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Beispiel eines schulinternen Lehrplans für die Hauptschule im Fach Türkisch

Hinweis: Als Beispiel für einen schulinternen Lehrplan auf der Grundlage des Kernlehrplans Türkisch für die Hauptschule steht hier der schulinterne Lehrplan einer fiktiven Hauptschule zur Verfügung.

Um zu verdeutlichen, wie die jeweils spezifischen Rahmenbedingungen in den schulinternen Lehrplan einfließen, werden zunächst die Ausgangsbedingungen der Schule mit Blick auf das Fach Türkisch skizziert. Den Fachkonferenzen wird empfohlen, eine entsprechende Beschreibung für ihre Schule zu erstellen (ggf. auch nur stichwortartig), um die Ausgangsbedingungen zum Startzeitpunkt der Entwicklung des schulinternen Lehrplans als Grundlage für Entscheidungen der Fachkonferenz transparent zu machen.

 

1 Rahmenbedingungen der fachlichen Arbeit an einer fiktiven Schule

Die Schule weist einen Anteil von türkischstämmigen Schülerinnen und Schülern von ca. 50 % aus, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Sprachbiografie türkisch als Muttersprache oder als Zweitsprache sprechen. Folglich hat die Entwicklung der Sprachkompetenz der Schülerinnen und Schüler in Türkisch (L1/L2) eine hohe Priorität um die Sprachkompetenzen anzugleichen. Das Fach Türkisch erfährt in diesem Zusammenhang eine hohe Akzeptanz im Fächerkanon und wird in Fragen der Unterrichtsentwicklung von der Schulleitung unterstützt und begleitet, z. B. bei der Entwicklung von themenaffinen Unterrichtseinheiten, Initiierung von Parallelarbeiten, fächerübergreifenden Projekten, Ausbildung der Methodenkompetenz, Zusammenarbeit mit den Sprachbeauftragten und den Sprachfördercoaches, Förderung von Teilnahme an Fortbildungen.

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Im Schulprogramm ist die Kooperation mit externen Partnern verankert. Einer dieser Partner hat Filialen in der Türkei und bietet der Hauptschule zukünftig Praktikumsplätze. Aufgabe der Fachgruppe ist es, die Schülerinnen und Schüler auf diese Auslandspraktika/ Betriebspraktika vorzubereiten. Dabei wird insbesondere die firmeneigene, englischsprachige Homepage genutzt, so dass die Schülerinnen und Schüler mit authentischem Material arbeiten.

Zur Begrüßung der neuen 5. Klassen findet in der Schule stets eine Willkommensfeier statt. Die Fachgruppe Türkisch ist eng verknüpft mit dem Fachbereich Musik in die Vorbereitung und Organisation dieser Feier mit eingebunden (Singen von türkischsprachigen Liedern, Präsentation von kleinen Sketchen).
Weiterhin besteht die Vereinbarung, dass für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 oder 9 eine einwöchige Klassenfahrt nach Istanbul durchgeführt wird. Diese Fahrten werden von der Fachschaft Türkisch organisiert und begleitet.
In der Fachkonferenz besteht Konsens darüber, dass die Anwendungsorientierung im Vordergrund steht: Schülerinnen und Schüler sollen die türkische Sprache in Alltagssituationen anwenden können, wie z. B. Einkäufe tätigen oder Reservierungen vornehmen. Die Schülerinnen und Schüler sollen die türkische Sprache als Lingua Franca begreifen, die ihnen nicht nur im privaten Umfeld von Nutzen sein kann, sondern auch im späteren beruflichen Umfeld. Für den Türkischunterricht an unserer Schule hat sich die Fachkonferenz daher das Ziel gesetzt, die Fertigkeit Sprechen stärker in den Blick zu nehmen. Zurzeit finden Abstimmungsprozesse darüber statt, in den Jahrgängen 5 bis 9 eine mündliche Prüfung an Stelle einer Klassenarbeit durchzuführen, auch wenn diese mit einem hohen organisatorischen Aufwand verbunden ist. Bisher ist es nicht gelungen, in allen Jahrgangsstufen eine durchgehende Parallelität in den einzelnen Lerngruppen herzustellen. Daher gilt als Minimalvereinbarung, dass pro Jahrgang eine Klassenarbeit als Parallelarbeit zu schreiben ist. Nach wie vor ist es allerdings erklärtes Ziel – insbesondere mit Blick auf zu entwickelnde und zu festigende Strukturen zur individuellen Förderung – dass in den Jahrgangsstufen komplett parallel gearbeitet wird. Auf diese Art und Weise kann auch im Falle von Erkrankungen von Lehrkräften eine gewisse Kontinuität sichergestellt werden. Um ein hohes Maß an Individueller Förderung gewähren zu können, wurden von der Fachschaft themenorientierte Module zur Schulung der einzelnen Kompetenzen entwickelt. Je nach Förderplan bearbeiten die Schülerinnen und Schüler einzelne Module weitgehend selbstständig. Sobald sie sicher sind, das Förderziel erreicht zu haben, melden sie sich zu einer Zielüberprüfung. Die Fachkonferenz hat in Anlehnung an die Bewertung bei den Zentralen Prüfungen Kriterien zur Leistungsbewertung in den einzelnen Jahrgangsstufen abgesprochen. Diese müssen jeweils auf die einzelne Klassenarbeit abgestimmt werden. Dem kooperativen Lernen kommt eine besondere Bedeutung zu. Das Unterrichtsprinzip Think-Pair-Share soll durchgängig im Türkischunterricht Berücksichtigung finden. Die Vereinbarungen und Absprachen zu den einzelnen Methoden können den Jahrgangsübersichten entnommen werden. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Quote der Schülerinnen und Schüler ohne Abschluss zu verringern und die Quote der Übergänger in Ausbildung in den nächsten beiden Jahren zu erhöhen. Dies setzt einerseits einen guten Leistungsstand insbesondere in den Kernfächern voraus, andererseits kommt der Ausbildung der Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen eine besondere Bedeutung zu. Soziale Kompetenz, die Herausbildung der Schlüsselqualifikationen und die Bilingualität (deutsch-türkische) werden von den Arbeitgebern zusehends stärker in den Fokus genommen. Deshalb gilt als Zielvereinbarung, dass möglichst alle Schülerinnen und Schüler auf ihren Abschlusszeugnissen positive Bemerkungen zu ihrem Arbeits-und Sozialverhalten erlangen. Mit dem Einsatz kooperativer Lernformen, einer systematischen und fairen Feedbackkultur und einer deutlichen Trennung von Lern- und Leistungssituationen trägt der Türkischunterricht dazu bei, bei den Schülerinnen und Schülern ein Interesse an der Entwicklung der eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu wecken. Zurzeit besuchen etwa 180 türkischstämmige Schülerinnen und Schüler die Schule. Von den drei Lehrkräften, die das Fach Türkisch unterrichten, haben zwei die Fakultas, die dritte Kollegin hat ihr Lehramtsstudium für das Türkisch in der Türkei absolviert.

Vorsitzende(r):
Stellvertreter(in):

 

2 Entscheidungen zum Unterricht

Der Kernlehrplan weist Regelstandards aus. Hierdurch ist die Lehrkraft verpflichtet, alle im Kernlehrplan aufgelisteten Kompetenzerwartungen bei den Lernenden in den entsprechenden Jahrgangsstufen zu entwickeln und auszubilden. Die in den einzelnen Jahrgangsstufen zu behandelnden Themen werden für alle Jahrgangsstufen in Halbjahresübersichten ("didaktisches Kreuz") dargestellt. Anschließend erfolgt eine exemplarische Präzisierung von Einzelthemen für ausgewählte Jahrgänge. Die detaillierten Unterrichtsplanungen zu 6.1, 8.2 und 9.1 befinden sich im Materialpool.

 

2.1 Unterrichtsvorhaben

Die im Folgenden dargestellte Umsetzung der verbindlichen Kompetenzerwartungen erfolgt auf zwei Ebenen: in Kapitel 2.1.1 Übersichtsraster und in Kapitel 2.1.2 Konkretisierungen.Die Übersichtsraster (Kapitel 2.1.1) geben den Lehrkräften einen schnellen Überblick über die laut Fachkonferenz verbindliche Stoffverteilung pro Halbjahr und decken alle im Kernlehrplan ausgewiesenen Kompetenzen ab. Sie haben für alle Fachkonferenzmitglieder unserer Schule bindenden Charakter. Die Übersichten weisen verbindliche Themen und Inhalte der Unterrichtsarbeit sowie verbindliche Vorhaben bezogene Absprachen der Fachkonferenz aus. Die verbindlichen Vorhaben bezogenen Absprachen berücksichtigen die jeweiligen Akzentsetzungen zu den Bereichen des Faches. 

