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Beispiel eines schulinternen Lehrplans für die gymnasiale Oberstufe im Fach Kath. Religionslehre

 

Hinweis: Als Beispiel für einen schulinternen Lehrplan auf der Grundlage des Kernlehrplans Katholische Religionslehre steht hier der schulinterne Lehrplan einer fiktiven Schule zur Verfügung.

Um zu verdeutlichen, wie die jeweils spezifischen Rahmenbedingungen in den schulinternen Lehrplan einfließen, wird die Schule in Kapitel 1 zu-nächst näher vorgestellt. Den Fachkonferenzen wird empfohlen, eine nach den Aspekten im vorliegenden Beispiel strukturierte Beschreibung für ihre Schule zu erstellen.

 

Hinweis: Um die Ausgangsbedingungen für die Erstellung des schulinternen Lehrplans festzuhalten, können beispielsweise folgende Aspekte berücksichtigt werden:
  • Lage der Schule
  • Aufgaben des Fachs bzw. der Fachgruppe
  • Funktionen und Aufgaben der Fachgruppe vor dem Hintergrund des Schulprogramms
  • Beitrag der Fachgruppe zur Erreichung der Erziehungsziele ihrer Schule
  • Beitrag zur Qualitätssicherung und -entwicklung innerhalb der Fachgruppe
  • Zusammenarbeit mit andere(n) Fachgruppen (fächerübergreifende Unterrichtsvorhaben und Projekte)
  • Ressourcen der Schule (personell, räumlich, sächlich), Größe der Lerngruppen, Unterrichtstaktung, Stundenverortung
  • Fachziele
  • Name des/der Fachvorsitzenden und des Stellvertreters/der Stellvertreterin
  • ggf. Arbeitsgruppen bzw. weitere Beauftragte

1 Rahmenbedingungen der fachlichen Arbeit

Selbstbeschreibung der Fachgruppe und der Schule

Das – fiktive – Gymnasium Engelsgasse ist ein Städtisches Gymnasium auf der rechten Rheinseite Kölns und beschult neben Schülerinnen und Schülern der Stadt Köln auch solche aus den umliegenden Gemeinden. Derzeit werden an unserem Gymnasium bedingt durch höhere Schülerzahlen, die Einführung des Ganztags und das Alter mancher Gebäudeteile umfangreiche Baumaßnahmen durchgeführt. Das Gymnasium kooperiert mit verschiedenen außerschulischen Partnern, etwa dem Forschungszentrum der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt, der in der Nähe befindlichen Musikschule, der REWE-Group u.a. Alle Stufen begleitend findet – in den Schulalltag integriert – ein BO-Camp (Berufsorientierungscamp) statt. Die Schule hat Schulpartnerschaften mit Frankreich (Nancy), der Türkei (Istanbul) und den USA (New York).

weiter ...

Der Anteil der Kinder an unserer Schule, die einen Migrationshintergrund haben und bei denen die deutsche Sprache nicht ihre Erstsprache ist, beträgt ca. 40 Prozent. Ungefähr die Hälfte der Schülerinnen und Schüler leben in Patchwork-Familien oder bei nur einem Elternteil. Aufgrund dessen legt das Schulprogramm einen besonderen Fokus auf die Abstimmung der Erziehungskonzepte zwischen Elternhaus und Schule sowie auf die Förderung interkulturellen Lernens und die Förderung von Sprach- bzw. Schreibkompetenz. In der gymnasialen Oberstufe werden jährlich ca. 20 Prozent Schülerinnen und Schüler als Quereinsteiger aus anderen Schulformen aufgenommen. Nahezu alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule sind in sozialen Netzwerken organisiert, die oft unkritisch und mit teils verheerenden Folgen (Cyber-Mobbing u. ä.) genutzt werden. Alle Fächer legen deshalb besonderes Augenmerk auf die Beherrschung von Informations- und Kommunikationstechnologien und deren kritischer Reflexion.

Die Fachkonferenz Katholische Religionslehre besteht aus vier Kolleginnen, die effizient zusammenarbeiten und Materialien austauschen. Da die Schule seit einigen Jahren das Lehrerraumprinzip eingeführt hat, gibt es keinen Fachraum mehr.

In der Oberstufe kommen mindestens zwei, meist drei Kurse mit jeweils 20 Lernenden zustande, wobei ca. 20 Prozent nicht-katholische Schülerinnen und Schüler das Fach wählen. In der Q2 werden diese Kurse je nach Wahlverhalten der Kursteilnehmer/innen oft zu einem Kurs zusammengelegt. Sollte das Abwahlverhalten der Schülerinnen und Schüler eine Zusammenlegung von Kursen beider Konfessionen erforderlich machen, werden rechtzeitig die Konsequenzen dieser Zusammenlegung gemäß Anlage 2 APO-GOSt zu erläutern sein.

Zum Ende der Sekundarstufe I werden alle Schülerinnen und Schüler sowie deren Erziehungsberechtigte im Rahmen einer zentralen Informationsveranstaltung zur GOSt über die Belegverpflichtung im Fach KR, das an dieser Schule in Grund- und (bei entsprechender Wahl) auch Leistungskursen belegt werden kann, unterrichtet. Darüber hinaus erfolgen auch Informationen zum Abitur. Das Fach Katholische Religionslehre ist an unserer Schule jährlich mündliches und mit rückläufiger Tendenz schriftliches Abiturfach.

Durch die oben beschriebene Heterogenität der Schülerschaft und die damit zusammenhängenden unterschiedlichen lebensweltlichen Erfahrungen der Lernenden bedingt, nimmt der Katholische Religionsunterricht an unserer Schule die konkreten Lebensweltbezüge der Schülerinnen und Schüler in den Blick und integriert diese durchgängig in den Unterricht, um – darauf basierend – zur Erweiterung der Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenz beizutragen.

Des Weiteren hat – bedingt durch den bisher vorhandenen Ausfall des Religionsunterrichts in Stufe 8, den Wechsel einiger nicht-katholischer Schülerinnen und Schüler in den Katholischen Religionsunterricht sowie die Anzahl an Quereinsteigern – eine Angleichung der Vorkenntnisse der Schülerinnen und Schüler zu erfolgen. Deshalb einigt sich die Fachkonferenz Katholische Religionslehre hinsichtlich der Themen in der Einführungsphase auf Unterrichtsvorhaben, die gezielt auf diesen Aspekt eingehen (z.B. UV 1: „Wie hältst du’s mit der Religion?“ – Wahrnehmung von Religion in unserer Zeit und Welt und Auseinandersetzung mit ihrer Relevanz).

Hinsichtlich der methodischen Vorgaben ist sich die Fachkonferenz einig, dass es auch Aufgabe des Religionsunterrichts ist, zur sinnvollen Nutzung und Beherrschung von Informations- und Kommunikationstechnologien anzuleiten und diese kritisch reflektiert im Unterricht einzusetzen. Aus diesem Grund sind z.B. die im folgenden hausinternen Lehrplan genannten Filme/Vorgaben zur Online-Recherche usw. so ausgewählt und im Unterricht einzusetzen, dass sie dazu anleiten können.

Die besonderen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler aus dem Musikzweig unserer Schule werden für die Unterrichtsgestaltung sowie für die Gestaltung der Gottesdienste genutzt. Fünfmal jährlich finden Gottesdienste statt, die die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung einer Lehrkraft unserer Fachschaft und einer Lehrkraft aus der Fachschaft Musik in Absprache mit dem zuständigen Gemeindepfarrer vorbereiten.

Methodisch greift das Fach Katholische Religionslehre zurück auf die Kompetenzen, die die Schülerinnen und Schüler, gestützt durch Projekt- und Methodentage, im Rahmen der Sek. I aufgebaut haben. Zu Beginn jeder Stufe (Einführungsphase, Q1, Q2) greifen Methodentage die Methodenschulung der Unter- und Mittelstufen oberstufenspezifisch auf (z.B.: Wie strukturiere und präsentiere ich einen Fachvortrag? Wie schreibe ich eine Facharbeit?) und tragen zur Integration der Quereinsteiger bei.

