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Beispiel eines schulinternen Lehrplans für das Gymnasium im Fach Kunst

Hinweise zur Umsetzung des Kernlehrplans und zur Arbeit in der Fachgruppe

  • Funktion und Stellenwert des kompetenzorientierten Lehrplans im Fach Kunst

Die den Kompetenzbereichen Produktion und Rezeption zugeordneten Kompetenzen beziehen sich auf konkrete Fähigkeiten, die in Handlungssituationen des Unterrichts erworben werden und zur Anwendung kommen. Dieses wird sichtbar im experimentellen Erproben von Gestaltungsprozessen, dem Wissen über materielle, formale und inhaltliche Zusammenhänge, der Beherrschung methodischer Fähigkeiten und Verfahren, der Beurteilung und gegebenenfalls der Revision von Entscheidungen und Zwischenergebnissen, der individuellen und gemeinsamen Reflexion über Gestaltungsergebnisse und der Antizipation von Bildwirkungen.

Die im Lehrplan gemachten Vorgaben zu den Kompetenzbereichen und Inhaltsfeldern sichern die fachlich gebotene Verbindlichkeit und Vielseitigkeit der unterrichtlichen Handlungssituationen. Sie machen jedoch keine konkreten thematischen Vorgaben. Hierdurch können die Lehrplanvorgaben unterschiedlichen vor Ort gegebenen Bedürfnissen und Bedingungen angepasst werden. Auch bietet der Lehrplan Freiraum für Ergänzungen. Hierüber entscheiden die Fachkonferenzen der Schulen.

Um eine bessere Übersichtlichkeit zu erreichen, werden die Kompetenzen, die im Kernlehrplan aufgelistet sind, im Anhang noch einmal tabellarisch zusammengeführt.

  • Didaktische Zielbestimmungen

Vorrangig für den Kompetenzerwerb in Handlungssituationen des Faches Kunst ist die Integration der Kompetenzbereiche Produktion und Rezeption sowie der mit beiden verbundene Reflexionsanspruch. Dieses zeigt sich im Unterricht durch das integrative Verhältnis von Wahrnehmen, Gestalten und Beurteilen in Prozessen des bildfindenden Dialoges, der praktisch-rezeptiven Bilduntersuchung, der Analyse durch Anfertigung aspektbezogener Skizzen und Bildauszüge, des Nachstellens und Umgestaltens, des gestalterischen Kommentars, der Reflexion über Gestaltungsprozesse und ihre Ergebnisse. In diesen Handlungssituationen sind Wort- und Bildsprache in Prägnanz und Wertigkeit aufeinander bezogen und gleichberechtigt. Eine Trennung des Unterrichtes in „Theorie“ und „Praxis“ wird diesem Anspruch nicht gerecht. Die Fachkonferenzen haben die Aufgabe, die Kompetenzen entsprechend zuzuordnen und diese Anforderung auch in den Grundsätzen zur Leistungsbewertung angemessen zu berücksichtigen.

  • Hinweise zur curricularen Umsetzung auf Schulebene

Aufgabe der Fachkonferenzen ist es, aus den im Lehrplan vorgegebenen Kompetenzen eine auf die Curricularstufen abgestimmte Übersicht über die Unterrichtsvorhaben zu entwickeln und hierbei die Lehrplanvorgaben inhaltlich und thematisch zu konkretisieren.

In Kapitel 2 wird die mögliche Struktur eines schulinternen Lehrplans für das Fach Kunst exemplarisch dargestellt. Diese zeigt, dass Kompetenzen, die unterschiedlichen Kompetenzbereichen und Inhaltsfeldern zugeordnet sind, nicht isoliert nebeneinander stehen, sondern in thematischen Zusammenhängen miteinander verknüpft werden. Hierdurch ist gesichert, dass die Fachkonferenzen unterschiedliche Schwerpunktsetzungen und thematische Festlegungen vornehmen können.

Idealerweise setzen die Entscheidungen der Fachkonferenzen an den im Lehrplan vorgegebenen Kompetenzen und deren Zuordnung zu Kompetenzbereichen und Inhaltsfeldern an und entwickeln hieraus abgestimmte Festlegungen zu Themen und Verfahren. Diese Verbindlichkeit sollte – bezogen auf einzelne Lerngruppen – in angemessener Weise individuelle Freiräume ermöglichen.

Von einer Arbeitsweise, das bestehende Fachcurriculum kompetenzorientiert umzuformulieren, ist abzuraten. Nichtsdestoweniger kann ein pragmatischer Ansatz darin bestehen zu überprüfen, welche Ansprüche des kompetenzorientierten Lehrplans durch bereits Bestehendes erfüllt sind und in ein kompetenzorientiertes Curriculum eingehen können.

  • Zusammenarbeit mit anderen Fächern – Einbindung in das Schulprogramm

In zeitgemäßem Kunstunterricht kommen Themen, Frage- oder Problemstellungen aus der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen zum Tragen, die sich nicht auf die Spannbreite einzelner Fächer begrenzen lassen. Deshalb ist der Unterricht im Fach Kunst in vielfältiger Weise mit anderen Fächern und Fachrichtungen verknüpft. Es ist daher notwendig, interdisziplinäre Bezüge herzustellen und angemessen transparent zu machen.

