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Beispiel eines schulinternen Lehrplans für die Realschule im Wahlpflichtfach Physik

1 Rahmenbedingungen der fachlichen Arbeit

Hinweis:

Schulinterne Lehrpläne dokumentieren Vereinbarungen, wie die Vorgaben der Kernlehrpläne unter den besonderen Bedingungen einer konkreten Schule umgesetzt werden sollen. Diese Ausgangsbedingungen für den Unterricht werden in Kapitel 1 beschrieben. Es können beispielsweise folgende Aspekte berücksichtigt werden:

Beschreibung der Schule

Lage, Anzahl der Lernenden, Anzahl der Lehrenden, ggf. Profile, besondere Zielsetzungen des Schulprogramms

Beschreibung der Fachgruppe

Mitglieder, besondere fachliche Zielsetzungen, Beitrag zu den Erziehungszielen der Schule, Einbindung in das Schulprogramm, Fachgruppenarbeit

Bedingungen des Unterrichts

Jahrgangsstufen, Stundenumfang und Stundentaktung, Größe der Lerngruppen, Fachräume, Lehrmittel, Medienausstattung, Kooperationen

Verantwortliche der Fachgruppe

Es unterrichten drei für das Fach Physik ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer. In der 5. und 6. Klasse sind außerdem für den Physikunterricht drei Kolleginnen und Kollegen mit der Fakulta für das Fach Biologie eingesetzt. Im Schuljahr 2014/2015 sind 593 Schülerinnen und Schüler auf 21 Klassen verteilt (Stand Mai 2015).

Es gibt einen Physikraum und einen Vorbereitungsraum. Für alle Inhaltsfelder stehen Materialien für Demonstrationsexperimente sowie für Schülerexperimente in 10-facher Ausführung (3-er Gruppen) zur Verfügung. Im Physikraum gibt es zwei Computer, einen Beamer und eine kleine fachbezogene Schülerbibliothek. Ca. 1/3 des Fachunterrichts muss zur Vermeidung von Doppelbelegungen des Physikraums in Klassenräumen stattfinden. Der Wahlpflichtunterricht Physik findet ausschließlich im Physikraum statt.

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Ziele der Fachgruppe

Physikunterricht in Wahlpflichtbereich soll möglichst in einer Doppelstunde und einer Einzelstunde pro Woche durchgeführt werden. In allen Kontextthemen wird den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben, Schülerexperimente durchzuführen. Individualisiertes Lernen wird durch Unterrichtsmethoden selbstständigen Lernens unterstützt (Projektarbeit, Stationenlernen, kooperatives Lernen …).

Kooperationen

Eine Kooperation besteht mit einem ortsansässigen Betrieb für mechatronische Anlagen. Bei Projekten können ggf. elektrische oder mechanische Aufbauten erstellt werden. Eine weitere Kooperation besteht mit dem Seminar für Physik und ihre Didaktik der Universität Köln. An der Schule wurde eine elektronische Wetterstation errichtet. Schülergruppen besuchen das ZDI Schülerlabor der Universität.

Stundentafel für die naturwissenschaftlichen Fächer mit dem Wahlpflichtfach Physik

5

6

7

8

9

10

Summe

Physik

1,5

1,5

3 WP

3 WP

3 WP

3 WP

15

Biologie

1,5

1,5

2

2

2

2

11

Chemie

2

2

2

2

8

In den Jahrgangsstufen 5 und 6 werden die Fächer Biologie und Physik jeweils in einem Halbjahr mit 1 Stunde und in einem Halbjahr mit 2 Stunden unterrichtet.

Wahlpflichtunterricht wird ab der Klasse 7 unterrichtet. Als naturwissenschaftlich-technische Schwerpunkte werden jeweils die Schwerpunktfächer Physik, Biologie sowie Technik oder Informatik angeboten. Neben dem Fach Physik werden außerdem die Fächer Biologie und Chemie im Kursverbund unterrichtet.

Den Fachvorsitz führt Frau N.N, Stellvertreterin ist Herr N.N. Strahlenschutzbevollmächtigter ist der Schulleiter Herr N.N. Strahlenschutzbeauftragter ist Herr N.N.

2 Entscheidungen zum Unterricht

Die nachfolgend dargestellte Umsetzung der verbindlichen Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans findet auf zwei Ebenen statt.

Das Übersichtsraster gibt den Lehrkräften einen raschen Überblick über die laut Fachkonferenz verbindlichen Unterrichtsvorhaben und die damit verbundenen Schwerpunkte pro Schuljahr.

