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Beispiel eines schulinternen Lehrplans für das Gymnasium im Fach Katholische Religionslehre

1 Von den Vorgaben des KLP zu schulinternen Unterrichtsvorhaben

Diagramm zur Unterrichtsentwicklung

„Freiräume“ im schulinternen Lehrplan

Ein schulinterner Lehrplan kann für jede Jahrgangsstufe vermerken, dass Zeiten für aktuelle Schülerfragen und Ereignisse (z. B. unerwartete Todesfälle, Gewalterlebnisse – regional/weltpolitisch) zu reservieren sind – ein eigentlich selbstverständliches Vorgehen, das dadurch aber noch einmal stärkeres Augenmerk erhält.

Freiräume können darüber hinaus genutzt werden, um „den Bereich von Religion und Glauben nachvollziehbar und begreifbar zu machen, den viele Kinder und Jugendliche von innen her nicht kennen“ (KLP, Kapitel 1) sowie bestimmte christliche Grundhaltungen (z. B. Toleranz, Empathie, Achtsamkeit, Mut, Entscheidungskraft, Treue, Selbstvertrauen etc.) einzuüben, um die Schülerinnen und Schüler „schrittweise zu verantwortlichem Denken und Verhalten [nicht nur] im Hinblick auf Religion und Glaube zu befähigen“ (ebd.).

Nicht zuletzt erfordert eine Orientierung an den Schülerinnen und Schülern als Gestaltern ihrer eigenen Religiosität bzw. ihres eigenen Glaubens Freiräume, um die je unterschiedlichen Fragen der Kinder und Jugendlichen zu Herkunft, Sinn und Zukunft des eigenen Lebens und der Welt angemessen aufgreifen und würdigen zu können (vgl. die jeweils erste übergeordnete Sachkompetenz am Ende der Jahrgangsstufen 6 und 9).

Die im schulinternen Lehrplan bei den einzelnen Unterrichtsvorhaben auszuweisenden vorhabenbezogenen Vereinbarungen setzen inhaltliche und methodische Akzente. Im Folgenden seien einige Beispiele zur Ausgestaltung von Freiräumen genannt:

  • mit den Kirchengemeinden vor Ort, mit Einrichtungen kirchlicher Jugendarbeit, karitativen Organisationen (Hospiz, SKF/ SKM, Adveniat/ Misereor, Gemeindecaritas etc.) kooperieren
  • außerunterrichtliche Lernorte besuchen (z. B. Kloster, Synagoge, Hospiz, Kleiderkammer, Alten-Pflegeheim…)
  • soziales Engagement fördern (z. B. Patenämter, Streitschlichter, Arbeit in Sozial-Projekten…)
  • Angebote der Schulpastoral (z. B. TRO) wahrnehmen
  • Schulgottesdienste, Fasten- und Adventszeit gestalten
  • Ganzheitliches Erleben ermöglichen durch z. B. spirituelle Elemente (Meditationen, Stille-Übungen)
  • kommunikative Lernanlässe bereitstellen und nutzen, z. B. Standbilder, Rollenspiele, Bibliodrama
  • ...

Unterrichtliche und außerunterrichtliche Elemente dieser Art tragen zur Vieldimensionalität des Religionsunterrichts bei, fördern Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern, die an die im KLP ausgewiesenen Kompetenzen anknüpfen, aber auch über sie hinausgehen und sich gegebenenfalls Formen der Leistungsbeurteilung entziehen. Dies gilt insbesondere für die Kompetenzen, die im Zusammenhang mit einer Glaubenshaltung der Schülerinnen und Schüler stehen

2 Übersichtsraster

Beispielcurricula und Unterrichtsvorhaben Jahrgangsstufen 5/6

Beispielcurriculum 1
Jahrgangsstufe 5Jahrgangsstufe 6

A: Staunen und fragen – wie Menschen die Welt deuten

B: Die Bibel – mehr als nur ein Buch

C: Christen feiern ihren Glauben

D: Abraham - Stammvater dreier Religionen

E: Muslimen begegnen

F: Ich frage dich, Gott – ich rede mit dir

A: Jesus als Jude in seiner Zeit

B: Jesus erzählt vom Reich Gottes

C: Die gute Nachricht breitet sich aus – die frühe Kirche

D: Christen leben in Gemeinschaft

E: Christen, Juden und Muslime glauben an den einen Gott – Was uns eint und was uns trennt

 

Beispielcurriculum 2
Jahrgangsstufe 5Jahrgangsstufe 6

A: In Gottes Schöpfung leben

B: Ich sehe was, was du nicht siehst - Zeichen und Symbole des Glaubens

C: Miteinander glauben und feiern – ausgewählte Feste der abrahamitischen Religionen

D: Worte, auf die man sich verlassen kann – biblische Geschichten erzählen von Erfahrungen mit Gott

E: Psalmen – Erfahrungen und Anliegen vor Gott bringen

A: Jesus als Jude in seiner Zeit

B: Jesu Botschaft – Gott wendet sich den Menschen zu

C: Die gute Nachricht breitet sich aus – die frühe Kirche

D: Was uns eint – und was uns trennt (Evangelisch – Katholisch)

E: Islam – Weltreligion in unserer Nähe

Beispielcurricula und Unterrichtsvorhaben Jahrgangsstufen 7-9

Beispielcurriculum 1
Jahrgangsstufe 7Jahrgangsstufe 8Jahrgangsstufe 9

A: Wie das NT von Jesus erzählt – Zur Entstehung und zum Verständnis der Evangelien