Die Fachkonferenzen sind aufgefordert, Perspektiven und Formen fachübergreifender und fächerverbindender Unterrichtsvorhaben festzulegen. Hierbei sollte nicht das Prinzip des Interdisziplinären als abstraktes Ziel Ausgangspunkt von Entscheidungen sein, sondern sich im Fachcurriculum anbietende Themen und Gegenstände.

Ebenso macht die Eingebundenheit des Fachunterrichts in das Schulleben fachübergreifende und fächerverbindende Festlegungen notwendig, die in diesem Sinne auch Bestandteil des Schulprogramms sind. Hierzu gehören auch die Beteiligung an Projekten, inner- und außerschulischen Veranstaltungen und die Zusammenarbeit mit externen Partnern.

  • Zur konkreten Arbeit in der Fachkonferenz

Die im Anhang beigefügten Materialien werden für die Arbeit in den Fachkonferenzen angeboten. Sie wurden bei der Erarbeitung der Beispiele in Kapitel 2 erprobt und haben sich aus Sicht der Lehrplankommission als hilfreich erwiesen.

Die Materialien bestehen aus:

  • der Kompetenzkartei: 
    Sie enthält Vorlagen zum Ausdruck der einzelnen Kompetenzen, um im Arbeitsprozess für Kompetenzen Unterrichtsvorhaben zu entwickeln und diesen Unterrichtsvorhaben weitere Kompetenzen zuzuordnen. Wahlweise stehen je nach Ausstattung der Schule zwei Fassungen der Kompetenzkartei zur Verfügung:
    Kompetenzkartei zum Ausdruck auf farbigen Karton,
    Kompetenzkartei zum Ausdruck mit einem Farbdrucker.
  • Die unterschiedlichen Farben und Symbole machen optisch erkennbar, welche unterschiedliche Inhaltsfelder und inhaltliche Schwerpunkte miteinander vernetzt werden und welche Schwerpunkte gesetzt worden sind.
    Außerdem enthalten die einzelnen Vorlagen Leerkarten, um Vertiefungen von Kompetenzen, die im Sinne eines Spiralcurriculums notwendig sind, benennen zu können.
    • Leerformulare zur ersten Skizzierung von Unterrichtsvorhaben:
      Auf dieser Karte kann im Arbeitsprozess das Unterrichtsvorhaben über einen Arbeitstitel und in Stichworten skizziert werden.
      • Kompetenz-Checkliste (Kreuzchenliste):
        Auf diesen Listen können durch Ankreuzen die angezielten Kompetenzen ausgewiesen werden, um so eine Übersicht über Vollständigkeit und Nachhaltigkeit zu erhalten.
      • Leerformular zur Ausarbeitung von konkretisierten Unterrichtsvorhaben (Karteikarte):
        Das Muster entspricht den Karteikarten, die in Kapitel 2 einzelne Unterrichtsvorhaben konkretisieren.

       

      1 Rahmenbedingungen der Arbeit im Fach Kunst

      Bei der zu Grunde gelegten Beispielschule wurde von einem Gymnasium ausgegangen, das für den Kunstunterricht Durchschnittsbedingungen aufweist, so dass eine Übertragung auf die jeweilige Unterrichtswirklichkeit erleichtert wird.

      Es handelt sich um ein Halbtagsgymnasium im ländlichen Raum. Die Schule ist drei- bis vierzügig und mit Musik- und Kunsterziehern personell so ausgestattet, dass die Stundentafel im Fach Kunst auch in der Sekundarstufe I erfüllt werden kann.

      Die Unterrichtseinheiten dauern jeweils 45 Minuten, der Kunstunterricht wird in Doppelstunden ohne Unterbrechung durch eine große Pause organisiert.

      Die Schule ist mit einem Keramikraum mit Brennofen ausgestattet, hat jedoch keine besondere Einrichtung zur Holz- und Metallbearbeitung und auch für Drucktechniken gibt es lediglich eine einfache Druckpresse.

      Die Fachgruppe Kunst kann nach Voranmeldung den Computerraum mit 18 Arbeitplätzen nutzen und besitzt selbst zwei Rechner mit einfacher Bildbearbeitungssoftware, Scanner, drei Digitalkameras und Beamer.

      Durch die Lage der Schule im ländlichen Raum sind Museumsbesuche mit größerem Aufwand verbunden.

      Die Schule hat sich vorgenommen, ihre Ansätze im fächerverbindenden und fächerübergreifenden Unterricht weiter auszubauen. Dabei soll gezielt an Synergien zwischen den Fächern gearbeitet werden.

      2 Entscheidungen zum Unterricht

      Im folgenden Kapitel wird exemplarisch eine Möglichkeit entwickelt, wie sich das Schulcurriculum dieser Schule ausgestalten könnte.