Die Konkretisierung von Unterrichtsvorhaben führt detaillierte Kompetenzerwartungen bzw. -ziele auf und dokumentiert sämtliche vorhabenbezogenen Absprachen.

2.1 Unterrichtsvorhaben

Die Darstellung der Unterrichtsvorhaben im schulinternen Lehrplan dient als verbindliche Planungsgrundlage des Unterrichts und hält die darauf bezogenen notwendigen Abstimmungen fest. Sie hat insbesondere zum Ziel, Wege zur schrittweisen Anlage und Weiterentwicklung sämtlicher im Kernlehrplan angeführter Kompetenzen auszuweisen. Dies entspricht der Verpflichtung jeder Lehrkraft, alle Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans bei den Lernenden auszubilden und zu fördern.

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Die Darstellung erfolgt auf zwei Ebenen, der Übersichts- und der Konkretisierungsebene:

Im Übersichtsraster Unterrichtsvorhaben (Kapitel 2.1.1) wird die für alle Lehrerinnen und Lehrer gemäß Fachkonferenzbeschluss verbindliche Verteilung der Unterrichtsvorhaben dargestellt. Das Übersichtsraster dient dazu, für die einzelnen Jahrgangsstufen allen Akteuren einen schnellen Überblick über Themen bzw. Fragestellungen der Unterrichtsvorhaben unter Angabe besonderer Schwerpunkte in den Inhalten und in der Kompetenzentwicklung zu verschaffen. Der ausgewiesene Zeitbedarf versteht sich als grobe Orientierungsgröße, die nach Bedarf über- oder unterschritten werden kann. Um Spielraum für Vertiefungen, besondere Schülerinteressen, aktuelle Themen bzw. die Erfordernisse anderer besonderer Ereignisse (z. B. Praktika, Klassenfahrten o. ä.) zu erhalten, wurden im Rahmen dieses schulinternen Lehrplans nur ca. 70 Prozent der Bruttounterrichtszeit verplant.

In den konkretisierten Unterrichtsvorhaben (Kapitel 2.1.2) werden die Unterrichtsvorhaben und die diesbezüglich getroffenen Absprachen detaillierter dargestellt. Durch diese Darstellung der Vorhaben soll ein für alle Lehrkräfte nachvollziehbares Bild entstehen, wie nach Maßgabe der Fachgruppe die Vorgaben des Kernlehrplans im Unterricht umgesetzt werden können. Insbesondere Referendarinnen und Referendaren sowie neuen Kolleginnen und Kollegen dienen die detaillierteren Angaben vor allem zur standardbezogenen Orientierung bezüglich der fachlichen Unterrichtskultur in der neuen Schule, aber auch zur Verdeutlichung von unterrichtsbezogenen fachgruppeninternen Absprachen zu didaktisch-methodischen Zugängen, fächerübergreifenden Kooperationen, Lernmitteln und orten sowie vorgesehenen Leistungsüberprüfungen, die im Einzelnen auch den Kapiteln 2.2 bis 2.4 zu entnehmen sind. Abweichungen von Vorgehensweisen der konkretisierten Unterrichtsvorhaben über die als verbindlich bezeichneten notwendigen Absprachen hinaus sind im Rahmen der pädagogischen Freiheit der Lehrkräfte möglich. Sicherzustellen bleibt allerdings auch hier, dass im Rahmen der Umsetzung der Unterrichtsvorhaben insgesamt alle Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans Berücksichtigung finden.


2.1.1 Übersichtsraster Unterrichtsvorhaben

Jg.

Kontextthema (Zeitumfang)

Fragestellung

Inhaltsfeld

Inhaltliche Schwerpunkte

Schwerpunkte der Kompetenzentwicklung

7

Untersuchungen beim Augenarzt (18 Ust)

Wie werden Bilder im Auge erzeugt und vom Gehirn verarbeitet?

zur Konkretisierung

Große und kleine Bilder (1)

Abbildungen mit Linsen und Spiegeln

Optische Geräte

UF1 Fakten wiedergeben und erläutern

E6 Untersuchungen und Experimente auswerten

7

Farben in Natur und Technik (8 Ust)

Wie können wir Farbphänomene erklären?

zur Konkretisierung

Informationsübertragung (6)

sichtbares Licht und Farben

UF1 Fakten wiedergeben und erläutern

K5 Recherchieren

7

Das Leben Isaac Newtons (12 Ust)

Was hat Isaac Newton über Kräfte herausgefunden?

zur Konkretisierung

Kräfte und Maschinen (3)

