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Orientierungsbereich (Sprungmarken)

Unterrichtsvorhaben: Vom Experiment mit Farben und Farbauftrag zu einer aussagekräftigen Bildgestaltung

Inhaltliche Schwerpunkte im KLP
Material, Farbe, Bildstrategie

 

Grundlagen der Leistungsbewertung:

- Differenzierungsgrad der durch experimentelle Methoden erreichten Vielfalt von Farbtonabstufungen im Sättigungs- und Hell-Dunkel-Bereich
- Prägnanz der Gestaltung in Farbe und Form bei komplexer Figur-Grund-Gestaltung
- Genauigkeit und fachsprachliche Korrektheit bezogen auf Farbe, Farbauftrag und inhaltliche Einsatzmöglichkeiten der experimentell gewonnen Gestaltungsergebnisse

KLP-Kompetenzen

  • Produktion
  • Rezeption
  • gestalten Bilder mittels grundlegender Verfahren in elementare Verwendungs- und Bedeutungszusammenhängen.
  • bewerten Arbeitsprozesse, bildnerische Verfahren und Ergebnisse im Hinblick auf ihre Einsatzmöglichkeiten im Kontext von Form-Inhalts-Gefügen.
  • beschreiben eigene und fremde Gestaltungen sachangemessen in ihren wesentlichen Merkmalen.
  • entwickeln zielgerichtet Figur-Grund-Gestaltungen durch die Anwendung der Linie als Umriss, Binnenstruktur und Bewegungsspur.
  • beschreiben und bewerten Komposition im Hinblick auf die Bildwirkung.
  • bewerten die Wirkung des Farbauftrags in Abhängigkeit vom Farbmaterial für ihre bildnerischen Gestaltung.
  • entwickeln und beurteilen Wirkungen von Farben in Bezug auf Farbgegensätze und Farbverwandtschaften in bildnerischen Problemstellungen.
  • entwickeln und beurteilen Lösungen zu bildnerischen Problemstellungen in Beziehung auf Farbwerte und Farbbeziehungen.
  • erläutern und beurteilen die Funktion der Farbwahl für eine angestrebte Bildwirkung.
  • erläutern und beurteilen Wirkungen, die durch unterschiedlichen Farbauftrag entstehen.
  • verwenden und bewerten die Strategie des gestalterischen Experiments als ziel- und materialgeleitete Handlungsform mit ergebnisoffenem Ausgang.
  • beurteilen experimentell gewonnene Gestaltungsergebnisse im Hinblick auf weiterführende Einsatzmöglichkeiten für bildnerische Gestaltungen.

Unterrichtsvorhaben

(konkretes Beispiel):

Briefe an die LIeblingsfarbe

 

Kontext:

Gegenstandsunabhängige Farbphänomene in der Umwelt
Phantasiebilder in ungegenständlichen Farb- und Formphänomenen

 

Voraussetzungen:

Grundlagen der Farbbeziehungen
erste experimentelle Erfahrungen als Voraussetzung für neue Erkenntnisse bei der Bildgestaltung

 

Bildbeispiele:

ungegenständliche Malerei z.B. des Tachismus bzw. des Informel, als abschließende Ergänzung

vorhabenbezogene Konkretisierung

 

Mögliche Hinführung: Aussagen zur Wirkung und Bedeutung von Farben, um die gegenstandsunabhängigen Werte von Farbe und Farbwirkungen zu fokussieren.

Papier wird mit Tapetenschutz oder verdünntem Holzleim vorbehandelt, um die Oberfläche widerstandsfähiger zu machen. Anschließend kann aufgebrachte Deckfarbe (Farbkasten) fast rückstandslos wieder weggewischt werden. Dann wird deckend mit einer gewählten Lieblingsfarbe ausgemalt. Nach Trocknung wird wieder mit Tapeteschutz ein Brieftext an die Lieblingsfarbe aufgetragen, der gleichzeitig als ungegenständlich-graphische Struktur fungiert. Nach Trocknung werden fleckig zur Textfarbe kontrastierende Farbtöne darüber aufgetragen und mit feuchtem Tuch zum Teil wieder weggewischt. Stellen, die zuvor mit Tapetenschutz überstrichen worden sind, bleiben überwiegend stehen. Dieser Vorgang wird mehrfach wiederholt, bis die Fläche neben der Farbe des Textes „Haupt-“, „Neben-“ und „Gegenfarben“ zeigt, die die Wirkung der Textfarbe unterstreichen bzw. hervorheben.

Anschlussmöglichkeit: Systematisierungsversuche der Eigenwirkung von Farben in Abhängigkeit von Sättigungsgraden und dem Einfluss begleitender Farben.







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