      Der Entwicklungsprozess eines Schulcurriculums im Fach Kunst wird im Sinne des oben beschriebenen Vorgehens mit den beigefügten Materialien veranschaulicht. Es wird deutlich, dass häufig Vernetzungen zwischen den unterschiedlichen konkretisierten Kompetenzerwartungen bestehen und wie im Sinne eines Spiralcurriculums Kompetenzen vorbereitet, angelegt und gefestigt werden.

      Zusätzlich ist erkennbar, dass durch die Auseinandersetzung mit den konkreten Kompetenzen sich der Fokus und die Ausrichtung eines Unterrichtsvorhabens im Laufe der Planung verschieben und konkreter gefasst werden kann.

      Die spezifische Situation vor Ort mit den vielfältigen Erfahrungen in der fachlichen und überfachlichen Arbeit und die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern deutet sich in Einzelbeispielen an.

      2.1 Unterrichtsvorhaben

      Das folgende Beispiel soll deutlich machen, was unter einem kompetenzorientierten Fachcurriculum zu verstehen ist.

      Im Folgenden werden Unterrichtsbeispiele und Unterrichtssequenzen auf drei Ebenen vorgestellt:

      1. als tabellarische Auflistung der Unterrichtsvorhaben mit den verbindlichen Entscheidungen der Fachkonferenz bezogen auf die Inhalte und die übergeordneten Kompetenzen.

      2. als Karteikarten zu den jeweiligen Unterrichtsvorhaben, die im ersten Teil die verbindlichen Absprachen beschreiben und im zweiten Teil die Unterrichtsvorhaben beispielhaft konkretisieren.

      3. als beispielhaft erläuternde Beschreibungen zu einzelnen Unterrichtsvorhaben.

      Aufgabe der Fachkonferenz ist es, Festlegung bezogen auf Unterrichtsvorhaben und die anzusteuernden Kompetenzen und die vorhabenbezogenen Absprachen zu treffen. Dabei muss immer bedacht werden, dass diese Festlegungen sich in erster Linie auf die Kompetenzen beziehen müssen und dass gleiche Kompetenzen auch mit unterschiedlichen Inhalten erreicht werden können. Hier die Balance zwischen inhaltlicher Festlegung und einer schülerorientierten Freiheit zu finden, ist für die Fachkonferenz eine Herausforderung.

       

      Tabellarische Auflistung der Unterrichtsvorhaben

      Jahrgangsstufe 5
      Erstes Unterrichtsvorhaben 5.1

      Herstellen eines Zusammenhangs zwischen historischen Bildern und Bildern aus der Wirklichkeit der Schülerinnen und Schüler

      Übergeordnete Kompetenzen:

      • gestalten Bilder mittels grundlegender Verfahren in elementaren Verwendungs- und Bedeutungszusammenhängen.
      • analysieren eigene und fremde Gestaltungen angeleitet in Bezug auf grundlegende Aspekte.
      • begründen einfache Deutungsansätze zu Bildern anhand von Untersuchungsergebnissen.

      Inhaltsfeld: Bildgestaltung, Bildkonzepte

      Inhaltliche Schwerpunkte: Bildkonzepte, personale/soziokulturelle Bedingungen

      Zeitbedarf: 16 WStd.

      Zweites Unterrichtsvorhaben 5.1

      Wechselwirkung von Farben in inhaltlichen und kompositorischen Bildzusammenhängen

      Übergeordnete Kompetenzen:

      • bewerten Arbeitsprozesse, bildnerische Verfahren und Ergebnisse im Hinblick auf ihre Einsatzmöglichkeiten im Kontext von Form-Inhalts-Gefügen.
      • beschreiben eigene und fremde Gestaltungen sachangemessen in ihren wesentlichen Merkmalen.
      •  begründen einfache Deutungsansätze zu Bildern anhand von Untersuchungsergebnissen.

      Inhaltsfeld: Bildgestaltung, Bildkonzepte

      Inhaltliche Schwerpunkte: Bildgestaltung (Farbe, Form), Bildkonzepte (Bildstrategien)

      Zeitbedarf: 12 WStd.

      Drittes Unterrichtsvorhaben 5.1

      Materialien hinsichtlich ihrer Wirkungsdimension untersuchen und in neue Gestaltungen integrieren

      Übergeordnete Kompetenzen:

      • gestalten Bilder auf der Grundlage elementarer Kenntnisse über materialbezogene, farbbezogene und formbezogene Wirkungszusammenhänge.
      • analysieren eigene und fremde Gestaltungen angeleitet in Bezug auf grundlegende Aspekte.

      Inhaltsfeld: Bildgestaltung, Bildkonzepte

      Inhaltliche Schwerpunkte: Form, Material, Bildstrategie

      Zeitbedarf: 10 WStd.

      Erstes Unterrichtsvorhaben 5.2

      Umrisslinie und differenzierter Einsatz der Linie als Bedeutungsträger in der Freihandzeichnung 

      Übergeordnete Kompetenzen:

      • gestalten Bilder mittels grundlegender Verfahren in elementaren Verwendungs- und Bedeutungszusammenhängen.
      • bewerten Arbeitsprozesse, bildnerische Verfahren und Ergebnisse im Hinblick auf ihre Einsatzmöglichkeiten im Kontext von Form-Inhalts-Gefügen.
      • beschreiben eigene und fremde Gestaltungen sachangemessen in ihren wesentlichen Merkmalen.
      • begründen einfache Deutungsansätze zu Bildern anhand von Untersuchungsergebnissen.

