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Orientierungsbereich (Sprungmarken)

Anlage versus Umwelt – wie viel menschliches Verhalten ist erlernt? (Einführungsphase, Unterrichtsvorhaben III)

Übergeordnete Kompetenzen:

Sachkompetenz:

  • erläutern psychologische Paradigmen auf basalem Niveau (SK 2),
  • erklären ausgewählte psychologische Phänomene aus der Perspektive verschiedener Paradigmen auf einem basalen Niveau (SK 5),
  • erläutern ausgewählte psychologische Inhalte an Beispielen aus verschiedenen Anwendungsbereichen (SK 6),
  • formulieren relevante psychologische Fragestellungen und Hypothesen paradigmengeleitet und im Hinblick auf ein psychisches Phänomen (SK 7),

Methodenkompetenz:

  • analysieren psychologische Fragestellungen unter Verwendung einzelner Forschungsmethoden (u.a. Experimente), (MK 1),
  • analysieren Forschungsmethoden (Experimente und Untersuchungen) kriteriengeleitet im Hinblick auf Problemstellung, Hypothese, Variablen und deren Operationalisierung, Messverfahren, Ergebnisse und deren Interpretation (MK 2),
  • interpretieren einen psychologischen Fachtext oder unterschiedliche Darstellungen psychologischer Untersuchungsergebnisse fachlich angemessen (MK 4),
  • ermitteln unter Anleitung psychologisch relevante Informationen aus kontinuierlichen und diskontinuierlichen Texten in Nachschlagewerken und Fachliteratur aus Bibliotheken oder aus dem Internet (MK 5),

Urteilskompetenz:

  • erörtern psychologische Erklärungsansätze aus der Sicht unterschiedlicher paradigmatischer Zugriffe (UK 1),
  • beurteilen argumentativ eine Position oder einen dargestellten Sachverhalt (UK 2),
  • beurteilen auf basalem Niveau den Erklärungswert psychologischer Modelle (UK 3),
  • beurteilen auf basalem Niveau den Erklärungswert von Forschungsmethoden, insbesondere Experimenten (UK 4).

Handlungskompetenz:

  • kommunizieren und präsentieren psychologische Sachverhalte korrekt sowie zunehmend eigenständig und adressatengerecht (HK 1),
  • wenden ausgewählte psychologische Gesetzmäßigkeiten und Modelle auf Alltagsphänomene und in einem wissenschaftlichen Praxisfeld an (HK 4).

Inhaltsfelder: IF 1 (Menschliches Erleben und Verhalten)

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Fachdisziplinen und Paradigmen der Psychologie
  • Lernen und Gedächtnis

Zeitbedarf: 15 Std.


Vorhabenbezogene Konkretisierung:

Unterrichtssequenzen

Zu entwickelnde Kompetenzen

Vorhabenbezogene Absprachen/ Vereinbarungen

1. Wie Pawlow auf den Hund kam und Skinner Tauben dressierte ... und was das alles mit menschlichem Verhalten zu tun hat

  • Experimente von Pawlow und Watson
  • Klassisches Konditionieren emotionaler Lernprozesse
  • Experimente von Skinner (Skinner-Box)
  • Operantes Konditionieren: Lernen von Konsequenzen
  • Verstärkerpläne und Shaping

Konkretisierte SK:

  • erläutern die wesentlichen Schemata klassischen und operanten Konditionierens und grenzen diese voneinander ab,
  • erläutern die zentralen Aspekte des behavioristischen Paradigmas (u.a. typische Erfassungs- und Erklärungsmuster, wichtige Forscherinnen und Forscher, ideengeschichtlichen Hintergründe, Menschenbild),

Konkretisierte UK:

  • beurteilen die Begrenztheit einer paradigmatischen Zugangsweise,
  • erörtern die Begrenztheit von Lern- und Gedächtnistheorien,

MK:

  • analysieren psychologische Fragestellungen unter Verwendung einzelner Forschungsmethoden (u.a. Experimente), (MK 1),
  • interpretieren einen psychologischen Fachtext oder unterschiedliche Darstellungen psychologischer Untersuchungsergebnisse fachlich angemessen (MK 4),

HK:

  • kommunizieren und präsentieren psychologische Sachverhalte korrekt sowie zunehmend eigenständig und adressatengerecht (HK 1),
  • wenden ausgewählte psychologische Gesetzmäßigkeiten und Modelle auf Alltagsphänomene und in einem wissenschaftlichen Praxisfeld an (HK 4).