2 Entscheidungen zum Unterricht

Hinweis: Die nachfolgende Darstellung der Unterrichtsvorhaben erfolgt auf zwei Ebenen: der Übersichts- und der Konkretisierungsebene. Im Übersichtsraster (2.1.1) wird die für alle Lehrerinnen und Lehrer gemäß Fachkonferenzbeschluss verbindliche Verteilung der Unterrichtsvorhaben dargestellt. Dabei werden zugeordnete Inhaltsfelder, inhaltliche Schwerpunkte und – nur in Auszügen  – anvisierte Kompetenzerwartungen ausgewiesen. Die übergeordneten und konkretisierten Kompetenzerwartungen werden vollständig auf der Ebene der Darstellung der Unterrichtsvorhaben (2.1.2) berücksichtigt.I

2.1 Übersichtsraster Unterrichtsvorhaben

Die Darstellung der Unterrichtsvorhaben im schulinternen Lehrplan folgt dem Anspruch, sämtliche im Kernlehrplan angeführten Kompetenzen abzudecken. Dies entspricht der Verpflichtung jeder Lehrkraft, alle Kompetenzerwartungen des Kernlehrplans zu bedienen und den Kompetenzerwerb der Lernenden sicherzustellen.

Diese Darstellung der Unterrichtsvorhaben erfolgt auf zwei Ebenen: der Übersichts- und der Konkretisierungsebene.

Im „Übersichtsraster Unterrichtsvorhaben“ (Kapitel 2.1.1) wird die für alle Lehrerinnen und Lehrer gemäß Fachkonferenzbeschluss verbindliche Verteilung der Unterrichtsvorhaben dargestellt. Das Übersichtsraster dient dazu, den Kolleginnen und Kollegen einen schnellen Überblick über die Zuordnung der Unterrichtsvorhaben zu den einzelnen Jahrgangsstufen zu verschaffen. Ferner finden sich dort jeweils die im Kernlehrplan genannten Inhaltsfelder und inhaltlichen Schwerpunkte sowie – in Auszügen – übergeordnete und konkretisierte Kompetenzerwartungen, die für das jeweilige Unterrichtsvorhaben in besonderer Weise relevant sind.

Die übergeordneten und konkretisierten Kompetenzerwartungen in Gänze werden auf der Ebene der Darstellung des Unterrichtsvorhabens berücksichtigt.

Um Spielraum für Vertiefungen, besondere Schülerinteressen, aktuelle Themen bzw. die Erfordernisse anderer besonderer Ereignisse (z.B. Praktika, Kursfahrten o.ä.) zu erhalten, wurden im Rahmen dieses schulinternen Lehrplans über verbindliche Vereinbarungen nur ca. 75 Prozent der zur Verfügung stehenden Unterrichtszeit verplant.

Die Fachkonferenz hat den Auftrag über verbindliche Vereinbarungen zu Unterrichtsvorhaben zu entscheiden. Dies schließt Verabredungen zu Themen, inhaltlichen Schwerpunkten und Kompetenzbezügen ein, kann sich aber darüber hinaus auch in unterschiedlicher Intensität auf inhaltliche und methodische Akzente der Unterrichtsvorhaben sowie Formen der Kompetenzüberprüfungen beziehen. Die Fachkonferenz legt die Reihenfolge der Unterrichtsvorhaben fest. Sie nennt ferner als Anregung weitere Ausgestaltungselemente, die formal durch entsprechende Hinweise (wie „z.B.“, „etwa“, „ggf.“ o.ä.) gekennzeichnet sind. Abweichungen von den angeregten Vorgehensweisen sind im Rahmen der pädagogischen Freiheit der Lehrkräfte jederzeit möglich.

Der Fachkonferenzbeschluss in seinem obligatorischen Teil ist bindend für alle Mitglieder der Fachkonferenz, gewährleistet so vergleichbare Standards und schafft eine Absicherung bei Lerngruppenübertritten, Lerngruppenzusammenlegungen und Lehrkraftwechseln. Darüber hinaus stellt die Dokumentation der verbindlichen Vereinbarungen Transparenz für Schülerinnen und Schüler und deren Eltern her.

Referendarinnen und Referendaren sowie neuen Kolleginnen und Kollegen dienen diese Vereinbarungen zur standardbezogenen Orientierung in der neuen Schule, aber auch zur Verdeutlichung von unterrichtsbezogenen fachgruppeninternen Absprachen zu didaktisch-methodischen Zugängen, fachübergreifenden Perspektiven, Lernmitteln und ‑orten sowie vorgesehenen Leistungsüberprüfungen, die im Einzelnen auch den Kapiteln 2.2 bis 2.4 zu entnehmen sind.

Einführungsphase

Einführungsphase

 Jahresthema:  „Vernünftig glauben und verantwortlich handeln“ – Theologische und anthropologisch-ethische Annäherungen

Unterrichtsvorhaben I:

Thema: „Wie hältst du’s mit der Religion?“ – Wahrnehmung von Religion in unserer Zeit und Welt und Auseinandersetzung mit ihrer Relevanz

Kompetenzerwartungen (in Auszügen):

Die Schülerinnen und Schüler

-         identifizieren Religion und Glaube als eine wirklichkeitsgestaltende Dimension der Gegenwart (SK 3).

-         beschreiben Sachverhalte sprachlich angemessen und unter Verwendung relevanter Fachbegriffe (MK 1),

-         beurteilen lebensweltlich relevante Phänomene aus dem Kontext von Religion und Glauben im Hinblick auf das zugrundeliegende Verständnis von Religion (UK 1).

-         sprechen angemessen über Fragen nach Sinn und Transzendenz (HK 1).

-         identifizieren religiöse Spuren und Ausdrucksformen (Symbole, Riten, Mythen, Räume, Zeiten) in der Lebenswelt und deuten sie.

Inhaltsfelder:

IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive

IF 2: Christliche Antworten auf die Gottesfrage

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Religiosität in der pluralen Gesellschaft
  • Das Verhältnis von Vernunft und Glaube

Zeitbedarf: mindestens 16 Stunden

      Unterrichtsvorhaben II:

      Thema: „Entscheidend ist nicht, wie etwas war, sondern wie wahr etwas ist.“ – Neue Annäherungen an alte Geschichten

      Kompetenzerwartungen (in Auszügen):

      Die Schülerinnen und Schüler

      -         identifizieren Merkmale religiöser Sprache und erläutern ihre Bedeutung (SK 4),

      -         analysieren  methodisch angeleitet biblische Texte unter Berücksichtigung ausgewählter Schritte der historisch-kritischen Methode (MK 3),

      -         erklären an einem biblischen Beispiel den Charakter der Bibel als Glaubenszeugnis.

      Inhaltsfelder:

      IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive

      IF 2: Christliche Antworten auf die Gottesfrage

      IF 5: Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation

      Inhaltliche Schwerpunkte:

      • Der Mensch als Geschöpf und Ebenbild Gottes
      • Das Verhältnis von Vernunft und Glaube
      • Charakteristika christlicher Ethik

      Zeitbedarf: mindestens 14 Stunden

      Unterrichtsvorhaben III:

      Thema: „Ich glaube nur die Dinge, die naturwissenschaftlich beweisbar sind …“ - Gegen eine eindimensionale Sicht von Wirklichkeit

      Kompetenzerwartungen (in Auszügen):

      Die Schülerinnen und Schüler

      -         bestimmen exemplarisch das Verhältnis von Wissen, Vernunft und Glaube (SK 5).

