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Naturwissenschaften Klasse 6.1: Speisen und Getränke (ca. 16 Unterrichtsstunden, 60 min)

Im Folgenden werden die Unterrichtsvorhaben konkretisiert und die erforderlichen Absprachen der Fachkonferenz festgehalten. Die Konkretisierung ist nur für eine Auswahl von Vorhaben vollständig ausgeführt. Für andere Vorhaben finden sich in der Download-Fassung Vorlagen, die noch um verbindliche Absprachen zu Inhalten und zur Unterrichtsgestaltung ergänzt werden müssen.

Folgende Elemente finden sich in den Konkretisierungen: Eine erste tabellarische Übersicht beschreibt den Rahmen des entsprechenden Unterrichtsvorhabens. Es finden sich Bezüge zum Lehrplan wie die ausführlicheren Formulierungen der Kompetenzschwerpunkte sowie Angaben zu zentralen Konzepten bzw. Basiskonzepten. Außerdem werden Vereinbarungen zur Leistungsbewertung genannt, und es wird auf Vernetzungen innerhalb des Fachs und zwischen Fächern hingewiesen.

In einer zweiten Tabelle werden die für die Abstimmung der Fachgruppe notwendigen und damit verbindlichen Absprachen festgehalten. Dieses betrifft Absprachen zu konkreten Inhalten und zum Unterricht mit Bezug auf die im Lehrplan beschriebenen konkretisierten Kompetenzen des jeweiligen inhaltlichen Schwerpunkts.

Am Schluss jedes konkretisierten Unterrichtsvorhabens finden sich Hinweise, Tipps usw. zum Unterricht, die zwar nicht verbindlich, aber zur Gestaltung des Unterrichts hilfreich sind.

Bezug zum Lehrplan:

Inhaltsfeld:

Stoffe und Geräte des Alltags

Inhaltlicher Schwerpunkt:

  • Stoffeigenschaften
  • Stofftrennung

Schwerpunkte der Kompetenzerwartungen

Die Schüler können …

  • bei der Beschreibung naturwissenschaftlicher Sachverhalte Fachbegriffe angemessen und korrekt verwenden. (UF2)
  • naturwissenschaftliche Objekte und Vorgänge nach vorgegebenen Kriterien ordnen. (UF3)
  • Untersuchungsmaterialien nach Vorgaben zusammenstellen und unter Beachtung von Sicherheits- und Umweltaspekten nutzen. (E5)
  • mit einem Partner oder in einer Gruppe gleichberechtigt, zielgerichtet und zuverlässig arbeiten und dabei unterschiedliche Sichtweisen achten. (K9)

Leistungsbewertung

neben kleinen Tests sollte auch in die Bewertung einfließen:

  • Anfertigung von Protokollen und Vorgangsbeschreibung nach vorgegebenen Kriterien
  • Übernahme von Aufgaben in der Gruppenarbeit und Einhaltung der Regeln
  • Zeichnungen zu Versuchen und ersten Modellvorstellungen, Steckbriefe zu Stoffen
  • Lernplakate nach vorgegebenen Kriterien erstellen
  • Halten kleiner Vorträge und damit aktives Zuhören und Rückfragen trainiert
  • Führung eines Lerntagebuches

Verbindung zu den Basiskonzepten

Basiskonzept Struktur der Materie

Volumen, Masse, Aggregatzustände, Teilchenvorstellungen, Lösungsvorgänge, Kristalle

Basiskonzept Energie

Schmelz- und Siedetemperatur, Energieumwandlung

Basiskonzept Chemische Reaktion

Dauerhafte Eigenschaftsänderungen von Stoffen

Vernetzung innerhalb des Faches und mit anderen Fächern

Biologie: Gesundheitsbewusstes Leben, Ernährung und Verdauung, Gesundheitsvorsorge

Physik: Aggregatzustände

Hauswirtschaft: Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit

Mathematik: Kommunizieren, Informationen entnehmen und Daten darstellen (u.a. Diagramme)

 

Kompetenzerwartungen des Lehrplans

Die Schülerinnen und Schüler können … 

Verbindliche Absprachen zu Inhalten

Verbindliche Absprachen zum Unterricht

die Schülerinnen und Schüler sollen….

Umgang mit Fachwissen  

charakteristische Stoffeigenschaften zur Unterscheidung bzw. Identifizierung von Stoffen sowie einfache Trennverfahren für Stoffgemische beschreiben. (UF2, UF3)

Eigenschaften der Bestandteile identifizieren: Geruch, Geschmack, Farbe, Löslichkeit, Säuregehalt usw., Nachweis von Säuren mit Indikatoren (Rotkohl), Unterscheidung verschiedener Getränke und Lebensmittel

Lieblingsgetränke ermitteln, Zusammensetzung verschiedener Getränke und Lebensmittel, Getränke klassifizieren in: Saft, Nektar, Fruchtsaftgetränk, Limonade, usw., Sinneswahrnehmungen einbeziehen, Rotkohlsaft herstellen

Stoffumwandlungen als chemische Reaktionen von physikalischen Veränderungen abgrenzen. (UF2, UF3)