      Inhaltsfeld: Bildgestaltung, Bildkonzepte

      Inhaltliche Schwerpunkte: Form, Bildstrategie

      Zeitbedarf: 10 WStd.

      Zweites Unterrichtsvorhaben 5.2

      Frottage und Materialdruck als experimentelle Techniken

      Übergeordnete Kompetenzen:

      • gestalten Bilder auf der Grundlage  elementarer Kenntnisse über materialbezogene, farbbezogene und formbezogene Grundlagen.
      • analysieren eigene und fremde Gestaltungen angeleitet in Bezug auf grundlegende Aspekte.

      Inhaltsfeld: Bildgestaltung, Bildkonzepte

      Inhaltliche Schwerpunkte: Form, Material, Bildstrategie

      Zeitbedarf: 16 WStd.

      Drittes Unterrichtsvorhaben 5.2

      Ausdrucksqualität ungegenständlicher plastischer Formgebungen

      Übergeordnete Kompetenzen:

      • gestalten Bilder mittels grundlegender Verfahren in elementaren Verwendungs- und Bedeutungszusammenhängen.
      • analysieren eigene und fremde Gestaltungen angeleitet in Bezug auf grundlegende Aspekte.

      Inhaltsfeld: Bildgestaltung, Bildkonzepte

      Inhaltliche Schwerpunkte: Form

      Zeitbedarf: 12 WStd.

      Jahrgangsstufe 6
      Erstes Unterrichtsvorhaben 6.1

      Raumdarstellung auf der Fläche

      Übergeordnete Kompetenzen:

      • gestalten Bilder mittels grundlegender Verfahren in elementaren Verwendungs- und Bedeutungszusammenhängen.
      • Beschreiben eigene und fremde Gestaltungen sachangemessen in ihren wesentlichen Merkmalen.
      • analysieren eigene und fremde Gestaltungen angeleitet in Bezug auf grundlegende Aspekte.

      Inhaltsfeld: Bildgestaltung

      Inhaltliche Schwerpunkte: Form, Farbe

      Zeitbedarf: 16 WStd.

      Zweites Unterrichtsvorhaben 6.1

      Der differenzierte Einsatz der Linie im Kontext grafischer Gestaltung

      Übergeordnete Kompetenzen:

      • gestalten Bilder mittels grundlegender Verfahren in elementaren Verwendungs- und Bedeutungszusammenhängen.
      • bewerten Arbeitsprozesse, bildnerische Verfahren und Ergebnisse im Hinblick auf ihre Einsatzmöglichkeiten im Kontext von Form-Inhalts-Gefügen.
      • gestalten Bilder auf der Grundlage elementarer Kenntnisse über materialbezogene, farbbezogene und formbezogene Wirkungszusammenhänge.
      • beschreiben eigene und fremde Gestaltungen sachangemessen in ihren wesentlichen Merkmalen.
      • analysieren eigene und fremde Gestaltungen angeleitet in Bezug auf grundlegende Aspekte.
      • begründen einfache Deutungsansätze zu Bildern anhand von Untersuchungsergebnissen.

      Inhaltsfeld: Bildgestaltung

      Inhaltliche Schwerpunkte: Form, Bildstrategie

      Drittes Unterrichtsvorhaben 6.1

      Vom Experiment mit Farben und Farbauftrag zu einer aussagekräftigen Bildgestaltung

      Übergeordnete Kompetenzen:

      • gestalten Bilder mittels grundlegender Verfahren in elementaren Verwendungs- und Bedeutungszusammenhängen.
      • bewerten Arbeitsprozesse, bildnerische Verfahren und Ergebnisse im Hinblick auf ihre Einsatzmöglichkeiten im Kontext von Form-Inhalts-Gefügen.
      • beschreiben eigene und fremde Gestaltungen sachangemessen in ihren wesentlichen Merkmalen.

      Inhaltsfeld: Bildgestaltung

      Inhaltliche Schwerpunkte: Material, Farbe, Bildstrategie

      Zeitbedarf: 8 WStd.

      Erstes Unterrichtsvorhaben 6.2

      Grafische Illustration einer literarischen Vorlage

      Übergeordnete Kompetenzen:

      • gestalten Bilder auf der Grundlage elementarer Kenntnisse über materialbezogene, farbbezogene und formbezogene Wirkungszusammenhänge.
      • begründen einfache Deutungsansätze zu Bildern anhand von Untersuchungsergebnissen.

      Inhaltsfelder: Bildgestaltung, Bildkonzepte

      Inhaltlicher Schwerpunkt: Material, personal/soziokulturelle Bedingungen

      Zeitbedarf:  16 WStd.