Kraft

UF1 Fakten wiedergeben und erläutern

UF2 Konzepte unterscheiden und auswählen

K2 Informationen identifizieren

7

Gewitter (5 Ust)

Wie entstehen Blitz und Donner?

zur Konkretisierung

Elektrizität und ihre Wirkungen (2)

Elektrische Ladungen

E1 Fragestellungen erkennen

E8 Modelle anwenden

K6 Informationen umsetzen

7

Wettervorhersage (15 Ust)

Was müssen wir über das Wetter wissen, um eine gute Wettervorhersage zu treffen?

zur Konkretisierung

Wetter und Klima (7)

Wetterphänomene

UF1 Fakten wiedergeben und erläutern

E3 Hypothesen entwickeln

K4 Daten aufzeichnen und darstellen

B1 Bewertungen an Kriterien orientieren

8

Mechanische Erfindungen (16 Ust)

Welche mechanischen Erfindungen veränderten das Leben der Menschen?

Wie kann ich entscheiden, welche Maschine sich am besten für eine Arbeit eignet?

zur Konkretisierung

Kräfte und Maschine (3)

Kraft, Energie und Leistung

Maschinen

UF1 Fakten wiedergeben und erläutern

K2 Informationen identifizieren

E4 Untersuchungen und Experimente planen

E8 Modelle anwenden

8

Der Sicherungskasten im Haushalt (20 Ust)

Wie kann elektrische Energie eingespart werden?

Wie wird elektrische Energie im Haushalt verteilt und welche Schutzmaßnahmen gibt es?

zur Konkretisierung

Elektrizität und ihre Wirkungen (2)

Elektrische Energie und Leistung

Gesetze des Stromkreises

E7 Modelle auswählen und Modellgrenzen angeben

E4 Untersuchungen und Experimente planen

K3 Untersuchungen dokumentieren

B1 Bewertungen an Kriterien orientieren

8

Schiffe (13 Ust)

Warum schwimmen Schiffe und wie bewegen sie sich fort?

zur Konkretisierung

Bewegung und ihre Ursachen (5)

Kraft und Druck

Auftrieb

UF1 Fakten wiedergeben und erläutern

E5 Untersuchungen und Experimente durchführen

B1 Bewertungen an Kriterien orientieren

9

Himmelsbeobachtungen (10 Ust)

Was können wir beim Blick in den Weltraum beobachten?

Wie funktioniert ein Fernrohr?

zur Konkretisierung

Weltraum (9)

Kosmische Objekte

Abbildungen mit Linsen und Spiegeln, Optische Geräte (aus dem Inhaltsfeld Große und kleine Bilder (1))

UF3 Sachverhalte ordnen und strukturieren

UF4 Wissen vernetzen

E2 Bewusst wahrnehmen

E8 Modelle anwenden

K2 Informationen identifizieren

9

Mobilität früher und heute (17 Ust)

Wie verändert sich Mobilität?

zur Konkretisierung

Bewegung und ihre Ursachen (5)

Bewegungsarten

UF3 Sachverhalte ordnen und strukturieren

E5 Untersuchungen und Experimente durchführen

K9 Kooperieren und im Team arbeiten

B2 Argumentieren und Position beziehen

9

Strahlung in Medizin und Technik (12 Ust)

Wie können wir die Wirkung von Strahlung auf Menschen und Gegenstände nutzen?

zur Konkretisierung

Kernenergie und Radioaktivität (8)

Atombau und Atomkerne

Ionisierende Strahlung

UF1 Fakten wiedergeben und erläutern

E7 Modelle auswählen und Modellgrenzen angeben

E9 Arbeits- und Denkweisen reflektieren

9

Energiewende (18 Ust)

Wie könnte die Versorgung mit elektrischer Energie in Zukunft aussehen?

zur Konkretisierung

Elektrische Energieversorgung (4)

Kraftwerke und Nachhaltigkeit

Elektromagnetismus und Induktion

Stromnetze

UF1 Fakten wiedergeben und erläutern

K1 Texte lesen und erstellen

B1 Bewertungen an Kriterien orientieren

10

Treibhauseffekt (16 Ust)

Welche Bedeutung hat der Treibhauseffekt für das Klima der Erde?

zur Konkretisierung

Wetter und Klima (7)

Wärmehaushalt der Erde

Klimaänderung

UF3 Sachverhalte ordnen und strukturieren

E9 Arbeits- und Denkweisen reflektieren

K2 Informationen identifizieren

B3 Werte und Normen berücksichtigen

10

Handy und Multimedia

(18 Ust)

Wie funktioniert moderne Kommunikationstechnik?

zur Konkretisierung

Informationsübertragung (6)

Signale und Informationen

elektromagnetische Strahlung

UF3 Sachverhalte ordnen und strukturieren

E5 Untersuchungen und Experimente durchführen

K7 Beschreiben, präsentieren, begründen

B1 für Entscheidungen in physikalisch-technischen Zusammenhängen Bewertungskriterien angeben und begründet gewichten.

