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Gewicht im Griff – Krank durch Diät?

Mögliche unterrichtsvorhabenbezogene Konkretisierung – Qualifikationsphase (Q2) – Leistungskurs:

Unterrichtsvorhaben I:

Thema/Kontext: Gewicht im Griff – Krank durch Diät?

Inhaltsfeld: Pathophysiologie der Ernährung

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Regulation der Nährstoffaufnahme
  • Stoffwechselprozesse und Stoffwechselstörungen
  • Formen der Fehlernährung
  • Krankheitsbilder, Therapie und Prophylaxe

Zeitaufwand: ca. 25 Std. à 45 Minuten

Schwerpunkte übergeordneter Kompetenzerwartungen:

Die Schülerinnen und Schüler können …

  • UF1 ernährungswissenschaftliche Phänomene und Zusammenhänge unter Verwendung von Theorien, übergeordneten Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten beschreiben und erläutern
  • E2 Beobachtungen und Messungen, auch mit Hilfe komplexer Vorrichtungen (u. a. Messwerterfassungssystem), sachgerecht durchführen und festhalten.
  • E3 mit Bezug auf Theorien Modelle und Gesetzmäßigkeiten Hypothesen generieren sowie Verfahren zu ihrer Überprüfung ableiten.
  • E5 Daten/Messwerte qualitativ und quantitativ im Hinblick auf Zusammenhänge, Regeln oder auch zu formulierende Gesetzmäßigkeiten analysieren und Ergebnisse verallgemeinern.
  • E7 ernährungswissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen reflektieren sowie Veränderungen der Sichtweisen in ihrer historischen und kulturellen Entwicklung an Beispielen darstellen.
  • K4 sich über ernährungswissenschaftliche Aussagen, Sachverhalte und Erkenntnisse kritisch-konstruktiv austauschen und dabei Behauptungen oder Beurteilungen durch Argumente belegen bzw. widerlegen.
  • B1 fachliche, wirtschaftlich-politische und ethische Maßstäbe bei Bewertungen von ernährungswissenschaftlichen Sachverhalten unterscheiden und angeben.

Mögliche didaktische Leitfragen / Sequenzierung inhaltlicher Aspekte

Konkretisierte Kompetenzerwartungen aus dem Kernlehrplan

Die Schülerinnen und Schüler …

Empfohlene Lehrmittel, Materialien und Unterrichtsmethoden

Didaktisch-methodische Anmerkungen und Empfehlungen sowie Darstellung der verbindlichen Absprachen der Fachkonferenz

Gibt es das „richtige Gewicht“?

  • Kriterien zur Beurteilung des Ernährungsstatus
  • Anthropometrische Methoden zur Erschließung des eigenen Ernährungsstatus
  • unterscheiden zwischen Überernährung, Mangelernährung und Fehlernährung. (UF2)
  • führen anthropometrische Messungen und Berechnungen zur Ermittlung des Ernährungszustandes durch, halten die Ergebnisse fest und werten sie aus. (E2, E4, E5)
  • dokumentieren unter Verwendung fachüblicher Darstellungsformen selbstständig die Ergebnisse von Messungen und Berechnungen (u. a. zur Ermittlung des Ernährungszustandes). (K1)

Blitzlicht mit Sammlung von Schlagzeilen/Slogans zu Reduktionsdiäten

Materialien zur Ermittlung des Ernährungsstatus (Waage, Kaliper, Maßband, Formeln, Vergleichstabellen, u.a.)

Aktivierung von Vorerfahrungen und Vorwissen

Leitfragen, z.B.:

- Was ist „das richtige“ Gewicht?

- Warum werden (so viele) Diäten durchgeführt?

- Welche/Sind Diäten sind sinnvoll?

Möglichst verschiedene Räume zur Verfügung stellen zur Wahrung der Intimsphäre.

Vergleichende Beurteilung verschiedener Methoden in Kleingruppen und Diskussion im Plenum

Verbindlicher Beschluss der Fachkonferenz: Selbstlerneinheit - Methoden zur Ermittlung des eigenen Ernährungsstatus

Welche Ursachen und Folgen hat Übergewicht?