B: Gott schenkt Freiheit und fordert Gerechtigkeit - Exodus

C: Das Leben suchen - Verantwortung für sich selbst und für andere wahrnehmen

D: Berufene Kritiker und Künder von Hoffnung und Frieden - Prophetisches Zeugnis

E: Die Reformation und ihre Wirkungsgeschichte

F: Dem Glauben ein Gesicht geben – Kirche in der Nachfolge (dabei berücksichtigen: Zwischen Nähe und Distanz: Jugendliche begegnen der Kirche)

A: Was niemals war und immer ist – Ursprung und Vollendung der Welt

B: Zeitgenössische Formen von Sinnsuche und Spiritualität

C: Wundergeschichten und Gleichnisse – Ausdruck von Erfahrung der Lebens- und Menschenfreundlichkeit Gottes

D: Einen neuen Anfang wagen: Konflikte – Schuld – Versöhnung

E Konsequent seinen Weg gehen – Kreuz und Auferstehung Jesu Christi

F: Christen und Juden – eine wechselvolle Geschichte

A: Wo bist du, Gott? – Gott bestreiten, erfahren, bezeugen (dabei berücksichtigen: Heute noch an Gott glauben? – Jugend und Religion)

B: Hinduismus und Buddhismus - Von der Attraktivität fernöstlicher Heilswege

C: „Das muss jeder selber wissen?“ – Das Gewissen als Richtschnur und Maßstab für Entscheidungen

D: Lebensrecht und Menschenwürde am Anfang und Ende des Lebens

E: Leben angesichts des Sterbens: Tod und Jenseitserwartungen

F: Zwischen Anpassung und Widerstand – Kirche und Nationalsozialismus

 

Beispielcurriculum 2
Jahrgangsstufe 7Jahrgangsstufe 8Jahrgangsstufe 9

A: Ur-Kunde Bibel. Wie das NT von Jesus erzählt – Entstehung und Verständnis der Evangelien

B: Stark sein können – Schwach sein dürfen: Verantwortung für sich und andere

C: Berufene Rufer – Propheten und ihr Zeugnis (Kritik und Botschaften)

D: Der Glaube der älteren Brüder: Juden und Christen

E: Exodus: Bilder eines befreienden und gerechten Gottes

F: Dem Glauben ein Gesicht geben: gelebte Nachfolge (Lebensalternativen auch Jugendlicher)

A: Wundergeschichten und Gleichnisse – Ausdruck der Lebens- und Menschenfreundlichkeit Gottes

B: Stört die Liebe nicht – Leben in Freiheit und Verantwortung, Schuld und Versöhnung

C: Aus Liebe zur Kirche: Reformation

D: Zeitgenössische Formen von Spiritualität – Entwicklung eines „Oasentags“ für die Jgst. 5 oder 6

E: Unter dem Regenbogen – Ursprung und Vollendung der Welt (Schöpfung als Verheißung und Auftrag)

F: Jesus auf der Spur: Deutungen von Kreuz und Auferstehung

A: Hinduismus und Buddhismus – Wege der Heilssuche und Weltdeutung

B: Die innere Stimme verpflichtet: das Gewissen (mit Bergpredigt)

C: Anpassung und Widerstand: Kath. Kirche und Nationalsozialismus

D: Gott – wo bist du? – Gott-Suche, Gottes-Kritik, Gottes-Erfahrung

E: Grenzen erfahren: Menschenwürde am Anfang und Ende des Lebens

F: Memento Mori: Tod und Jenseitserwartungen – christliche Hoffnung (über den Tod hinaus)

Synopse der Inhaltsfelder und inhaltlichen Schwerpunkte

InhaltsfelderInhaltliche Schwerpunkte
Jahrgangsstufe 5/6Jahrgangsstufe 7-9
Inhaltsfeld 1: Menschsein in Freiheit und Verantwortung

Dieses Inhaltsfeld erschließt wesentliche Aspekte des christlichen Menschenbildes. Es stellt den Menschen als von Gott gewollt und geliebt vor und zeigt zugleich seine Verwiesenheit auf Gemeinschaft auf. Es befasst sich mit der Freiheit des Menschen sowie seiner Verantwortung für die Mitgestaltung der Welt und bringt angesichts der Erfahrungen von Schuld und Versagen die Hoffnung auf Gnade und Vollendung zur Sprache.

  • Der Mensch als Geschöpf Gottes und Mitgestalter der Welt
  • Menschsein in der Spannung von Gelingen, Scheitern und der Hoffnung auf Vollendung
  • Ethische Herausforderungen menschlichen Handelns
Inhaltsfeld 2: Sprechen von und mit Gott

Dieses Inhaltsfeld beleuchtet Möglichkeiten und Grenzen der Rede von Gott, des Sprechens mit Gott sowie der Darstellung Gottes. Es behandelt die sich wandelnden Gottesbilder und Gotteserfahrungen und setzt sich mit den Herausforderungen des Gottesglaubens – auch angesichts von Zweifeln, Kritik und Indifferenz – auseinander.

  • Bildliches Sprechen von Gott
  • Gebet als „sprechender Glaube“
  • Biblische Gottesbilder
  • Prophetisches Zeugnis
  • Gottesglaube angesichts von Zweifel, Bestreitung und Indifferenz
Inhaltsfeld 3: Bibel als „Ur-kunde“ des Glaubens an Gott

Dieses Inhaltsfeld erschließt die Bibel als zentrales Dokument des jüdisch-christlichen Glaubens unter Berücksichtigung ihrer Entstehung und ihrer Sprachformen. Dabei befasst es sich insbesondere auch mit der lebens- und kulturprägenden Kraft der biblischen Zeugnisse.

