem, Notenlinien, Hilfslinien, Violinschlüssel, Bassschlüssel, Wiederholungszeichen, D. S. al Fine
      • Notenwerte, Pausenzeichen
      • Tonleiter, Intervalle, Oktave, Pentatonik
      • Begleitung, Strophe, Refrain, Rondo, Kanon, Menuett, Sequenz, sequenzieren, Periode, Vordersatz, Nachsatz, Fuge, Thema, Intro, Zwischenspiel
      • Satz, Solo, Tutti
      • Percussion, Body-Percussion
      • Barock, Klassik

       

      2.3 Grundsätze der Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung

      Hinweis: Die Fachschaft kommt zu einem Konsens über Grundsätze der Leistungsbewertung und –beurteilung, die in diesem Kapitel festgehalten werden.

      Auf Grundlage von § 48 SchulG, § 6 APO-SI sowie Kapitel 3 des Kernlehrplans Musik Gesamtschule beschließt die Fachkonferenz die nachfolgenden Grundsätze.

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      Grundsätze der Leistungskriterien und der Beratung:

      Musikalische Aufgabenstellungen, gestalterische Problemstellungen und Untersuchungsaufträge sind so zu formulieren, dass den Schülerinnen und Schülern die vorab mit ihnen entwickelten Bewertungskriterien, die die Kompetenzen des Lehrplans für den Unterricht konkretisieren, transparent sind. Auf Grundlage dieser Kriterien werden die einzelnen Leistungen bewertet.

      In diesem Zusammenhang nehmen die kontinuierlich zu erstellenden Aufzeichnungen im Musikheft / in der Musikmappe / im Portfolio und die gestalterischen Zwischenergebnisse, die den Arbeitsprozess dokumentieren, einen besonderen Stellenwert ein.

      Grundsätze der Leistungsrückmeldung:

      Die Leistungsrückmeldung erfolgt:

      • spätestens nach der Aufführung der fertigen Gestaltungsprodukte oder der Fertigstellung der anderen Arbeiten,
      • als Quartalsfeedback oder als Ergänzung zu einer schriftlichen Überprüfung.

      Leistungsbewertung bezogen auf die Unterrichtsphasen:

      Bei der Bewertung ist zwischen Lernphasen und Leistungsphasen zu unterscheiden. In den Lernphasen steht der Arbeitsprozess (gezielte Problemformulierung, Ideenreichtum bezogen auf Fragehorizonte und Lösungsansätze, Umgang mit „Fehlentscheidungen“, Intensität, Flexibilität, ...) im Zentrum der Bewertung. In den Leistungsphasen werden die Arbeitsergebnisse bezogen auf die hierfür festgelegten Kriterien bewertet.

      Formen der Schülerleistungen:

      Der Bewertungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht“ erfasst die Qualität, die Quantität und die Kontinuität der gestaltungspraktischen, mündlichen und schriftlichen Beiträge im unterrichtlichen Zusammenhang.

      In die Leistungsbewertung fließen ein:

      • im Rahmen der Unterrichtsstunden oder als Hausarbeit einstudierte musikalische Gestaltungsprodukte,
      • mündliche Beiträge zum Unterricht (z.B. Beiträge zum Unterrichtsgespräch, Kurzvorträge und Referate),
      • schriftliche Beiträge zum Unterricht (z.B. Protokolle, Materialsammlungen, Hefte/Mappen, Portfolios , Lerntagebücher ),
      • kurze schriftliche Übungen,
      • Beiträge im Rahmen eigenverantwortlichen, schüleraktiven Handelns (z.B. Performance, Rollenspiel, Recherche, Befragung, Erkundung, Präsentation).

      Mündliche Leistungen werden dabei in einem kontinuierlichen Prozess vor allem durch Beobachtung während des Schuljahres festgestellt.

      Allgemeine Leistungskriterien:

      Die folgenden allgemeinen Kriterien gelten sowohl für die gestaltungspraktischen, mündlichen als auch für die schriftlichen Formen von Leistungen:

      • Qualität der Beiträge bezogen auf die Aufgabenstellung
      • gestalterische Originalität
      • Selbstständigkeit im Arbeitsprozess
      • Kontinuität der mündlichen Beiträge
      • Quantität der Beiträge
      • Sachliche Richtigkeit
      • Komplexität/Grad der Abstraktion
      • Differenziertheit der Reflexion
      • Äußere Form (auch Ordentlichkeit)
      • sachgerechter Umgang mit Instrumenten, Materialien und Medien
      • Einhaltung gesetzter Fristen

      Konkretisierte Leistungskriterien:

      • Prozessdokumentation in Portfolio, Mappe, Journal:

        • Deckblatt
        • Inhaltsverzeichnis/Seitenzahlen
        • Überschriften unterstrichen, Seitenrand, Datum
        • Sauberkeit/Ordnung
        • Vollständigkeit
        • Qualität der schriftlichen Arbeiten (Schul- und Hausaufgabenprodukte)
        • Bearbeitung der Informationsquellen (markieren/strukturieren, Randnotizen)
        • Arbeitspläne
        • Entwürfe
      • Referat

        • Vortrag
        • Interessanter Einstieg
        • Sprechweise LLD (laut, langsam, deutlich)
        • freies Sprechen (auf der Grundlage von Notizen/Karteikarten)
        • Vortragspausen (Raum für Zuhörer-/Verständnisfragen)
        • Blickkontakt Zuhörer
        • Körperhaltung/-sprache
        • Medieneinsatz (Tafelbild, Moderationswand, Folie, …)
        • Handout
        • abgerundeter Schluss
        • Quellennachweis
        • Zeitrahmen berücksichtigt
      •   Inhalt
        • Themenwahl begründet
        • Hintergrundinformationen
        • Sachlichkeit
        • Inhaltliche Richtigkeit
        • Fach- und Fremdwörter erläutert
        • Themenprofi
      •   Gruppenarbeit:
        • Selbstständiges Bearbeiten der Aufgabenstellung
        • Einbringen in die Arbeit der Gruppe (Teamfähigkeit)
        • Durchführung fachlicher Arbeitsanteile
        • Kooperation mit dem Lehrenden / Aufnahme von Beratung

       

      2.4 Lehr- und Lernmittel

      • Ausgewählte Musikbücher verschiedener Verlage im Klassensatz
      • diverse Liedersammlungen
      • Taschen-Partituren/Klavierauszüge in größerer Anzahl
      • ausgewählte Fachbücher und Lexika
      • Sammlungen musikpädagogischer Praxiszeitschriften
      • diverse Materialien zum Stationenlernen
      • Spiele zu verschiedenen musikspezifischen Themen
      • Übungsmittel zur Einzel- oder Gruppenarbeit wie Notenwürfel, Notenkarten
      • exemplarische CDs/DVDs
      • einfache Musik-Software
      • Internet-Recherche

        Über den Schuletat können weitere Materialien beschafft werden. Etatwünsche müssen zum Ende eines Schuljahres für das kommende Schuljahr im Voraus angemeldet werden.

         

        3 Entscheidungen zu fach- und unterrichtsübergreifenden Fragen

        Hinweis: Auf Basis einer Tabelle mit den Unterrichtsvorhaben aller Fächer einer Schule (genannt Partitur) können jahrgangsspezifische thematische Parallelen zwischen den Fächern erkannt bzw. verabredet werden.

        Jahrgangspartituren stellen ein strukturelles Instrument der Qualitätsentwicklung und -sicherung dar. Sie schaffen einen Überblick über die Ansatzpunkte zu fachübergreifenden Kooperationen. Sie sind die Basis für schulinterne Absprachen zur Zusammenarbeit (Welche Unterrichtsfächer in welchen Jahrgangsstufen welche Unterrichtsvorhaben mit welcher Dauer und in welchem Rhythmus umsetzen.) und zielen damit auf das Ausschöpfen von Synergieeffekten ab.

        Die oben beschriebenen Unterrichtsvorhaben weisen an einigen Stellen Beziehungen zu anderen Fächern und Fachinhalten aus.

        Die zeitliche Zuordnung der Unterrichtsvorhaben muss flexibel gesehen werden. Änderungen im Ablauf sind bisweilen zwingend, um zusammen mit anderen Fächern Synergien zu erzielen.

        weiterlesen…

        Folgende Formen der Zusammenarbeit mit anderen Fächern sind in diesem schulinternen Lehrplan angelegt:

        UV Musik

        andere Fächer

        UV Musik

        andere Fächer

        5.1

        UV 5/6.1

        Lieder und Songs erzählen Geschichten – aber wie?

        Fach Deutsch

        UV 5/6.4

        Live auf der Bühne – Konzertkultur gestern und heute

        Fach Geschichte

        5.2

        UV 5/6.5

        Was für ein Theater! Ein kleines Theaterstück mit musikalischer Untermalung

        ----

        ----

        ----

        6.1

        UV 5/6.6

        Gehörlos genial – Beethovens schöpferische musikalische Kraft

        ----

        UV 5/6.7

        Musizierst du schon oder hörst du noch? Musik in unserer Umgebung

        Fach Kunst

        epochal

        UV 5/6.2

        Welche Farben hat die Musik? – Ich male Musik und musiziere Bilder

        Fach Kunst

        UV 5/6.3

        Eins zwei hip – Sing and Dance

        Fächer Sport und Englisch

        7.1

        UV7/8.2 Alles eine Frage der Technik? Entstehung und technische Aspekte eines Musikinstruments

        Fächer Physik, Technik

        und Kunst

        UV 7/8.3

        Von hochschlagenden Wellen, pfeifenden Winden und Hummelflügen – Braucht Musik ein Programm?

