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3 Kompetenzerwartungen am Ende der Jahrgangsstufen 6, 8 und 9

Einleitung

Im Folgenden werden Kompetenzen benannt, die Schülerinnen und Schüler am Ende der Jahrgangsstufen 6, 8 und 9 nachhaltig und nachweislich erworben haben sollen.Sie legen die Art der fachlichen Anforderungen fest. Die Anforderungshöhe und der Komplexitätsgrad der fachlichen Anforderungen sind sowohl im Unterricht als auch in der Leistungsbewertung altersgemäß und mit Bezug auf die Anforderungen der Schulformen zu konkretisieren. Kapitel 4 erläutert die Anforderungen durch eine Übersicht über ausgewählte Aufgabentypen.

Die hier benannten Kompetenzen gliedern sich nach den Bereichen des Faches und beschreiben dessen Kern. Sie legen die in der Grundschule erworbenen Kompetenzen zugrunde und weisen eine Progression über die Jahrgangsstufen auf. Der Unterricht ist nicht allein auf den Erwerb der im Folgenden aufgeführten Kernkompetenzen beschränkt, sondern soll Schülerinnen und Schülern ermöglichen, auf vielfältige Weise darüber hinausgehende Kompetenzen zu erwerben, weiterzuentwickeln und zu nutzen. Die Entwicklung der kommunikativen, interkulturellen und methodischen Kompetenzen in der Sekundarstufe I baut auf den gemeinsamen Grundlagen des fremdsprachlichen Lehrens und Lernens von Grundschule und weiterführenden Schulen auf:

  • Erwerb der Fremdsprache durch vielfältige kommunikative Aktivitäten in bedeutsamen Verwendungssituationen,
  • kognitive Dimension des Erkundens von Sprache
  • Nachdenken über und Bewusstmachen von Lernerfahrungen und methodischen Kompetenzen.

Die Prinzipien der Unterrichtsgestaltung in der Grundschule bleiben für den Unterricht der Sekundarstufe I bedeutsam:

  • Themen- und Situationsbezug
  • Authentizität
  • Orientierung an der Lernentwicklung des einzelnen Kindes
  • spielerisches, darstellendes, gestaltendes Lernen
  • entdeckender und experimentierender Umgang mit Sprache.

Der Englischunterricht in der Sekundarstufe I muss systematisch die bereits vorhandenen fremdsprachlichen Kenntnisse, kommunikativen, interkulturellen sowie methodischen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler nutzen. Für die am Ende der Klasse 4 zu erwartenden fremdsprachlichen Kompetenzen – mit dem Schwerpunkt im Bereich der mündlichen Kommunikation (Hörverstehen und Sprechen) – gilt die Orientierung am Referenzniveau A1 des GeR. Für eine erfolgreiche Gestaltung des Englischunterrichts in der Übergangsphase sind folgende Aspekte wesentlich:

  • Anknüpfen an bekannte Inhalte und Themenfelder,
  • Weiterentwicklung der mündlichen Kompetenzen,
  • Entwicklung der schriftlichen Kompetenzen,
  • systematisches Anknüpfen an bekannte Sozial- und Arbeitsformen sowie Methodenkompetenzen (z. B. Freiarbeit, Wochenplan, Projektarbeit und offene Arbeitsformen, Arbeiten an Stationen, spielerische Übungen),
  • flexibler Umgang mit dem Lehrwerk und Arbeit mit lehrwerkunabhängigen Materialien,
  • Förderung des Selbstvertrauens der Schülerinnen und Schüler durch Differenzierungsmaßnahmen auf der Grundlage verstärkter diagnostischer Arbeit zur Erschließung heterogener Kenntnisse und Kompetenzen
  • behutsamer Umgang mit Fehlern mit dem Ziel der allmählichen Entwicklung von Geläufigkeit und sprachlicher Korrektheit.

Kompetenzen werden im Unterricht nicht einzeln und isoliert erworben, sondern in wechselnden und miteinander verknüpften Kontexten. Der Unterricht muss dazu vielfältige, die jeweilige Jahrgangsstufe durchziehende Lerngelegenheiten anbieten. Das folgende Schaubild verdeutlicht, dass bei der Gestaltung von Unterrichtsvorhaben für den Kompetenzerwerb alle vier Bereiche des Faches – in jeweils unterschiedlicher Gewichtung – in ihrem Zusammenspiel zu berücksichtigen sind. Hierbei gilt es, deutlich thematisch-inhaltliche Schwerpunkte zu setzen, die den Schülerinnen und Schülern transparent gemacht werden, die die Teilkompetenzen integrieren und bündeln, vielfältiges Üben und Anwenden ermöglichen und einen isolierten „Testbetrieb“ bezogen auf einzelne Teilkompetenzen ausschließen. Den Anforderungen an einen inhalts-, anwendungs- und schülerorientierten kommunikativen Englischunterricht – bezogen auf situatives, lebensweltbezogenes und systematisches Lernen in bedeutsamen Zusammenhängen – ist durchgehend Rechnung zu tragen.

  Kommunikative Kompetenzen
  • Hör-/Hör-Sehverstehen
  • Sprechen
    - an Gesprächen teilnehmen
    - zusammenhängendes Sprechen
  • Leseverstehen
  • Schreiben
  • Sprachmittlung
 
Interkulturelle Kompetenzen
  • Orientierungswissen
    - persönliche Lebensgestaltung
    - Ausbildung/Schule
    - Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
    - Berufsorientierung
  • Werte, Haltungen und Einstellungen
  • Handeln in Begegnungssituationen
Unterrichtsvorhaben Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln und sprachliche Korrektheit
  • Aussprache und Intonation
  • Wortschatz
  • Grammatik
  • Orthographie
  Methodische Kompetenzen
  • Hörverstehen und Leseverstehen
  • Sprechen und Schreiben
  • Umgang mit Texten und Medien
  • selbstständiges und kooperatives Sprachenlernen
 

Dabei orientiert sich der Englischunterricht bei der Gestaltung von Lernsituationen an den folgenden Themen und Inhalten, die nach Lebensbereichen (Vgl. hierzu GeR, Kapitel 4 und 5.) geordnet und in der Progression im Verlauf der Sekundarstufe I dargestellt sind. Eine thematisch-inhaltliche Reihenfolge innerhalb der Jahrgangsstufen ist durch den Kernlehrplan nicht festgeschrieben.