      -         erarbeiten methodisch angeleitet Ansätze und Positionen anderer Weltanschauungen und Wissenschaften (MK 4),

      -         greifen im Gespräch über religiös relevante Themen Beiträge anderer sachgerecht und konstruktiv auf (HK 3),

      -         erörtern die Verantwortbarkeit des Glaubens vor der Vernunft

      Inhaltsfelder:

      IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive

      IF 2: Christliche Antworten auf die Gottesfrage

      Inhaltliche Schwerpunkte:

      • Religiosität in der pluralen Gesellschaft
      • Der Mensch als Geschöpf und Ebenbild Gottes
      • Das Verhältnis von Vernunft und Glaube

      Zeitbedarf: mindestens 12 Stunden

      Unterrichtsvorhaben IV:

      Thema: „Über spannende Beziehungen nachdenken“ - Der Mensch als Geschöpf göttlicher Gnade zwischen Anspruch und Wirklichkeit

      Kompetenzerwartungen (in Auszügen):

      Die Schülerinnen und Schüler

      -         beschreiben Sachverhalte sprachlich angemessen und unter Verwendung relevanter Fachbegriffe (MK 1),

      -         erörtern die Relevanz einzelner Glaubensaussagen für das eigene Leben und die gesellschaftliche Wirklichkeit (UK 2),

      -         erörtern Konsequenzen, die sich aus der Vorstellung von der Gottesebenbildlichkeit des Menschen ergeben (u.a. die Gleichwertigkeit von Frau und Mann),

      -         erläutern Charakteristika des biblisch-christlichen Menschenbildes und grenzen es von kontrastierenden Bildern vom Menschen ab,

      -         erläutern die Verantwortung für sich, für andere und vor Gott als wesentliches Element christlicher Ethik.

      Inhaltsfelder:

      IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive

      IF 5: Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation

      Inhaltliche Schwerpunkte:

      • Der Mensch als Geschöpf und Ebenbild Gottes
      • Charakteristika christlicher Ethik

      Zeitbedarf: mindestens 18 Stunden

      Unterrichtsvorhaben V:

      Thema:Orientierung finden“  – Wie wir verantwortlich handeln können

      Kompetenzerwartungen (in Auszügen):

      Die Schülerinnen und Schüler

      -         entwickeln Fragen nach Grund und Sinn des Lebens sowie der eigenen Verantwortung (SK 1),

      -         erörtern im Kontext der Pluralität unter besonderer Würdigung spezifisch christlicher Positionen ethische Fragen (UK 3),

      -         treffen eigene Entscheidungen in ethisch relevanten Zusammenhängen unter Berücksichtigung des christlichen Menschenbildes (HK 4).   

      -         erläutern Schritte ethischer Urteilsfindung,

      -         erörtern den Zusammenhang von Freiheit und Verantwortung.

      Inhaltsfelder:

      IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive

      IF 5: Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation

      Inhaltliche Schwerpunkte:

      • Der Mensch als Geschöpf und Ebenbild Gottes
      • Charakteristika christlicher Ethik

      Zeitbedarf: mindestens 14 Stunden

      Summe Einführungsphase: ca.100 Stunden

      Qualifikationsphase Q1 (Gk)

      Qualifikationsphase (Q1) – GRUNDKURS

      Jahresthema: „Das muss doch jeder selber wissen?“ – Theologische, christologische, anthropologisch-ethische und ekklesiologische Vergewisserungen angesichts der Tendenz der Privatisierung („Was ich glaube, ist meine Sache“), Relativierung („Was wahr ist, weiß keiner“) und Funktionalisierung („Was bringt mir der Glaube?“) von Religion
       

       

      Unterrichtsvorhaben I:

      Thema: „Was ich glaube, bestimme ich“ oder: „Zwischen dem ‚lieben Gott‘ und dem ‚absoluten Geheimnis‘“ – Die Frage nach der biblisch-christlichen Gottesbotschaft

      Kompetenzerwartungen (in Auszügen):

      Die Schülerinnen und Schüler

      -         identifizieren und deuten Situationen des eigenen Lebens und der Lebenswelt, in denen sich Fragen nach Grund, Sinn und Ziel des Lebens und der eigenen Verantwortung stellen (SK 1),

      -         analysieren kriterienorientiert theologische, philosophische und andere religiös relevante Texte (MK 5),

      -         bewerten Möglichkeiten und Grenzen des Sprechens vom Transzendenten (UK 1),

      -        entfalten zentrale Aussagen des jüdisch-christlichen Gottesverständnisses (Gott als Befreier, als der ganz Andere, als der Unverfügbare, als Bundespartner),

      -        erörtern die Vielfalt von Gottesbildern und setzen sie in Beziehung zum biblischen Bilderverbot.

      Inhaltsfelder:

      IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive

      IF 2: Christliche Antworten auf die Gottesfrage

      IF 3: Das Zeugnis vom Zuspruch und Anspruch Jesu Christi

      Inhaltliche Schwerpunkte:

      • Die Sehnsucht nach einem gelingenden Leben
      • Biblisches Reden von Gott
      • Jesus von Nazareth, der Christus: Tod und Auferweckung
      Zeitbedarf: Circa 30 Stunden

       

      Unterrichtsvorhaben II:

      Thema: „Der Glaube an Jesus, den Christus – eine Zu-mutung für mich?“ - Das Lukasevangelium als eine Ur-Kunde christlichen Glaubens

      Kompetenzerwartungen (in Auszügen):

      Die Schülerinnen und Schüler

      -         deuten die Evangelien als Zeugnisse des Glaubens an den Auferstandenen,

      -         erläutern Zuspruch und Anspruch der Reich-Gottes-Botschaft Jesu vor dem Hintergrund des sozialen, politischen und religiösen Kontextes,

      -         beurteilen an einem Beispiel aus den Evangelien Möglichkeiten und Grenzen der historisch-kritischen Methode und eines anderen Wegs der Schriftauslegung,

      -         werten einen synoptischen Vergleich kriterienorientiert aus (MK 4).

      -         verleihen ausgewählten thematischen Aspekten in unterschiedlichen Gestaltungsformen kriterienorientiert und reflektiert Ausdruck (HK 6).

      Inhaltsfelder:

      IF 2: Christliche Antworten auf die Gottesfrage

      IF 3: Das Zeugnis vom Zuspruch und Anspruch Jesu Christi

      IF 4: Kirche in ihrem Anspruch und Auftrag

      IF 5: Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation

      IF 6: Die christliche Hoffnung auf Vollendung

      Inhaltliche Schwerpunkte:

      • Biblisches Reden von Gott
      • Reich-Gottes-Verkündigung Jesu in Tat und Wort,
      • Jesus von Nazareth, der Christus: Tod und Auferweckung
      • Kirche in ihrem Selbstverständnis vor den Herausforderungen der Zeit
      • Christliches Handeln in der Nachfolge Jesu
      • Die christliche Botschaft von Tod und Auferstehung
      Zeitbedarf: Circa 28 Stunden

      Unterrichtsvorhaben III:

      Thema: Hat der christliche Glaube für mich Konsequenzen? - Philosophische und theologische Reflexionen zu ethischen Fragen um Lebensanfang und -ende

      Kompetenzerwartungen (in Auszügen):

      Die Schülerinnen und Schüler

      -         bewerten Ansätze und Formen theologischer und ethischer Argumentation (UK 4), 

      -         erörtern im Kontext der Pluralität unter besonderer Würdigung spezifisch christlicher Positionen komplexere religiöse und ethische Frage (UK 5). 

      -         analysieren verschiedene Positionen zu einem konkreten ethischen Entscheidungsfeld im Hinblick auf die zugrundeliegenden ethischen Begründungsmodelle,

      -         erläutern Aussagen und Anliegen der katholischen Kirche im Hinblick auf den besonderen Wert und die Würde menschlichen Lebens.