        Fächer Kunst, Biologie und Technik

        7.2

        UV 7/8.4

        Was hätte Robin Hood gehört? – Musik im Mittelalter

        Fächer Deutsch und Geschichte

        UV 7/8.5

        Immer erst Subkultur und dann Mainstream? – Entwicklungen und Stile der Popularmusik

        Fächer Kunst und Englisch

        8.1

        UV 7/8.6

        Spiel mal mir was in Rot! Synästhesie – Musik und Kunst

        Fach Kunst

        UV 7/8.7

        Lieber “Musik to go” oder “Live-Musik”? – zwischen Konsum, Kommerz und Medien

        ----

        epochal

        ----

        ----

        UV 7/8.1 Endlich Bewegung! – Rhythmische Späße und Tänze aus verschiedenen Ländern

        Fächer Sport

        und Erdkunde

        9.1

        UV 9/10.1

        Keine Feindbilder mehr? – „Crossover“ und die Folgen

        Englisch, Kunst und Physik

        UV 9/10.2

        Ihr wollt ein liebes Lied? Ihr kriegt ein Liebeslied! – Liebeslieder im Wandel der Zeit

        Fächer Deutsch und Englisch

        9.2

        UV 9/10.3

        Kunst oder Kommerz – Was produziert die Musikindustrie?

        Fächer Deutsch, Politik und Wirtschaft

        UV 9/10.4

        Musik und Politik, Manipulation oder Protest - Bleibt Musik immer wertfrei?

        Fächer Geschichte und Politik

        10.1

        UV 9/10.5

        Beängstigend fremdartig oder vertraut und erhebend? –

        Musik als zentrales Medium in religiösen und weltlichen Ritualen rund um den Globus

        Fächer Deutsch, Geschichte und Religion

        UV 9/10.6

        Traum oder Wirklichkeit? Transzendenz in der Musik

        Fächer Religion und Kunst

        Die Fachkonferenz sieht folgende Nutzungen außerschulischer Lernorte und Kooperationen mit außerschulischen Kooperationspartnern vor:

        UV MusikLernort / PartnerUV MusikLernort / Partner

        5.1

        UV 5/6.1

        Lieder und Songs erzählen Geschichten – aber wie?

        ----

        ----

        ----

        5.2

        UV 5/6.4

        Live auf der Bühne – Konzertkultur gestern und heute

        Musiktheater

        UV 5/6.5

        Was für ein Theater! Ein kleines Theaterstück mit musikalischer Untermalung

        ----

        6.1

        UV 5/6.6

        Gehörlos genial – Beethovens schöpferische musikalische Kraft

        ----

        UV 5/6.7

        Musizierst du schon oder hörst du noch? Musik in unserer Umgebung

        Musikschule

        Posaunen-chor,

        Blaskapelle eines Schützen-vereins,

        Kirche/ Organist

        epochal

        UV 5/6.2

        Welche Farben hat die Musik? – Ich male Musik und musiziere Bilder

        Kunstmuseum

        UV 5/6.3

        Eins zwei hip – Sing and Dance

        Tanzgruppe

        7.1

        UV7/8.2 Alles eine Frage der Technik? Entstehung und technische Aspekte eines Musikinstruments

        ----

        UV 7/8.3

        Von hochschlagenden Wellen, pfeifenden Winden und Hummelflügen – Braucht Musik ein Programm?

        ----

        7.2

        UV 7/8.4

        Was hätte Robin Hood gehört? – Musik im Mittelalter

        ----

        UV 7/8.5

        Immer erst Subkultur und dann Mainstream? – Entwicklungen und Stile der Popularmusik

        ----

        8.1

        UV 7/8.6

        Spiel mal mir was in Rot! Synästhesie – Musik und Kunst

        ----

        UV 7/8.7

        Lieber “Musik to go” oder “Live-Musik”? – zwischen Konsum, Kommerz und Medien

        ----

        epochal

        ----

        ----

        UV 7/8.1 Endlich Bewegung! – Rhythmische Späße und Tänze aus verschiedenen Ländern

        Tanzgruppe

        9.1

        UV 9/10.1

        Keine Feindbilder mehr? – „Crossover“ und die Folgen

        ----

        UV 9/10.2

        Ihr wollt ein liebes Lied? Ihr kriegt ein Liebeslied! – Liebeslieder im Wandel der Zeit

        ----

        9.2

        UV 9/10.3

        Kunst oder Kommerz – Was produziert die Musikindustrie?