Persönliche Lebensgestaltung:

Jgst. 6 Familie, Freunde, tägliches Leben und Tagesabläufe, Freizeit
Jgst. 8 Freundschaft, Leben in der peer group, Musik, Sport, Medien in der Freizeitgestaltung
Jgst. 9 Partnerschaft, Beziehungen zwischen den Geschlechtern (gender), Jugendkulturen

Ausbildung/Schule:

Jgst. 6 Schule und Schulalltag in Großbritannien oder Irland
Jgst. 8 Aspekte des schulischen Lernbetriebs in den USA oder in einem weiteren englischsprachigen Land
Jgst. 9 Einblicke in den Lernbetrieb und das schulische Umfeld einer Schule in einem weiteren englischsprachigen Land

Teilhabe am gesellschaftlichen Leben:

Jgst. 6 Feste und Traditionen, exemplarische historische Persönlichkeiten und Ereignisse, Reisen, Einblicke in altersgemäße aktuelle kulturelle Ereignisse (u. a. Musik, Sport)
Jgst. 8 Nationale und regionale Identität am Beispiel einer Region in den USA, Migration als persönliches Schicksal, Einblicke in aktuelle kulturelle Ereignisse (u. a. Musik, Fernsehen)
Jgst. 9 Exemplarische Einblicke in die politischen Systeme der USA und Großbritanniens, Demokratie und Menschenrechte, Sprache und sprachlicher Wandel

Berufsorientierung:

Jgst. 6 Bedeutung von Arbeit im Leben der eigenen Familie und der von Freundenn
Jgst. 8 Kinderrechte und Kinderarbeit
Jgst. 9 Berufliche Interessenprofile, Bewerbungen

Der Kernlehrplan bildet einerseits die verpflichtende Grundlage für die Überarbeitung der schuleigenen Lehrpläne. Andererseits eröffnet er Lehrerinnen und Lehrern weitgehende Freiheiten für die inhaltliche, thematische und methodische Gestaltung von Unterrichtsabläufen. Sie können Schwerpunkte setzen, thematische Vertiefungen und Erweiterungen vornehmen und dabei die Bedingungen der eigenen Schule und der jeweiligen Lerngruppe berücksichtigen.

Die im Folgenden aufgeführten Kompetenzen werden zunächst in allgemeiner Form formuliert (fett gedruckte Passagen) und werden dann konkretisiert und veranschaulicht durch einige ausgewählte Beispiele (Punktaufzählungen).

3.1 Kompetenzerwartungen am Ende der Jahrgangsstufe 6

Am Ende der Jahrgangsstufe 6 erreichen die Schülerinnen und Schüler die Kompetenzstufe A2 des GeR.

Kommunikative Kompetenzen

Hörverstehen und Hör-Sehverstehen

Die Schülerinnen und Schüler können einfache Äußerungen und Hörtexte bzw. Hör-Sehtexte verstehen, die sich auf Inhalte beziehen, die ihnen vertraut und die in einfacher Standardsprache dargestellt sind.

Sie können

  • im Unterricht verwendete Aufforderungen, Fragen und Erklärungen sowie Beiträge ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler verstehen,
  • adaptierten und einfachen authentischen Hörtexten und Filmausschnitten (u. a. Werbespots) wesentliche praktische Informationen entnehmen,
  • einfache Geschichten und Spielszenen bezogen auf wesentliche Merkmale von Figuren und Handlungsablauf verfolgen.

Sprechen: an Gesprächen teilnehmen

Die Schülerinnen und Schüler können sich in einfachen Alltagssituationen und vertrauten Gesprächssituationen verständigen.

Sie können

  • am classroom discourse aktiv teilnehmen (u. a. einfache Beschreibungen, Erklärungen, Anweisungen),
  • in Rollenspielen einfache Situationen erproben
  • auf einfache Sprechanlässe reagieren und einfache Sprechsituationen bewältigen (u. a. Begrüßungs- und Abschiedsformeln verwenden, Informationen austauschen, Auskünfte einholen und geben, sich und andere vorstellen).

Sprechen: zusammenhängendes Sprechen

Die Schülerinnen und Schüler können sich in einfachen thematischen Zusammenhängen nach Vorbereitung zusammenhängend mitteilen, d. h. beschreiben, berichten und erzählen.

Sie können

  • unter Nutzung von sprachlichen und nichtsprachlichen Mitteln über Lehrbuchtexte sprechen und Arbeitsergebnisse vorstellen,
  • sich selbst, ihre Familie, Freunde, Hobbys vorstellen und in einfacher Form aus dem eigenen Erlebnisbereich berichten und erzählen,
  • einfache Texte (u. a. Lieder, Gedichte, kurze Geschichten) darstellend laut lesen und vortragen.

Leseverstehen

Die Schülerinnen und Schüler können kurzen einfachen Texten zu vertrauten konkreten Themen wesentliche Informationen entnehmen.

Sie können

  • Arbeitsanweisungen, Anleitungen und Erklärungen sowie Texte ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler verstehen,
  • Lehrbuchtexten und adaptierten Texten (u. a. kurzen Geschichten, Spielszenen, Gedichten) wichtige inhaltliche Aspekte und formale Kennzeichen entnehmen,
  • kurzen privaten und öffentlichen Alltagstexten (u. a. Anzeigen, Einladungen, Postkarten, Briefen) die wesentlichen Informationen entnehmen.

Schreiben

Die Schülerinnen und Schüler können kurze zusammenhängende Texte schreiben, die sich auf Alltagskommunikation und vertraute thematische Zusammenhänge beziehen.

Sie können

  • Unterrichtsergebnisse festhalten (u. a. Tafelbilder abschreiben) und Lernprozesse schriftlich begleiten (u. a. einfache Notizen machen und Cluster anfertigen),
  • einfache Modelltexte (u. a. Sachtexte, kurze Geschichten, Gedichte, dramatische Szenen) umformen (u. a. in Erzähltexte Dialoge einfügen, Perspektiven wechseln),
  • kurze persönliche Alltagstexte (u. a. Briefe, Postkarten, E-Mails) schreiben und Sachverhalte aus dem eigenen Erfahrungshorizont (u. a. Familie, Freunde, Schule, Tiere, Reisen) zusammenhängend beschreiben und erklären.

Sprachmittlung

Die Schülerinnen und Schüler können in vertrauten Alltagssituationen Äußerungen in der jeweils anderen Sprache so wiedergeben, dass ein allgemeines Verständnis gesichert ist.