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Zur Verdeutlichung der Interdependenz der einzelnen Bereiche des Faches werden die Übersichten im „didaktischen Kreuz“ dargestellt. Es ist zu beachten, dass stets alle vier Bereiche und innerhalb der Bereiche möglichst alle Kompetenzfelder bearbeitet werden (vgl. im KLP: "Kompetenzen werden im Unterricht nicht einzeln und isoliert erworben, sondern in wechselnden und miteinander verknüpften Kontexten. ...[B]ei der Gestaltung von Unterrichtsvorhaben für den Kompetenzerwerb [sind] alle vier Bereiche des Faches – in jeweils unterschiedlicher Gewichtung – in ihrem Zusammenspiel zu berücksichtigen").

Die Übersichtsraster weisen jedoch nur die übergeordneten Methoden- und Handlungskompetenzen aus dem Kernlehrplan aus, welche auf der zweiten Ebene dann wie folgt konkretisiert werden:

Die Konkretisierungen (Kapitel 2.1.2) nehmen eine klar definierte Zuordnung von z. B. Handlungskompetenzen in den einzelnen Bereichen des Faches zu den gewählten Themen und Inhalten vor. Sie haben für alle Fachkonferenzmitglieder empfehlenden Charakter. Darüber hinaus dienen sie neuen Lehrkräften zur Orientierung und geben einen Überblick über kompetenzorientierte Unterrichtsvorhaben sowie  über schulinterne Absprachen im Fach. Abweichungen und alternative Umsetzungsformen sind selbstverständlich im Rahmen der pädagogischen Freiheit der Lehrkräfte jederzeit möglich, sofern die Realisierung der Kompetenzen gewahrt bleibt und die vereinbarten Themen behandelt werden. 

Weitere Absprachen zu möglichen Projekten, Medien, fächerübergreifenden Arbeiten und Leistungsfeststellungen ergänzen die Halbjahresplanungen; sie werden in den Kapiteln 2.2, 2.3 und 2.4 näher ausgeführt. 

Von den entweder als „Zweite Fremdsprache“ oder als „Herkunftssprachenunterricht“ zu erteilenden Türkischunterricht zur Verfügung stehenden 3 Wochenstunden wurden in der Fachkonferenz je nach Jahrgangsstufe zwischen 60 und 80 Prozent ausgeplant. Diese zeitliche Planung dient als Orientierung, die den Bedarfen der Lerngruppen angepasst werden kann. Die nicht verplante Zeit soll für individuelle Neigungen und Interessen der Lerngruppen sowie für schulinterne und fachübergreifende Vorhaben zur Verfügung stehen. Für fakultative Inhalte gibt es in den didaktischen Kreuzen /Übersichtsrastern jeweils unter der Rubrik „Ergänzungstexte und Medien“ weitere Hinweise und Anregungen.

 

2.1.1 Übersichtsraster Unterrichtsvorhaben

Jahrgangsstufe 6 allgemein

Projektarbeit:

  • Fest zum 23. April (Kinderfest) planen und feiern
  • Plakate über die eigene Familie /Freunde, Berufe erstellen /gestalten
  • (Jahreszeiten-) Kalender erstellen
  • Career Day (Degisik meslek sahipleriyle tanisma ve danisma günü)

Kommunikative Kompetenzen:

Hörverstehen,  Hör-Sehverstehen,Leseverstehen

  • Erzählenden Darstellungen (Spielszenen, kurzen Geschichten) wesentliche Informationen entnehmen
  • Einfache Mitteilungen (zu Personen, zum Einkaufen) verstehen
  • Musisch-kreative Elemente der Sprache entdecken (im Umgang mit Reimen und Liedern)


Sprechen

  • Sprechsituationen bewältigen (sich begrüßen und verabschieden, sich und andere vorstellen, Auskünfte einholen und geben)
  • Aus dem eigenen Erlebnisbereich berichten und erzählen
  • Einfache Texte (Lieder, Reime, Sprichwörter) vorlesen und auswendig vortragen
  • In einfachen Sätzen Orte (Wohnung; Wohnort), Wege beschreiben


Schreiben

  • Kurze persönliche Alltagstexte (Einladungen, Postkarten, E-Mails) schreiben
  • Anhand von Bildern oder Schlüsselwörtern Geschichten  (weiter)schreiben


Sprachmittlung

  • Einfache  Informationen auf Deutsch und Türkisch wiedergeben
  • Einfache Unterschiede zwischen dem Deutschen und dem Türkischen kennenlernen

Möglichkeiten fächerübergreifenden Arbeitens:

  • Erdkunde: Türkei (z.B. Regionen und Städte)
  • Musik: Festtagslieder untersuchen
  • Kunst: Werke zu Berufen erstellen/basteln; Bühnenbilder für die Projektarbeit gestalten.
  • Geschichte: Atatürk als historische Persönlichkeit
  • Gesellschaftslehre: Vergleich von Festen und Feiertagen in Deutschland und in der Türkei

Interkulturelle Kompetenzen:

Orientierungswissen:

  • Am gesellschaftlichen Leben teilhaben (Familie, Freunde, Feste und Traditionen)
  • Regionen der Türkei, bedeutende türkische Städte und Sehenswürdigkeiten erkunden
  • Die Bedeutung von Arbeit im Leben der eigenen Familie und  Freunde wiedergeben

Werte, Haltungen und Einstellungen:

Kulturspezifische Besonderheiten in Rollenspielen erkennen (z.B. das internationale Kinderfest (23. April) planen und feiern).

Handeln in Begegnungssituationen:

  • Wichtige traditionelle Verhaltensweisen  z.B. Anredekonventionen anwenden können
  • Bestimmte Abläufe bei der Gestaltung des Tages oder an Feierlichkeiten entsprechend der kulturellen Tradition kontrastiv erfassen

Jgst. 6

Kompetenzstufe A1 (mit ersten Anteilen von A2) des GeR

Familie und Freunde


Vertraute Berufe
23. April: Atatürks Geschenk an die Kinder
Tägliches Leben in Deutschland und in der Türkei
Feste in der Türkei

Gesamtstundenkontingent

(bei ca. 40 UW):

80 Std. Obligatorik (ca. 14 Std./UE)

plus 20 Std. Freiraum

Kompetenzen der Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln und der Sprachbewusstheit:

Aussprache/Intonation: Texte (Gedichte, kurze Sachtexte) sinngestaltend und flüssig vorlesen.

Wortschatz: 

  • Berufsbezeichnungen auf deutsch und türkisch kennen
  • Alltagskommunikation bewältigen: Schule, Zeitangaben (Tage, Monate, Jahreszeiten), Familie, Freunde

Grammatik: Grundkenntnisse der Grammatik verbessern durch Anwendung von:  Groß- und Kleinschreibung; Punkt, Komma, Ausrufe-, Fragezeichen; Substantive; Verben und Adjektive.

Orthographie: erste einfache Grundregeln:

  • türkisches Alphabet benutzen
  • Laut-/Buchstabenzuordnung

Ergänzungstexte und Medien

(Lektüre, Film, etc.):

  • Informationstexte zu Berufen
  • Internetrecherche
  • Tageszeitungen
  • Zeitschriften
  • Textauszüge aus Geschichtsbüchern und Lexika

Methodische Kompetenzen:

Umgang mit Texten/ Medien:

Einfache kurze Texte bearbeiten: Informationen entnehmen, Merkmale untersuchen, umformen und gestalten

Selbstständiges und kooperatives Sprachenlernen:

  • Vorwissen zu den Themen Schule, Familie, Freunde, Berufe, Feiertage aktivieren
  • Arbeitsergebnisse vortragen

Leistungsfeststellungen:

  • 5 Klassenarbeiten
  • evt. eine Klassenarbeit durch eine mündliche Prüfung ersetzen

Sonstige Leistungen:

  • Kontinuierliche Beobachtung der Leistungsentwicklung (Unterrichtsgespräch, PA,GA)
  • Kurze schriftliche Übungen
  • Wortschatzkontrolle
Jahrgangsstufe 6, 1. Halbjahr

Projektarbeit:

Storyline-Methode: Meine Urlaubsstadt in der Türkei

Kommunikative Kompetenzen:

Hör- und Hör-Sehverstehen, Leseverstehen:

Mitteilungen und Informationen z.B. zum schulischen Umfeld, zu den Sehenswürdigkeiten in Ankara, Zahlen, Uhrzeiten, Preisangaben verstehen
Sprechen: in Rollenspielen lebensnahe Alltagssituationen erproben (einkaufen, ausgehen in Ankara).
Schreiben: Geschichten umgestalten und dabei Kohäsion (ve, veya, ya da) herstellen

Sprachmittlung: Informationen aus Anzeigen, Prospekten auf Türkisch und Deutsch wiedergeben.

