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Orientierungsbereich (Sprungmarken)

Unterrichtsvorhaben: Ausdrucksqualität ungegenständlicher plastischer Formgebungen

Inhaltliche Schwerpunkte im KLP

Form

 

 

Grundlagen der Leistungsbewertung :

-    Prägnante Gestaltung der Formqualitäten und Formkontraste
-    anschauliche Beschreibung grundlegender Formmerkmale eigener und fremder Gestaltungen und Bildwirkungen

KLP-Kompetenzen

  • Produktion
  • Rezeption
  • gestalten Bilder mittels grundlegender Verfahren in elementaren Verwendungs- und Bedeutungszusammenhängen.
  • analysieren eigene und fremde Gestaltungen angeleitet in Bezug auf grundlegende Aspekte.
  • bewerten Formgebungen, die durch die Verwendung unterschiedlicher Materialien bei der Herstellung von Objekten entstehen.
  • beschreiben und bewerten Komposition im Hinblick auf die Bildwirkung,
  • entwickeln neue Form-Inhalts-Gefüge durch die Bewertung der ästhetischen Qualität von Materialeigenschaften – auch unabhängig von der ursprünglichen Funktion eines Gegenstandes.
  • beurteilen experimentell gewonnene Gestaltungsergebnisse im Hinblick auf weiterführende Einsatzmöglichkeiten für bildnerische Gestaltung.
  • benennen ausgehend von Perzepten und produktiven Zugängen subjektive Eindrücke zu Bildgestaltungen.

Unterrichtsvorhaben

(konkretes Beispiel):

Handschmeichler

Kontext:

Haptische Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler

 

Voraussetzungen:

Anknüpfung an den Kernlehrplan der Grundschule

 

Bildbeispiele:

Hans Arp, Vorstudie zu „Wolkenhirt“ (1953)
Torso mit Knospen (1961)

vorhabenbezogene Konkretisierung

 

Als erste Heranführung an plastische Verfahren sollen die Schülerinnen und Schüler unter Einsatz ihres Tastsinns mit geschlossenen bzw. verbundenen Augen aus einer Tonkugel, die sie mit einer Hand fassen können, eine individuelle  Form gestalten, die sie gerne anfassen und  die gut in der Hand liegt (sog. Handschmeichler). Durch Einsatz von Formkontrasten  sollen dann mit Auge und Hand charakteristische Merkmale der eigenen Form  definiert und gestaltet werden: z. B. glatt vs. rau, gewölbt vs. kantig, Wölbung vs. Höhlung, Masse vs. Loch, organisch vs. tektonisch.

Nach Fertigstellung betrachten die Schüler ihre Ergebnisse und beschreiben die individuelle Formgebung. Nach Trocknung bzw. Brand werden die Ergebnisse erneut z.B. unter einem Tuch liegend präsentiert und die Gruppe ist aufgefordert, nur mittels ihres Tastsinns ihr Objekt herauszufinden. Das Formerlebnis durch Einsatz verschiedener Sinne intensiviert das Formverständnis.

 

Im Anschluss werden die experimentell gewonnenen Gestaltungsergebnisse im Hinblick auf weiterführende Einsatzmöglichkeiten beurteilt. Möglichkeiten sind hier z.B.: Erhebung der Ergebnisse zu autonomen Plastiken durch Sockelgestaltung, die farbige Fassung des plastischen Körpers zur Betonung der Formcharakteristika, die dekorative Gestaltung der Formen durch Muster und Ornamente,  o.ä.


Vertieft wird die Einheit durch Bildbetrachtung exemplarischer Werkbeispiele von Arp. Dabei sollen im Sinne eines Perzeptes subjektive Zugänge den Ausgangspunkt bilden, um anschließend Erkenntnisse zu systematisieren und für die eigene Arbeit und die Bewertung anderer Arbeiten fruchtbar zu machen.


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