Sie können

  • in einfachen, im Rollenspiel simulierten Anwendungssituationen Äußerungen verstehen und in der jeweils anderen Sprache das Wichtigste wiedergeben bzw. erklären,
  • in realen Begegnungssituationen einfache Informationen (u. a. einfache Anweisungen und Auskünfte) in der jeweils anderen Sprache zusammenfassen.

Interkulturelle Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler können den Alltag englischsprachiger Umgebungen erkunden und die gewonnenen Erkenntnisse mit der eigenen Lebenswelt vergleichen. Sie haben im Umgang mit Texten interkulturelle Erfahrungen gemacht.

Orientierungswissen

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über ein grundlegendes Orientierungswissen zu folgenden Themenfeldern:

  • Persönliche Lebensgestaltung: Familie, Freunde, tägliches Leben und Tagesabläufe, Freizeit - Einblicke in das Alltagsleben von Kindern und Jugendlichen in Großbritannien oder Irland
  • Ausbildung/Schule:Aspekte des Schulalltags einer Schule in Großbritannien oder Irland, Schule und schulisches Umfeld - Fächer, Stundenplan, Tagesablauf
  • Teilhabe am gesellschaftlichen Leben: Feste und Traditionen, exemplarische historisch oder kulturell wichtige Persönlichkeiten und Ereignisse (u. a. Guy Fawkes, Robin Hood), Einblicke in altersgemäße aktuelle kulturelle Ereignisse (u. a. Musik, Sport)
  • Berufsorientierung: Bedeutung von Arbeit im Leben der eigenen Familie und der von Freunden.

Es gelingt ihnen, kulturspezifische Informationen der englischsprachigen Lebenswelt aufzunehmen und mit eigenen Erfahrungen zu vergleichen.

Werte, Haltungen und Einstellungen

Die Schülerinnen und Schüler können spielerisch andere Sichtweisen erproben (u. a. in Rollenspielen, in Figureninterviews, beim szenischen Lesen im Umgang mit einfachen literarischen Texten). Dabei erkennen sie kulturspezifische Besonderheiten.

Handeln in Begegnungssituationen

Die Schülerinnen und Schüler können einfache fiktive und reale Begegnungssituationen bewältigen. Sie kennen einige wichtige kulturspezifische Verhaltensweisen (u. a. Begrüßungsrituale, Anredekonventionen) und können diese anwenden.

Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln

Aussprache und Intonation

Die Schülerinnen und Schüler können einfache vertraute Aussprache- und Intonationsmuster im Allgemeinen so korrekt verwenden, dass sie trotz eines merklichen Akzents verstanden werden.

Sie können

  • Aussprache- und Intonationsmuster auf neue Wörter und Redewendungen übertragen,
  • die Intonation von einfachen Aussagesätzen, Fragen und Aufforderungen angemessen realisieren.

Wortschatz

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über einen hinreichend großen Grundwortschatz, um elementaren Kommunikationsbedürfnissen gerecht zu werden und sich in Alltagssituationen sowie in Bezug auf vertraute Themen verständigen zu können. (Vgl. hierzu die Übersicht über die thematisch-inhaltlichen Schwerpunkte in den Jahrgangsstufen 5/6.)

Dies gilt für

  • den classroom discourse,
  • ausgesuchte Themen- und Erfahrungsfelder des interkulturellen Lernens,
  • die Alltagskommunikation.

Grammatik

Die Schülerinnen und Schüler können ein grammatisches Grundinventar in einfachen vertrauten Situationen so weit korrekt verwenden, dass die Verständlichkeit gesichert ist.

Sie können

  • Personen, Sachen, Sachverhalte, Tätigkeiten und Geschehnisse bezeichnen und beschreiben (nouns: singular, plural, genitive, adjectives, adverbs),
  • bejahte und verneinte Aussagen, Fragen und Aufforderungen formulieren (statements, questions, negations),
  • räumliche, zeitliche und logische Bezüge zwischen Sätzen herstellen, Aussagen und Fragen formulieren (Satzverbindungen mit and, or, but, adverbial clauses, clauses of comparison),
  • über gegenwärtige, vergangene und zukünftige Ereignisse aus dem eigenen Erfahrungsbereich berichten und erzählen sowie in einfacher Form Wünsche und Interessen ausdrücken (u. a. simple present, present progressive, simple past, present perfect, will future, going to future),
  • grammatische Elemente und Strukturen identifizieren und einfache Regelformulierungen verstehen.

Orthographie

Die Schülerinnen und Schüler verfügen weitgehend sicher über die Orthographie ihres produktiven Grundwortschatzes.

Sie können

  • grundlegende Rechtschreibregeln anwenden,
  • grundlegende Laut-Buchstaben-Verbindungen anwenden.

Methodische Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler können ein begrenztes Inventar von Lern-und Arbeitstechniken für das selbstständige und kooperative Lernen anwenden. Sie können dabei im Unterricht verschiedene Medien (u. a. digitale Medien) einsetzen. Die Schülerinnen und Schüler können Lerngelegenheiten gezielt nutzen, die sich aus dem Miteinander von Deutsch, ggf. Herkunftssprache sowie Englisch als erster Fremdsprache ergeben.

Hörverstehen und Leseverstehen

Sie können

  • Vorwissen aktivieren (u. a. Assoziationen zu einem Thema oder einer Überschrift sammeln),
  • gelenkte Aufgaben zum detaillierten, suchenden bzw. selektiven und globalen Hören und Lesen bearbeiten, mit einfachen Übungs- und Testverfahren zum Hör- und Leseverstehen (true/false statements, multiple-choice, cloze-tests) umgehen und diese auch für Zwecke des self-assessment einsetzen,
  • Texte markieren und gliedern (u. a Schlüsselwörter und -passagen unterstreichen oder markieren, Sinnabschnitte kennzeichnen, Überschriften finden) und einfache Notizen anfertigen (u. a. Schlüsselwörter und -passagen nutzen)
  • ein einfaches Lesetagebuch bei der Lektüre eines längeren adaptierten Textes (easy reader) führen, darin Eindrücke (u. a. Vorlieben, Abneigungen) formulieren, Textelemente zu den Hauptfiguren und zum Handlungsverlauf sammeln.