Lesen: Arbeitsanweisungen, altersgemäße, authentische Texte

Schreiben: Notizen anfertigen, kurze themenbezogene Texte

Möglichkeiten fächerübergreifenden

Arbeitens:

Methodentraining: Lesestrategien
Erdkunde: Hauptstädte/Ankara

Interkulturelle Kompetenzen:

Orientierungswissen:

Schule und schulisches Umfeld in der Türkei:
Fächer, Stundenplan, Tagesablauf
Berufsbilder (Hausmeister, Sekretärin, Lehrer, Schulleiter,…)
Die Sehenswürdigkeiten Ankaras

Handeln in Begegnungssituationen:

Nach dem Weg fragen, einkaufen

Jgst. 6 - 1. Halbjahr

Kompetenzstufe A1 mit einigen Anteilen von A2 des GeR

Türkxye:
Okul
Ankara
Aliä verxä
Xnsanlar ve mekanlar

Gesamtstundenkontingent
(bei ca. 20 UW):
50 Std. Obligatorik (ca. 12 Std./UE)

plus 20 Std. Freiraum

Kompetenzen der Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln und der Sprachbewusstheit:

Aussprache/Intonation: die Intonation von einfachen Aussagesätzen, Fragen und Aufforderungen im Allgemeinen angemessen realisieren

Wortschatz: gxysxler, yemek qeäxtlerx, aliä-verxä, manzaralar

Grammatik: tekxl-qowul,xsmxn hallerx, sifatlar, zarf tümlecx, benzeteme xlgecx

Orthographie: grundlegende Rechtschreibregeln

Sprachbewusstheit: Einfache sprachliche Regelmäßigkeiten sowie deutliche Abweichungen erkennen

Ergänzungstexte und Medien

(Lektüre, Film, etc.):

Magazine, Zeitschriften mit Kleidungsstücken

Aliä-Verxä Merkezlerx: Tezgahtarlar, Kasxyerler, Garsonlar, Güvenlxk Görevlxlerx
Film: “Okullar Hayat Olsun”
Beziehbar über das Internet
unter: www.meb.gov.tr

Methodische Kompetenzen:

Umgang mit Texten/ Medien:

Abbildungen und Texte mit Hilfe elementarer Erschließungstechniken dekodieren

Selbstständiges und kooperatives Sprachenlernen:

In PA/GA kleine Rollen in türkischer Sprache übernehmen

Leistungsfeststellungen:

3 Klassenarbeiten

1. KA Schwerpunkt Schreiben (halboffene Aufgabe)
2. KA mündliche KA (als Tourist in Ankara) mit Sprachmittlung
3. KA Schwerpunkt LV mit thematisch verbundener Schreibaufgabe

Sonstige Leistungen:

U. a. kriteriengestützte Beobachtung der rezeptiven und produktiven Fertigkeiten und Fähigkeiten

Jahrgangsstufe 7 allgemein

Projektarbeit:

  • Zeitzeugen/Interviews mit der 1. Generation der Migranten
  • Besichtigung einer Wassergewinnungsanlage
  • Besichtigung eines Jugendgerichts - Expertenbefragung

Kommunikative Kompetenzen:

Hör- und Hör-Sehverstehen

  • Hörtexten und Filmszenen (Radiomitschnitte zum Thema Migration) wichtige Informationen entnehmen
  • Musisch-kreative Elemente der Sprache entdecken (im Umgang mit Liedern und Gedichten)
  • Mitteilungen und Informationen zur schulischen Umgebung verstehen

Leseverstehen:

  • Aus Texten (kurzen Geschichten, Gedichten, Anekdoten, Spieltexten) die Handlungsträger und Handlungsabläufe entnehmen
  • Authentischen Alltagstexten Informationen entnehmen

Sprechen

  • Gedichte auswendig vortragen (z.B. zu nationalen und religiösen Festlichkeiten)
  • Sich über Erlebnisse mit Freunden äußern
  • Personen beschreiben
  • Absprachen treffen (sich mit Freunden verabreden)
  • In Rollenspielen unterschiedliche Perspektiven einnehmen

Schreiben

  • Postkarten, Briefe, SMS schreiben
  • Spieltexte verfassen
  • Detailliert (Personen) beschreiben
  • Erarbeitete Texte umformen oder ergänzen (u.a. Verse/Spieltexte kreativ ausgestalten)

Sprachmittlung

Mündliche Informationen sinngemäß auf Türkisch und Deutsch wiedergeben

Möglichkeiten fächerübergreifenden Arbeitens:

  • Sport: Volkstänze
  • Physik/Technik: Wassergewinnung
  • Kunst: Spiele kreieren
  • Geschichte/Politik: Die ersten türkischen Migranten in Deutschland

Interkulturelle Kompetenzen:

Orientierungswissen:

  • Umgang mit Texten und Medien im alltäglichen Leben
  • Aspekte der Tradition (bezogen auf z. B. Eheschließung, Kinderrechte, Schule und Freizeitgestaltung) gegenüberstellen

Werte, Haltungen, Einstellungen:

Mit kulturspezifischen Wertvorstellungen auseinandersetzten (u.a. durch Austausch mit modernen Kommunikationsmitteln).

Handeln in Begegnungssituationen:

Repertoire an kulturspezifischen Verhaltensweisen im eigenen Umfeld erweitern.

Jgst. 7

Kompetenzstufe A1 mit ersten Anteilen von A2 des GeR

Meine Welt – nationale Identität

Freizeitgestaltung

Kinder und ihre Rechte

Technologie und ihre Folgen

Migration als persönliches Schicksal

 

Gesamtstundenkontingent
(bei ca. 40 UW):
80 Std. Obligatorik (ca. 14 Std./UE)
plus 20 Std. Freiraum

Kompetenzen der Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln und der Sprachbewusstheit:

Aussprache und Intonation

Im Allgemeinen so korrekt sprechen, dass sie verstanden werden.

Wortschatz: Fachbegriffe zu den Themen einführen.

Grammatik: Wünsche, Erwartungen, Verbote (istek kipi, dilek-koşul kipi)

Orthographie:

  • Geläufige orthographische Besonderheiten erkennen und beachten
  • Eigene Fehler (Schwerpunkte) erkennen und mithilfe des Wörterbuches erkennen und korrigieren

Ergänzungstexte und Medien

(Lektüre, Film, etc.):

  • Filme
  • aktuelle Zeitungsartikel
  • Fotos/ Bilder
  • Internetrecherche

Methodische Kompetenzen:

Umgang mit Texten und Medien:

  • Unbekannte Wörter mit Hilfe zweisprachiger Wörterbücher erschließen
  • Aus Texten wesentliche Informationen und typische Merkmale erarbeiten
  • Texte umformen und gestalten

Selbstständiges und kooperatives Sprachenlernen

Vorbereitungen und Vereinbarungen zur Gruppenarbeit zunehmend in türkischer Sprache treffen und dabei den Wortschatz erweitern.

Leistungsfeststellungen:

  • 5 Klassenarbeiten
  • Evtl eine Klassenarbeit durch eine mündl. Prüfung ersetzen

Sonstige Leistungen:

  • Kontinuierliche Beobachtung der Leistungsentwicklung (Unterrichtsgespräch, PA,GA)
  • Kurze schriftliche Übungen
  • Wortschatzkontrolle
Jahrgangsstufe 8 allgemein

Projektarbeit:

  • Familienstammbaum erstellen/gestalten
  • Ausstellung von Haushaltsgeräten
  • Erstellen einer Website
  • Berufekatalog erstellen

Kommunikative Kompetenzen

Hörverstehen/ Hör- Sehverstehen: In Hörtexten, Filmszenen und Interviews auffällige nonverbale und sprachgestalterische Elemente wahrnehmen und deren Wirkung erkennen.