10

Streit um die Kernenergie

(10 Ust)

Ist die Nutzung der Kernenergie für die Stromversorgung sinnvoll?

zur Konkretisierung

Kernenergie und Radioaktivität (8)

Kernspaltung

Ionisierende Strahlung

UF1 Fakten wiedergeben und erläutern

E9 Arbeits- und Denkweisen reflektieren

K8 Zuhören, hinterfragen

B2 Argumentieren und Position beziehen

10

Erforschung des Weltalls

(16 Ust)

Warum erforschen wir das Weltall?

zur Konkretisierung

Weltraum (9)

Aufbau des Universums

Erforschung des Universums

E9 Arbeits- und Denkweisen reflektieren

K7 Beschreiben, präsentieren, begründen

B3 Werte und Normen berücksichtigen

2.2 Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit

Die Fachgruppe orientiert sich in ihrer Arbeit am Referenzrahmen Schulqualität NRW und strebt an, auf dieser Basis die Qualität des Unterrichts kontinuierlich zu entwickeln. Sie vereinbart darüber hinaus die folgenden Prinzipien, die dem Unterricht in jeder Lerngruppe zugrunde liegen sollen.

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Lernprozesse

Der Physikunterricht knüpft an den Alltagserfahrungen der Schülerinnen und Schülern an. Dazu werden Schülervorstellungen im Unterricht erfasst und weiterentwickelt. Durch kooperative Lernformen wird eine hohe Schüleraktivität erreicht, es werden kommunikative sowie soziale Kompetenzen weiterentwickelt. Die Sitzordnung ist so gestaltet, dass ein schneller Wechsel von Einzel- oder Partnerarbeit zu Gruppenarbeit und Plenum und umgekehrt möglich ist.

Experimente

Das zielgerichtete und in Erkenntnisprozesse eingebundene Experiment nimmt eine zentrale Stellung im Unterricht ein. Wenn die Ausstattung es zulässt und ein Experiment sich inhaltlich als Schülerexperiment eignet, experimentieren die Schüler mit einem Partner oder in Gruppen. Manche Experimente werden als Demonstrationsexperimente durchgeführt, z.B. aufgrund von Sicherheitsauflagen.

Durch die Arbeit in Gruppen werden kommunikative und soziale Kompetenzen ausgebildet.

Die Fachkonferenz hat verbindliche Dokumentationsformen für Experimente entwickelt. Dazu zählt auch ein Raster für Versuchsprotokolle. Im Verlaufe der Schullaufbahn werden die vorgegebenen Gerüste immer weiter reduziert. Am Ende der Schullaufbahn sind die Schülerinnen und Schüler dann in der Lage, ein Experiment vollkommen selbstständig zu protokollieren.

Nicht zu jedem Experiment müssen die Schülerinnen und Schüler ein vollständiges Versuchsprotokoll anfertigen.

Differenzierung

Differenzierung erfolgt durch:

  • kooperative Lernformen wie z.B. das Lerntempoduett
  • gestufte Lernhilfen
  • Helfersysteme bzw. Hilfesysteme besonders in offenen Lernformen wie z.B. Stationenlernen (Jede Gruppe entscheidet selbst, auf welche Hilfen sie zurückgreifen möchte.).
  • offene Lernformen (Lernaufgaben, offene Aufgabenstellungen, Arbeitspläne,…)
  • Lernen an Stationen (Wetter, Magnetismus, Ladungen,…)
  • Lernen durch Lehren – Schülerinnen und Schüler unterrichten Schüler (Realschüler unterrichten Grundschüler, 7. Klassen unterrichten 5. Klassen,…)
  • Lernaufgaben werden in zwei Leistungsniveaus angeboten und ausgewiesen
  • Offenes Arbeiten in einer gestalteten Lernumgebung (Fachbücher im Physikraum, Computer und Internet im Physikraum, schülergerechte Experimentiermaterialien,…)
  • Stärkung des eigenverantwortlichen Lernens durch Selbstreflexion und unterstützende Fremdreflexion des Lernprozesses durch Lehrerin oder Lehrer (Lerntagebuch, Forschermappe…)
  • Angebote auch für Schülerinnen und Schüler mit praktischen Fähigkeiten (Baukasten Elektrizität, Löten im Bereich Elektronik, Schülerexperimente in allen Themenfeldern,…)
  • Zeitweise Bildung von möglichst leistungshomogenen Gruppen zur Bearbeitung von Aufgaben auf unterschiedlichen Niveaus.