Sprechen und Schreiben

Sie können

  • für mündliche und schriftliche Produktionen Gedanken und Ideen sammeln und notieren (u. a. als Tabellen, einfache Cluster),
  • eigene Texte nach Einleitung, Hauptteil und Schluss gliedern,
  • eigene Texte nach Vorlagen gestalten und einfache Umformungen vornehmen (u. a. Austauschen, Umstellen, Ausschmücken von Textelementen),
  • Texte unter Anleitung korrigieren und überarbeiten,
  • kurze Texte oder Textelemente auswendig lernen und vortragen.

Umgang mit Texten und Medien

Sie können

  • einfache Texte bezogen auf wesentliche Informationen und typische Merkmale untersuchen: kurze Geschichten (Hauptfiguren, Handlung), Gespräche, Telefongespräche, Interviews (Teilnehmer, Handlungskontext, Thema), Anweisungen, Beschriftungen, Reklame, Anzeigen, Briefe (Handlungskontext, Botschaft),
  • produktionsorientierte Verfahren einsetzen, um die Wirkung von Texten zu erkunden - Geschichten, kleine Gedichte, Dialoge ausschmücken und umformen, Dialoge nachspielen und szenisch gestalten,
  • einfache kurze Materialien aus dem Internet bzw. Radio oder Fernsehen zusammenstellen, Bild- und Textinformation in Beziehung setzen.

Selbstständiges und kooperatives Sprachenlernen

Sie können

  • unterschiedliche Formen der Wortschatzarbeit einsetzen (u. a. mit Bildern und Schaubildern arbeiten, einfache Definitionen, Paraphrasen, Wortfelder bilden, einsprachige und zweisprachige Vokabellisten führen),
  • mit einem einfachen zweisprachigen Wörterbuch und mit den lexikalischen Anhängen des Lehrbuchs sowie mit der Lehrwerkgrammatik zur Unterstützung von Textproduktion und -rezeption arbeiten,
  • mit wortschatz- und strukturorientierter Lernsoftware arbeiten,
  • in Phasen der Partner- und Gruppenarbeit die Verwendung des Englischen als Gruppenarbeitssprache erproben und Arbeitsergebnisse vorstellen,
  • ein kleines Dossier zu einem Thema erstellen (u. a. Sammeln von einfachen Texten und Materialien) und mit einfachen Dossiers bzw. Textsammlungen selbstständig und in der Gruppe arbeiten.

3.2 Kompetenzerwartungen am Ende der Jahrgangsstufe 8

Am Ende der Jahrgangsstufe 8 erreichen die Schülerinnen und Schüler die Kompetenzstufe A2 des GeR mit Anteilen der Kompetenzstufe B1.

Kommunikative Kompetenzen

Hörverstehen und Hör-Sehverstehen

Die Schülerinnen und Schüler können Äußerungen und Hörtexten bzw. Hör-Sehtexten - auch mit einfach erkennbaren Aussprachevarianten - wichtige Informationen entnehmen, wenn deutlich gesprochen wird. Die Texte sind jugendgemäß und problemorientiert.

Sie können

  • darstellende, argumentative und narrative Beiträge im Unterricht verstehen,
  • einfachen darstellenden, narrativen und dramatischen Radio- und Filmausschnitten (u. a. Videoclips, Werbetexten, Wetterberichten) wichtige Informationen entnehmen (u. a. zu Thema, Figuren, Handlungsverlauf),
  • einer Unterhaltung die Hauptinformationen entnehmen (u. a. Thema, Aussagen unterschiedlicher Sprecher).

Sprechen: an Gesprächen teilnehmen

Die Schülerinnen und Schüler können sich in einfachen themenorientierten Gesprächssituationen des Unterrichts sowie in außerunterrichtlichen Alltagssituationen im Umgang mit native speakers und lingua franca-Sprecherinnen und -Sprechern an Gesprächen beteiligen, vorausgesetzt sie sind dafür unterrichtlich vorbereitet.

Sie können

  • Gespräche beginnen, fortführen und beenden,
  • am classroom discourse in der Form des freien Gesprächs teilnehmen,
  • in Gesprächssituationen Erfahrungen, Erlebnisse und Gefühle einbringen, Meinungen und eigene Positionen vertreten,
  • in Rollenspielen und Partnerinterviews (u. a. hot chair) unterschiedliche Perspektiven erkunden.

Sprechen: zusammenhängendes Sprechen

Die Schülerinnen und Schüler können zusammenhängend sach- und problemorientiert zu vertrauten Themen sprechen und eigene Standpunkte bzw. Wertungen einbringen.

Sie können

  • einfache Texte angemessen wiedergeben bzw. gestaltend vortragen (u. a. Geschichten, Gedichte),
  • zu Themen, die im Unterricht behandelt werden, auch persönlich wertend sprechen,
  • in kurzen Präsentationen Arbeitsergebnisse unter Verwendung von einfachen visuellen Hilfsmitteln oder Notizen vortragen,
  • den Inhalt von Texten und Filmsequenzen wiedergeben und persönlich werten.

Leseverstehen

Die Schülerinnen und Schüler können Texte zu vertrauten Themen verstehen. Sie können einen Text als Ganzes betrachten und sich auf bestimmte Textteile konzentrieren. Sie können gezielt ihre Vorkenntnisse beim Verstehensprozess einsetzen. Sie können die Form des Textes heranziehen, um Vermutungen über Wirkungsabsichten anzustellen. Die Texte sind jugendgemäß und problemorientiert.

Sie können

  • komplexere Anleitungen, Erklärungen und Regeln im unterrichtlichen Zusammenhang verstehen,
  • im Unterricht thematisch vorbereiteten Sachtexten (u. a. Broschüren, Flyer, Leserbriefen) wesentliche Informationen bzw. Argumente entnehmen sowie Wirkungsabsichten verstehen
  • einfache Gedichte bzw. Liedtexte und längere adaptierte Erzähltexte (easy readers) bezogen auf Thema, Figuren, Handlungsverlauf, emotionalen Gehalt und Grundhaltung verstehen.

Schreiben

Die Schülerinnen und Schüler können einfache zusammenhängende Texte zu Themen ihres Interessen- und Erfahrungsbereichs in beschreibender, berichtender, erzählender und zusammenfassender Form verfassen. Sie können einfache zusammenhängende Texte schreiben und darin begründet Stellung nehmen, wenn ihnen die Textsorte und das Thema vertraut sind.

Sie können

  • Sachverhalte gemäß vorgegebenen Textsorten darstellen (u. a. Personenbeschreibungen, inhaltliche Zusammenfassungen, Stellungnahmen mit Begründung),
  • in persönlichen Stellungnahmen (u. a. Leserbriefen, E-Mails) ihre Meinungen, Hoffnungen und Einstellungen darlegen,
  • einfache Formen des kreativen Schreibens einsetzen (u. a. Texte ergänzen, eine Figur in einer kurzen Erzählung umgestalten).