  • Bibel - Aufbau, Inhalte, Gestalten
  • Entstehung und Sprachformen biblischer Texte
  • Erzählungen der Bibel als gedeutete Glaubenserfahrung
Inhaltsfeld 4: Jesus der Christus

Dieses Inhaltsfeld erschließt das Bekenntnis der Kirche zu Jesus als dem Christus. Es beleuchtet die Bedeutung der Person Jesus von Nazareth vor dem Hintergrund seiner Zeit und behandelt das Leben, Sterben sowie die Auferweckung Jesu Christi in ihrer Bedeutsamkeit für das Leben der Menschen auch heute.

  • Die Botschaft Jesu in seiner Zeit und Umwelt
  • Jesu Botschaft von der Fülle des Lebens
  • Vom Tod zum Leben – Leiden, Kreuz und Auferstehung
Inhaltsfeld 5: Kirche als Nachfolgegemeinschaft

Dieses Inhaltsfeld befasst sich mit Selbstverständnis, Struktur, Aufgaben und Lebensvollzügen der katholischen Kirche, die sich aus der Nachfolge Jesu Christi ergeben. Es stellt die Frage nach der Umsetzung des kirchlichen Auftrags in exemplarischen Stationen der Geschichte und der Gegenwart.

  • Anfänge der Kirche
  • Kirchliches Leben in der Zeit: Lebenslauf und Jahreskreis
  • Reformation – Ökumene
  • Kirche angesichts zeitgeschichtlicher Heraus­forderungen
  • Symbolsprache kirchlichen Lebens
Inhaltsfeld 6: Weltreligionen und andere Wege der Sinn– und Heilssuche

Dieses Inhaltsfeld beleuchtet Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener Weltreligionen bezüglich ihrer historischen Entstehung und Entwicklung sowie ihrer religiösen Überzeugungen und ethischen Orientierung. Hierbei zeigt es die Bedeutung des interreligiösen Dialogs auf. Es nimmt darüber hinaus zeitgenössische Sinn- und Heilsangebote in den Blick.

  • Grundzüge der abrahamitischen Religionen
  • Religionen als Wege der Heilssuche
  • Zeitgenössische Sinn- und Heilsangebote

Synopse der übergeordneten Kompetenzerwartungen

Kompetenzbereiche:Übergeordnete Kompetenzerwartungen
… am Ende der Jahrgangsstufe 6:… am Ende der Jahrgangsstufe 9:

Sachkompetenz zeigt sich in der Fähigkeit, religiös bedeutsame Phänomene und Sachverhalte wahrzunehmen, zu beschreiben, einzuordnen und zu deuten. Grundlegend dafür ist die Fähigkeit, religiöse Sprachformen und zentrale theologische Fachbegriffe zu verstehen und anzuwenden. Diese Kompetenz schließt die Aneignung grundlegender, strukturierter Kenntnisse des christlichen Glaubens, anderer Religionen und religiöser Zeugnisse sowie den Umgang mit ihnen ein.

  • entwickeln Fragen nach Grund, Sinn und Ziel des eigenen Lebens sowie der Welt und beschreiben erste Antwortversuche. (S1)
  • identifizieren religiöse Zeichen und Symbole und benennen ihre Bedeutungen. (S2)
  • identifizieren und erläutern den Symbolcharakter religiöser Sprache an Beispielen. (S3)
  • erläutern an Beispielen elementare Inhalte des katholischen Glaubens. (S4)
  • zeigen an exemplarischen Geschichten des Alten und Neuen Testaments deren bleibende Bedeutung auf. (S5)
  • erläutern an Beispielen, wie die Kirche unter verschiedenen historischen Bedingungen Gestalt annimmt. (S6)
  • beschreiben und deuten Ausdrucksformen religiöser, insbesondere kirchlicher Praxis. (S7)
  • erklären die Bedeutung religiöser - insbesondere kirchlicher - Räume und Zeiten. (S8)
  • unterscheiden Religionen und Konfessionen im Hinblick auf grundlegende Merkmale. (S9)
  • entwickeln Fragen nach Herkunft, Sinn und Zukunft des eigenen Lebens und der Welt und grenzen unterschiedliche Antworten voneinander ab. (S1)
  • verwenden religiöse Sprachformen sachgemäß. (S2)
  • deuten biblisches Sprechen von Gott als Ausdruck von Glaubenserfahrung. (S3)
  • erklären zentrale Aussagen des katholischen Glaubens. (S4)
  • ordnen Antworten auf die Gottesfrage in ihre individuellen, gesell­schaftlichen und historischen Kontexte ein. (S5)
  • erklären exemplarisch historische Herausforderungen der Kirche, die sich als Volk Gottes auf dem Weg durch die Zeit versteht. (S6)
  • erläutern zentrale biblische Grundlagen christlicher Ethik.(S7)
  • benennen und erläutern menschliche Grund- und Grenz­erfah­rungen. (S8)
  • deuten Religionen und Konfessionen als Wege des Suchens nach Urgrund, Sinn und Heil. (S9)
  • benennen im Vergleich mit anderen Religionen das unterscheidend Christliche. (S10)

Methodenkompetenz meint die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die für die Auseinandersetzung mit religiösen Inhalten benötigt werden. Wesentlich dafür ist die Fähigkeit, religiös relevante Texte, Bilder, Räume, Filme und Musikstücke kriteriengeleitet zu erschließen sowie sich mit anderen argumentativ über religiöse Fragen und Überzeugungen zu verständigen.