Projekte und außerschulische Lernorte

Die Lerninhalte des Kontextes „Mechanische Erfindungen“ (Klasse 8) vertiefen die Schülerinnen und Schüler bei einer Exkursion zu einer Kooperationsfirma.

Dort werden physikalische Gesetze an einfachen Maschinen und Werkzeugen (Hebelpresse, pneumatische Presse, Flaschenzug und Drehmomentschlüssel) angewendet und die Schülerinnen und Schüler bekommen einen Einblick in die Arbeitswelt eines Betriebes.

Im Rahmen des Kontextes „Der Sicherungskasten im Haushalt“ (Klasse 8) untersuchen die Schülerinnen und Schüler die Energiekosten verschiedener Elektrogeräte und vergleichen die aktuellen Angebote von Energieversorgungsunternehmen. Die Ergebnisse werden in Präsentationen vorgestellt.

Lernkompetenzcurriculum

Das Fach Physik wiederholt und vertieft die Kenntnisse der Schülerinnen und Schüler in den Bereichen „Mappenführung“ und „Visualisierungstechniken“. Während der Einführungswoche zu Beginn der 5. Klasse und im Rahmen eines Schwerpunkttages haben die Schülerinnen und Schüler eine Einführung zur „Mappenführung“ und zu „Visualisierungstechniken“ bekommen. Die Kenntnisse zu „Präsentationstechniken“ werden im Rahme des Unterrichtsvorhabes „Untersuchungen beim Augenarzt (Klasse 7 WP) wiederholt und vertieft.

Die Mappen sollen mithilfe des standardisierten Bogens „Rückmeldung zur Mappenführung“ bewertet werden. Bezüglich der Mappenkontrolle durch den Lehrer existieren folgende verbindlichen Absprachen:

  • Klasse 7: Die Mappen werden einmal im Halbjahr bewertet.
  • Klasse 8-10: Die Mappen werden nach Bedarf eingesammelt und bewertet.

Sprachförderung

In den Klassen 5 und 6 wird in Kooperation mit dem Deutschunterricht besonders Augenmerk auf die Sprachförderung der Schülerinnen und Schüler gelegt. Diesbezüglich existieren folgende verbindlichen Absprachen:

  • Die Schülerinnen und Schüler führen eine Fachwort-Liste, die in die Mappe eingeheftet wird.
  • Ab dem 2. Halbjahr in der 5. Klasse korrigieren die Schüler ihre Mitschriften aus dem Unterricht als Hausaufgabe. Dabei werden sie auf die ReLv-Strategien (Rechtschreiben erforschen - Lesen verstehen) hingewiesen. Dieses erfolgt zweimal pro Halbjahr. Die ReLv-Strategien werden im Rahmen des Deutschunterrichts in Klasse 5 eingeführt.
  • Bei der Mappenkorrektur wird auf leserliche Schrift und Rechtschreibung geachtet (siehe Mappenrückmeldebogen).

Sonstige verbindliche Absprachen

  • Messgeräte werden nach ihrer Messgröße benannt. Insbesondere in der Elektrizitätslehre werden folgende Begriffe verwendet: elektrische Energiequelle, Spannungsmessgerät, Strommessgerät oder Stromstärkemessgerät
  • Nach der letzten Unterrichtsstunde im Fachraum sorgt die Lehrkraft dafür, dass die Stühle hochgestellt werden. Die Tafel wird nach jeder Unterrichtsstunde geputzt.

2.3 Grundsätze der Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung

Hinweis:

Die Fachkonferenz trifft Vereinbarungen zu Bewertungskriterien und ggf. zu deren Gewichtung. Ziele dabei sind, innerhalb der gegebenen Freiräume sowohl eine Transparenz von Bewertungen als auch eine Vergleichbarkeit von Leistungen zu gewährleisten.