Sprachmittlung

Die Schülerinnen und Schüler können in einfachen Begegnungssituationen mündliche und schriftliche Äußerungen bzw. Texte über vertraute thematische Zusammenhänge in der jeweils anderen Sprache so wiedergeben, dass ein allgemeines Verständnis gesichert ist.

Sie können

  • aus kurzen englischsprachigen Gebrauchstexten (u. a. Aushängen, Warnhinweisen) die Kernaussage erschließen und auf Deutsch sinngemäß wiedergeben,
  • englischsprachige mündliche Informationen (u. a. Telefonansagen, Dialogteile) auf Deutsch wiedergeben,
  • auf Deutsch gegebene Informationen in bekanntem Kontext und in geübtem Textformat auf Englisch wiedergeben (u. a. Briefe, Telefonansagen).

Interkulturelle Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler haben ihr Wissen über englischsprachig geprägte Lebenswelten im europäischen Kontext erweitert durch exemplarische Einblicke am Beispiel einer Region der USA und in die gesellschaftliche Wirklichkeit eines weiteren englischsprachigen Landes. Ihnen sind Gemeinsamkeiten und Unterschiede zur Welt, in der sie leben, bewusst. Sie können einfache Begegnungssituationen auch mit Blick auf mögliche Missverständnisse und Konflikte bewältigen.

Orientierungswissen

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über ein grundlegendes Orientierungswissen zu folgenden Themenfeldern:

  • Persönliche Lebensgestaltung: Freundschaft, Leben in der peer group, Musik, Sport, Medien in der Freizeitgestaltung,
  • Ausbildung/Schule: exemplarische Einblicke in den Lernbetrieb einer Schule in den USA oder in einem weiteren englischsprachigen Land,
  • Teilhabe am gesellschaftlichen Leben:
    • nationale und regionale Identität am Beispiel einer Region in Großbritannien oder den USA (Stadt/Land, einzelne kulturelle, wirtschaftliche und politische Aspekte), 
    • Migration als persönliches Schicksal (z. B. Auswanderung von Deutschland, England oder Irland in die USA, Einwanderung nach Großbritannien), 
    • Einblicke in aktuelle kulturelle Ereignisse (u. a. Musik, z. B. Music Awards, oder Fernsehen)
    • Berufsorientierung: Kinderrechte und Kinderarbeit an einem Fallbeispiel (u. a. children's rights, industrial revolution, children in the developing world).

Werte, Haltungen und Einstellungen

Die Schülerinnen und Schüler können sich mit altersgemäßen kulturspezifischen Wertvorstellungen und Rollen auseinandersetzen (u. a. im Austausch mit E-Mail-Partnerinnen und -Partnern, in der produktionsorientierten Arbeit mit einfachen authentischen Texten) und diese vergleichend reflektieren, indem sie z. B. Vorurteile und Klischees als solche erkennen.

Handeln in Begegnungssituationen

Die Schülerinnen und Schüler können in fiktiven und realen Begegnungssituationen im eigenen Umfeld und auf Reisen ihr Repertoire an kulturspezifischen Verhaltensweisen (z. B. Höflichkeitsformeln, Modalverben beim meinungsbetonten Sprechen) anwenden und erweitern.

Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln und sprachliche Korrektheit

Aussprache und Intonation

Die Schülerinnen und Schüler können Aussprache- und Intonationsmuster im Allgemeinen korrekt verwenden, wenngleich ein fremder Akzent merklich wahrnehmbar sein kann.

Sie können

  • auch längere Texte darstellend laut lesen,
  • in kurzen freien Gesprächen verstanden werden, auch wenn sie nicht akzentfrei sprechen,
  • typische Aussprachevarianten des AE und BE erkennen und verstehen.

Wortschatz

Die Schülerinnen und Schüler können einen funktionalen und thematisch erweiterten Grundwortschatz im Allgemeinen so angemessen und routiniert anwenden, dass sie sich zu vertrauten Themen und in vertrauten Situationen verständigen können. (Vgl. hierzu die Übersicht über die thematisch-inhaltlichen Schwerpunkte in den Jahrgangsstufen 7/8.)

Dies gilt für

  • den classroom discourse (u. a. Erläutern, Erklären und Stellung nehmen)
  • den Bereich des interkulturellen Lernens,
  • das fachmethodische Arbeiten mit Texten und Medien sowie die Beschreibung und Erläuterung sprachlicher Phänomene,
  • das kooperative Arbeiten.

Grammatik

Die Schülerinnen und Schüler können ein erweitertes grammatisches Inventar in vertrauten Situationen in der Regel korrekt verwenden. Zwar kommen noch elementare Fehler vor, aber es wird deutlich, was ausgedrückt werden soll.

Sie können u. a.

  • Dauer, Wiederholung, Abfolge von Handlungen und Sachverhalten ausdrücken (simple/progressive tenses, past tense/past perfect),
  • Verbote/Erlaubnis, Aufforderungen, Bitten, Wünsche, Erwartungen und Verpflichtungen ausdrücken (auxiliaries: must, needn't, may/must not, can, should)
  • Handlungen und Ereignisse aktivisch und passivisch darstellen (active voice, passive voice)
  • Bedingungen und Bezüge darstellen (relative clauses, clauses of comparison, conditional clauses).

Orthographie

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Orthographie eines erweiterten Grundwortschatzes sowie über eine weitgehend normgerechte Zeichensetzung, so dass ihre Schrifttexte durchgängig verständlich sind.

Sie können

  • typische Buchstabenverbindungen bzw. Wortbausteine als Rechtschreibhilfen nutzen,
  • eigene Fehlerschwerpunkte erkennen und bearbeiten,
  • geläufige orthographische Besonderheiten des AE im Unterschied zum BE erkennen und beachten.

Methodische Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler können ein erweitertes Repertoire an Lern-und Arbeitstechniken teilweise routiniert für das selbstständige und kooperative Lernen nutzen. Sie können dabei verschiedene Medien (u. a. digitale Medien) in Teilbereichen des unterrichtlich gesteuerten Lernens einsetzen. Die Schülerinnen und Schüler können Lerngelegenheiten gezielt nutzen, die sich aus dem Miteinander von Deutsch - ggf. auch den Herkunftssprachen - sowie Englisch als erster Fremdsprache und einer zweiten und ggf. einer dritten Fremdsprache ergeben.