Leseverstehen:

  • Authentischen Texten (Tagebucheinträge, Erfahrungsberichte) Informationen entnehmen
  • Adaptierte Erzähltexte (bezogen auf Thema, Figuren, Handlungsverlauf, emotionalen Gehalt) verstehen
  • Gebrauchstexte/Sachtexte inhaltlich erfassen und wiedergeben

Sprechen:

  • Interviews vorbereiten und führen
  • In kurzen Sprech- und Spielszenen Rollen übernehmen
  • Inhalte von Texten und Filmen mündlich wiedergeben

Schreiben:

  • Argumente und Gegenargumente formulieren
  • Auf Fragen und Meinungsäußerungen schriftlich reagieren
  • Inhaltsangaben verfassen

Sprachmittlung: Informationen aus deutschen Medien in türkischer Sprache wiedergeben.

Möglichkeiten fächerübergreifenden

Arbeitens:

  • Gesellschaftslehre: Rollenverteilung in der Familie
  • Kunst: Bilder zu unterschiedlichen Berufszweigen entwerfen
  • Informatik: Eine Website erstellen
  • Physik: Funktionsweise von elektronischen Haushaltsgeräten kennen lernen
  • Erdkunde: Regionen der Türkei

Interkulturelle Kompetenzen:

Orientierungswissen:

  • Tradition und Moderne gegenüberstellen
  • Medien in der Freizeitgestaltung kritisch betrachten.

Werte, Haltungen und Einstellungen

  • Vorurteile und Klischees erkennen und reflektieren
  • Akzeptanz und Toleranz gegenüber anderen Meinungen entwickeln

Handeln in Begegnungssituationen

  • Über das Leben in einer medial geprägten Welt diskutieren
  • Sich, der eigenen Migrationsgeschichte bewusst werdend, den anderen mitteilen

Jgst. 8

Kompetenzstufe A2 des GeR

Nationale und regionale Identität

Familiäre Erfahrungen mit der Migration

Technologie im Alltag

Berufswünsche

Leben in einer medial geprägten Welt

 

Gesamtstundenkontingent
(bei ca. 40 UW):
80 Std. Obligatorik (ca. 14 Std./UE)
plus 20 Std. Freiraum

Kompetenzen der Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln und der Sprachbewusstheit:

Aussprache/Intonation:

  • In einer Diskussion/Debatte die Sprechart angemessen variieren
  • In kurzen, freien Gesprächen verstanden werden

Wortschatz: Fachbegriffe kennen und erweitern

Grammatik:

Ausdrucksvermögen durch Anwendung von beschreibenden Adjektiven, Satzarten, Konjunktionen und Präpositionen (ve, çünkü,… dolayı) verbessern

Orthographie:

  • Zeichensetzung zur besseren Verständlichkeit der Texte einsetzen
  • Getrennt- und Zusammenschreibung (-de/da, -ki)

Ergänzungstexte und Medien

(Lektüre, Film, etc.):

  • Magazine
  • CD´s
  • Filme/Werbung
  • aktuelle Zeitungsartikel
  • Fotos, Bilder, Poster
  • Internetrecherche
  • Berufslexika
  • Gebrauchsanweisungen für technische Geräte

Methodische Kompetenzen:

Umgang mit Texten und Medien:

  • Internetrecherche durchführen
  • Texte gliedern und/oder markieren

Selbstständiges und kooperatives Sprachenlernen

  • Vorträge halten, Ergebnisse präsentieren
  • Ein zweisprachiges Wörterbuch zur eigenständigen Erschließung von unbekannten Wörtern und zum Fehlercheck nutzen

Leistungsfeststellungen:

  • 5 Klassenarbeiten
  • Evtl eine Klassenarbeit durch eine mdl. Prüfung ersetzen

Sonstige Leistungen:

  • Kontinuierliche Beobachtung der Leistungsentwicklung (Unterrichtsgespräch, PA,GA)
  • Kurze schriftliche Übungen
  • Wortschatzkontrolle
Jahrgangsstufe 9 allgemein

Projektarbeit:

Poster/Plakatgestaltung

  • Bewerbungstraining
  • Theaterspiele planen
  • Berufsbilder visualisieren
  • Sportturniere veranstalten

Kommunikative Kompetenzen

Hörverstehen, Hör- Sehverstehen: Beschreibungen von Arbeitsabläufen und -zusammenhängen im beruflichen Umfeld verstehen.

Leseverstehen:

  • Fiktionale Texte (szenische Darstellungen, Dialoge, Gedichte, erzählende Lektüren) sowohl in ihren Kernaussagen als auch in Einzelheiten verstehen
  • Klar strukturierten Sach- und Ge­brauchstexten Haupt- und Einzelinformationen entnehmen sowie Besonderheiten der Textsorten erkennen

Sprechen:

  • Im Rahmen von Klassengesprächen mitteilungsbezogene Gespräche über Beruf, Medien, Probleme von Jugendlichen führen und dabei eigene Interessen einbringen
  • In Gesprächen und szenischen Darstellungen fiktive Rollen übernehmen

Schreiben:

  • Informative Texte (Informationen über Schule, Stadt, Berufsbilder) verfassen bzw. als Poster gestalten sowie auch umfangreiche Berichte u.a. zu Praktika verfassen
  • Literarische Textvorlagen (Kurzgeschichten, Anekdoten) bearbeiten (Anfang und Ende ergänzen, Inhalte und Handlungsabläufe perspektivisch wiedergeben)

Sprachmittlung:
Den Inhalt von einfachen Sach- und Gebrauchstexten (u.a. Berichten) in der jeweils anderen Sprache sinngemäß wiedergeben, sofern die Zusammenhänge vertraut sind.

Möglichkeiten fächerübergreifenden Arbeitens:

  • Arbeitslehre: Berufsvorbereitung
  • Geschichte: Familie im Wandel der Zeit
  • Deutsch: Praktikumsberichte verfassen
  • Politik: Aktuelles Thema erörtern (Podiumsdiskussion)

Interkulturelle Kompetenzen:

Orientierungswissen:

Exemplarische Einblicke in Berufsaussichten junger Menschen gewinnen

Werte, Haltungen und Einstellungen:

  • Im Umgang mit Menschen und Medien, im Vertrauten das Fremde und im Fremden das Gemeinsame entdecken
  • Stereotype, bezogen auf kulturspezifische Merkmale erkennen und hinterfragen (in Sach- und Gebrauchstexten)

Handeln in Begegnungssituationen:

In Begegnungssituationen z.B. in Berufspraktika, auf gängige kulturspezifische Konventionen (u.a. Höflichkeitsformeln) achten.

Jgst. 9

Kompetenzstufe A2 mit einigen Anteilen von B1 des GeR

Im Berufspraktikum

Soziales Engagement in der Gesellschaft
 

Kinder und Erwachsene – Generationskonflikt
 

Sport als Mittel der Freizeitgestaltung Tradition und Moderne


Gesamtstundenkontingent
(bei ca. 20 UW):
50 Std. Obligatorik (ca. 12 Std./UE)
plus 20 Std. Freiraum

 

Kompetenzen der Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln und der Sprachbewusstheit:

Aussprache/Intonation:
Auch längere Textpassagen mit weitgehend bekanntem Sprachmaterial sinngestaltend vortragen.

Wortschatz:
Das fachmethodische Arbeiten im Umgang mit Texten zur Beschreibung sprachlicher Phänomene nutzen.

Grammatik:

 

  • Informationen wörtlich und vermittelt wiedergeben (direkte und indirekte Rede)
  • Gefühle, Aufforderungen/Bitten, Wünsche/Erwartungen ausdrücken (u.a. Imperativ, Modalverben)


Orthographie:

  • Grammatische und lexikalische Regelmäßigkeiten nutzen
  • Typische Schrift-Laut-Kombinationen als Rechtschreibhilfe nutzen


Sprachbewusstheit :

Durch Erprobung komplexer sprachlicher Mittel die Sprachkompetenz festigen und erweitern.