Grundlagen der Vereinbarungen sind § 48 SchulG, § 6 APO-S I sowie Angaben des Kernlehrplans Naturwissenschaften für den Wahlpflichtbereich. Kap. 3, Leistungsbewertung

Die Fachkonferenz hat im Einklang mit dem entsprechenden schulbezogenen Konzept die nachfolgenden Grundsätze zur Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung beschlossen:

Verbindliche Absprachen:

Grundsätzlich werden erbrachte Leistungen auf der Grundlage transparenter Ziele und Kriterien in allen Kompetenzbereichen benotet, sie werden den Schülerinnen und Schülern jedoch auch kontinuierlich mit Bezug auf diese Kriterien rückgemeldet und erläutert. Die individuelle Rückmeldung erfolgt stärkenorientiert und nicht defizitorientiert, sie soll dabei den tatsächlich erreichten Leistungsstand weder beschönigen noch abwerten. Sie soll stets Hilfen und Absprachen zu realistischen Möglichkeiten der weiteren Entwicklung enthalten.

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Die Bewertung von Leistungen erfolgt auf der Grundlage von schriftlichen Arbeiten und der Beurteilung von Leistungen im Bereich Sonstige Leistungen. Im Bereich Sonstige Leistungen soll eine klare Trennung von Lern- und Leistungssituationen erfolgen. Einerseits soll dabei Schülerinnen und Schülern deutlich gemacht werden, in welchen Aspekten aufgrund des zurückliegenden Unterrichts stabile Kenntnisse erwartet werden. Andererseits dürfen sie in neuen Lernsituationen notwendigerweise auch Fehler machen, ohne dass sie deshalb Geringschätzung oder Nachteile in ihrer Beurteilung befürchten müssen.

Bei der Gesamtbeurteilung der Lernleistungen sind die Bereiche Schriftliche Arbeiten und Sonstige Leistungen angemessen zu berücksichtigen.

Schriftliche Arbeiten

Die Anzahl der Klassenarbeiten in den Jahrgängen wird folgendermaßen festgelegt:

Klasse

6

7

8

9

10

Anzahl

6

5

4

4

4

Dauer ca.

30 min

40 min

45 min

60 min

75 min

Klassenarbeiten erfolgen in der Regel zum Abschluss eines zusammenhängenden Unterrichtsabschnitts und überprüfen das gesamte Lernergebnis in diesem Abschnitt.

Im Rahmen der schriftlichen Arbeiten sollen alle im Kernlehrplan beschriebenen Aufgabenarten zwar nicht in jeder Klassenarbeit, aber in jedem Schuljahr zur Anwendung kommen:

  • Darstellungsaufgaben
  • Experimentelle Aufgaben
  • Aufgaben zur Datenanalyse
  • Herleitungen mithilfe von Konzepten und Modellen
  • Rechercheaufgaben (Informationen aus Texten und Graphiken)
  • Bewertungsaufgaben

Die dafür notwendigen Anforderungen sind im Unterricht hinreichend einzuüben, die Komplexität der Anforderungen nimmt im Laufe der Sekundarstufe I zu.

Einmal im Schuljahr wird eine Klassenarbeit durch eine andere, in der Regel schriftliche, in Ausnahmefällen auch gleichwertige nicht schriftliche Lernerfolgsüberprüfung ersetzt. Für diese Überprüfungsformen gilt, dass sie hinreichend eingeübt sind, und dass Schülerinnen und Schülern klare Qualitätskriterien bekannt und bewusst sind. Die erwarteten Anforderungen sollten mit den Anforderungen und dem Arbeitsaufwand für eine entsprechende Klassenarbeit vergleichbar sein. Es kommen infrage:

Eine Dokumentation

  • Dokumentation zu umfangreicheren Experimenten und Untersuchungen, Projekten oder der Erstellung bestimmter naturwissenschaftlicher Produkte und Artefakte

Eine Präsentation

  • Eigenständig vorbereitete Vorführung / Demonstration eines Experiments
  • Eigenständiger Vortrag, Referat
  • Fachartikel oder kleine Facharbeit
  • Medienbeitrag (Text, Film, Podcast usw.)

Präsentationen als Ersatz für schriftliche Leistungsüberprüfungen sind als Gruppenleistung nur möglich, wenn sich die individuelle Schülerleistung getrennt bewerten lässt. Sie muss dafür klar erkennbar, beschreibbar und von Teilleistungen anderer abgrenzbar sein.

Überprüfung der sonstigen Leistung

Die sonstigen Leistungen im Unterricht werden in der Regel auf der Grundlage einer kriteriengeleiteten, systematischen Beobachtung von Unterrichtshandlungen beurteilt. Hier ist die geforderte Trennung zwischen Lern- und Leistungssituationen zu beachten. Weitere Anhaltspunkte für Beurteilungen lassen sich mit kurzen schriftlichen Übungen gewinnen, die sich auf eingegrenzte Zusammenhänge beziehen.