        CD-Läden

        UV 9/10.4

        Musik und Politik, Manipulation oder Protest - Bleibt Musik immer wertfrei?

        ----

        10.1

        UV 9/10.5

        Beängstigend fremdartig oder vertraut und erhebend? –

        Musik als zentrales Medium in religiösen und weltlichen Ritualen rund um den Globus

        Kirche, Moschee

        UV 9/10.6

        Traum oder Wirklichkeit? Transzendenz in der Musik

        ----

        Neben der weiter zu entwickelnden Koordination mit den Curricula der anderen Fächer in den jeweiligen Jahrgangsstufen ist die bereits bestehende Kooperation mit außerschulischen Partnern in Abstimmung mit den Unterrichtsvorhaben zu nutzen und auszubauen.

        Bestehende Kooperationen

        Mögliche Vernetzungen mit der örtlichen Musiklandschaft:

        • Mit ortsansässigen Instrumentalisten, die die wichtigsten Orchester- und Rockinstrumente in den Jahrgangsstufen 5 und 6 vorstellen können: Die Leitung der Fachschaft fertigt eine Liste an und aktualisiert sie laufend.
        • Mit Ton- und Lichttechnikern, die Workshops für interessierte Schülerinnen und Schüler durchführen, die die Betreuung der Anlagen bei Konzerten und anderen Veranstaltungen übernehmen. Hierzu müsste die Bezahlung über den Förderverein geklärt werden.
        • Mit Instrumentenbaufirma, in der eine Führung durch den Betrieb unternommen werden kann (z.B. gibt es eine bekannte Flötenbaufirma, die interessante Angebote für Schülergruppen einschließlich Flötenmuseum und Beteiligung an der Fertigung ermöglicht); auch hier als Möglichkeit für Betriebspraktika in der Jahrgangsstufe 9.
        • Mit Produktionsfirmen aus den Bereichen Konzert-Management, Video-/Film-Produktion, Werbung: in Anbindung an die UVs 7./8.7 und 9/10.3; hier auch als Möglichkeit von Betriebspraktika in der Jahrgangsstufe 9.

         

        4 Qualitätssicherung und Evaluation

        Pläne zur regelmäßigen Evaluation des schulinternen Lehrplans

        Für ausgewählte Unterrichtsvorhaben werden zum Ende des jeweiligen Projektes kleine Aufführungen durchgeführt.

        Nach Ablauf eines Schuljahres wird von den verantwortlichen Fachlehrern überprüft, ob die vereinbarten Kompetenzen angegangen und erreicht worden sind. Auf dieser Grundlage werden in der Fachkonferenz gelungene Unterrichtsvorhaben vorgestellt und Schwierigkeiten thematisiert. Hierzu können / sollen Schülerbeiträge, Arbeitshefte und ggf. Selbstevaluationsbögen herangezogen werden. Folgende Fragen sind dabei relevant:

        • Sind die angestrebten Kompetenzen mit den Unterrichtsvorhaben erreichbar und sind sie erreicht worden?
        • War die zeitliche Planung angemessen und durchführbar?
        • Ist der kontinuierliche Aufbau von Fachkompetenzen (bezogen auf Fachbegriffe, Fachmethoden, Fähigkeiten und Fertigkeiten) abgesichert?
        • Sind Jahrgänge unterrichtlich überfrachtet oder unterfordert?
        • Waren die Arbeitsschritte und die Bewertungskriterien und damit die Ziele der Unterrichtseinheit für die Lerngruppe nachvollziehbar/transparent?
        • War das Arbeitsmaterial angemessen und verständlich?
        • Bleiben im Curriculum ausreichend Freiräume?
        • Welche organisatorischen Anforderungen, welche inhaltlichen Aspekte müssen beachtet und eventuell verändert werden?

        Schwierigkeiten und deren Gründe werden herausgearbeitet und Verbesserungs-, Nachsteuerungsmöglichkeiten und Veränderungsnotwendigkeiten diskutiert und nächste Handlungsschritte vereinbart.

        Auf der Grundlage der getroffenen Absprachen und der Übersichtslisten wird von den verantwortlichen Fachlehrern die Unterrichtsplanung für das kommende Schuljahr vorgenommen.

        Überarbeitungs- und Perspektivplanung

        Nur bei dringendem Handlungsbedarf soll der Lehrplan schon im Folgejahr überarbeitet werden. Eine Revision wird frühestens im Abstand eines Durchgangs (für 5/6 nach zwei Jahren, für 7-10 nach vier Jahren) vereinbart.

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        © 2020 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 19.09.2018