Logo Qualitäts- und UnterstützungsAgentur

Startseite Bildungsportal NRW

Orientierungsbereich (Sprungmarken)

Wir sind Erinnerung – dem Gedächtnis auf der Spur (Einführungsphase, Unterrichtsvorhaben IV)

Übergeordnete Kompetenzen:

Sachkompetenz:

  • erläutern den Unterschied zwischen Alltagspsychologie und der Psychologie als Wissenschaft (SK 1),
  • erläutern psychologische Paradigmen auf basalem Niveau (SK 2),
  • erklären ausgewählte psychologische Phänomene aus der Perspektive verschiedener Paradigmen auf einem basalen Niveau (SK 5),
  • erläutern ausgewählte psychologische Inhalte an Beispielen aus verschiedenen Anwendungsbereichen (SK 6),
  • formulieren relevante psychologische Fragestellungen und Hypothesen paradigmengeleitet und im Hinblick auf ein psychisches Phänomen (SK 7),
  • ordnen gewonnene Erkenntnisse nach vorgegebenen Kriterien und setzen sie zunehmend in Beziehung zueinander (SK 8).

Methodenkompetenz:

  • analysieren psychologische Fragestellungen unter Verwendung einzelner Forschungsmethoden (u.a. Experimente), (MK 1),
  • analysieren Forschungsmethoden (Experimente und Untersuchungen) kriteriengeleitet im Hinblick auf Problemstellung, Hypothese, Variablen und deren Operationalisierung, Messverfahren, Ergebnisse und deren Interpretation (MK 2),
  • planen Experimente, führen sie durch und werten sie aus (MK 3),
  • interpretieren einen psychologischen Fachtext oder unterschiedliche Darstellungen psychologischer Untersuchungsergebnisse fachlich angemessen (MK 4),
  • ermitteln unter Anleitung psychologisch relevante Informationen aus kontinuierlichen und diskontinuierlichen Texten in Nachschlagewerken und Fachliteratur aus Bibliotheken oder aus dem Internet (MK 5),

Urteilskompetenz:

  • erörtern psychologische Erklärungsansätze aus der Sicht unterschiedlicher paradigmatischer Zugriffe (UK 1),
  • beurteilen argumentativ eine Position oder einen dargestellten Sachverhalt (UK 2),
  • beurteilen auf basalem Niveau den Erklärungswert psychologischer Modelle (UK 3),
  • beurteilen auf basalem Niveau den Erklärungswert von Forschungsmethoden, insbesondere Experimenten (UK 4).

Handlungskompetenz:

  • kommunizieren und präsentieren psychologische Sachverhalte korrekt sowie zunehmend eigenständig und adressatengerecht (HK 1),
  • entwerfen und präsentieren ausgewählte an den Paradigmen orientierte Ansätze von Problemlösungsstrategien in Hinblick auf Alltagsphänomene (HK 2),
  • wenden ausgewählte psychologische Gesetzmäßigkeiten und Modelle auf Alltagsphänomene und in einem wissenschaftlichen Praxisfeld an (HK 4).

Inhaltsfeld: IF 1 (Menschliches Erleben und Verhalten)

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Fachdisziplinen und Paradigmen der Psychologie
  • Lernen und Gedächtnis 
  • automatische und unbewusste Informationsverarbeitung

Zeitbedarf: 15 Std.


Vorhabenbezogene Konkretisierung:

Unterrichtssequenzen

Zu entwickelnde Kompetenzen

Vorhabenbezogene Absprachen/ Vereinbarungen

1. Modellvorstellungen über das Gedächtnis

  • Drei-Speicher-Modell von Atkinson und Shiffrin
  • Netzwerkmodell des Gedächtnisses
  • Art der Speicherung und Lokalisierung im Gehirn- neurobiologische Grundlagen

Konkretisierte SK:

  • erläutern eine kognitive Erklärung der Informationsaufnahme und -ver­arbeitung,
  • erläutern neurobiologische Grundlagen des Lernens,
Konkretisierte UK:
  • beurteilen die Begrenztheit einer paradigmatischen Zugangsweise,
  • erörtern die Begrenztheit von Lern- und Gedächtnistheorien,

MK:

  • interpretieren einen psychologischen Fachtext oder unterschiedliche Darstellungen psychologischer Untersuchungsergebnisse fachlich angemessen (MK 4),
  • ermitteln unter Anleitung psychologisch relevante Informationen aus kontinuierlichen und diskontinuierlichen Texten in Nachschlagewerken und Fachliteratur aus Bibliotheken oder aus dem Internet (MK 5),

HK:

  • kommunizieren und präsentieren psychologische Sachverhalte korrekt sowie zunehmend eigenständig und adressatengerecht (HK 1),

Links:

Arbeitsblätter:

  • Drei-Speicher-Modell von Atkinson und Shiffrin
  • Arbeitsgedächtnis nach Baddeley
  • Struktur des Langzeitgedächtnisses
  • Entstehung von Assoziationen- der Bahnungseffekt
  • Das Gedächtnis- die Sichtweise der Neurowissenschaft

Für interessierte Schülerinnen und Schüler:

Links:

2. Prozesse des Enkodierens und des Abrufs – und wie sie im Schulalltag genutzt werden können

Konkretisierte SK:

  • erläutern eine kognitive Erklärung der Informationsaufnahme und -ver­arbeitung,

Konkretisierte UK:

  • beurteilen den psychologischen Wert eines Experiments hinsichtlich der Störvariablen und der Verallgemeinerbarkeit,

MK:

  • analysieren psychologische Fragestellungen unter Verwendung einzelner Forschungsmethoden (u.a. Experimente), (MK 1),
  • analysieren Forschungsmethoden (Experimente und Untersuchungen) kriteriengeleitet im Hinblick auf Problemstellung, Hypothese, Variablen und deren Operationalisierung, Messverfahren, Ergebnisse und deren Interpretation (MK 2),
  • planen Experimente, führen sie durch und werten sie aus (MK 3),
  • interpretieren einen psychologischen Fachtext oder unterschiedliche Darstellungen psychologischer Untersuchungsergebnisse fachlich angemessen (MK 4),

HK:

  • kommunizieren und präsentieren psychologische Sachverhalte korrekt sowie zunehmend eigenständig und adressatengerecht (HK 1),
  • entwerfen und präsentieren ausgewählte an den Paradigmen orientierte Ansätze von Problemlösungsstrategien in Hinblick auf Alltagsphänomene (HK 2),
  •  wenden ausgewählte psychologische Gesetzmäßigkeiten und Modelle auf Alltagsphänomene und in einem wissenschaftlichen Praxisfeld an (HK 4).

Arbeitsblätter:

  • Die Studien von Ebbinghaus

Material:

  • Enkodieren: Vorlagen für Demonstrationen zum kategorialen Clustering (Bower), Enkodieren von Bedeutung (Craig und Lockhart), Chunking, Selbstbezugseffekt, Enkodieren von Bildern
  • Abrufen: Vorlagen für Demonstrationen zu Abrufhilfen (primes), Einfluss von Kontext und Stimmung

Didaktisch-methodische Anmerkung:

  • Schülerinnen und Schüler können in Anlehnung an die Vorlagen Experimente vorbereiten und durchführen

3. Warum wir vergessen

Konkretisierte UK:

  • erörtern die Begrenztheit von Lern- und Gedächtnistheorien,

MK:

  • interpretieren einen psychologischen Fachtext oder unterschiedliche Darstellungen psychologischer Untersuchungsergebnisse fachlich angemessen (MK 4),

HK:

  • kommunizieren und präsentieren psychologische Sachverhalte korrekt sowie zunehmend eigenständig und adressatengerecht (HK 1),

Links:

Arbeitsblätter:

  • Drei Sünden des Vergessens: Geistesabwesenheit, Vergänglichkeit, Abblocken

Material:

  • Vorlage zur Demonstration des Phänomens des „Auf-der- Zunge-Liegens“

4. Erinnern als rekonstruktiver Prozess

Konkretisierte UK:

  • erörtern die Begrenztheit von Lern- und Gedächtnistheorien,
  • beurteilen den psychologischen Wert eines Experiments hinsichtlich der Störvariablen und der Verallgemeinerbarkeit,

MK:

  • analysieren psychologische Fragestellungen unter Verwendung einzelner Forschungsmethoden (u.a. Experimente), (MK 1),
  • analysieren Forschungsmethoden (Experimente und Untersuchungen) kriteriengeleitet im Hinblick auf Problemstellung, Hypothese, Variablen und deren Operationalisierung, Messverfahren, Ergebnisse und deren Interpretation (MK 2),
  • interpretieren einen psychologischen Fachtext oder unterschiedliche Darstellungen psychologischer Untersuchungsergebnisse fachlich angemessen (MK 4),

HK:

  • kommunizieren und präsentieren psychologische Sachverhalte korrekt sowie zunehmend eigenständig und adressatengerecht (HK 1),

Links:

Arbeitsblätter:

  • Falschinformationseffekt

Material:

  • Vorlage zur Demonstration des Falschinformationseffekts (Autounfall)

Diagnose von Schülerkonzepten:

Vorstellungen über das Gedächtnis

Leistungsbewertung:

Experimentalaufgabe, empirische Aufgabe; Aufgabe zu kontinuierlichen und diskontinuierlichen Texten; Ableiten und Konkretisieren von Gedächtnisstrategien; Kurzreferate über „Verlässlichkeit von Zeugenaussagen“; evtl. auch über „Alzheimer-Erkrankung“

Zum Seitenanfang

© 2019 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 21.09.2013