Hörverstehen und Leseverstehen

Sie können

  • Vorwissen und Kontextwissen nutzen, um auch implizit gegebene Informationen zu erschließen,
  • Arbeitsanweisungen und Aufgabenstellungen zur Bearbeitung von Übungen und Aufgaben im Detail verstehen,
  • aufgabenbezogen zwischen dem detaillierten, suchenden bzw. selektiven und globalen Hören und Lesen wechseln,
  • längere Texte gliedern und/oder markieren (u. a. den sachlogischen Aufbau von Texten erschließen und zum Textverständnis nutzen),
  • inhaltlich oder stilistisch wichtige Passagen markieren und durch eigene, auch komplexe Notizen (u. a. Mind Maps, Cluster) festhalten,
  • die Bedeutung von unbekannten Wörtern aus dem Kontext, in Analogie zu bekannten Wörtern aus dem Deutschen sowie ggf. den Herkunftssprachen, der zweiten und evtl. der dritten Fremdsprache und/oder mithilfe eines Wörterbuchs sowie von Wortbildungsregeln erschließen.

Sprechen und Schreiben

Sie können

  • inhalts- und themenbezogene Stoffsammlungen, Gliederungen und argumentative Stützen erstellen,
  • mündliche monologische und schriftliche Texte nach einem einfachen Schema strukturieren (u. a. Pro- und Kontra-Argumentation) und Modelltexte für die eigene Produktion abwandeln (u. a. Textelemente ersetzen, ausschmücken, umstellen),
  • Texte auf Korrektheit überprüfen bzw. in Partner- und Gruppenarbeit an der flüssigen und korrekten mündlichen Darstellung arbeiten,
  • einfache literarische Kurztexte sinngestaltend lesen und frei vortragen,
  • Textverarbeitungs- und Kommunikationssoftware für kommunikatives Schreiben nutzen.

Umgang mit Texten und Medien

Sie können

  • Texterschließungsverfahren einsetzen, um die Wirkung von einfachen authentischen Texten zu erkunden, z. B.
    • in Bezug auf literarische Texte /z. B. Thema, Handlungsverlauf, Figuren herausarbeiten),
    • in Bezug auf Sach- und Gebrauchstexte (z. B. geläufige Textarten wie Zeitungsartikel, Leserbriefe, Gebrauchsanweisungen erkennen, das Layout beschreiben, die Abfolge von Argumenten darstellen),
  • exemplarische produktionsorientierte Verfahren einsetzen, um die Wirkung von Texten zu erkunden:
    • Textelemente umstellen, ersetzen und ausschmücken,
    • einfache Texte umwandeln,
    • Rollenspiele und Figureninterviews zu einfachen Textvorlagen durchführen,
  • auf der technischen Ebene von Medienkompetenz
    • einfache Internetrecherchen zu einem Thema durchführen und ein kleines Dossier erstellen,
  • Arbeitsergebnisse mithilfe von Textverarbeitungsprogrammen aufbereiten.

Selbstständiges und kooperatives Sprachenlernen

Sie können

  • fremdsprachliche Lernsoftware nutzen,
  • Gruppen- und Partnerarbeit in Bezug auf Vorbereitung, Ablauf und Präsentation selbstständig organisieren,
  • mit dem zweisprachigen Wörterbuch, mit den lexikalischen Anhängen des Lehrwerks und mit einem einfachen einsprachigen Wörterbuch sowie mit der Lehrwerkgrammatik arbeiten,
  • unterschiedliche Formen der Wortschatzarbeit einsetzen (u. a. mit Bildern oder Schaubildern, Definitionen arbeiten) und mit Arbeitsformen in der zweiten Fremdsprache vergleichen,
  • in Texten, die im Unterricht nicht vorbereitet wurden, grammatische Elemente und Strukturen identifizieren, sammeln, klassifizieren und einfache Hypothesen zur Regelbildung bezogen auf Form und Bedeutung aufstellen und überprüfen,
  • Projekte durchführen und die Ergebnisse mit unterschiedlichen Hilfen (u. a. mit Gliederungen, Graphiken) und in verschiedenen Präsentationsformen (u. a. als Poster, Modelle) vorstellen,
  • in kooperativen Arbeitsphasen Englisch als Gruppenarbeitssprache einsetzen (u. a. in Rollenspielen, in Partnerinterviews, in der Vorbereitung von mündlichen Präsentationen).

3.3 Kompetenzerwartungen am Ende der Jahrgangsstufe 9

Am Ende der Jahrgangsstufe 9 erreichen die Schülerinnen und Schüler die Kompetenzstufe B1 des GeR.

Kommunikative Kompetenzen

Hörverstehen und Hör-Sehverstehen

Die Schülerinnen und Schüler können Äußerungen und Hörtexten bzw. Hör-Sehtexten selbstständig und aufgabenbezogen die Hauptaussagen und Einzelinformationen entnehmen, wenn deutlich gesprochen wird. Die Texte sind jugendgemäß, problemorientiert und behandeln auch Themen in komplexeren gesellschaftlichen Zusammenhängen.

Sie können

  • der Kommunikation im Unterricht in allen Phasen vor allem bezogen auf Argumentation und Diskussion routiniert folgen,
  • Hör- und Filmsequenzen wesentliche Elemente (u. a. Darstellung und Beziehung der Figuren, setting, Handlung) entnehmen,
  • medial vermittelten einfachen authentischen oder adaptierten Sachtexten (u. a.Fernsehnachrichten, Interviews, Diskussionen) wesentliche Informationen entnehmen.

Sprechen: an Gesprächen teilnehmen

Die Schülerinnen und Schüler können sich aktiv an unterschiedlichen Alltagsgesprächen sowie an Gesprächen über Themen von gesellschaftlicher Bedeutung beteiligen. Sie können sich im Umgang mit native speakers und lingua franca-Sprecherinnen und -Sprechern auch unvorbereitet an Gesprächen beteiligen, wenn ihnen die Themen vertraut sind.

  • bei sprachlichen Schwierigkeiten Gespräche aufrechterhalten und sich auf die Gesprächspartnerinnen und -partner einstellen,
  • an einfachen förmlichen Pro- und Kontra-Diskussionen teilnehmen,
  • in einem Interview konkrete Auskünfte geben (z. B. in Bewerbungsgesprächen).