Links:

Materialien:

  • Konditionierung des Lidschlagreflexes: Trillerpfeife; Stativmaterial, Blasebalg mit Schlauchstück; Protokollbogen

Arbeitsblätter:

  • Experiment von Pawlow
  • Schema „Klassisches Konditionieren“
  • Experiment von Watson „Der kleine Albert“ (Angstkonditionierung)
  • Fallbeispiel zur Konditionierung des Immunsystems (s. http://www.planet-schule.de)
  • Fallbeispiel: Behandlung von einer Spinnenphobie: „systematische Desensibilisierung“ nach Wolpe
  • Experimente von Skinner
  • Kontingenzschema zum operanten Konditionieren
  • Verhaltensmodifikation in der Schule

Demonstrationen/ Erlebnisepisoden:

  • Konditionierung des Lidschlagreflexes;
  • „Spinnenangst“ (klassisches Konditionieren)
  •  „Telepathie“ (operantes Konditionieren)

Für interessierte Schülerinnen und Schüler:

Lernorte: Schülerlabor Uni Bochum:

  • Besuch des Schülerlabors der Uni Bochum

2. Der Mensch ist keine Tabula Rasa – Kritik des Behaviorismus aus psychobiologischer Sicht

  • Instinktverschiebung
  • Lernen von Geschmacksaversionen

MK:

  • interpretieren einen psychologischen Fachtext oder unterschiedliche Darstellungen psychologischer Untersuchungsergebnisse fachlich angemessen (MK 4),

Konkretisierte UK:

  • beurteilen die Begrenztheit einer paradigmatischen Zugangsweise,

Arbeitsblätter:

  • Instinktverschiebung
  • Experiment von J. Garcia

3. Lernen durch Beobachtung – Kritik des Behaviorismus aus kognitivistischer Sicht

  • Klassische Experimente von Bandura zum Beobachtungslernen
  • Banduras Theorie des Beobachtungslernens vs. Skinners Theorie des operanten Konditionierens
  • Medienkonsum und aggressives Verhalten (optional)

Konkretisierte SK:

  • erklären Beobachtungslernen und stellen es den Konditionierungsarten gegenüber,

MK:

  • analysieren Forschungsmethoden (Experimente und Untersuchungen) kriteriengeleitet im Hinblick auf Problemstellung, Hypothese, Variablen und deren Operationalisierung, Messverfahren, Ergebnisse und deren Interpretation (MK 2),
  • interpretieren einen psychologischen Fachtext oder unterschiedliche Darstellungen psychologischer Untersuchungsergebnisse fachlich angemessen (MK 4),

Konkretisierte UK:

  • beurteilen die Begrenztheit einer paradigmatischen Zugangsweise,
  • erörtern die Begrenztheit von Lern- und Gedächtnistheorien,

HK:

  • kommunizieren und präsentieren psychologische Sachverhalte korrekt sowie zunehmend eigenständig und adressatengerecht (HK 1),

Links:

Arbeitsblätter:

  • Klassisches Experiment von Bandura zum Beobachtungslernen
  • Beobachtungslernen- Theorie

Diagnose von Schülerkonzepten:

Lernen im Alltag

Leistungsbewertung:

Alltagsbeispiele zum klassischen und operanten Konditionieren sammeln und analysieren

MC-Tests zu grundlegenden behavioristischen Erklärungsmustern und Methoden

Verfassen einer Kritik an behavioristischen Erklärungsansätzen aus psychobiologischer und kognitivistischer Sicht

Differenzierung/ fachliche Vertiefung für interessierte Schülerinnen und Schüler

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© 2019 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 21.09.2013