      -         erörtern die Relevanz biblisch-christlicher Ethik für das individuelle Leben und die gesellschaftliche Praxis (Verantwortung und Engagement für die Achtung der Menschenwürde, für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung).

      Inhaltsfelder:

      IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive

      IF 5: Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation

      Inhaltliche Schwerpunkte:

      • Die Sehnsucht nach einem gelingenden Leben
      • Christliches Handeln in der Nachfolge Jesu      
      Zeitbedarf: Circa 15 Stunden

      Unterrichtsvorhaben IV:

      Thema: „Kann ich für mich alleine glauben?“ – Kirche als Volk Gottes

      Kompetenzerwartungen (in Auszügen):

      Die Schülerinnen und Schüler

      -         analysieren kriterienorientiert lehramtliche und andere Dokumente christlichen Glaubens unter Berücksichtigung ihres Entstehungszusammenhangs und ihrer Wirkungsgeschichte (MK 2).

      -         beschreiben die Wahrnehmung und Bedeutung von Kirche in ihrer Lebenswirklichkeit,

      -         erläutern die anthropologische und theologische Dimension eines Sakraments,

      -         erläutern Kirchenbilder des II. Vatikanischen Konzils (u.a. Volk Gottes) als Perspektiven für eine Erneuerung der Kirche

      -         erörtern die Bedeutung und Spannung von gemeinsamem und besonderem Priestertum in der katholischen Kirche.

      Inhaltsfelder:

      IF 2: Christliche Antworten auf die Gottesfrage

      IF 3: Das Zeugnis vom Zuspruch und Anspruch Jesu Christi

      IF 4: Kirche in ihrem Anspruch und Auftrag

      Inhaltliche Schwerpunkte:

      • Biblisches Reden von Gott
      • Reich-Gottes-Verkündigung Jesu in Tat und Wort
      • Kirche in ihrem Selbstverständnis vor den Herausforderungen der Zeit
      Zeitbedarf: Circa 18 Stunden

      Summe Qualifikationsphase (Q1) – GRUNDKURS: 100 Stunden

      Qualifikationsphase Q2 (Gk)

      Qualifikationsphase (Q2) – GRUNDKURS

      Jahresthema: „Wie plausibel ist der Glaube?“ - Theologische, christologische, eschatologische und ekklesiologische Antworten

      Unterrichtsvorhaben V:

      Thema: „Kann man eigentlich (noch) vernünftig glauben?“ – Der Glaube an den christlichen Gott vor den Herausforderungen des Atheismus und der Theodizee

      Kompetenzerwartungen (in Auszügen):

      Die Schülerinnen und Schüler

      -         beschreiben die Wahrnehmung und Bedeutung des Fragens nach Gott und des Redens von Gott in ihrer Lebenswirklichkeit,

      -         erläutern eine Position, die die Plausibilität des Gottesglaubens aufzuzeigen versucht,

      -         erörtern eine Position der Religionskritik im Hinblick auf ihre Tragweite,

      -         erörtern eine theologische Position zur Theodizeefrage.,

      -         nehmen unterschiedliche konfessionelle, weltanschauliche und wissenschaftliche Perspektiven ein und erweitern dadurch die eigene Perspektive (HK 3),

      -         argumentieren konstruktiv und sachgerecht in der Darlegung eigener und fremder Gedanken in religiös relevanten Kontexten (HK 4).

      Inhaltsfelder:

      IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive

      IF 2: Christliche Antworten auf die Gottesfrage

      F 5: Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation

      Inhaltliche Schwerpunkte:

      • Die Sehnsucht nach einem gelingenden Leben
      • Die Frage nach der Existenz Gottes
      • Christliches Handeln in der Nachfolge Jesu

      Zeitbedarf: Circa 18 Stunden

      Unterrichtsvorhaben VI:

      Thema: Die Botschaft von Erlösung, Heil und Vollendung – ein Angebot ohne Nachfrage?

      Kompetenzerwartungen (in Auszügen):

      Die Schülerinnen und Schüler

      -         erörtern die Relevanz von Glaubensaussagen heute (UK 2),

      -         erläutern die mögliche Bedeutung christlicher Glaubensaussagen für die persönliche Suche nach Heil und Vollendung,

      -         erläutern die fundamentale Bedeutung der Auferweckung Jesu Christi für den christlichen Glauben,

      -         beschreiben Wege des Umgangs mit Tod und Endlichkeit,

      -         erläutern christliche Jenseitsvorstellungen im Vergleich zu Jenseitsvorstellungen einer anderen Religion.

      Inhaltsfelder:

      IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive

      IF 3: Das Zeugnis vom Zuspruch und Anspruch Jesu Christi

      IF 5: Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation

      IF 6: Die christliche Hoffnung auf Vollendung

      Inhaltliche Schwerpunkte:

      • Die Sehnsucht nach einem gelingenden Leben
      • Jesus von Nazareth, der Christus: Tod und Auferweckung
      • Christliches Handeln in der Nachfolge Jesu
      • Die christliche Botschaft von Tod und Auferstehung
      Zeitbedarf: Circa 15 Stunden

      Unterrichtsvorhaben VII:

      Thema: „Viele Wege führen zu Gott“ oder: „Ohne Jesus Christus kein Heil“? – Der Wahrheitsanspruch der Kirche im interreligiösen und interkonfessionellen Dialog

      Kompetenzerwartungen (in Auszügen):

      Die Schülerinnen und Schüler...

      -         stellen an ausgewählten Inhalten Gemeinsamkeiten von Konfessionen und Religionen sowie deren Unterschiede dar (SK 7).

      -         analysieren kriterienorientiert lehramtliche und andere Dokumente christlichen Glaubens unter Berücksichtigung ihres Entstehungszusammenhangs und ihrer Wirkungsgeschichte (MK 2),

      -         erläutern die Sichtweise auf Jesus im Judentum oder im Islam und vergleichen sie mit der christlichen Perspektive,

      -         erläutern Anliegen der katholischen Kirche im interreligiösen Dialog.

      -         erörtern im Hinblick auf den interreligiösen Dialog die Relevanz des II. Vatikanischen Konzils.

      Inhaltsfelder:

      IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive

      IF 2: Christliche Antworten auf die Gottesfrage

      IF 3: Das Zeugnis vom Zuspruch und Anspruch Jesu Christi

      IF 4: Kirche in ihrem Anspruch und Auftrag

      IF 5: Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation

      Inhaltliche Schwerpunkte:

      • Die Sehnsucht nach einem gelingenden Leben
      • Die Frage nach der Existenz Gottes
      • Jesus von Nazareth, der Christus: Tod und Auferweckung
      • Kirche in ihrem Selbstverständnis vor den Herausforderungen der Zeit
      • Christliches Handeln in der Nachfolge Jesu

      Zeitbedarf: Circa 15 Stunden

      Unterrichtsvorhaben VIII

      Thema: Unsterblich sein oder ewig leben? – Der Mensch zwischen Verdrängung des Todes und der Sehnsucht nach Vollendung

      Kompetenzerwartungen (in Auszügen):

      Die Schülerinnen und Schüler

      -         identifizieren und deuten Situationen des eigenen Lebens und der Lebenswelt, in denen sich Fragen nach Grund, Sinn und Ziel des Lebens und der eigenen Verantwortung stellen (SK 1),

      -         setzen eigene Antwortversuche und Deutungen in Beziehung zu anderen Entwürfen und Glaubensaussagen (SK 2),

      -         analysieren Bilder in ihren zentralen Aussagen (MK 7),

      -         beschreiben Wege des Umgangs mit Tod und Endlichkeit,

      -         erläutern christliche Jenseitsvorstellungen im Vergleich zu Jenseitsvorstellungen einer anderen Religion.