Sprechen: zusammenhängendes Sprechen

Die Schülerinnen und Schüler können zu Themen ihres Interessen- und Erfahrungsbereichs sowie zu Themen von gesellschaftlicher Bedeutung zusammenhängend sprechen, d. h. beschreiben, darstellen, berichten, erzählen, zusammenfassen und bewerten.

Sie können

  • Arbeitsergebnisse darstellen und Kurzreferate halten,
  • den Inhalt von Texten oder Filmpassagen zusammenfassen und eine eigene Meinung dazu vertreten,
  • über eigene Interessen und Erfahrungen berichten oder von einem erlebten Ereignis erzählen.

Leseverstehen

Die Schülerinnen und Schüler können weitgehend selbstständig umfangreichere authentische Texte themen- und aufgabenbezogen verstehen. Sie können gezielt textinterne Informationen und externes Wissen heranziehen, ein allgemeines Textverständnis aufbauen sowie Einzelinformationen ermitteln. Sie können am Text begründete Sinnvermutungen aufstellen. Die Texte sind jugendgemäß, problemorientiert und behandeln auch Themen in komplexeren gesellschaftlichen Zusammenhängen.

Sie können

  • Sach- und Gebrauchstexten, Texten der öffentlichen Kommunikation wesentliche Punkte entnehmen sowie Einzelinformationen in den Kontext der Gesamtaussage einordnen,
  • literarische Texte vor dem Hintergrund wesentlicher Textsortenmerkmale verstehen (u. a. Figurendarstellung, Handlungsführung, Erzählperspektive) sowie inhaltliche und stilistische Besonderheiten (u. a. Metapher, Wiederholung, Vergleich) erkennen,
  • längere Texte u. a. aus den Bereichen Sachbuch, Jugendliteratur, popular fiction zur Unterhaltung und zur Förderung des Spracherwerbs lesen.

Schreiben

Die Schülerinnen und Schüler können weitgehend selbstständig zusammenhängende Texte zu Themen ihres Interessen- und Erfahrungsbereichs sowie zu Themen von gesellschaftlicher Bedeutung in beschreibender, berichtender, erzählender, zusammenfassender und argumentativer Form verfassen.

Sie können

  • Sachverhalte und Befunde der eigenen Arbeit in angemessener Differenziertheit darstellen und erläutern,
  • Sachtexte (u. a. anwendungsorientierte Texte wie Lebenslauf, Bewerbungsschreiben und argumentative Texte) verfassen,
  • einfache Geschichten, Gedichte, Liedtexte und dramatische Szenen schreiben und umschreiben sowie kurze Erzählungen nach Modellen fortschreiben und umgestalten,
  • Sachtexte bzw. literarische Texte bezogen auf Inhalt und Form persönlich wertend kommentieren,
  • zu Problemen argumentierend Stellung nehmen.

Sprachmittlung

Die Schülerinnen und Schüler können in Alltags- und Begegnungssituationen schriftliche und mündliche Äußerungen bzw. Texte in der jeweils anderen Sprache so wiedergeben, dass ein durchgängiges Verständnis gesichert ist.

Sie können

  • als Mittler zwischen deutsch- und englischsprachigen Sprecherinnen und Sprechern aus einem kurzen Alltagsgespräch (u. a. zur Person, Verabredungen) Informationen erschließen und in der jeweils anderen Sprache sinngemäß wiedergeben,
  • den Inhalt von einfachen Sach- und Gebrauchstexten (u. a. Telefonnotizen, Speisekarten, Bedienungsanleitungen, Berichte) in der jeweils anderen Sprache sinngemäß wiedergeben, sofern die Zusammenhänge ihnen vertraut sind.

Interkulturelle Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über ein grundlegendes Orientierungswissen zu ausgewählten Aspekten englischsprachiger Lebenswelten. Sie können Werthaltungen und Einstellungen aus Einzelbeobachtungen und Erkenntnissen ableiten und kritisch hinterfragen. Sie beachten kulturspezifische Konventionen in Begegnungssituationen des Alltags mit native speakers sowie lingua franca-Sprecherinnen und -Sprechern.

Orientierungswissen

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über ein grundlegendes Orientierungswissen zu den folgenden Themenfeldern:

  • Persönliche Lebensgestaltung: Partnerschaft, Beziehung zwischen den Geschlechtern (gender) im Leben von Heranwachsenden, Jugendkulturen
  • Ausbildung/Schule: Einblicke in den Lernbetrieb und das schulische Umfeld einer Schule in einem weiteren englischsprachigen Land 
  • Teilhabe am gesellschaftlichen Leben:
    • Einblicke in die politischen Systeme der USA und Großbritanniens, 
    • Demokratie und Menschenrechte an einem konkreten Beispiel, 
    • Sprache und sprachlicher Wandel (u. a. Jugendsprache),
  • Berufsorientierung: berufliche Interessen von Heranwachsenden - Bewerbungen (u. a. Stellenanzeigen, Firmenprofile, Bewerbungsschreiben, Bewerbungsinterviews).

Werte, Haltungen und Einstellungen

Die Schülerinnen und Schüler können

  • Lebensbedingungen und Lebensweisen von Menschen anderer Kulturen vergleichen und kulturbedingte Unterschiede und Gemeinsamkeiten nachvollziehen und erläutern,
  • Sach- und Gebrauchstexte bezogen auf kulturspezifische Merkmale erläutern (u. a. Verwendung von Stereotypen),
  • literarische Texte aus unterschiedlichen (auch kulturellen) Perspektiven erschließen.

Handeln in Begegnungssituationen

Die Schülerinnen und Schüler können

  • in Begegnungssituationen im eigenen Umfeld, auf Reisen und im Austausch per E-Mail und per Telefon gängige kulturspezifische Konventionen erkennen und beachten (u. a. Höflichkeitsformeln),
  • sich auch mit Blick auf mögliche Missverständnisse und Konflikte einfühlsam im Umgang mit anderen verhalten.

Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln

Aussprache und Intonation

Die Schülerinnen und Schüler können Aussprache- und Intonationsmuster weitgehend korrekt verwenden - möglicherweise auch mit leichter Akzentfärbung.

Sie können

  • auch in authentischen Gesprächssituationen und einfach strukturierter freier Rede Aussprache und Intonation weitgehend angemessen realisieren,
  • auch längere Textpassagen sinngestaltend vortragen.