      Zweites Unterrichtsvorhaben 6.2

      Farbe in Collage und Montage mit Exkursen zu Bildbeispielen aus der aktuellen Kunst

      Übergeordnete Kompetenzen:

      • gestalten Bilder auf der Grundlage elementarer Kenntnisse über materialbezogene, farbbezogene und formbezogene Grundlagen.
      • analysieren eigene und fremde Gestaltungen angeleitet in Bezug auf grundlegende Aspekte.
      • bewerten Arbeitsprozesse, bildnerische Verfahren und Ergebnisse im Hinblick auf ihre Einsatzmöglichkeiten im Kontext von Form-Inhalts-Gefügen.

      Inhaltsfelder: Bildgestaltung, Bildkonzepte

      Inhaltlicher Schwerpunkt: Material, Farbe, Bildstrategien

      Zeitbedarf:  14 WStd.

      Jahrgangsstufe 7
      Erstes Unterrichtsvorhaben 7

      Figurengruppen im Raum

      Übergeordnete Kompetenzen:

      • verwenden und bewerten den bildfindenden Dialog als Möglichkeit selbständig Gestaltungslösungen zu entwickeln.
      • bewerten Arbeitsprozesse, bildnerische Verfahren und Ergebnisse im Hinblick auf ihre Einsatzmöglichkeiten im Kontext von Form-Inhalts-Gefügen in komplexeren Problemzusammenhängen.
      • beschreiben sinnlich wahrgenommene bildnerische Objekte, Prozesse und Situationen und ihre subjektive Wirkung sprachlich differenziert.
      • analysieren mittels sachangemessener Untersuchungsverfahren gestaltete Phänomene aspektbezogen und geleitet in ihren wesentlichen materiellen und formalen Eigenschaften.

      Inhaltsfelder: Bildgestaltung, Bildkonzepte

      Inhaltlicher Schwerpunkt: Form, Bildstrategien

      Zeitbedarf:  14 WStd.

      Zweites Unterrichtsvorhaben 7

      Ein Produkt neu designen und mit Plakat bewerben

      Übergeordnete Kompetenzen:

      • verwenden und bewerten den bildfindenden Dialog als Möglichkeit selbständig Gestaltungslösungen zu entwickeln.
      • gestalten Bilder durch Verwendung material- farb- und formbezogener Mittel und Verfahren sowohl der klassischen als auch der elektronischen Bildgestaltung.
      • beschreiben sinnlich wahrgenommene bildnerische Objekte, Prozesse und Situationen und ihre subjektive Wirkung sprachlich differenziert.
      • analysieren mittels sachangemessener Untersuchungsverfahren gestaltete Phänomene aspektbezogen und geleitet in ihren wesentlichen materiellen und formalen Eigenschaften.

      Inhaltsfelder: Bildgestaltung, Bildkonzepte

      Inhaltlicher Schwerpunkt: Material, Farbe, personale/soziokulturelle Bedingungen

      Zeitbedarf:  20 WStd.

      Jahrgangsstufe 8
      Erstes Unterrichtsvorhaben 8

      Wirkungsweise von Farbe

      Übergeordnete Kompetenzen:

      • gestalten Bilder durch Verwendung material- farb- und formbezogener Mittel und Verfahren sowohl der klassischen als auch der elektronischen Bildgestaltung.
      • beschreiben sinnlich wahrgenommene bildnerische Objekte, Prozesse und Situationen und ihre subjektive Wirkung sprachlich differenziert.

      Inhaltsfeld: Bildgestaltung, Bildkonzepte

      Inhaltliche Schwerpunkte: Farbe, personale/soziokulturelle Bedingungen

      Zeitbedarf: 10 WStd.

      Zweites Unterrichtsvorhaben 8

      Arbeiten mit Vorbildern – Nachbildern im Rahmen von Bildgeschichten als Unterrichtsprojekt

      Übergeordnete Kompetenzen:

      • bewerten Arbeitsprozesse, bildnerische Verfahren und Ergebnisse im Hinblick auf ihre Einsatzmöglichkeiten im Kontext von Form-Inhalts-Gefügen in komplexeren Problemzusammenhängen.
      • beschreiben sinnlich wahrgenommene bildnerische Objekte, Prozesse und Situationen und ihre subjektive Wirkung sprachlich differenziert,
      • analysieren mittels sachangemessener Untersuchungsverfahren gestaltete Phänomene aspektbezogen und geleitet in ihren wesentlichen materiellen und formalen Eigenschaften,
      • interpretieren die Form-Inhalts-Bezüge von Bildern durch die Verknüpfung von werkimmanenter Untersuchungen und bildexterner Informationen.

      Inhaltsfeld: Bildgestaltung, Bildkonzepte

      Vernetzung aller Inhaltfelder außer Material

      Zeitbedarf: 30 WStd.

      Alternative zum zweiten Unterrichtsvorhaben 8

      Jahrgangsstufe 9
      Erstes Unterrichtsvorhaben 9

      Bildfindung durch Zufallsverfahren und Bildgestaltung mit Collagetechniken

      Übergeordnete Kompetenzen:

      • verwenden und bewerten den bildfindenden Dialog als Möglichkeit selbständig Gestaltungslösungen zu entwickeln.
      • gestalten Bilder durch Verwendung material- farb- und formbezogener Mittel und Verfahren sowohl der klassischen als auch der elektronischen Bildgestaltung
      • Interpretieren die Form-Inhaltsbezüge von Bildern durch die Verknüpfung von werkim-anenten Untersuchungen und bildexternen Informationen

      Inhaltsfeld: Bildgestaltung, Bildkonzepte

      Inhaltlicher Schwerpunkt: Form, Material, Bildstrategien

      Zeitbedarf: 16 WStd.