      -         erörtern an eschatologischen Bildern das Problem einer Darstellung des Undarstellbaren.

      Inhaltsfelder:

      IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive

      IF 3: Das Zeugnis vom Zuspruch und Anspruch Jesu Christi

      IF 6: Die christliche Hoffnung auf Vollendung

      Inhaltliche Schwerpunkte:

      • Die Sehnsucht nach einem gelingenden Leben
      • Jesus von Nazareth, der Christus: Tod und Auferweckung
      • Die christliche Botschaft von Tod und Auferstehung 
      Zeitbedarf: Circa 20 Stunden

      Summe Qualifikationsphase (Q2) — Grundkurs: ca 75 Stunden

      Qualifikationsphase Q1 (Lk)

      Qualifikationsphase (Q1) – LEISTUNGSKURS

      Jahresthema: „Das muss doch jeder selber wissen?“ – Theologische, christologische, anthropologisch-ethische und ekklesiologische Vergewisserungen angesichts der Tendenz der Privatisierung („Was ich glaube, ist meine Sache“), Relativierung („Was wahr ist, weiß keiner“) und Funktionalisierung („Was bringt mir der Glaube?“) von Religion

      Unterrichtsvorhaben I:

      Thema: „Was ich glaube, bestimme ich“ oder: „Zwischen dem ‚lieben Gott‘ und dem ‚absoluten Geheimnis‘“ – Die Frage nach der biblisch-christlichen Gottesbotschaft

      Kompetenzerwartungen (in Auszügen):

      Die Schülerinnen und Schüler

      -         identifizieren und deuten Situationen des eigenen Lebens und der Lebenswelt, in denen sich Fragen nach Grund, Sinn und Ziel des Lebens und der eigenen Verantwortung stellen (SK 1),

      -         erläutern differenziert Inhalte des Glaubens an den sich in der Geschichte Israels und in Jesus Christus offenbarenden Gott, der auf Jesus Christus gegründeten Kirche und der christlichen Hoffnung auf Vollendung (SK 4),

      -         analysieren kriterienorientiert theologische, philosophische und andere religiös relevante Texte (MK 5),

      -         bewerten Möglichkeiten und Grenzen des Sprechens vom Transzendenten (UK 1),

      -         entwickeln und planen ein fachbezogenes Projekt, führen es durch und evaluieren es (HK 7)

      -        stellen zentrale Aussagen des jüdisch-christlichen Gottesverständnisses dar (Gott als Befreier, als der ganz Andere, als der Unverfügbare, als Bundespartner),

      -        erörtern die Vielfalt von Gottesbildern und setzen sie in Beziehung zum biblischen Bilderverbot.

      Inhaltsfelder:

      IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive

      IF 2: Christliche Antworten auf die Gottesfrage

      IF 3: Das Zeugnis vom Zuspruch und Anspruch Jesu Christi

      Inhaltliche Schwerpunkte:

      • Die Sehnsucht nach einem gelingenden Leben
      • Biblisches Reden von Gott
      • Jesus von Nazareth, der Christus: Tod und Auferweckung
      Zeitbedarf: Circa 40 Stunden

      Unterrichtsvorhaben II:

      Thema: „Der Glaube an Jesus, den Christus – eine Zu-mutung für mich?“ - Das Lukasevangelium als eine Ur-Kunde christlichen Glaubens

      Kompetenzerwartungen (in Auszügen):

      Die Schülerinnen und Schüler

      -         deuten die Evangelien als Zeugnisse des Glaubens an den Auferstandenen,

      -         identifizieren und analysieren unterschiedliche Textgattungen im Kontext der Verkündigung Jesu im Neuen Testament,

      -         erläutern Zuspruch und Anspruch der Reich-Gottes-Botschaft Jesu vor dem Hintergrund des sozialen, politischen und religiösen Kontextes,

      -         beurteilen an einem Beispiel aus den Evangelien Möglichkeiten und Grenzen der historisch-kritischen Methode und eines anderen Wegs der Schriftauslegung,

      -         werten einen synoptischen Vergleich kriterienorientiert aus (MK 4).

      -         verleihen ausgewählten thematischen Aspekten in unterschiedlichen Gestaltungsformen kriterienorientiert und reflektiert Ausdruck (HK 6).

      Inhaltsfelder:

      IF 2: Christliche Antworten auf die Gottesfrage

      IF 3: Das Zeugnis vom Zuspruch und Anspruch Jesu Christi

      IF 4: Kirche in ihrem Anspruch und Auftrag

      IF 5: Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation

      IF 6: Die christliche Hoffnung auf Vollendung

      Inhaltliche Schwerpunkte:

      • Biblisches Reden von Gott
      • Reich-Gottes-Verkündigung Jesu in Tat und Wort,
      • Jesus von Nazareth, der Christus: Tod und Auferweckung
      • Kirche in ihrem Selbstverständnis vor den Herausforderungen der Zeit
      • Christliches Handeln in der Nachfolge Jesu
      • Die christliche Botschaft von Tod und Auferstehung
      Zeitbedarf: Circa 35 Stunden

      Unterrichtsvorhaben III:

      Thema: Hat der christliche Glaube für mich Konsequenzen? - Philosophische und theologische Reflexionen zu ethischen Fragen um Lebensanfang und -ende

      Kompetenzerwartungen (in Auszügen):

      Die Schülerinnen und Schüler

      -         bewerten Ansätze und Formen theologischer und ethischer Argumentation (UK 4), 

      -         erörtern im Kontext der Pluralität unter besonderer Würdigung spezifisch christlicher Positionen komplexere religiöse und ethische Frage (UK 5). 

      -         analysieren verschiedene Positionen zu einem konkreten ethischen Entscheidungsfeld im Hinblick auf die zugrundeliegenden ethischen Begründungsmodelle,

      -       erläutern die Bedeutung des Postulats der Freiheit für sittliches Handeln,

      -         erläutern Aussagen und Anliegen der katholischen Kirche im Hinblick auf den besonderen Wert und die Würde menschlichen Lebens.

      -         erörtern die Relevanz biblisch-christlicher Ethik für das individuelle Leben und die gesellschaftliche Praxis (Verantwortung und Engagement für die Achtung der Menschenwürde, für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung).

      Inhaltsfelder:

      IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive

      IF 5: Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation

      Inhaltliche Schwerpunkte:

      • Die Sehnsucht nach einem gelingenden Leben
      • Christliches Handeln in der Nachfolge Jesu
      Zeitbedarf: Circa 20 Stunden

      Unterrichtsvorhaben IV:

      Thema: „Kann ich für mich alleine glauben?“ – Kirche als Volk Gottes

      Kompetenzerwartungen (in Auszügen):

      Die Schülerinnen und Schüler

      -         analysieren kriterienorientiert lehramtliche und andere Dokumente christlichen Glaubens unter Berücksichtigung ihres Entstehungszusammenhangs und ihrer Wirkungsgeschichte (MK 2).

      -         beschreiben die Wahrnehmung und Bedeutung von Kirche in ihrer Lebenswirklichkeit,

      -         erläutern die anthropologische und theologische Dimension eines Sakraments,

      -         erläutern an historischen Beispielen, wie Kirche konkret Gestalt angenommen hat,

      -         erläutern Kirchenbilder des II. Vatikanischen Konzils (u.a. Volk Gottes) als Perspektiven für eine Erneuerung der Kirche,

      -         erörtern die Bedeutung und Spannung von gemeinsamem und besonderem Priestertum in der katholischen Kirche.