  • identifizieren und markieren zentrale Informationen in Texten mit religiös relevanter Thematik. (M1)
  • fassen altersangemessene, religiös relevante Texte und andere Materialien in mündlicher und schriftlicher Form zusammen und erläutern sie. (M2)
  • finden selbstständig Bibelstellen auf. (M3)
  • identifizieren biblische Erzählungen als literarische Texte und Glaubenszeugnisse und analysieren sie in Grundzügen auch unter Berücksichtigung der jeweiligen biblischen Lebenswelt. (M4)
  • erzählen Geschichten anschaulich nach, auch unter Berücksichtigung des Wechsels von Figurenperspektiven. (M5)
  • beschreiben die Wirkung von künstlerischen Darstellungen biblischer Erzählungen sowie anderer religiös relevanter Themen und deuten deren Symbolik von Farben und Formen. (M6)
  • beschaffen Informationen zu religiös relevanten Themen und geben sie adres­satenbe­zogen weiter. (M7)
  • organisieren für einen begrenzten Zeitraum die Arbeitsprozesse in einer Kleingruppe. (M8)
  • skizzieren den Gedankengang von altersangemessenen Texten mit religiös relevanter Thematik. (M1)
  • analysieren in Grundzügen Texte der Bibel, Zeugnisse der Tradition sowie historische und philosophische Fragestellungen. (M2)
  • führen einen synoptischen Vergleich durch. (M3)
  • setzen die Struktur von Texten sowie von Arbeits­ergebnissen in geeignete graphische Dar­stellun­gen wie Mindmaps und Schaubilder um. (M4)
  • verfremden vertraute Text- und Materialvorlagen. (M5)
  • analysieren Aufbau, Formen und Farbsymbolik religiöser Bilder. (M6)
  • analysieren die Rezeption biblischer Motive in künstlerischen und literarischen Darstellungen. (M7)
  • wählen unterschiedliche Gesprächs- und Diskussionsformen reflektiert aus und setzen diese zielgerichtet und situationsadäquat ein. (M8)
  • tragen einen eigenen Standpunkt zu einer religiösen Frage strukturiert vor und vertreten ihn argumentativ. (M9)

Urteilskompetenz meint die Fähigkeit, in religiösen Fragen – gemäß dem jeweiligen Lern- und Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler – begründet einen eigenen Standpunkt vor dem Hintergrund eines biblisch-christlichen Horizonts zu entwickeln. Dazu gehört es auch, identifizierte religiöse Vorurteile zu bewerten und zu beurteilen sowie einen eigenen Standpunkt in dialogischer Auseinandersetzung mit anderen Positionen abzuwägen.

  • begründen in elementarer Form eigene Standpunkte zu menschlichen Verhaltensweisen sowie religiösen und ethischen Fragen. (U1)
  • bewerten einfache ethische Sachverhalte unter Rückbezug auf ausgewählte christliche Positionen und Werte. (U2)
  • erörtern unterschiedliche Positionen und entwickeln einen eigenen Standpunkt in religiösen und ethischen Fragen. (U1)
  • prüfen grundlegende christliche Positionen und Werte im Prozess der ethischen Urteilsfindung. (U2)
  • beurteilen an Beispielen, in welcher Weise die Kirche Vergangenheit und Gegenwart mitgestaltet hat und Orientierung für die Zukunft gibt. (U3)

Handlungskompetenz erwächst aus Sach-, Methoden- und Urteilskompetenz. Sie wird im Unterricht angebahnt, weist jedoch über den schulischen Kontext hinaus und realisiert sich in konstruktiver Teilnahme am religiösen und interreligiösen Dialog, der Gestaltung der eigenen Religiosität, der Möglichkeit eigenen Glaubenslebens, der Mitgestaltung religiöser, kirchlicher und gesellschaftlicher Prozesse sowie des Handelns auf der Basis der eigenen religiösen und moralischen Einsicht. Handlungskompetenz bezeichnet dabei die Fähigkeit, Einsichten und Erkenntnisse projekt-, produkt- und handlungsorientiert umzusetzen. Zur Handlungs­kompetenz gehört auch, Sprach- und Ausdrucksformen des Glaubens zu erproben, zu gestalten und ihren Gebrauch zu reflektieren.

  • achten religiöse Überzeugungen anderer und handeln entsprechend. (H1)
  • lassen sich auf Erfahrungen von Stille und innerer Sammlung ein und reflektieren sie. (H2)
  • begegnen Grundformen liturgischer Praxis (Gebet, Schulgottesdienst, Feiern) respektvoll und reflektieren diese.(H3)
  • gestalten religiöse Sprachformen und reflektieren sie. (H4)
  • setzen religiöse Texte gestalterisch in verschiedene Ausdrucksformen um (H5)
  • organisieren ein überschaubares Projekt im schulischen Umfeld. (H6)
  • nehmen ansatzweise die Perspektive anderer ein. (H7)
  • reflektieren ihre eigenen Möglichkeiten und Schwierigkeiten, den Glauben praktisch zu leben. (H8)
  • begegnen meditativen und liturgischen Ausdrucks­formen respektvoll und reflektieren diese. (H1)
  • planen und realisieren ein fachbezogenes Projekt und werten dieses aus. (H2)
  • stellen mögliche Konse­quenzen des Glaubens für individuelles und gemeinschaftliches Handeln in Kirche und Gesellschaft dar und treffen vor diesem Hintergrund Entscheidungen für das eigene Leben. (H3)
  • nehmen die Perspektive anderer Personen bzw. Positionen ein und beteiligen sich konstruktiv an religiösen Dialogen. (H4)