      Zweites Unterrichtsvorhaben 9

      Raumkonstruktion auf der Fläche

      Übergeordnete Kompetenzen:
      • gestalten Bilder durch Verwendung material- farb- und formbezogener Mittel und Verfahren sowohl der klassischen als auch der elektronischen Bildgestaltung.
      • bewerten Arbeitsprozesse, bildnerische Verfahren und Ergebnisse im Hinblick auf ihre Einsatzmöglichkeiten im Kontext von Form-Inhalts-Gefügen in komplexeren Problemzusammenhängen.
      • beschreiben sinnlich wahrgenommene bildnerische Objekte, Prozesse und Situationen und ihre subjektive Wirkung sprachlich differenziert.
      • analysieren mittels sachangemessener Untersuchungsverfahren gestaltete Phänomene aspektbezogen und geleitet in ihren wesentlichen materiellen und formalen Eigenschaften.

      Inhaltsfeld: Bildgestaltung, Bildkonzepte

      Inhaltlicher Schwerpunkt: Bildgestaltung: Form,  Bildkonzepte: Bildstrategien und personale/soziokulturelle Bedingungen

      Zeitbedarf: 20 WStd.

      Die ausgefüllte Übersichtsliste zeigt auf, wie sich die Kompetenzen auf die unterschiedlichen Unterrichtsvorhaben verteilen.

      2.2 Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit

      Die hier vorgestellten Unterrichtsvorhaben sind so angelegt, dass sich die Kompetenzbereiche Produktion und Rezeption immer aufeinander beziehen und miteinander vernetzt sind. Dabei wird auch auf die punktuelle Auseinandersetzung mit aktuellen und historischen Werken der Kunstgeschichte Wert gelegt.

      Die verbindlichen Absprachen des Beispielcurriculums, die jeweils im ersten Abschnitt der Karteikarte beschrieben sind, enthalten Aussagen zur Ausrichtung des Unterrichtsvorhabens, zur Leistungsbewertung und zu den angesteuerten Kompetenzen. Im zweiten Teil der Karteikarte wird ein Unterrichtsvorhaben beispielhaft vorgestellt. Hier sind je nach Lerngruppe und deren Interessen, aktuellen Besonderheiten in der Schule (z.B. Projektwoche) oder im Schulumfeld (z.B. Ausstellungen) oder Absprachen mit anderen Fächern auch andere Umsetzungen möglich. Die anzusteuernden Kompetenzen müssen jedoch für das Fachkollegium verbindlich sein.

      Ab Klasse 5 führen die Schülerinnen und Schülern Arbeitshefte, in denen kontinuierlich Problemstellungen, Fragen, Arbeitsergebnisse, in Untersuchungen und Hausaufgaben erarbeitete Zwischenstände und Endergebnisse festgehalten und dokumentiert werden. Diese Aufzeichnungen werden unter anderem zur Leistungsbewertung herangezogen.

      Alle Zwischenergebnisse sind wertvoll und sollen dokumentiert werden. Misserfolge und vermeintliche falsche Ergebnisse sind als produktive Zwischenstände auf dem Lernweg der Schülerinnen und Schüler zu verstehen und müssen zumindest von der jeweiligen Schülerin/dem jeweiligen Schüler reflektiert werden. Die Lehrkraft hat hier eine beobachtende, hinweisende und beratende Funktion. Zwischenergebnisse sollen auch verbunden mit angemessener Wertschätzung Gegenstand von Zwischen- und Nachbesprechungen sein.

      Durch punktuelle vorstrukturierte Lehrgänge, die gebündelt Fachinhalte vermitteln, werden Freiräume für komplexe problemorientierte Unterrichtsprojekte geschaffen.

      Im Unterricht wird besonderer Wert auf kommunikative Durchdringung und Erkenntnisgewinnung in Partner-, Gruppen- oder Klassenverbandsarbeit gelegt. Kommunikation dient dabei immer der Problemfindung und Problembeschreibung, der Entwicklung und Diskussion der Lösungsansätze und der Bewertung der Ergebnisse.

      Eine angemessene Verbalisierung muss eingeübt werden und dient dem Erwerb einer fundierten Sprachkompetenz und dem Aufbau eines gesicherten Fachvokabulars.

      Gleichberechtigt zur Versprachlichung erweitern praktisch-rezeptive Methoden die Möglichkeiten des Zugangs zu Bildern und bildnerischen Problemstellungen.

      2.3 Grundsätze der Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung

      Grundsätze der Leistungsbewertung werden im Rahmen der Unterrichtsvorhaben als verbindliche Absprachen beschrieben. Sie orientieren sich an den im Kernlehrplan aufgeführten verbindlichen Grundsätzen und müssen je nach Unterrichtsvorhaben und der geplanten Aufgabenstellungen konkretisiert werden. Insbesondere bei Unterrichtsvorhaben, die als Lehrgang angelegt sind, bedarf es enger Absprachen zwischen den unterrichtenden Lehrkräften hinsichtlich der Schwerpunkte, der Terminologie und der konkreten zu erreichenden gestalterischen Fähigkeiten und Fertigkeiten.