      Inhaltsfelder:

      IF 2: Christliche Antworten auf die Gottesfrage

      IF 3: Das Zeugnis vom Zuspruch und Anspruch Jesu Christi

      IF 4: Kirche in ihrem Anspruch und Auftrag

      Inhaltliche Schwerpunkte:

      • Biblisches Reden von Gott
      • Reich-Gottes-Verkündigung Jesu in Tat und Wort
      • Kirche in ihrem Selbstverständnis vor den Herausforderungen der Zeit
      • Kirche als Volk Gottes unterwegs
      Zeitbedarf: Circa 25 Stunden

      Unterrichtsvorhaben V

      Thema: Ist meine Welt zu retten? – Christliche Zukunftshoffnung im Kontrast zu weltimmanenten Glücks- und Heilsentwürfen

      Kompetenzerwartungen (in Auszügen):

      Die Schülerinnen und Schüler

      -         stellen Spezifika biblischer Apokalyptik dar,

      -         erläutern Spezifika des Reiches Gottes im Vergleich zu utopischen Entwürfen,

      -         analysieren biblische Texte unter Berücksichtigung ausgewählter Schritte der historisch-kritischen Methode (MK 3),

      -         nehmen unterschiedliche konfessionelle, weltanschauliche und wissenschaftliche Perspektiven ein und erweitern dadurch die eigene Perspektive (HK 3),

      Inhaltsfelder:

      IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive

      IF 3: Das Zeugnis vom Zuspruch und Anspruch Jesu Christi

      IF 6: Die christliche Hoffnung auf Vollendung 

      Inhaltliche Schwerpunkte:

      • Die Sehnsucht nach einem gelingenden Leben
      • Jesus von Nazareth, der Christus: Tod und Auferweckung
      • Weltimmanente Glücks- und Heilsentwürfe und christliche Zukunftshoffnung                                                  

      Zeitbedarf: Circa 15 Stunden

       

      Summe Qualifikationsphase (Q1) – LEISTUNGSKURS:  ca. 140 Stunden

      Qualifikationsphase Q2 (Lk)

      Qualifikationsphase (Q2) – LEISTUNGSKURS

      Jahresthema: „Wie plausibel ist der Glaube?“ - Theologische, christologische, eschatologische und ekklesiologische Antworten

      Unterrichtsvorhaben VI:

      Thema: „Kann man eigentlich (noch) vernünftig glauben?“ – Der Glaube an den christlichen Gott vor den Herausforderungen des Atheismus und der Theodizee

      Kompetenzerwartungen (in Auszügen):

      Die Schülerinnen und Schüler

      -         beschreiben die Wahrnehmung und Bedeutung des Fragens nach Gott und des Redens von Gott in ihrer Lebenswirklichkeit,

      -         erläutern eine Position, die die Plausibilität des Gottesglaubens aufzuzeigen versucht,

      -         analysieren klassische und aktuelle religionskritische Entwürfe der Bestreitung Gottes und deuten sie im Kontext ihrer Entstehung,

      -         erörtern philosophische und theologische Positionen zur Theodizeefrage,

      -         nehmen unterschiedliche konfessionelle, weltanschauliche und wissenschaftliche Perspektiven ein und erweitern dadurch die eigene Perspektive (HK 3),

      -         argumentieren konstruktiv und sachgerecht in der Darlegung eigener und fremder Gedanken in religiös relevanten Kontexten (HK 4).

      Inhaltsfelder:

      IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive

      IF 2: Christliche Antworten auf die Gottesfrage

      F 5: Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation

      Inhaltliche Schwerpunkte:

      • Die Sehnsucht nach einem gelingenden Leben
      • Die Frage nach der Existenz Gottes
      • Christliches Handeln in der Nachfolge Jesu

      Zeitbedarf: Circa 25 Stunden.

      Unterrichtsvorhaben VII:

      Thema: Die Botschaft von Erlösung, Heil und Vollendung – ein Angebot ohne Nachfrage?

      Kompetenzerwartungen (in Auszügen):

      Die Schülerinnen und Schüler

      -         erörtern die Relevanz von Glaubensaussagen heute (UK 2),

      -         erläutern die mögliche Bedeutung christlicher Glaubensaussagen für die persönliche Suche nach Heil und Vollendung,

      -         erörtern einen philosophischen Entwurf gelingenden Lebens im Hinblick auf seine lebensweltliche Relevanz und vergleichen ihn mit einer christlichen Position,

      -         erläutern die fundamentale Bedeutung der Auferweckung Jesu Christi für den christlichen Glauben,

      -         beschreiben Wege des Umgangs mit Tod und Endlichkeit,

      -         erläutern christliche Jenseitsvorstellungen im Vergleich zu Jenseitsvorstellungen anderer  Religionen.

      Inhaltsfelder:

      IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive

      IF 3: Das Zeugnis vom Zuspruch und Anspruch Jesu Christi

      IF 5: Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation

      IF 6: Die christliche Hoffnung auf Vollendung

      Inhaltliche Schwerpunkte:

      • Die Sehnsucht nach einem gelingenden Leben
      • Jesus von Nazareth, der Christus: Tod und Auferweckung
      • Christliches Handeln in der Nachfolge Jesu
      • Die christliche Botschaft von Tod und Auferstehung
      Zeitbedarf: Circa 20 Stunden

      Unterrichtsvorhaben VIII:

      Thema: „Viele Wege führen zu Gott“ oder: „Ohne Jesus Christus kein Heil“? – Der Wahrheitsanspruch der Kirche im interreligiösen und interkonfessionellen Dialog

      Kompetenzerwartungen (in Auszügen):

      Die Schülerinnen und Schüler...

      -         stellen an ausgewählten Inhalten Gemeinsamkeiten von Konfessionen und Religionen sowie deren Unterschiede dar (SK 7).

      -         analysieren kriterienorientiert lehramtliche und andere Dokumente christlichen Glaubens unter Berücksichtigung ihres Entstehungs­zusammenhangs und ihrer Wirkungsgeschichte (MK 2),

      -         erläutern die Sichtweise auf Jesus im Judentum und im Islam und vergleichen sie mit der christlichen Perspektive,

      -         erläutern Anliegen der katholischen Kirche im interkonfessionellen und interreligiösen Dialog.

      -       erörtern im Hinblick auf den interkonfessionellen und interreligiösen Dialog und die missionarische Praxis die Relevanz des II. Vatikanischen Konzils und seiner Rezeption.

      Inhaltsfelder:

      IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive

      IF 2: Christliche Antworten auf die Gottesfrage

      IF 3: Das Zeugnis vom Zuspruch und Anspruch Jesu Christi

      IF 4: Kirche in ihrem Anspruch und Auftrag

      IF 5: Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation

      Inhaltliche Schwerpunkte:

      • Die Sehnsucht nach einem gelingenden Leben
      • Die Frage nach der Existenz Gottes
      • Jesus von Nazareth, der Christus: Tod und Auferweckung
      • Kirche in ihrem Selbstverständnis vor den Herausforderungen der Zeit
      • Christliches Handeln in der Nachfolge Jesu
      Zeitbedarf: Circa 20 Stunden

      Unterrichtsvorhaben IX

      Thema: Unsterblich sein oder ewig leben? – Der Mensch zwischen Verdrängung des Todes und der Sehnsucht nach Vollendung

      Kompetenzerwartungen (in Auszügen):

      Die Schülerinnen und Schüler

      -         identifizieren und deuten Situationen des eigenen Lebens und der Lebenswelt, in denen sich Fragen nach Grund, Sinn und Ziel des Lebens und der eigenen Verantwortung stellen (SK 1),

      -         setzen eigene Antwortversuche und Deutungen in Beziehung zu anderen Entwürfen und Glaubensaussagen (SK 2),

      -         analysieren Bilder in ihren zentralen Aussagen (MK 7),

      -         beschreiben Wege des Umgangs mit Tod und Endlichkeit,

      -       erläutern den christlichen Umgang mit Leben und Sterben vor dem Hintergrund des Glaubens an die Vollendung des Menschen,

      -         erläutern christliche Jenseitsvorstellungen im Vergleich zu Jenseitsvorstellungen anderer Religionen.