  • Ätiologie, Symptome und Folgen von Adipositas
  • Epigenetische Einflussfaktoren
  • Hunger-Sättigungs-Regelung
  • Hungerstoffwechsel
  • · erläutern die Fettsynthese bei positiver Energiebilanz. (UF1)
  • erläutern die Ätiologie und Symptome von verschiedenen ernährungsmitbedingten Erkrankungen und erklären die spezifischen Störungen im Energie- und Stoffwechsel. (UF1, UF4)
  • führen spezifische Symptome ernährungsmitbedingter Erkrankungen auf die entsprechenden stoffwechselphysiologischen Prozesse zurück und formulieren therapieorientierte Fragestellungen. (E1, E5)
  • werten umfassendere Untersuchungsergebnisse zu ernährungsmitbedingten Erkrankungen aus und entwickeln begründet weitergehende Fragestellungen und sich daraus ergebende Hypothesen. (E3, E5)
  • interpretieren einfache Schemata zu gestörten Stoffwechselabläufen und begründen auf dieser Grundlage Ätiologie und Symptomatik eines Krankheitsbildes. (K4)
  • wählen Modelle aus zur Erklärung der Rolle intrazellulärer Botenstoffe (u. a. cAMP) in der zellulären Signaltransduktion. (E6)
  • bewerten die Meinungen in den Medien zur Frage der Prävention von ernährungsmitbedingten Krankheiten und beziehen eine differenzierte, fachwissenschaftlich abgesicherte Position. (B1)
  • bewerten das Ess- und Trinkverhalten von Kindern und Jugendlichen sowie Männern und Frauen vor dem Hintergrund ethisch-sozialer Maßstäbe, sozialer Kontexte und der Suchtproblematik unter Bezug auf Werte und Normen sowie die Verantwortung dem eigenen Körper gegenüber. (B1, B2, B3)
  • bewerten Lebensmittelkonsum und Lebensstil im Hinblick auf ihre Wirksamkeit zur Krankheitsprävention unter Berücksichtigung der genetischen Veranlagung und epigenetischer Modulation. (B1)
  • erläutern die Bedeutung der Gluconeogenese und der Ketogenese (u. a. bei Nahrungskarenz). (UF1)

Gruppenpuzzle mit verschiedenen Texten, Graphiken und Schemata zum Thema Adipositas – ein multifaktorielles Geschehen

Arbeitsblatt mit Sachtext zur Hunger-Sättigungs-Regulation

Arbeitsblatt mit Schema zum Hungerstoffwechsel

Hilfekarten zum Hungerstoffwechsel

SuS erarbeiten verschiedene Ursachen und Folgen von Übergewicht/Adipositas (Epigenetik, Leptin).

Empfehlung: Erstellung einer Mind Map

Ein Paar präsentiert abschließend ein Ergebnis (Auswahl durch Zufallsgenerator)

SuS erstellen ein Schema und erklären daran die Hunger-Sättigungs-Regulation

SuS setzen ein Schema zum Hungerstoffwechsel in einen Text um und präsentieren das Ergebnis.

Diätverhalten von Jugendlichen der Schule – Welche Reduktionsdiäten sind beliebt?

  • Therapie von Übergewicht
  • Stoffwechselwirkung verschiedener Reduktionsdiäten
  • Polymorhismus
  • Individualisierte Ernährungsempfehlungen
  • Gesundheitsaufklärung
  • entwickeln und reflektieren ernährungsbedingte Maßnahmen zur Gesundheitsaufklärung (u. a. in Familie und Schule). (E7)
  • recherchieren selbstständig in ausgewählter Fachliteratur (u. a. zu Lebensmittelunverträglichkeiten), nutzen diese gezielt zu Pro­blemlösungen und präsentieren die Informationen fach- und adressatengerecht. (K2, K3, K4)
  • erläutern die Notwendigkeit der personalisierten Ernährungsempfehlungen vor dem Hintergrund des Polymorphismus und der „-omics“. (UF1)
  • bewerten Therapiemaßnahmen im Hinblick auf ihre Eignung zur Behandlung ernährungsmitbedingter Erkrankungen. (K4)
  • argumentieren kritisch-konstruktiv bei der Simulation einer Ernährungsberatungssituation. (K4)

Plenum

Gruppenarbeit:

Liste mit Kriterien zur Erstellung und Auswertung einer Umfrage

Hilfen zur Arbeit mit dem gewählten Auswertungs-programm, z.B. Graftstat, Excel

Präsentation der Ergebnisse

Stellwände, Plakate, Informationsbroschüren

Erarbeitung einer Liste zur kriterienorientierten Beurteilung einer Reduktionskost, z.B.: Adressatengruppe, Energie- und Nährstoffversorgung, Auswirkungen auf den Stoffwechsel, Durchführungsdauer, angegebener Gewichtsverlust

Nach Absprache mit der Schulleitung ggfs. Erstellung eines Fragebogens in anonymisierter Form zum Diätverhalten von Jugendlichen und arbeitsteilige Durchführung einer Ernährungserhebung in verschiedenen Klassen oder Jahrgangsstufen und Auswertung nach den erarbeiteten Beurteilungskriterien

Empfehlung: Galeriegang

Empfehlung:

Nach Absprache mit der Schulleitung ggfs. Erstellung eines Informationsstands mit kritischer Auseinandersetzung zum Diätverhalten zu den anoymisierten Daten

Diagnose von Schülerkompetenzen: z. B.: Selbst- und Fremdbeobachtung, Partner-/Gruppen-/Multiinterview, Selbstkontrollbogen, kriterienorientierte Beurteilung der Erstellung und Auswertung eines Fragebogens

Leistungsbewertung: kriterienorientierte Beurteilung der Plakate und Informationsbroschüren, ggf. Klausur

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