Synopse der konkretisierten Kompetenzerwartungen am Ende der Jahrgangsstufe 6

Inhaltsfelder/

Inhaltliche Schwerpunkte:

Konkretisierte Kompetenzerwartungen am Ende der Klasse 6

Sachkompetenz:

Die Schülerinnen und Schüler …

Urteilskompetenz:

Die Schülerinnen und Schüler …

Inhaltsfeld 1: Menschsein in Freiheit und Verantwortung

- Der Mensch als Geschöpf Gottes und Mitgestalter der Welt

  • erläutern, inwiefern jeder Mensch eine einzigartige und unverwechselbare Persönlichkeit ist, die auf Gemeinschaft hin angelegt und auf sie angewiesen ist. (K1)
  • erläutern die Bedeutung der christlichen Überzeugung, dass der Mensch von Gott geschaffen, geliebt und zur verantwortlichen Mitgestaltung der Schöpfung berufen ist. (K2)
  • erläutern an Beispielen, wodurch das Gelingen menschlichen Lebens gefährdet oder gefördert wird. (K3)
  • zeigen exemplarisch die Schönheit der Schöpfung und ihre Gefährdung auf. (K4)
  • beurteilen menschliche Verhaltensweisen vor dem Hintergrund des Glaubens an Gott als den Freund des Lebens. (K5)
  • bewerten Möglichkeiten ökologischen Engagements als Ausdruck und Konsequenz von Schöpfungsverantwortung. (K6)

Inhaltsfeld 2: Sprechen von und mit Gott

- Bildliches Sprechen von Gott

- Gebet als „sprechender Glaube“

  • begründen, warum Religionen von Gott in Bildern und Symbolen sprechen. (K7)
  • deuten Namen und Bildworte von Gott. (K8)
  • erläutern an Beispielen Möglichkeiten und Schwierigkeiten, Gott darzu­stellen. (K9)
  • zeigen Situationen auf, in denen Menschen sich im Gebet an Gott wenden. (K10)
  • zeigen auf, wie Widerfahrnisse des Lebens aus dem Glauben gedeutet werden können. (K11)
  • deuten biblische Psalmen als Ausdruck mensch­licher Erfahrungen im Glauben an Gott. (K12)
  • beschreiben den Glauben katholischer Christen als den Glauben an einen Gott in drei Personen. (K13)
  • erörtern in Grundzügen Lebenswege glaubender Menschen im Hinblick auf deren Orientierungsangebot (K14)

Inhaltsfeld 3: Bibel als „Ur-kunde“ des Glaubens an Gott

- Bibel - Aufbau, Inhalte, Gestalten

  • erläutern den Aufbau der Bibel. (K15)
  • zeigen auf, dass die biblischen Erzählungen Erfahrungen ausdrücken, die Menschen mit Gott gemacht haben. (K16)
  • geben exemplarische Glau­bens­geschichten des Alten und Neuen Testaments wieder. (K17)
  • stellen die Bedeutsamkeit ausgewählter biblischer Frauen- und Männergestalten für die Glaubenspraxis dar. (K18)
  • erläutern, dass das Volk Israel seine Glaubens­erfahrungen als Familien­geschichte erzählt. (K19)
  • weisen an Beispielen die Bedeutung der Bibel im Leben der Kirche nach (z.B. Gottesdienst). (K20)
  • begründen, warum die Bibel für Christen als „Heilige Schrift“ besondere Bedeutung hat. (K21)
  • beurteilen in elementarer Form die Relevanz biblischer Glaubenserzählungen für Menschen heute. (K22)

Inhaltsfeld 4: Jesus der Christus

- Die Botschaft Jesu in seiner Zeit und Umwelt

  • ordnen Jesus von Nazareth in seine Zeit und Umwelt ein. (K23)
  • benennen Merkmale, die die Zugehörigkeit Jesu zum Judentum verdeutlichen. (K24)
  • erläutern an neutestamentlichen Beispielen, wie Jesus von Gott spricht. (K25)
  • erläutern, dass die Zuwendung Jesu zu den benachteiligten und zu kurz gekommenen Menschen jeder ethischen Forderung vorausgeht. (K26)
  • deuten die bildhafte Rede Jesu an Beispielen. (K27)
  • erklären die Bezeichnung Jesu als Christus als Bekenntnis des Glaubens. (K28)
  • erörtern in Ansätzen Ursachen für Konflikte, die Worte und Taten Jesu bei den Menschen seiner Zeit auslösten. (K29)
  • beurteilen an Beispielen, inwiefern Jesus Christus für Menschen heute Bedeutung haben und Orientierung sein kann. (K30)

Inhaltsfeld 5: Kirche als Nachfolgegemeinschaft

- Anfänge der Kirche

- Kirchliches Leben in der Zeit: Lebenslauf und Jahreskreis

  • beschreiben die Entstehung der Kirche aus dem Glauben an Jesus Christus und dem Wirken des Heiligen Geistes. (K31)
  • nennen beispielhaft Aufgaben der sich auf Jesus Christus gründenden Kirche (u.a. Zuwendung zu Armen und Ausgegrenzten). (K32)
  • erläutern die Bedeutung des Apostels Paulus für die frühe Kirche. (K33)
  • erklären Feste des Kirchen­jahres in ihrer Bedeutung. (K34)
  • zeigen die Bedeutung von Sakramenten und ihre Verknüpfungen mit Stationen im Leben eines Christen auf. (K35)
  • erläutern, warum und wie katholische Christen Eucharistie feiern. (K36)
  • zeigen an Beispielen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Glaubenspraxis der Konfessionen auf. (K37)
  • erörtern in elementarer Form, inwiefern der Einzelne seinen Auftrag als Christ im Alltag realisieren und wie er am Leben der Kirchengemeinde teilnehmen kann. (K38)