      -         erörtern an eschatologischen Bildern das Problem einer Darstellung des Undarstellbaren.

      Inhaltsfelder:

      IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive

      IF 3: Das Zeugnis vom Zuspruch und Anspruch Jesu Christi

      IF 6: Die christliche Hoffnung auf Vollendung

      Inhaltliche Schwerpunkte:

      • Die Sehnsucht nach einem gelingenden Leben
      • Jesus von Nazareth, der Christus: Tod und Auferweckung
      • Die christliche Botschaft von Tod und Auferstehung 
      Zeitbedarf: Circa 25 Stunden

      Summe Qualifikationsphase (Q2) – LEISTUNGSKURS: ca. 100 Stunden

      2.2 Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit

      In Absprache mit der Lehrerkonferenz sowie unter Berücksichtigung des Schul-programms hat die Fachkonferenz Katholische Religionslehre die folgenden fachmethodischen und fachdidaktischen Grundsätze beschlossen. In diesem Zusammenhang beziehen sich die Grundsätze 1 bis 14 auf fächerübergreifende Aspekte, die auch Gegenstand der Qualitätsanalyse sind, die Grundsätze 15 bis 17 sind fachspezifisch angelegt.

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      I

      Der Religionsunterricht an unserer Schule will dialogisch mit den Schülerinnen und Schülern die Sinnperspektive von Geschichten, Symbolen und Denkwegen christlicher Traditionen erschließen und ihnen im Unterricht die Freiheit eröffnen, sich mit dieser Sinn-Sicht vor dem Hintergrund ihrer Biographie (aneignend, ab-lehnend oder transformierend) auseinanderzusetzen, in der Hoffnung, dass sie einen eigenen Lebensglauben aufbauen und dass sich dieser Prozess auswirkt auf ihre Wahrnehmung der Welt wie den Umgang mit ihr und  - vielleicht (als er-wünschte Wirkung, nicht als Absicht) – in der Beheimatung in der christlichen Tradition, zumindest aber in einem respektvollen Umgang mit ihr.

      In Ausrichtung unseres Religionsunterrichts orientieren wir uns an Merkmalen eines guten Religionsunterrichts innerhalb des Bildungsauftrags der öffentlichen Schulen. Zudem folgen wir den Ausführungen in Kapitel 1 des Kernlehrplans für die Sekundarstufe II („Aufgaben und Ziele des Faches“).

      Überfachliche Grundsätze:

      1.)     Geeignete Problemstellungen zeichnen die Ziele des Unterrichts vor und bestimmen die Struktur der Lernprozesse.

      2.)     Inhalt und Anforderungsniveau des Unterrichts entsprechen dem Leistungsvermögen der Schüler/innen.

      3.)     Die Unterrichtsgestaltung ist auf die Ziele und Inhalte abgestimmt.

      4.)     Medien und Arbeitsmittel sind schülernah gewählt.

      5.)     Die Schüler/innen erreichen einen Lernzuwachs.

      6.)     Der Unterricht fördert eine aktive Teilnahme der Schüler/innen.

      7.)     Der Unterricht fördert die Zusammenarbeit zwischen den Schülerinnen sowie Schülern und bietet ihnen Möglichkeiten zu eigenen Lösungen.

      8.)     Der Unterricht berücksichtigt die individuellen Lernwege der einzelnen Schüler/innen.

      9.)     Die Schüler/innen erhalten Gelegenheit zu selbstständiger Arbeit und werden dabei unterstützt.

      10.) Der Unterricht fördert strukturierte und funktionale Partner- bzw. Gruppenarbeit.

      11.) Der Unterricht fördert strukturierte und funktionale Arbeit im Plenum.

      12.) Die Lernumgebung ist vorbereitet; der Ordnungsrahmen wird eingehalten.

      13.) Die Lehr- und Lernzeit wird intensiv für Unterrichtszwecke genutzt.

      14.) Es herrscht ein positives pädagogisches Klima im Unterricht. Es wird auf das Einhalten von Regeln, bewährten Gewohnheiten und Ritualen geachtet, mit Störungen wird deeskalierend umgegangen.

      Fachliche Grundsätze:

      15.) Der Religionsunterricht an unserer Schule orientiert sich an Grundsätzen der Korrelationsdidaktik. 

      16.) Der Religionsunterricht an unserer Schule folgt dem Ansatz des kinder- und jugendtheologischen Arbeitens.

      17.)  Der Religionsunterricht berücksichtigt Grundelemente kompetenzorientierten Unterrichtens (Diagnostik, lebensweltliche Anwendung, Übung und Überarbeitung, Metakognition etc.), um nachhaltig ein auf Lebenspraxis beziehbares „Glaubenswissen“ zu fördern.

      2.3 Grundsätze der Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung

      Hinweis: Sowohl die Schaffung von Transparenz bei Bewertungen als auch die Vergleichbarkeit von Leistungen sind das Ziel, innerhalb der gegebenen Freiräume Vereinbarungen zu Bewertungskriterien und deren Gewichtung zu treffen.

      Auf der Grundlage von § 48 SchulG, § 13 f. APO-GOSt sowie Kapitel 3 des Kernlehrplans hat die Fachkonferenz im Einklang mit dem entsprechenden schulbezogenen Konzept die nachfolgenden Grundsätze zur Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung beschlossen.

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      2.3.1  Grundsätze 

      Der besondere Charakter des Faches Katholische Religionslehre als ordentlichem Unterrichtsfach besteht in der mitunter spannungsvollen Beziehung zwischen den persönlichen Überzeugungen jedes Schülers bzw.  jeder Schülerin und der Wissensvermittlung und intellektuellen Reflexion darüber, die im Unterricht ermöglicht werden. Deshalb wird zunächst klargestellt, dass im Katholischen Religionsunterricht ausschließlich Leistungen und niemals der persönliche Glaube oder die Frömmigkeit als Bewertungsgrundlage dienen können.

      Die Wertschätzung geht der Leistungsmessung voraus.

      Leistungsbewertung und -rückmeldung beziehen sich auf den Erreichungsgrad der im Kernlehrplan ausgewiesenen Kompetenzen; im Fach Katholische Religionslehre wird  durch die Vermittlung der grundlegenden Bereichen Sach -, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenz  eine religiöse Kompetenz angestrebt.

      Leistungsbewertung findet in einem kontinuierlichen Prozess statt und bezieht sich auf alle von den Schülerinnen und Schülern im unterrichtlichen Zusammenhang erbrachten Leistungen. Dazu zählen:

      -        Klausuren

      -        Sonstige Mitarbeit

      Beide Bereiche werden am Ende des Schulhalbjahres einzeln zu einer Note zusammengefasst und gleichermaßen gewichtet.

      Verstärkt sollen Formen der Leistungsmessung angewandt werden, die den individuellen Lernzuwachs des Schülers /der Schülerin berücksichtigen.

      Besonderen Wert haben Formen der Metakognition, bei denen die Schülerinnen und Schüler als Subjekte des eigenen Lernens dazu befähigt werden, kriteriengeleitet eigene und gemeinsame Lernergebnisse und Lernwege zu reflektieren.

      Auch in der Sekundarstufe II muss es leistungsfreie Räume geben, da sie gerade für den Religionsunterricht wertvolle und unverzichtbare Möglichkeiten eröffnen.