Ergänzungstexte und Medien

(Lektüre, Film, etc.):

  • Internetrecherche
  • Türkische Kurzgeschichten (z.B. „Arabalar Beş Kuruşa“ von Sabahattin Ali)

Methodische Kompetenzen:

Umgang mit Texten und Medien: 

  • Einfache rhetorische Mittel (Wiederholungen, Kontraste, Vergleiche, Bilder) in Werbetexten auffinden
  • Texte ausformen und umgestalten (Interview in einen Bericht umformen, den Anfang oder das Ende einer Kriminalgeschichte formulieren)

Selbstständiges und kooperatives Sprachenlernen

Lern- und Arbeitsprozesse selbstständig und kooperativ gestalten (Arbeitsziele setzen, Material beschaffen, Präsentationen gestalten).

Leistungsfeststellungen:

  • 5 Klassenarbeiten
  • Evtl eine Klassenarbeit durch eine mdl. Prüfung ersetzen

Sonstige Leistungen:

  • Kontinuierliche Beobachtung der Leistungsentwicklung (Unterrichtsgespräch, PA,GA)
  • Kurze schriftliche Übungen
  • Wortschatzkontrolle
Jahrgangsstufe 10 allgemein

Projektarbeit:

  • Bewerbungstraining
  • Biographien berühmter Frauen
  • Autorenlesung

Kommunikative Kompetenzen:

Hörverstehen, Hör-Sehverstehen, Leseverstehen:

  • Hör- und Filmsequenzen (z.B. Dokumentarfilme zum Thema Wahlkampf) sowie authentischen Sachtexten wesentliche Informationen entnehmen
  • Fiktionalen Texten (z.B. zum Thema Liebe und Partnerschaft) Kernaussagen, Einzelheiten entnehmen
  • Beschreibungen von Arbeitsabläufen und –zusammenhängen im beruflichen Umfeld verstehen
  • Über Medien vermittelten Sachtexten (Fernsehnachrichten, Interviews) Hauptaussagen entnehmen

Sprechen: 

  • Im Rollenspiel anwendungsorientierte Gesprächssituationen (z.B. Bewerbungsgespräch) erproben
  • Telefongespräche führen
  • Höflichkeitsformeln austauschen
  • Auf Einladungen, Entschuldigungen reagieren

Schreiben:

  • Sachtexte verfassen
  • Formulare, Fragebögen ausfüllen
  • Literarische Textvorlagen bearbeiten
  • In Mails/Formularen/Fragebögen
  • kurze Sachinformationen verfassen

Sprachmittlung:

  • Broschüren, Inhaltsangaben in der jeweils anderen Sprache sinngemäß wiedergeben.

Möglichkeiten fächerübergreifenden

Arbeitens:

  • Arbeitslehre: Berufsvorbereitung
  • Deutsch: Praktikumsberichte verfassen
  • Geschichte: Entwicklung der Frauenrechte

Interkulturelle Kompetenzen:

Orientierungswissen:

  • Erkundung einzelner wichtiger öffentlicher Medien (Fernsehsender, Tages- und Wochenzeitungen)
  • Berufliche Interessen von Heran­wachsenden (Stellenanzeigen, Bewerbungsschreiben, Bewerbungs­interviews, Berufsaussichten)

Werte, Haltungen und Einstellungen:

Kulturbedingte Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Bezug auf die genannten Themen nachvollziehen und erläutern.

Handeln in Begegnungssituationen:

  • Kulturspezifische Konventionen (z.B. Höflichkeitsformeln) beachten
  • Auf Missverständnisse und Konflikte einfühlsam reagieren

Jgst. 10

Kompetenzstufe A2 mit Anteilen von B1 des GeR

Liebe und Partnerschaft

Wahrnehmung politischer Rechte

Frauen in der Gesellschaft

Chancen der Informationstechnologie

Berufliche Perspektiven

 

Gesamtstundenkontingent

(bei ca. 40UW/ 3 Wo Praktikum):
80 Std. Obligatorik (ca. 14 Std./UE)

plus 20 Std. Freiraum

Kompetenzen der Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln und der sprachlichen Korrektheit:

Aussprache/Intonation:
In einfach strukturierter freier Rede Aussprache und Intonation angemessen realisieren.

Wortschatz:
Zu der persönlichen Lebensgestaltung (Partnerschaft, Beruf), Themenfeldern von gesellschaftlicher Bedeutung (Migration, Integration) Wortschatzarbeit betreiben.

Grammatik:
  • Zukünftiges ausdrücken
  • Modalitäten, Informationen wörtlich und indirekt/vermittelt wiedergeben
  • Räumliche, zeitliche und logische Bezüge innerhalb eines Satzes erkennen und ausdrücken
  • Annahmen/ Bedingungen formulieren (u.a. Konditionalsätze)
Orthographie:
Typische Wortbausteine als Rechtschreibhilfen nutzen.

Sprachbewusstheit:
Die Kommunikation selbstständig planen und Kommunikationsprobleme lösen

Ergänzungstexte und Medien

(Lektüre, Film, etc.):

  • Filme/Dokumentationen
  • Neue Medien
  • Zeitungen

Methodische Kompetenzen:

Umgang mit Texten und Medien:

  • Vorwissen und Kontextwissen zur Erarbeitung von Sachtexten(u. a. Fernsehnachrichten, Hörspielen)aktivieren
  • Anhand von Gedichten (zum Thema Liebe) rhetorische Mittel einsetzen
  • Methoden des Sammelns, Sichtens und der Auswertung kennen lernen

Selbstständiges und kooperatives Sprachenlernen:

  • Den Lernweg und Lernerfolg einschätzen, kontrollieren, dokumentieren
  • Anspruchsvollere Hilfsmittel zur Unterstützung des mündlichen Vortrags (z.B. PPP) anwenden

Leistungsfeststellungen:

  • 5 Klassenarbeiten
  • Evtl eine Klassenarbeit durch eine mdl. Prüfung ersetzen

Sonstige Leistungen:

  • Kriteriengestützte Beobachtung bei Präsentationen
  • Schriftliche Übungen

2.1.2 Konkretisierte Unterrichtsvorhaben

Hinweis: Die konkretisierten Unterrichtsvorhaben sind bereits in der Übersicht der Unterrichtsvorhaben der Jahrgänge (siehe Kapitel 2.1.1) als Link eingearbeitet.

2.1.2.1 Konkretisierte Unterrichtseinheiten

Hinweis: Die Konkretisierten Unterrichtseinheiten sind in den konkretisierten Unterrichtsvorhaben der Jahrgänge als Link eingearbeitet (siehe Hinweis 2.1.2).

2.2 Grundsätze der fachdidaktischen und fachmethodischen Arbeit

Für die didaktisch-methodische Gestaltung des Englischunterrichts an unserer Schule gelten fachunabhängig die von der Qualitätsentwicklung geforderten Kriterien für guten Unterricht.

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Anders als der zuvor an Hauptschulen übliche Herkunftssprachenunterricht eröffnet Türkisch als 2. Fremdsprache den türkischen Schülerinnen und Schülern neue Perspektiven. Durch diesen neuen Stellenwert wird die Herkunftssprache nun stärker gewürdigt und somit aufgewertet. Der Unterschied zum Herkunftssprachenunterricht schlägt sich in der erhöhten Stundenzahl, Stoff- und Themenwahl und den Kursarbeiten nieder. Türkisch als 2. Fremdsprache ist ein versetzungsrelevantes Fach. Mit dem neuen Stellenwert des Faches bieten sich neue Möglichkeiten für die Schülerinnen und Schüler.  Zum einen wird die bikulturelle Identitätsentwicklung begleitet und  das interkulturelle Bewusstsein gestärkt, zum anderen eröffnen sich auch schulische Chancen (Erlangung der zweiten Fremdsprache für die Oberstufe) und Perspektiven für das Berufsleben, da immer mehr Betriebe von mehrsprachigen Auszubildenden profitieren.

Die große Heterogenität der Lerngruppen für Türkisch als 2. Fremdsprache in der Hauptschule stellt eine Besonderheit dar. Die Schülerinnen und Schüler beherrschen in der Regel die Herkunftssprache auf unterschiedlichen Niveaus, Türkisch als Familiensprache ist unterschiedlich stark präsent, teilweise haben sie in der Grundschulzeit schon am herkunftssprachlichen Unterricht teilgenommen. Diese Besonderheit erfordert den vermehrten Einsatz von binnendifferenzierenden Maßnahmen. 