Wortschatz

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über einen ausreichend großen Wortschatz, um sich zu ihrer persönlichen Lebensgestaltung, zu Themenfeldern ihres Interessen- und Erfahrungsbereichs sowie zu Themenfeldern von gesellschaftlicher Bedeutung auch differenzierter äußern zu können. (Vgl. hierzu die Übersicht über die thematisch-inhaltlichen Schwerpunkte in Jahrgangsstufen 9.)

Sie können produktiv und rezeptiv einen funktionalen und thematisch erweiterten Grundwortschatz im Allgemeinen angemessen und routiniert anwenden, bei der Beschäftigung mit weniger vertrauten Themen und Situationen kommen jedoch gelegentlich noch Fehler vor.

Dies gilt für

  • den classroom discourse (Erläutern, Erklären, Stellung nehmen, Argumentieren)
  • den Bereich des interkulturellen Lernens
  • das fachmethodische Arbeiten im Umgang mit Texten und Medien zur Beschreibung und Erläuterung sprachlicher Phänomene
  • das kooperative Arbeiten (u. a. bezogen auf Präsentationen).

Grammatik

Die Schülerinnen und Schüler können ein gefestigtes Repertoire verwendungshäufiger grammatischer Strukturen einsetzen und haben ein Strukturbewusstsein für die englische Sprache entwickelt. Zwar kommen Fehler vor, aber es bleibt klar, was ausgedrückt werden soll.

Sie können

  • weitere Möglichkeiten einsetzen, um Zukünftiges auszudrücken, Annahmen und Bedingungen formulieren, weitere Modalitäten ausdrücken (modals and their substitutes),
  • Informationen wörtlich und vermittelt wiedergeben (direct speech, indirect speech),
  • räumliche, zeitliche und logische Bezüge innerhalb eines Satzes erkennen und selbstständig formulieren,
  • sprachliche Regelhaftigkeiten und Besonderheiten entdecken, beschreiben und erläutern, Hypothesen bilden und testen.

Orthographie

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über die Orthographie eines funktions- und themenbezogenen Wortschatzes und haben die grundlegenden orthographischen Gesetzmäßigkeiten weitgehend automatisiert.

Sie können

  • typische orthographische Muster als Rechtschreibhilfen systematisch nutzen,
  • ein Rechtschreibprogramm für den Fehlercheck einsetzen.

Methodische Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler können ein vielseitiges Inventar von Lern-und Arbeitstechniken in der Regel routiniert für das selbstständige und kooperative Lernen nutzen. Sie können dabei verschiedene Medien (u. a. die digitalen Medien) für unterrichtliches und außerschulisches Lernen einsetzen. Die Schülerinnen und Schüler können Lerngelegenheiten gezielt nutzen, die sich aus dem Miteinander von Deutsch, ggf. den Herkunftssprachen sowie Englisch als erster Fremdsprache, einer zweiten und ggf. einer dritten Fremdsprache ergeben.

Hörverstehen und Leseverstehen

Sie können

  • unterschiedliche Verarbeitungsstile des Hörens und Lesens (detailliertes, suchendes bzw. selektives, globales und analytisches Hören und Lesen) funktionsbezogen einsetzen,
  • längere Texte aufgabenbezogen gliedern (u. a. Überschriften und Zwischenüberschriften finden, Inhalte in einem Schaubild darstellen) und zusammenfassen (u. a. Stichwortsammlung, Skizze),
  • inhaltlich oder stilistisch auffällige Passagen identifizieren und in Notizen festhalten.

Sprechen und Schreiben

Sie können

  • ein Grundinventar von Techniken zur Planung, Durchführung und Kontrolle von mündlichen (dialogischen und monologischen) und schriftlichen Textproduktionsaufgaben funktional einsetzen (u. a. zur Bereitstellung von themenbezogenem Wortschatz und sprachlichen Mitteln, Gliederungsschemata, Arbeiten mit Checklisten oder Zweitkontrolle),
  • mündliche und schriftliche Modelltexte für die eigene Produktion abwandeln (u. a. Textelemente ersetzen, ausschmücken, umstellen), um unterschiedliche Wirkungen zu erkunden,
  • narrative, szenische, poetische oder appellative Texte sinngestaltend vortragen.

Umgang mit Texten und Medien

Sie können

  • grundlegende Texterschließungsverfahren einsetzen, um die Wirkung von authentischen Texten zu erkunden:
    • den Einsatz besonderer inhaltlicher Muster und sprachlicher Mittel als absichtsvoll beschreiben (u. a. typische Handlungsverläufe und Figurenkonstellationen in Kurzgeschichten erkennen),
    • in Sach- und Gebrauchstexten einfache sprachliche bzw. rhetorische Mittel (u. a. in öffentlicher Sprache wie in Reden bzw. öffentlichen Diskussionen, in Werbetexten) sowie die Abfolge von Argumenten beschreiben (in darstellenden Texten),
  • produktionsorientierte Verfahren im Umgang mit Texten einsetzen
    • Texte ausformen und umgestalten (u. a. Textteile anordnen, Erzähltexte in Dialoge umformen oder umgekehrt, den Anfang, das Ende oder einen Teil einer Fabel oder Kurzgeschichte ergänzen), 
    • einfache Textumwandlungen vertrauter Texttypen von einer Textsorte zur anderen vornehmen,
    • Rollenspiele, Figureninterviews für das szenische Interpretieren nutzen,
  • im Bereich Medienkompetenz
    • das Zusammenspiel von Sprache, Bild und Ton in einfachen Filmausschnitten beschreiben,
    • die Möglichkeiten des Internets aufgabenbezogen für Recherche, Kommunikation und sprachliches Lernen nutzen.

Selbstständiges und kooperatives Sprachenlernen

Sie können

  • Lern- und Arbeitsprozesse selbstständig und kooperativ gestalten (u. a. Arbeitsziele setzen, Material beschaffen, Präsentationen gestalten),
  • selbstständig mit wortschatz- und strukturorientierter Lernsoftware arbeiten, elektronische Wörterbücher und Nachschlagewerke nutzen,
  • ihren Lernweg und ihren Lernerfolg einschätzen, kontrollieren und dokumentieren (u. a. mithilfe des Europäischen Portfolios der Sprachen, in der Auseinandersetzung mit Testformaten, Prüfungen und ggf. durch die Beteiligung an außerschulischen Zertifikatsprüfungen),
  • in kooperativen Unterrichtsphasen das Englische als Gruppenarbeitssprache gezielt einsetzen.
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© 2017 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 10.03.2011