Inhaltsfeld 6: Weltreligionen und andere Wege der Sinn- und Heilssuche

- Grundzüge der abrahamitischen Religionen

  • benennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Glaube und Glaubenspraxis der abrahamitischen Religionen. (K39)
  • beschreiben wichtige Stationen im Leben großer Gestalten der abrahamitischen Reli­gionen. (K40)
  • zeigen Spuren jüdischen und muslimischen Lebens in ihrer Umgebung auf. (K41)
  • erläutern anhand von Erzählungen aus der Abrahamgeschichte die gemeinsamen Wurzeln der abrahamitischen Religionen und deren Bedeutung für das Zusammenleben der Religionen. (K42)
  • zeigen das Bekenntnis zu Jesus als dem Christus als unterscheidend christlich auf. (K43)
  • nehmen zu Aussagen über Religionen Stellung. (K44)

Synopse der konkretisierten Kompetenzerwartungen am Ende der Jahrgangsstufe 9

Inhaltsfelder/

Inhaltliche Schwerpunkte:

Konkretisierte Kompetenzerwartungen am Ende der Klasse 9

Sachkompetenz:

Die Schülerinnen und Schüler …

Urteilskompetenz:

Die Schülerinnen und Schüler …

Inhaltsfeld 1: Menschsein in Freiheit und Verantwortung

- Menschsein in der Spannung von Gelingen, Scheitern und der Hoffnung auf Vollendung

- Ethische Herausforderungen menschlichen Handelns

  • legen dar, inwiefern Menschen beim Erwachsenwerden einen Spielraum für die verantwortliche Nutzung ihrer Freiheit gewinnen. (K1)
  • unterscheiden lebensförderliche Sinnangebote von lebensfeindlichen. (K2)
  • stellen biblische Grundlagen der Ethik - Zehn Gebote, Goldene Regel, Nächsten- und Feindesliebe - in Grundzügen dar und zeigen exemplarisch auf, welche Konse­quenzen sich daraus für menschliches Handeln ergeben. (K3)
  • erläutern angesichts von ethischen Herausforderungen die besondere Würde menschlichen Lebens. (K4)
  • erläutern Merkmale von Gewissensentscheidungen an Beispielen. (K5)
  • identifizieren und erläutern Erfahrungen von Endlichkeit, Schuld und Sünde sowie Möglichkeiten der Versöhnung und der Hoffnung auf Vollendung. (K6)
  • erläutern, inwiefern christliche Zukunftsvorstellungen Menschen sowohl herausfordern als auch entlasten. (K7)
  • erörtern in Grundzügen ethische Fragen unter Bezugnahme auf kirchliche Positionen. (K8)
  • beurteilen die Tragfähigkeit und Bedeutung religiöser Lebensregeln für das eigene Leben und das Zusammenleben in einer Gesellschaft. (K9)

Inhaltsfeld 2: Sprechen von und mit Gott

- Biblische Gottesbilder

- Prophetisches Zeugnis

- Gottesglaube angesichts von Zweifel, Bestreitung, und Indifferenz

  • erläutern Gottesbilder des Altern und Neuen Testaments als Ausdruck unterschiedlicher Glaubenserfahrung und Weltdeutung. (K10)
  • charakterisieren die Erinnerung an die Befreiungserfahrung im Exodus als Spezifikum des jüdischen Gottesverständnisses. (K11)
  • erläutern an ausgewählten Bibelstellen zentrale Merkmale des neutestamentlichen Sprechens von und mit Gott (K12)
  • deuten prophetische Texte des Alten Testamentes in ihrem politischen und historischen Kontext. (K13)
  • erläutern Berufungs- und Wirkungsgeschichten von Prophetinnen und Propheten. (K14)
  • deuten Gebet und Liturgie als Ausdruck der Beziehung des Menschen zu Gott. (K15)
  • erläutern existentielle und weltanschauliche Anfragen an den Gottesglauben. (K16)
  • beurteilen die Aussageabsicht und Angemessenheit unterschiedlicher Gottesvorstellungen. (K17)
  • beurteilen die Bedeutung prophetischen Handelns in Geschichte und Gegenwart. (K18)
  • erörtern Konsequenzen von Indifferenz. (K19)
  • beurteilen an einem Beispiel die Plausibilität einer Bestreitung oder Infragestellung Gottes. (K20)

Inhaltsfeld 3: Bibel als „Ur-kunde“ des Glaubens an Gott

- Entstehung und Sprachformen biblischer Texte

- Erzählungen der Bibel als gedeutete Glaubenserfahrung

  • erläutern, wie die Berücksichtigung des Entstehungskontextes und der Textgattung zum Verständnis der biblischen Texte beiträgt. (K21)
  • unterscheiden zwischen historischen Ereignissen und deren Deutung in Glaubenserzählungen. (K22)
  • beschreiben in Grundzügen den Entstehungsprozess der Evangelien. (K23)
  • erklären, warum die Evangelien Frohe Botschaft sind. (K24)
  • unterscheiden zwischen metaphorischer und begrifflicher Sprache. (K25)
  • erläutern Merkmale der Sprachformen Gleichnis und Wundererzählung. (K26)
  • deuten biblische Schöpfungstexte als Glaubenszeugnisse. (K27)
  • bewerten ausgewählte fundamentalistische Deutungen biblischer Aussagen. (K 28)