Der Kernlehrplan enthält keine Zuweisung von niveaugebundenen Kompetenzen. Dies erfordert von uns Lehrkräften in den einzelnen Lerngruppen Niveau gerechte Aufgabenstellungen, die differenziert und individualisiert aufbereitet werden müssen, was sich insbesondere auf den Umfang, die Höhe und die Komplexität der Aufgaben bezieht.

Die Fachkonferenz an unserer Schule hat sich auf folgende Absprachen geeinigt:

  1. Die Akzentsetzungen und die Prinzipien der Unterrichtsgestaltung aus der Grundschule1 werden fortgeführt:
    • Themen- und Situationsbezug
    • Authentizität
    • Orientierung an der Lernentwicklung der einzelnen Lerner
    • Spielerisches, darstellendes und gestaltendes Lernen
    • Entdeckender und Experimentierender Umgang mit Sprache
  2. Die Unterrichtsgestaltung im Türkischunterricht zeichnet sich im Wesentlichen aus durch:
    • Einbindung und verantwortliche Beteiligung aller Lernenden durch Themen-, Ziel-, Verlaufstransparenz im Unterricht. Das warm-up zu Beginn einer jeden Unterrichtsstunde wird zunehmend von den Lernenden selbst übernommen.
    • Gelegenheiten zum Sprachhandeln bieten - Die Lernenden verwenden die Sprache in realen Situationen und können dabei die Sprache handelnd erproben (z.B. Rollenspiele, Klassengespräche, Verwendungssituationen im Alltag).
    • Arbeit an und mit Lernprodukten – Die Lernenden kennen das zu erreichende Lernprodukt zu Anfang eines jeweiligen Unterrichtsvorhabens; Lernprodukte können z. B. sein: Präsentationen, Dialogszenen, Briefe, Tagebucheinträge, Sketche, Rollenspiele, Interviews etc. (vgl. „Sprachhandeln“)
    • Aufbau und Gestaltung einer positiven Lernatmosphäre um angstfreies Lernen im Klassenraum zu ermöglichen
    • Gestaltung eines funktional einsprachigen Türkischunterrichts [ttmenu:3221] durch den Einsatz der Zielsprache (von Lehrern und Schülern) in organisatorischen und erzieherischen Zusammenhängen.
    • Funktionale Einsprachigkeit oder auch "aufgeklärte Einsprachigkeit" meint die regelmäßige Verwendung der Herkunftssprache im Unterricht, lässt jedoch u.a. aus Gründen der Effektivität Freiräume für den Gebrauch der Zweitsprache Deutsch.
    • Sukzessive Einführung der Lautschrift von Beginn an
    • Systematische Einführung des Schreibprozesses
    • Differenzierte Aufgabenstellungen [ttmenu:3222], die beispielhaft in der Fachkonferenz erstellt werden und so den unterschiedlichen Lernern gerecht werden
    • Die mündliche Kommunikationsfähigkeit hat einen höheren Stellenwert als die schriftliche und wird in jeder Türkischstunde gefördert. (à Dies geschieht besonders im Hinblick auf die mündlichen Prüfungen, die wir in allen Jahrgangsstufen einführen wollen.)
    • Kommunikative Grammatikarbeit [ttmenu:3223]
    • Deutliche Unterscheidung von Lern- und Leistungssituationen. Die Lernenden haben ausreichend Gelegenheit, sich in Übungssituationen zu erproben. Fehler gehören zum Lernprozess und werden in Übungssituationen nicht bewertet. Die Bewertung findet in Leistungssituationen wie bei Tests und Klassenarbeiten statt.
    • Aufbau und Gestaltung einer positiven Lernatmosphäre
      Schülerinnen und Schüler müssen im Unterricht die Möglichkeit haben, sich in ihrer Herkunftssprache angstfrei zu erproben und angstfrei zu lernen. Es muss für die Schülerinnen und Schüler transparent zwischen Übungs-/Lern- und Bewertungssituation unterschieden werden (s.o.).
    • Konstruktiver Umgang mit Fehlern [ttmenu:3224] - Fehler als Teil des Lernprozesses [ttmenu:3225] und Fehler als Chance begreifen. Dies bedeutet auch für die Lehrkräfte ein neues Verständnis von ihrer Rolle im Unterricht. In allen Kommunikationssituationen (z. B. bei Präsentationen) steht der Inhalt im Vordergrundund fordert einen sensiblen Umgang mit Korrekturen.
    • Einführung einer Feedbackkultur [ttmenu:3226]
    • Beteiligung der Lernenden an Bewertung und Leistung
    • Förderung des eigenverantwortlichen Arbeitens u. a. durch
      • Schaffen von Lernarrangements und Arbeiten in offenen Unterrichtsformen [ttmenu:3227] (Wochenplan, Lerntheke, Stationen, (ergebnis-/produktorientiert))
      • kompetenzorientierte Aufgaben [ttmenu:3228]
      • Selbst-/Partnerkontrolle
      • Förderung des kooperativen Arbeitens[ttmenu:3229]
      • Berücksichtigung individueller Lerntempi
    • Einbeziehen von digitalen Medien (didaktische Vorteile, rechtliche Hinweise)
    • Lernen in individuell bedeutsamen Zusammenhängen
    • Die Lernenden beteiligen sich an der Auswahl der Inhalte. Die Inhalte sind altersgemäß und berücksichtigen die Interessen und die Lebenswirklichkeit der Lernenden. Eine Stärkung des lebensweltlichen Bezugs und der Berufsorientierung durch adressatengerechte Themenfelder soll besonders in höheren Klassen zu einer positiveren Grundeinstellung zum Türkischunterricht führen. Die Kooperation mit unseren externen Partnern wird hier z. B. für Email-Kontakte genutzt und fördert den Erwerb von kommunikativen Handlungskompetenzen.
    • Berücksichtigung und Ausbildung von Mehrsprachigkeitsprofilen [ttmenu:3230] sowie Geschlechterspezifischen Inhalten. [ttmenu:3231]
    • Nicht linearer Umgang mit dem eingeführten Lehrwerk. Abgesehen von den in der Fachkonferenz festgesetzten Schwerpunkten und Themen,  wird das Lehrwerk flexibel eingesetzt.

___________________________________

1 In der Grundschule haben die meisten SchülerInnen Türkisch als MEU (Muttersprachlicher Ergänzungsunterricht) oder Herkunftssprachlichen Sprachunterricht.

 

 

2.3 Grundsätze der Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung

Auf der Grundlage von § 48 SchulG, § 6 APO-SI sowie Kapitel 3 des Kernlehrplans Türkisch Hauptschule beschließt die Fachkonferenz für das laufende Schuljahr die nachfolgenden Grundsätze zur Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung:

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1. schriftliche Arbeiten/Klassenarbeiten und gleichwertige Formen der Leistungsüberprüfung