Erkennungsmerkmale bei alltäglichen physikalischen Vorgängen und chemischen Reaktionen und deren Unterschiede, Schmelzen, Erstarren, Verbrennen von Wachs

Einfache Beispiele aus Küche, Haushalt und Alltag, Einfache Experimente mit Kerzen (nicht Verbrennung thematisieren, sondern Stoffveränderungen)

Ordnungsprinzipien für Stoffe nennen und diese in Stoffgemische und Reinstoffe einteilen. (UF3)  

Zucker und Salz als Reinstoffe, Müsli, Brausepulver als Gemenge, Pfannenkuchenteig als Suspension, Milch und Mayonnaise als Emulsion, Tee, Cola, Salzwasser als Lösungen

Verschiedene Lebensmittel und Zubereitungen klassifizieren und begründet gegeneinander abgrenzen

Beispiele für alltägliche saure und alkalische Lösungen nennen und ihre Eigenschaften beschreiben. (UF1)

 

Alltägliche Stoffe verwenden

Brausepulver, saure Bonbons, Zitronensaft, andere Säfte und Getränke, Seifen, Spülmittel usw.

Erkenntnisgewinnung

einfache Versuche zur Trennung von Stoffen in Stoffgemischen planen und sachgerecht durchführen und dabei relevante Stoffeigenschaften nutzen. (E4, E5)

Herstellung von Säften und Limonaden aus verschiedenen Früchten, Ermittlung von Wasseranteilen in Früchten, Sortieren in Bestandteile und Lösemöglichkeiten erproben

Apfelsaftprojekt durchführen: Verarbeitungsweg vom rohen Apfel zum fertigen Apfelsaft darstellen, Besichtigung Getränkehersteller

 

mit Indikatoren Säuren und Laugen nachweisen. (E5)

 

Beispiele für die Nutzung von Indikatoren und woraus sie hergestellt werden

Rotkohlsaft und Rotkohlsaftpapier selber herstellen, Vergleiche mit Universalindikator

Kommunikation  

fachtypische, einfache Zeichnungen von Versuchsaufbauten erstellen. (K7, K3)

Entwicklung erster Versuchsprotokolle, grafische Darstellungsformen entwickeln

 

kriteriengeleitet Vorgänge beschreiben und Protokolle anfertigen, Absprachen mit der Fachkonferenz Deutsch und den anderen naturwissenschaftlichen Fächern

einfache Darstellungen oder Strukturmodelle verwenden, um Aggregatzustände und Lösungsvorgänge zu veranschaulichen und zu erläutern. (K7)

Lösevorgänge zeichnerisch oder mit einfachen Mitteln wie Kugeln oder Knete darstellen

einfache Teilchenmodelle zur

Erklärung nutzen

bei Versuchen in Kleingruppen Initiative und Verantwortung übernehmen, Aufgaben fair verteilen und diese im verabredeten Zeitrahmen sorgfältig erfüllen. (K9, E5)

Entwicklung von Regeln und Absprachen zur Teamarbeit

Aufgabenverteilung in der Gruppe, Verbindlichkeit der Aufgaben, Absprache über Sanktionen bei Nichteinhaltung von Regeln

Schmelz- und Siedekurven interpretieren und Schmelz- und Siedetemperaturen aus ihnen ablesen. (K2, E6)

Schmelz- und Siedepunkte

Erklärung mit einfachem Teilchenmodell

Bewertung  

in einfachen Zusammenhängen Stoffe für bestimmte Verwendungszwecke auswählen und ihre Wahl begründen. (B1)

 

Stoffeigenschaften, Metalle, Kunststoffe, Glas, usw.

Vorteile der Herstellung bestimmter Gegenstände aus bevorzugten Materialien

Trennverfahren nach ihrer Angemessenheit beurteilen. (B1)

Auslesen, Sieben, Dekantieren, Zentrifugieren, Eindampfen, Filtrieren, Lösen, Kristallisieren usw.

alltägliche Stoffe und Haushaltsgeräte einbeziehen, evtl. im Klassenzimmer oder der Küche arbeiten

Bemerkungen/ Tipps/ Hinweise:

Stoffeigenschaft

http://de.wikipedia.org/wiki/Stoffeigenschaft

Chemie

http://de.wikipedia.org/wiki/Chemie

Fruchtsaft

http://de.wikipedia.org/wiki/Fruchtsaft

Lebensmittelzusatzstoff

http://de.wikipedia.org/wiki/Lebensmittelzusatzstoff

Zusatzstoffe

http://www.zusatzstoffe-online.de/home

AID Infodienst

http://www.aid.de

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft - Liste der Zusatzstoffe nach ihren E-Nummern

https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Ernaehrung/Kennzeichnung/E-Nummern-aid.html

Arbeitsmaterialien:

Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie e.V. (VdF)

Unterrichtsmaterial: Fruchtsaft in aller Munde (CD-ROM)

Broschüren: Orangensaft – Sonne im Glas, Apfelsaft in aller Munde

www.fruchtsaft.org

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