Kleinere - nicht notwendigerweise schriftliche - Überprüfungen sollen unterrichtsbegleitend stattfinden und Aufschluss über einen momentanen Lernstand geben, inwieweit etwa ein besonderes Konzept oder ein Zusammenhang verstanden wurde (formative Überprüfungen). Diese formativen Überprüfungen in Lernsituationen dienen allein der Rückmeldung und werden grundsätzlich nicht benotet.

Kriterien der Leistungsbeurteilung:

Die Bewertungskriterien für Leistungsbeurteilungen müssen den Schülerinnen und Schülern transparent und klar sein. Die folgenden Kriterien gelten allgemein für Leistungsbeurteilungen, wobei sich schriftliche Leistungsüberprüfungen als summative Überprüfungsformen im Wesentlichen auf die im ersten Abschnitt formulierten Kriterien stützen:

  • Leistungen, die zeigen, in welchem Ausmaß Kompetenzerwartungen des Lehrplans bereits erfüllt werden. Beurteilungskriterien können hier u.a. sein:
    • die fachliche Richtigkeit und Genauigkeit beim Lösen von Aufgaben,
    • die inhaltliche Geschlossenheit und sachliche Richtigkeit sowie die Angemessenheit fachtypischer qualitativer und quantitativer Darstellungen bei Erklärungen und beim Argumentieren,
    • die zielgerechte Auswahl und konsequente Anwendung von Verfahren beim Planen, Durchführen und Auswerten von Experimenten und bei der Nutzung von Modellen,
    • die Genauigkeit und Zielbezogenheit beim Analysieren, Interpretieren und Erstellen von Texten, Graphiken oder Diagrammen,
    • die Richtigkeit und Klarheit beim Darstellen erworbenen Wissens.
  • Leistungen, die im Prozess des Kompetenzerwerbs erbracht werden. Beurteilungskriterien können hier u.a. sein:
    • die Kreativität kurzer Beiträge zum Unterricht (z. B. beim Generieren von Fragestellungen und Begründen von Ideen und Lösungsvorschlägen, Darstellen, Strukturieren und Bewerten von Zusammenhängen),
    • die Vollständigkeit und die inhaltliche und formale Qualität von Arbeitsprodukten (z. B. Protokolle, Materialsammlungen, Hefte, Mappen, Portfolios, Lerntagebücher, Dokumentationen, Präsentationen, Lernplakate, Funktionsmodelle),
    • Lernfortschritte im Rahmen eigenverantwortlichen, schüleraktiven Handelns (z. B. Vorbereitung und Nachbereitung von Unterricht, Lernaufgabe, Referat, Rollenspiel, Befragung, Erkundung, Präsentation),
    • die Qualität von Beiträgen zum Erfolg gemeinsamer Gruppenarbeiten.

2.4 Lehr- und Lernmittel

Arbeits- und Lernmittel der Schülerinnen und Schüler

Die Schülerinnen und Schüler führen im Fach Physik eine Mappe, die Mappenfarbe ist violett. Die Mappe wird mit Inhaltsverzeichnis geführt und beinhaltet eine Fachwortliste. Für die Beurteilung von Mappen wird ein standardisierter Bogen verwendet.

Laut Beschluss der Fachkonferenz vom .. und der Schulkonferenz vom … wurde für den Physikunterricht das Lehrwerk XY angeschafft. Die Schüler bekommen für die Arbeit zu Hause ein Schulbuch gestellt. Dieses Buch soll nicht zu jeder Stunde mitgebracht werden, da im Physikraum jeweils ein Klassensatz jeder Klassenstufe vorhanden ist.

Medienausstattung des Fachraums

Der Physikraum verfügt über einen Beamer. An diesen Beamer sind ein Laptop, ein Videorekorder und ein DVD-Player fest angeschlossen. So können unterschiedliche Medienbeiträge mit wenig Aufwand präsentiert werden.

Die Schränke im Unterrichtsraum beinhalten Experimentiermaterialien für Schülerversuche. Die Ausstattung ist so umfangreich, dass die Schüler zu vielen Themenbereichen experimentieren können.

Im Vorbereitungsraum befinden sich Materialien für Demonstrationsversuche.

3 Entscheidungen zu fach- und unterrichtsübergreifenden Fragen

In den schulinternen Lehrplänen verankerte Vernetzungen:

Physik

Andere Fächer

7

Energiesparen

Erdkunde: Tragfähigkeit der Erde?