  • Die Terminierung aller Klassenarbeiten erfolgt zu Beginn des Schuljahres in Absprache der Kolleginnen und Kollegen auf den Jahrgangsstufen untereinander und unter Berücksichtigung der schulinternen Besonderheiten und Schulfahrten. 
  • Alle Klassenarbeiten einer Stufe werden parallel geschrieben und von den Kolleginnen/ Kollegen im Wechsel vorbereitet. 
  • In Bezug auf die Anzahl und Dauer von Klassenarbeiten wird der entsprechende Runderlass (RdErl.d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 20.06.2007 (ABl NRW S. 382)) wie folgt umgesetzt:
    • In Klasse 5 soll die 1. Klassenarbeit (2. Hj.) eine Dauer von 30 Minuten nicht überschreiten. 
    • In den Jahrgangsstufen 6 und 7 soll die Klassenarbeit eine Dauer von 45 Minuten nicht überschreiten 
    • Ab Jahrgangsstufe 8 wird die Dauer der Klassenarbeiten sukzessive und abhängig von den Aufgabenformaten und den abgeprüften Kompetenzen auf bis zu 2 Unterrichtsstunden erweitert.
  • Schülerinnen und Schülern mit einer Lese-/ Rechtschreibschwäche kann ein Nachteilsausgleich in Form von zusätzlich eingeräumter Bearbeitungszeit oder der Aufteilung der Klassenarbeit in zwei Bearbeitungseinheiten gewährt werden.
  • Auf allen Jahrgangsstufen werden rezeptive und produktive Leistungen mit geschlossenen, halboffenen und offenen Aufgabenformaten erbracht, wobei der Anteil halboffener und offener Aufgaben ab Klasse 7 deutlich steigt.
  • Im Laufe eines Schuljahres werden alle Kompetenzbereiche („didaktisches Kreuz“) bei Klassenarbeiten angemessen berücksichtigt; die Festlegung erfolgt durch Absprache der Kolleginnen und Kollegen auf der jeweiligen Jahrgangsstufe untereinander.
  • Jede Klassenarbeit enthält eine auf alle Aufgaben bezogene thematisch-inhaltliche Klammer, die sich auf die zuvor im Unterricht behandelten Inhalte bezieht.
  • Jede Klassenarbeit (von Kl. 6 bis 10) wird thematisch abgestimmt und enthält eine Aufgabe zur Textproduktion.
  • Außer der Schreibaufgabe (s.o.) enthält jede Klassenarbeit eine Aufgabe zu den rezeptiven Fertigkeiten Hörverstehen oder Leseverstehen. Die vorgeschriebene Dauer der Klassenarbeiten lässt das Abprüfen beider Fertigkeiten aus Sicht der Fachschaft nicht zu. In Ergänzung dazu werden die übrigen Kompetenzbereiche („didaktisches Kreuz“) im Laufe des Schuljahres angemessen berücksichtigt.
    Auf allen Jahrgangsstufen kann eine schriftliche Klassenarbeit durch eine mündliche Prüfung oder ein Lesetagebuch ersetzt werden.
  • Auf allen Jahrgangsstufen werden einheitliche Korrekturzeichen verwendet. Zur besseren Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Bedeutung von Korrekturzeichen werden diese ab Klasse 6 eingeführt und in verschiedenen Übungssituationen angewendet. In Absprache mit dem Fachbereich Deutsch sind die meisten Korrekturzeichen für alle Fächer gleich.
  • Die Bewertungskriterien für eine erfolgreiche Leistung sind den Lernenden im Voraus bekannt. 
  • Die bei der Klassenarbeit zum Einsatz kommenden Aufgabenformate [ttmenu:3233] sind im Rahmen der Vorbereitung geübt worden und den Lernenden vertraut (Lernerfolgsüberprüfung). Die Lernenden haben ausreichend Zeit und Gelegenheiten, sich in Übungssituationen zu vergewissern, ob die in der Klassenarbeit zu bewältigenden Aufgaben erfolgreich bearbeitet werden können.  
Absprachen zur Bewertung von schriftlichen Klassenarbeiten
  • Bestandteil der Planung und Konzipierung einer Klassenarbeit ist die Formulierung der Leistungserwartung bzw. die Festlegung der Kriterien, wann eine Aufgabe als erfüllt gilt. Dazu gehören auch die Punkteverteilung und damit eine Festlegung der Gewichtung der einzelnen Aufgaben zueinander.
  • Aufgrund der Erfahrungen an unserer Schule werden die Aufgaben so gewichtet, dass mit der Erfüllung der Anforderungen im rezeptiven Bereich eine ausreichende Leistung erzielt werden kann.
  • Bei der Aufgabe zur Textproduktion orientiert sich das Verhältnis zwischen dem Punkteanteil für die Sprache und dem für den Inhalt an dem Richtwert 50% für den Inhalt und 50% für die Sprache, in den Jahrgangsstufen 9 und 10 ist das Verhältnis von Inhalt zu Sprache 40% und 60%. Dabei wird der Bereich „kommunikative Textgestaltung“ der Sprache zugeordnet.
  • Die Verteilung der Punkte erfolgt nach folgendem Schlüssel:
    • Eine sehr gute Leistung wird erreicht bis 90%
    • Eine gute Leistung wird erreicht bis 75%
    • Eine befriedigende Leistung wird erreicht bis  60%
    • Eine ausreichende Leistung wird erreicht bis 45%
    • Eine mangelhafte Leistung wird erreicht bis 20%•
  • Besondere Absprache der Schule für die Kernfächer in den Jahrgangsstufen 6-9:

    Hat ein Schüler/ eine Schülerin in einer Klassenarbeit keine ausreichende Leistung erbracht, so kann diese Arbeit einmalig im Halbjahr freiwillig wiederholt werden. Die bessere Leistung zählt.

Absprachen zur Bewertung von gleichwertigen Formen der Leistungsüberprüfung 

Lesetagebuch

Die Bewertung des Lesetagebuchs beschränkt sich im laufenden Schuljahr auf drei wesentliche Aspekte

  1. Erfüllung der Aufgaben.
  2. Erstellung einer Zusammenfassung zu einem vorgegebenen Kapitel.
  3. Äußere Form.

Mündliche Klassenarbeiten

Die Bewertung[ttmenu:2974] der mündlichen Leistungen erfolgt in den Bereichen Sprechen/zusammenhängendes Sprechen und Sprechen/an Gesprächen teilnehmen. Die Bewertung erfolgt anhand zuvor in der Gruppe abgestimmter Kriterien. Die Skala von 1 bis 6 wird zugrunde gelegt.

  • Inhalt/Aufgabenerfüllung
  • Kommunikative Strategie
  • Sprache – Verständlichkeit und sprachliche Korrektheit
  • Sprache – Ausdrucksvermögen
  • Sprache – Aussprache und Intonation

2. Sonstige Leistungen im Unterricht

Zum Beurteilungsbereich „sonstige Leistungen“ im Türkischunterricht zählen

  • Mündliche Mitarbeit/ Beteiligung an Unterrichtsgesprächen
  • Kooperatives Arbeiten
  • Schriftliche Übungen wie z. B. Grammatiktests und Tests zur Überprüfung des Wortschatzes
  • Präsentationen/ Vorstellen von Arbeitsergebnissen
  • Einbringen von zusätzlichen Arbeiten 

Das Portfolio ist noch nicht verbindlich eingeführt, soll aber im nächsten Schuljahr ab Klasse 6 verbindlich eingeführt werden. Zunächst ist angedacht, das in der Grundschule begonnene Portfolio als DIN-A-4-Mappe fortzuführen und als Dokumentationsportfolio zu gestalten. Eine Bewertung soll vorerst nicht erfolgen. 

Zukünftig könnte das Portfolio in Teilen zu „sonstige Leistungen“ zählen. Hierzu wird sich die Fachschaft in nächster Zeit weiter qualifizieren und Absprachen mit den anderen Fächern vornehmen (s. a. Punkt 2.4)

 

2.4 Lehr- und Lernmittel

Die Fachkonferenz hat sich für die Jahrgangsstufen 6 bis 10 für das unten angegebene Lehrwerk für Gesamtschulen [ttmenu:3234] entschieden:

Weiterführende Links:

Bei der Auswahl des Lehrwerkes orientiert sich die Fachschaft an einer selbst erstellten Checkliste.[ttmenu:3235] Folgende fachliche Kriterien sind für unsere Fachkonferenz von grundlegender Bedeutung:
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  • authentische Texte, die vielfältige Sprech- und Schreibanlässe bieten (auch bilingual)
  • interessante und altersangemessene Texte, im Idealfall inhaltlich bedeutsam mit guten Anknüpfungsmöglichkeiten für fächerübergreifendes Arbeiten
  • Angebot bzw. vielfältige Möglichkeiten, kooperatives und selbstständiges Sprachenlernen weiter zu entwickeln
  • schülerorientierte Texte bzw. Inhalte
  • Berücksichtigung kooperativer Lernformen

Die Fachschaft Türkisch vereinbart zusätzlich, dass in jeder Klasse ein Satz deutsch-türkischer sowie türkischer Wörterbücher für die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung gestellt wird. In der 6. Klasse legen die Schülerinnen und Schüler ein Heft an, das sowohl als Vokabelheft als auch zur Wortschatzarbeit dient, welches sie in den folgenden Jahrgängen fortführen.