      2.3.2  Der Bereich „Sonstige Mitarbeit“

      • Zum Bereich „Sonstige Mitarbeit“ zählen:

      -        Beiträge zum Unterrichtsgespräch

      -        Hausaufgaben

      -        Referate

      -        Protokolle

      -        Projekte

      -        weitere Präsentationsleistungen

      • Anforderungen und Kriterien zur Beurteilung der Beiträge zum Unterrichtsgespräch:

      Die Bereitschaft und die Fähigkeit

      -        sich auf Fragestellungen des Religionsunterrichts einzulassen,

      -        Gesprächsbeiträge strukturiert und präzise, unter Verwendung der Fachsprache zu formulieren,

      -        Fragen und Problemstellungen zu erfassen, selbstständig Frage- und Problemstellungen zu entwickeln und Arbeitswege zu planen,

      -        den eigenen Standpunkt zu begründen, zur Kritik zu stellen und ggf. zu korrigieren,

      -        Beiträge anderer aufzugreifen, zu prüfen, fortzuführen und zu vertiefen,

      -        Fachkenntnisse einzubringen und anzuwenden, z.B. durch Vergleich und Transfer,

      -        methodisch angemessen und sachgerecht mit den Lerngegenständen umzugehen,

      -        mit den anderen zielgerichtet und kooperativ zu arbeiten,

      -        zu kritischer und problemlösender Auseinandersetzung,

      -        Ergebnisse zusammenzufassen und Standortbestimmungen vorzunehmen.

      • Die Grundsätze der Leistungsbewertung werden den Schülerinnen und Schülern immer zu Schuljahresbeginn, bei Lehrerwechsel auch zu Halbjahresbeginn mitgeteilt. Ein Hinweis dazu wird im Kursbuch vermerkt; die Erziehungsberechtigten werden im Rahmen der Elternmitwirkung informiert. Für den Bereich „Sonstige Mitarbeit“ erhalten die Schülerinnen und Schüler zu Beginn der Oberstufe eine Übersicht zu  Kriterien und Prinzipien der Beurteilung.
      • Eine Leistungsrückmeldung erfolgt auf Wunsch des Schülers/der Schülerin jederzeit, spätestens zum Quartalsende.

      2.3.3    Klausuren 

      Die Fachkonferenz Katholische Religionslehre vereinbart in Bezug auf Klausuren:

      • Dauer und Anzahl der Klausuren

      -        in der EP: eine Klausur pro Halbjahr; zweistündig

      -        in der QP: zwei Klausuren pro Halbjahr; dreistündig

      • Als Aufgabentyp wird vor allem die Textaufgabe gewählt, da  diese  z.Zt. allein abiturrelevant ist, d.h.:

      -        Erschließung und Bearbeitung biblischer und anderer fachspezifischer Texte;

      -        unter Nachweis inhalts- und methodenbezogener Kenntnisse

      -        und Beachtung  sprachlicher und formaler Richtigkeit

      • Die Beurteilung erfolgt durch ein kriterienorientiertes Bewertungsraster (Punktesystem).
      • Die Aufgabenformulierungen entsprechen der für die Abiturprüfung vorgesehenen und den Schülern zu Beginn der EP in Übersichtsform ausgehändigten Operatoren des Faches Katholischer Religionslehre.
      • Alle Anforderungsbereiche werden in der Aufgabenstellung abgedeckt.
      • Inhalts- und Darstellungsleistungen werden gemäß der Vorgaben des Zentralabiturs im Verhältnis 80% zu 20%  gewertet.
      • Die Kriterien der Darstellungsleistungen entsprechen den Vorgaben des Zentralabiturs.
      • Innerhalb des ersten Jahrgangs der Q-Phase kann die erste Arbeit im zweiten Schulhalbjahr durch eine Facharbeit ersetzt werden; für deren Anfertigung gelten die kommunizierten und schriftlich fixierten Hinweise. Als Hilfe für die Bewertung der Facharbeiten gelten die auf der Basis der Hinweise für die Schülerinnen und Schüler formulierten Beurteilungsfragen.
      • Das Anfertigen von Klausuren wird – in Teilbereichen –  im Unterricht eingeführt und geübt.

      2.4 Lehr- und Lernmittel

      Im Unterricht wird mit ausgewählten Texten gearbeitet. Ein Lehrwerk ist nicht eingeführt. Sollte in Zukunft ein Lehrwerk verbindlich eingeführt werden, dient das Verzeichnis der zugelassenen Lernmittel für das Fach Katholische Religionslehre zur Orientierung.

      3  Entscheidungen zu fach- und unterrichtsübergreifenden Fragen

      Vor dem Hintergrund des Schulprogramms und Schulprofils des Städtischen Gymnasiums Engelsgasse sieht sich die Fachkonferenz Katholische Religionslehre folgenden fach- und unterrichtsübergreifenden Entscheidungen verpflichtet:

      • Das Fach Katholische Religionslehre unterstützt das schulinterne Methodenkonzept durch die Schulung überfachlicher und fachspezifischer Methoden sowie von Medienkompetenz im Zusammenhang mit den festgelegten konkretisierten Unterrichtsvorhaben (Anfertigung von Referaten, Protokollen, Recherchen, Präsentationen sowie Analyse bzw. Interpretation von Texten, Bildern, Filmen etc.); die Lernenden führen ein entsprechendes Methodenheft. Im Rahmen von Methodentagen für die Schülerinnen und Schüler der Einführungs- sowie Qualifikationsphase bereitet die Fachkonferenz Katholische Religionslehre ein Modul zu einer ausgewählten Methode vor.
      • Im Zuge der Sprachförderung wird sowohl auf eine präzise Verwendung von Fachbegriffen als auch auf eine konsequente Verbesserung des (fach-)sprachlichen Ausdrucks geachtet. Die Schülerinnen und Schüler legen eigenständig ein fortlaufendes Glossar zu relevanten Fachbegriffen an; (Lern-)Aufgaben werden als Fließtext formuliert.
      • Mindestens einmal pro Schuljahr finden – angebunden an die konkretisierten Unterrichtsvorhaben – vor- und nachbereitete Unterrichtsgänge bzw. Exkursionen zu außerschulischen Lernorten (Kirche, Gebetsstätte, Museum, Archiv, Gedenkstätte, soziale Einrichtung etc.) statt. Durch die Zusammenarbeit mit kirchlichen, sozialen bzw. kulturellen Einrichtungen (vor Ort) liefert die Fachgruppe einen über den reinen Fachunterricht hinausgehenden Beitrag zur religiösen Bildung, zur Identitätsbildung und Integration, zur weiteren Methodenschulung und zum fachübergreifenden Lernen.
      • Grundsätzlich wird die Zusammenarbeit mit anderen Fächern vereinbart, wie z.B. bei der Durchführung von Exkursionen und Projekten.
      • Die Schulgottesdienste sind ökumenisch gestaltet und werden gemeinsam mit den Fächern Evangelische Religionslehre und Musik vorbereitet.
      • Kolleginnen und Kollegen nehmen regelmäßig an Fortbildungen – z.B. der Kirche – teil und informieren die Fachschaften über Inhalte der Veranstaltungen.

      Darüber hinaus sind Entscheidungen der Fachkonferenz zu fachübergreifenden Fragen und außerschulischen Lernorten in Kap. 1 und 2 ausgewiesen.

      4    Qualitätssicherung und Evaluation

      Das schulinterne Curriculum stellt keine starre Größe dar, sondern ist als „lebendes Dokument“ zu betrachten. Dementsprechend sind die Inhalte stetig zu überprüfen, um ggf. Modifikationen vornehmen zu können. Die Fachkonferenz trägt durch diesen Prozess zur Qualitätsentwicklung und damit zur Qualitätssicherung des Faches bei.

      Zu Schuljahresbeginn werden die Erfahrungen

      • mit den Unterrichtsvorhaben des schulinternen Lehrplans
      • mit dem eingesetzten Arbeitsmaterial
        • mit Aspekten der Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung

      in der Fachschaft gesammelt, bewertet und eventuell notwendige Konsequenzen formuliert. Zudem werden ggf. fachinterne und fächerübergreifende Arbeitsschwerpunkte für das kommende Schuljahr festgelegt.

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      © 2018 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 02.06.2015