      Gestalterische Problemstellungen und Untersuchungsaufträge sind so zu formulieren, dass den Schülerinnen und Schülern die Bewertungskriterien, die die Kompetenzen des Lehrplans für den Unterricht konkretisieren, transparent sind. Auf Grundlage dieser Bewertungskriterien werden die Einzelbewertungen begründet.

      In diesem Zusammenhang nehmen die kontinuierlich zu erstellenden Aufzeichnungen im Arbeitsheft und die gestalterischen Zwischenergebnisse, die den Arbeitsprozess dokumentieren, einen besonderen Stellenwert ein.

      Konsequenterweise ist deshalb bei der Bewertung auch zwischen Lernphasen, in denen der Arbeitsprozess (gezielte Problemformulierung, Ideenreichtum bezogen auf Fragehorizonte und Lösungsansätze, Umgang mit „Fehlentscheidungen“, Intensität, Flexibilität,..) im Zentrum der Bewertung steht, und Leistungsphasen, in denen die Arbeitsergebnisse bezogen auf die hierfür festgelegten Kriterien bewertet werden, zu unterscheiden.

      Nicht zuletzt wird auch der sachgerechte Umgang mit Werkzeugen, Materialien und Medien in die Bewertung einbezogen.

      Mindestens am Ende jedes Unterrichtsvorhabens wird den Schülerinnen und Schülern verbindlich ihr Leistungsstand mit Begründung von Einzelleistungen mitgeteilt.

      2.4 Lehr- und Lernmittel

      Ausgewählte Lehrbücher verschiedener Verlage stehen für den Unterricht im Klassensatz zur Verfügung.

      Als technische Ausstattung stehen Brennofen, Druckpresse, Computer (der neben der gängigen Software auch ein einfaches Bildbearbeitungsprogramm enthält), Scanner, Digitalkameras und Beamer zur Verfügung, außerdem eine Sammlung an großformatigen Reproduktionen.

      Als grundlegende Arbeitsmittel müssen die Schülerinnen und Schüler folgende Dinge für den Kunstunterricht zusätzlich zu ihrer normalen Schulausstattung vorhalten:

      • hochwertiger Deckfarbkasten mit maximal 12 Farben, 6 Farben reichen aus. Der Farbkasten ist in gebrauchsfähigem Zustand zu halten.
      • Deckweiß
      • Pinsel rund 2, 5, 12; flach 5 und 12 Zeichenblock DIN A 3 Bleistift B3 und HB, Fineliner

      Über einen Etat können weitere Verbrauchsmaterialien beschafft werden. Etatwünsche müssen zu Beginn des Schuljahres angemeldet werden.

      Bei umfangreicheren Arbeiten (Ton, Linoldruck) müssen die Schüler sich mit einer geringfügigen Umlage beteiligen.

      3 Entscheidungen zu fach- und unterrichtsübergreifenden Fragen

      Die oben beschriebenen Unterrichtsvorhaben weisen an einigen Stellen Beziehungen zu anderen Fächern und Fachinhalten anderer Fächer aus.

      Die zeitliche Zuordnung der Unterrichtsvorhaben muss flexibel gesehen werden. Änderungen im Ablauf sind bisweilen zwingend, um zusammen mit anderen Fächern Synergien zu erzielen.

      Folgende Formen der Zusammenarbeit mit anderen Fächern sind im Beispielcurriculum angelegt:

      • Ein Phänomen wird in verschiedenen Fächern parallel aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet.
        Die Schülerinnen und Schüler erhalten so einen flexibleren und vielfältigeren Blick auf die Wirklichkeit und erfahren, dass das gleiche Phänomen in unterschiedlichen Bereichen wahrgenommen, benutzt, angewendet werden kann und deshalb in anderer Weise bedeutsam ist. (Vergl. UV.: großformatige Naturlandschaften, in denen sich Fantasiewesen verstecken oder mittels Warnfarben drohen, Jahrgangsstufe 5 (Biologie: Warnung, Tarnung, Mimikry), oder UV.: Mobile der Gegensätze, Jahrgangstufe 5 (Physik: Mechanik, Bewegung, Gleichgewicht.))
      • Fächer, die gezielt zusammenarbeiten, schaffen wechselseitig Grundlagen für die eigene fachspezifische Arbeit.
        Zum Beispiel können differenzierte Beschreibungen von Bildern im Kunstunterricht Anliegen des Deutschunterrichts unterstützen, der Deutschunterricht aber gleichzeitig zur Erweiterung der sprachlichen Möglichkeiten beitragen. Die fachspezifischen Kompetenzen stehen im Rahmen der Werkbeschreibung für den Kunstunterricht im Mittelpunkt.
        Bei Medien wie Film, Internetauftritten, am Bild orientierten Printmedien kann gemeinsam am Verständnis und der Gestaltung di-ser Ausdruckmittel gearbeitet werden (vergl. UV.: Arbeiten mit Vorbildern – Nachbildern im Rahmen von Bildgeschichten als Unterrichtsprojekt, Jahrgangsstufe 8).
        Ebenso kann das Fach Kunst den Geschichtsunterricht dabei unterstützen, Bildquellen sachangemessen auszuwerten (Interpretation historischer Phänomene), gleichzeitig liefert der Geschichtsunterricht Hintergrundwissen für die Ausdeutung von Bildwerken (Bildinterpretation) (vergl. UV.: Spiel mit Raumillusion und Raumbedeutung auf der Fläche, Jahrgangsstufe 9).
      • Ergänzende und erweiternde Bearbeitung von Themen anderer Fachbereiche
        Konstruktion von Raumphänomenen bei M.C. Escher relativieren unsere Auffassung von räumlicher Wahrnehmung bis hin zur Raumkrümmung (vergl. UV.: Spiel mit Raumillusion und Raumbedeutung auf der Fläche, Jahrgangsstufe 9 (Physik: Vermessung, Raum; Mathematik: Körper und Raum, Biologie: Wahrnehmung)).
      • Eigenständige Gestaltung von Themen und Projekten, die in anderen Fächern inhaltlich vorbereitet wurden.
        Denkbar sind hier Präsentationen in unterschiedlichen Medien (Plakat, Internet, Ausstellungskonzeption, Illustration). (Deutsch: Illustration zu einem Gedicht)
      In jedem Fall sind auch längerfristige Planungen notwendig, damit die zeitliche Abstimmung gelingt.

      Bei Absprachen mit den Fachschaften anderer Fächer ist darauf zu achten, dass das Fach Kunst mit seinen Bildungs- und Erziehungsanteilen erkennbar bleibt. Dies bedeutet, dass die Besonderheiten des Faches im Mittelpunkt stehen, wobei sich fachübergreifende Fragen implizit ergeben können.

       

      4 Qualitätssicherung und Evaluation

      Maßnahmen der fachlichen Qualitätskontrolle

      Für die Klassen werden unterschiedliche Übersichten geführt, um am Ende der Klassen 6 und 9 das Erreichen der angestrebten Kompetenzen in der beschlossenen Breite sicherzustellen. Diese Übersichten werden klassenbezogen abgeheftet, so dass bei Fachlehrerwechsel die bisherige Arbeit transparent wird.

      • Planungsübersicht für die Unterrichtsvorhaben mit Angaben der Aufgabenstellungen und der Bewertungskriterien.
      • Aus der Planungsübersicht lässt sich ein Bewertungsbogen für den jeweiligen Leistungsstand am Ende des Unterrichtsvorhabens ableiten. Diese Dokumente sind jedoch kein Bestandteil der Klassendokumentation.
        Aus den Kriterien des Bewertungsbogens kann ein Bogen zur Selbsteinschätzung der Schüler oder zur Unterrichtsevaluation (als anonyme Rückmeldung) abgeleitet werden.
      • Übersicht der im Unterricht eingesetzten Werke
        (Für die konkretisierten Unterrichtsvorhaben könnte diese Übersicht wie hier beigefügt ausgefüllt sein.)

      Der Ordner ist für die gesamte Fachschaft öffentlich und dient zum einen dazu der Unterricht in der jeweiligen Klasse weiter zu planen. Zum anderen kann er auch Anregungen für Folgejahrgänge bieten.

      Auch bei Klassenzusammenlegungen ist diese Dokumentation für die weitere Planung hilfreich.

      Pläne zur regelmäßigen Evaluation des schulinternen Curriculums

      Für ausgewählte Unterrichtsvorhaben werden zum Ende des jeweiligen Projektes kleine Ausstellungen mit den Endergebnissen und einer Dokumentation des Arbeitsprozesses durchgeführt.

      Nach Ablauf eines Schuljahres wird von den verantwortlichen Fachlehrern überprüft, ob die vereinbarten Kompetenzen angegangen und erreicht worden sind. Auf dieser Grundlage werden in der Fachkonferenz gelungene Unterrichtsvorhaben vorgestellt und Schwierigkeiten thematisiert. Hierzu können/sollen Schülerarbeiten, Arbeitshefte und ggf. Selbstevaluationsbögen herangezogen werden.

      Schwierigkeiten und deren Gründe werden herausgearbeitet und Verbesserungs-, Nachsteuerungsmöglichkeiten und Veränderungsnotwendigkeiten diskutiert und nächste Handlungsschritte vereinbart.

      Auf der Grundlage der getroffenen Absprachen und der Übersichtslisten wird von den verantwortlichen Fachlehrern die Unterrichtsplanung für das kommende Schuljahr vorgenommen.

      Überarbeitungs- und Perspektivplanung

      Nur bei dringendem Handlungsbedarf soll das Curriculum schon im Folgejahr überarbeitet werden. Eine Revision wird frühestens im Abstand eines Durchgangs (für 5/6 nach zwei Jahren, für 7-9 nach drei Jahren) vereinbart.

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