Inhaltsfeld 4: Jesus der Christus

- Jesu Botschaft von der Fülle des Lebens

- Vom Tod zum Leben – Leiden, Kreuz und Auferstehung

  • erläutern Jesu Wirken als Zeichen des angebrochenen Gottesreiches. (K 29)
  • zeigen das Konfliktpotential der Botschaft Jesu auf und erläutern, inwiefern der Tod Jesu Konsequenz seines Lebens ist. (K30)
  • deuten Wundererzählungen und Osterzeugnisse als Ausdruck von Glaubenserfahrungen und als Hoffnungsgeschichten angesichts von Gebrochenheit, Leid und Tod. (K31)
  • deuten die Symbolik künstlerischer Darstellungen von Kreuz und Auferstehung. (K32)
  • stellen den Zusammenhang zwischen der Auferweckung Jesu und der christlichen Hoffnung auf Vollendung her. (K33)
  • bewerten die Bedeutung Jesu Christi im Vergleich zu einer bedeutenden Persönlichkeit einer anderen Religion. (K34)
  • beurteilen die Bedeutung des christlichen Glaubens an die Auferstehung im Vergleich zu Wiedergeburtsvorstellungen. (K35)

Inhaltsfeld 5: Kirche als Nachfolgegemeinschaft

- Reformation – Ökumene

- Kirche angesichts zeitgeschichtlicher Heraus­forderungen

- Symbolsprache kirchlichen Lebens

  • erläutern sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede im Glauben zwischen der katholischen Kirche und anderen christlichen Konfessionen. (K36)
  • erläutern historische und reli­giöse Ursachen der Kirchen­spaltung im 16. Jahrhundert. (K37)
  • erläutern den ökumenischen Auftrag der Kirche und verdeutlichen sein Anliegen an einem Beispiel. (K38)
  • erklären den Aufbau und das Selbstverständnis der katholischen Kirche. (K39)
  • legen an je einem Beispiel aus der Kirchengeschichte und aus der Gegenwart die Heraus­forderungen dar, die sich für die Kirche in der Nachfolge Jesu Christi ergeben. (K40)
  • verdeutlichen, wo die Kirche soziale Verantwor­tung in der Gesellschaft und für sie übernimmt. (K41)
  • beschreiben einen Kirchenraum und deuten ihn im Hinblick auf seine Symbolsprache. (K42)
  • bewerten Möglichkeiten und Schwierigkeiten katholischer Frauen und Männer, am Leben ihrer Kirche teilzunehmen und ihren Auftrag als Christen im Alltag zu realisieren. (K43)
  • beurteilen an einem geschichtlichen Beispiel, inwieweit die Kirche ihrem Auftrag gerecht wurde. (K44)

Inhaltsfeld 6: Weltreligionen und andere Wege der Sinn- und Heilssuche

- Religionen als Wege der Heilssuche

- Zeitgenössische Sinn- und Heilsangebote

  • benennen religiöse Zeichen, Räume und Verhaltensregeln unterschiedlicher Weltreligionen. (K45)
  • stellen in Grundzügen die historische Entstehung verschiedener Weltreligionen dar. (K46)
  • legen zentrale Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Selbst- und Weltverständnisses in den Weltreligionen dar. (K47)
  • erläutern ethische Leitlinien und religiöse Vorschriften einzelner Weltreligionen unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Perspektive. (K48)
  • stellen Charakteristika von Hinduismus und Buddhismus als Wege der Heilssuche dar. (K49)
  • beschreiben zeitgenössische Formen der Suche nach Sinn und Heil. (K50)
  • bewerten religiöse Vorurteile und fundamentalistische Positionen. (K51)
  • erörtern Notwendigkeit und Bedeutung des interreligiösen Dialogs. (K52)
  • beurteilen die Tragfähigkeit zeitgenössischer Sinn- und Heilsangebote. (K53)
  • begründen Grenzen der Toleranz. (K54)

3 Vereinbarungen zu Formen der Kompetenzüberprüfung

Die Fachkonferenz hat hier Methoden zusammengestellt, mit denen zu Beginn oder am Ende einer Unterrichtsreihe, aber auch begleitend dazu, der Kompetenzstand/-erwerb der Schülerinnen und Schüler ermittelt und auch transparent gemacht werden kann. Die Unterrichtenden achten darauf, dass die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit bekommen, ihre erworbenen Kompetenzen in neue Anforderungssituationen einzubringen.

  • Abschlussevaluation durchführen: Selbst- und Fremdeinschätzung des Kompetenzerwerbs mit Hinweisen zur individuellen Weiterarbeit / Vertiefung….
  • Ankreuztest zur Ermittlung des Vorwissens ausfüllen
  • Ankreuztest: Richtig oder falsch? ausfüllen
  • Ausstellung vorbereiten und durchführen
  • Bilder betrachten, kommentieren, befragen
  • Bilder von religiösen Vollzügen / Orten / Gegenständen sortieren
  • Bildmaterial beschriften und erklären
  • Brief schreiben über Erlebnisse
  • Buchkritik verfassen
  • Collagen erstellen
  • Elfchen verfassen
  • Ergebnisse in einem Rollenspiel einbringen
  • Exkursion vorbereiten
  • Fehlertext korrigieren
  • Festtagskalender erstellen (Kirchenjahr; Feste der abrahamitischen Religionen)
  • Fortschritte dokumentieren: Portfolio
  • Gedicht schreiben
  • Glossar erstellen
  • In einem Brief auf Anfragen antworten
  • (Kirchen-)Führer erstellen z.B. durch eine katholische und eine evangelische Kirche – möglichst vor Ort
  • Leporello erstellen
  • Lernplakat erstellen
  • Leserbrief schreiben
  • Materialkoffer, z.B. „Christentum“, planen
  • Phantasiereise/Imaginationsübung durchführen – Assoziationen auswerten
  • Psalmenbuch / Gebetbuch erstellen
  • Quizspiele entwerfen und durchführen
  • Schreibgespräch führen
  • Schriftliche Übung durchführen
  • Seite für eine Schülerzeitung gestalten
  • Spiel entwerfen und spielen
  • Stellungnahme verfassen
  • Szenario für ein Computerspiel entwickeln
  • Test zum Abschluss schreiben
  • Umfrage in der Lerngruppe durchführen
  • Zeitkapseln öffnen: Symbole, … erklären ….