Die Fachschaft schlägt eine Auswahl von Lektüren für einige Jahrgänge vor:
6. Klasse: „Gülibik“1 von Çetin Öner
7. Klasse: “ Şimdiki Çocuklar Harika” von Aziz Nesin
10. Klasse: „Yaş On Yedi“ von Ipek Ongun

Da die Auswahl der Lektüren gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern erfolgt, haben wir uns dagegen entschieden, aktuelle Literatur als Klassensätze zur Ausleihe anzuschaffen. 

Für Internetrecherchen und die Erstellung von computergestützten Präsentationen kann eine mobile Laptopklasse genutzt werden.

In jedem Klassenschrank – auch in den Fachräumen – ist ein MP3-fähiger CD-Player deponiert, der mit seiner Inventarnummer fest dem Raum zugeordnet ist.

Für die Gestaltung von Lernpostern wurde für jede Klasse eine Box mit Stiften, Scheren, Moderationskarten angeschafft, die ebenfalls im Klassenschrank aufbewahrt wird. Materialien wie Folien, bunte Papiere, Pappen und Kartons sind im Kunstraum deponiert und stehen der Fachschaft zur Verfügung; die Entnahme wird über die jeweilige Lehrkraft geregelt.

Eine verbindliche Einführung eines Portfolios für alle Lerngruppen konnte bisher noch nicht umgesetzt werden. Zurzeit werden verschiedene Modelle diskutiert.

__________________________________

1 Die Verfilmung von „Gülibik“ kann in die Unterrichtsreihe mit einbezogen werden.

 

 

3 Entscheidungen zu fach- und unterrichtsübergreifenden Fragen 

Das Kollegium der Schule strebt eine möglichst umfassende Zusammenarbeit aller Fachbereiche an. Bei der Positionierung der Themen im laufenden Schuljahr wird darauf geachtet, fächerübergreifendes Arbeiten zu ermöglichen. Die folgende Tabelle zeigt fachübergreifende Themen, die bei der Entwicklung von crosscurricalen Kompetenzen bedeutsam sind:

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Beispiele für fachübergreifendes Arbeiten:

6. Klasse
Deutsch: Einen Familienstammbaum erstellen; Tagesabläufe in türkischen und deutschen Familien vergleichen
Kunst: Festtagsgeschenke herstellen
Musik: Den 23.April (Festtag für die Kinder) planen und durchführen
Methodentraining: Lesestrategien
Erdkunde: Hauptstädte/Ankara, Anatolien
Geschichte/Politik: Zuordnen von Persönlichkeiten
Sport: Ringen/Reiten/Schwimmen
Religion: religiöse und nationale Festtage

7. Klasse
Kunst: Plakate/Collagen zu der Heimatregion erstellen
Geschichte/Politik: Türkische Migranten in Deutschland, Gründung der türkischen Repubik
Musik: Lieder, z.B. zum Thema Freundschaft

8. Klasse
Technik/Informatik: Die neuen Technologien untersuchen
Arbeitslehre: Medienerziehung, Vergleich der Arbeitswelt Deutschland und Türkei
Erdkunde: Regionen der Türkei
Geschichte/Politik: Historische Entwicklung der Türkei

9. Klasse
Politik: Soziales Engagement erproben, indem z.B. ein Wahlkampf für die Wahl eines Schulsprechers organisiert wird
Arbeitslehre: Vergleich der Arbeits- und Berufswelt in der Türkei und in Deutschland
Kunst: Ausstellung/Plakatgestaltung
Erdkunde: Die Verantwortung des Menschen im Spannungsfeld globaler Klimaentwicklung

10. Klasse
Deutsch: Verfassen von Praktikumsberichten
Arbeitslehre/Wirtschaft: Berufsvorbereitung
Geschichte/Politik: EU-Beitritt der Türkei

 

In dem Bemühen, verbindliche Absprachen zu treffen, stehen die methodischen Kompetenzen im Fokus. Im Methodencurriculum der Schule, das sich derzeit im Aufbau befindet, ist verbindlich festgeschrieben, welche Methoden zu welchem Zeitpunkt zum gängigen Repertoire der Schülerinnen und Schüler gehören sollen. Die Lernenden können so selbstständig Inhalte erarbeiten lernen und zu eigenverantwortlichen Lernen werden. Zu den Absprachen gehört auch das Führen von Mappen, Heften und Listen:

6

Mindmapping

Lesetechniken

Präsentationstechniken und Kurzpräsentationen

Kooperative Lernformen: T-P-S, Placemat, Lerntempoduett, Verabredungspartner

Heftführung

Ablage/Mappen

7/8

Fortsetzung und Erweiterung :

Mindmapping, Lesetechniken, Präsentationstechniken und Präsentationen

Kooperative Lernformen: Forts. 6 und Gruppenpuzzle, Marktplatz, Doppelstuhlkreis

Heftführung

Ablage/Mappen

9/10

Fortsetzung und Erweiterung:

Mindmapping, Lesetechniken, Präsentationstechniken und Präsentationen

Kooperative Lernformen: Forts. 6 , 7/8 und Galeriegang

Heftführung

Ablage/Mappen

Fachbezogene methodische Kompetenzen werden hier nicht mit aufgelistet, sondern sind dem schulinternen Lehrplan für das jeweilige Fach zu entnehmen.

Organisatorisch werden die Absprachen zu Überarbeitungen bzw. Ergänzungen der fächerübergreifenden Methoden über die Fachkonferenzvorsitzen koordiniert.

Damit wie bisher das Schattentheater „Hacivat und Karagöz“ in der Schule gastieren kann, soll wegen der rückläufigen Schülerzahlen die Zusammenarbeit mit der zweiten Hauptschule am Ort bzw. mit den Grundschulen (4. Klassen) angebahnt werden. 

Außerschulische Lernorte.  Je nach Interesse der Lerngruppen  und den Angeboten der Museen werden Besuche zu Ausstellungen durchgeführt. Im Bereich kreatives Schreiben können die Lernenden im Rahmen von Bildbetrachtungen persönliche Erfahrungen einbringen und neue Ausdrucksmöglichkeiten entfalten.

Die Jahrgangsstufe 8 besucht im laufenden Schuljahr im Türkischen Generalkonsulat Essen einen Workshop in türkischer Sprache zum Thema Internationales Kinderfest, in dem Schülerinnen und Schüler die türkischsprachige Kinderliteratur des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart kennenlernen. Sie setzen sich u. a. aktiv mit thematischem Wortschatz, Übungen zum freien Sprechen, schriftlichen und praktischen Aufgaben auseinander. 

Für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 findet eine viertägige Wochenendfahrt (langes Wochenende zu Christi Himmelfahrt) nach Edirne auf freiwilliger Basis statt.

In Planung: Im Rahmen der Berufsorientierung stehen Besuche bei lokalen Betrieben  und Unternehmen an, die Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. So sollen Besuche in Besuche in den türkischen Unternehmen in Essen und Umgebung durchgeführt werden. 

Einbindung des Faches in Maßnahmen zum Ganztag. Es besteht eine AG, die kleine türkischsprachige Szenen in Form von Theater in Szene setzt. Hierzu gehört das Lesen von kurzen Texten sowie deren Umgestaltung in kleine Spielszenen. Bei der Einführung der neuen 5. Klassen werden die Szenen aufgeführt.

 

4 Qualitätssicherung und Evaluation 

Pläne zur regelmäßigen Evaluation des schulinternen Curriculums
  • Regelmäßige Feedbackgespräche nach Klassenarbeiten unter den Kolleginnen und Kollegen auf Jahrgangsstufenebene
  • Regelmäßiger Austausch zum Einhalten der Verbindlichkeiten/des schulinternen LP auf der Fachkonferenz
  • Umgang mit Problemen der Zielerreichung
  • Regelmäßige Feedbackgespräche unter den Fachkonferenzvorsitzen zu fächerübergreifenden Zielen

Überarbeitungs- und Perspektivplanung: Vier Fachkonferenzen im Schuljahr mit ausreichend Zeit für Rückmeldungen zu notwendigen Ergänzungen bzw. Änderungen im schulinternen Curriculum, insbesondere zu 

  • Umgang mit Lehrwerken und Materialien
  • Lesen von Ganzschriften
  • Besuch von außerschulischen Lernorten
  • Binnendifferenzierung und individuelle Förderung
  • Gemeinsamer Unterricht und Inklusion
  • Berufsorientierung
  • Gestaltung des Ganztags
  • Fächerübergreifende Absprachen

 

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© 2020 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 17.11.2017