8

9

Strahlungsbilanz der Erde

Erdkunde: Treibhauseffekt

10

10

Radioaktivität

Geschichte: „Kalter Krieg“

10

Geplante aber noch zu initiierende Kooperationen:

Physik

Andere Fächer

10

Radioaktivität

Deutsch: Argumentieren

?

Geschwindigkeiten

Mathematik: Einheiten umrechnen

6

Außerschulische Kooperationspartner:

  • Mechatronische Betriebe: Im Rahmen des Unterrichtsvorhabens „Mechanische Erfindungen“ untersuchen die Schülerinnen und Schüler den Einsatz von Werkzeugen und Maschinen im Betrieb.

Hier können Betriebsführungen veranlasst werden. Für Projekte können elektrische oder mechanische Geräte auf Anfrage gestellt werden. Fachliche Beratung ist möglich (Ansprechpartner: Herr N.N.)

4 Qualitätssicherung und Evaluation

Grundsätze zur Arbeit in der Fachgruppe

Unterrichtsrelevante Beschlüsse der Fachkonferenz werden im Hauscurriculum festgehalten, das Hauscurriculum wird entsprechend aktualisiert.

Die Fachkonferenz tagt einmal pro Halbjahr. Zusätzlich finden zweimal pro Halbjahr Fachteamsitzungen statt, an denen alle Physiklehrkräfte der Schule teilnehmen. Der Fachkonferenzvorsitzende lädt zu den Fachkonferenzen und zu den Fachteamsitzungen schriftlich ein und legt einen Vorschlag für die Tagesordnung vor.

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Evaluation

Im Rahmen der ersten Fachkonferenz im Schuljahr setzen sich die Kolleginnen und Kollegen, die aktuell einen WP-Physik-Kurs unterrichten, mit den Lehrkräften zusammen, die im vorangegangenen Schuljahr einen WP-Physik-Kurs unterrichtet haben. Hier wird das schulinterne Curriculum des WP-Bereichs evaluiert. Dabei werden auch Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler zum WP-Unterricht berücksichtigt.

Arbeitsplanung der Fachgruppe

Was?

Wer?

Bis wann?

Erledigt am

Verbesserung der Arbeitsbedingungen:

Erarbeitung einer Konferenzvorlage zur Verstärkung der fachkollegialen Zusammenarbeit (Absprachen, Materialaustausch, Vergleichstests oder Hospitationen).

N.N.

Analyse der Unterrichtsqualität:

Entwicklung und Erprobung eines Vergleichstests

N.NN.N

Februar

Erfassung von Unterrichtsergebnissen:

Erprobung des standardisierten Bewertungsbogens (s. Anlage)

N.N

März

Erprobung von Instrumenten zum Feedback von Schülerinnen und Schülern zum Unterricht:

Online über das SefU-online-Portal http://www.sefu-online.de/

Beschlusskontrolle

Stand der Umsetzung der Beschlüsse

Nr.

Beschluss

Verantwortlich

Umgesetzt

Teilweise umgesetzt

Nicht umgesetzt, weil …

1

z.B. Schülerfeedback

2

z.B. Funktionskontrolle der Schülerexperimentiermaterialien


Evaluation des schulinternen Curriculums

Zielsetzung: Der schulinterne Lehrplan ist als „dynamisches Dokument“ zu sehen. Dementsprechend sind die dort getroffenen Absprachen stetig zu überprüfen, um ggf. Modifikationen vornehmen zu können. Die Fachschaft (als professionelle Lerngemeinschaft) trägt durch diesen Prozess zur Qualitätsentwicklung und damit zur Qualitätssicherung des Faches bei.

Prozess: Die Überprüfung erfolgt jährlich. Zu Schuljahresbeginn werden die Erfahrungen des vergangenen Schuljahres in der Fachkonferenz ausgetauscht, bewertet und eventuell notwendige Konsequenzen formuliert.

Die folgende Checkliste dient dazu, den Ist-Zustand bzw. auch Handlungsbedarf in der fachlichen Arbeit festzustellen und zu dokumentieren, Beschlüsse der Fachkonferenz zur Fachgruppenarbeit in übersichtlicher Form festzuhalten sowie die Durchführung der Beschlüsse zu kontrollieren und zu reflektieren. Die Liste wird regelmäßig überabeitet und angepasst. Sie dient auch dazu, Handlungsschwerpunkte für die Fachgruppe zu identifizieren und abzusprechen

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