4 Grundsätze der Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung - Beispiel

Dieses Beispiel zeigt, wie Ausführungen einer Fachkonferenz Katholische Religionslehre an einem Gymnasium zu ihren Grundsätzen der Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung in der Sekundarstufe I aussehen könnten.

Grundlage für Grundsätze der Leistungsbewertung sind § 48 SchulG, § 6 APO-SI und Kapitel 3 des Kernlehrplans Katholische Religionslehre (Gymnasium Sek I).
Dementsprechend gilt am Gymnasium XY insbesondere:

  • Die Leistungsbewertung / Notengebung im Fach Katholische Religionslehre erfolgt unabhängig von der Glaubensentscheidung der Schülerinnen und Schüler, denn die christliche Botschaft ist ein Angebot, dessen Annahme auf einer freien Entscheidung beruht.
  • Leistungsbewertung und –rückmeldung beziehen sich auf den Erreichungsgrad der im Kernlehrplan ausgewiesenen Kompetenzen (Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenz).

Vereinbarungen der Fachkonferenz

  • Die Grundsätze der Leistungsbewertung werden den Schülerinnen und Schülern immer zum Schuljahresbeginn, bei Lehrerwechsel auch zum Halbjahresbeginn mitgeteilt. Ein Hinweis darauf wird im Kurs-/Klassenbuch vermerkt. – Die Erziehungsberechtigten werden im Rahmen der Elternmitwirkung informiert.
  • Kriterien der Leistungsbewertung im Zusammenhang mit konkreten, insbesondere offenen Arbeitsformen werden den Schülerinnen und Schülern grundsätzlich vor deren Beginn transparent gemacht.
  • Jede Lehrerin/jeder Lehrer dokumentiert regelmäßig die von den Schülerinnen und Schülern erbrachten Leistungen.
  • Anders als Schulaufgaben werden Hausaufgaben in der Regel nicht bewertet. (Zu Art und Umfang von Hausaufgaben werden in diesem Beispielcurriculum aufgrund der aktuellen Diskussion keine Angaben gemacht. Ein Hauscurriculum müsste diesbezüglich berücksichtigen, ob es sich um eine Halbtags- oder Ganztagsschule handelt sowie welches Stundenmodell praktiziert wird. Zudem sind die aktuelle Erlasslage sowie die schulinternen Rahmenvereinbarungen zu beachten.)
  • Die Leistungsrückmeldung erfolgt in regelmäßigen Abständen (zumindest zum Quartalsende) in schriftlicher oder mündlicher Form.
  • Bei Minderleistungen erhalten die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern im Zusammenhang mit den Halbjahreszeugnissen Individuelle Lern- und Förderempfehlungen.
  • Eltern erhalten bei Elternsprechtagen sowie im Rahmen regelmäßigen Sprechstunden Gelegenheit, sich über den Leistungsstand ihrer Kinder zu informieren und dabei Perspektiven für die weitere Lernentwicklung zu besprechen.

Im Einzelnen gelten folgende Regelungen

  • In den Jahrgangsstufen 5 und 6 wird die von allen Schülerinnen und Schülern verbindlich zu führende Arbeitsmappe (bzw. Heft und Ordner) regelmäßig eingesammelt und geht zu 25% in die Benotung ein. Die Beurteilung folgt den im Methodencurriculum der Schule festgelegten Kriterien der Mappenführung.
  • In der Jahrgangsstufe 7 schreiben die Schülerinnen und Schüler mindestens eine schriftliche Übung. Schriftliche Übungen haben nicht den Rang einer Klassenarbeit, sondern gehen als punktuelle Leistung in die Gesamtbewertung ein. Es gelten die Bestimmungen APO-SI §6, Absatz 2.
  • In der Jahrgangsstufe 8 führen die Schülerinnen und Schüler ein Projekt durch. Die Beurteilung der Schülerleistung folgt den im Methodencurriculum der Schule festgelegten Kriterien.
  • In der Jahrgangsstufe 9 erstellen die Schülerinnen und Schüler ein Portfolio. Die Beurteilung folgt den im Methodencurriculum der Schule festgelegten Kriterien.
  • Die Beurteilung der mündlichen Mitarbeit erfolgt gemäß KLP-KR SI. Sie erfasst die Qualität, die Quantität und die Kontinuität der mündlichen Beiträge im unterrichtlichen Zusammenhang. Für die Bewertung der Leistungen sind sowohl Inhalts- als auch Darstellungsleistungen zu berücksichtigen. Mündliche Leistungen werden dabei in einem kontinuierlichen Prozess vor allem durch Beobachtung während des Schuljahres festgestellt.
  • Für die Bewertung schriftlicher Leistungen sind sowohl Inhalts- als auch Darstellungsleistung zu berücksichtigen.
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