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Leistungskurs - Q2 - Unterrichtsvorhaben XII

Thema: Was muss im Arbeitsverhältnis rechtlich geregelt sein? - Regelungsumfang individual- und kollektivrechtlicher Art

Übergeordnete Kompetenzen:

Die Schülerinnen und Schüler

Sachkompetenz:

  • beschreiben komplexe Rechtsprobleme in alltagsrelevanten und systematisch-theoretischen Zusammenhängen in verschiedenen medialen Vermittlungen (SK 1),
  • ordnen Rechtsgrundlagen in komplexen Problemstellungen problemgerecht und systematisch zu (SK 2),
  • stellen auf der Grundlage von Rechtsprinzi­pien unter Heranziehung alternativer Ge­staltungsformen die Funktion rechtlicher Problemlösungen anwendungsbezogen und in funktionalen Zusammenhängen dar (SK 3),
  • benennen rechtliche Ansprüche und ihre Durchsetzungsmöglichkeiten sowie Gestal­tungserfordernisse und ordnen rechtliche Aufgaben und Funktionen unter Berücksichtigung komplexer systematischer Bezüge der institutionellen Umsetzung zu (SK 4),
  • ordnen Rechtsprobleme in ihren gesell­schaftspolitischen Zusammenhang ein (SK 5),
  • analysieren die Rolle staatlicher Institutionen in ihrer Schutz- und Durchsetzungsfunktion rechtlicher Interessen (SK 6),
  • identifizieren Rechtsprobleme und ihre Behandlung in ihrer historischen Entwicklung und philosophischen Bezugsetzung (SK 7),
  • ordnen rechtliche Normsetzungen gesellschaftspolitischen Zielsetzungen und Interessen zu (SK 8).

Methodenkompetenz: 

  • präsentieren aktuelle Rechtsprobleme und ihre rechtssystematische Einordnung medial (MK 4),
  • ordnen Rechtsprobleme differenziert zutreffenden Rechtsgebieten zu (MK 8),
  • begutachten rechtliche Ansprüche im Hinblick auf ihre Begründetheit und ihre Durchsetzbarkeit und formulieren Gestaltungsalternativen (MK 11),
  • entwickeln alternative Argumentationsschemata aus unterschiedlichen Positionen und Interessen (MK 14),
  • analysieren vergleichend alternative rechtliche Regelungen (MK 19).

Urteilskompetenz:

  • beurteilen vergleichend rechtliche Ergebnisse nach Sinnhaftigkeit und theoretischer Stimmigkeit anhand von allgemeinen Rechtsgrundsätzen (UK 1),
  • bewerten rechtliche Probleme und ihre Lösungen im Hinblick auf ihre Übereinstimmung mit verfassungsrechtlichen Grundsätzen (UK 2),
  • beurteilen rechtliche Interessen, Ansprüche und Erfordernisse aus individueller und ge­sellschaftlicher Sicht (UK 3),
  • erörtern die Rolle des Grundgesetzes als zentrales Bestimmungselement unserer Gesellschaftsordnung (UK 4),
  • bewerten rechtliche Instrumente als Mittel der Konfliktbewältigung (UK 5),
  • beurteilen die Regelungsdichte im Rechtssystem (UK 6),
  • bewerten die Chancen der Durchsetzung rechtlicher Ansprüche (UK 7),
  • erörtern Möglichkeiten und Grenzen des Rechts zur Bewältigung gesellschaftspoliti­scher Erfordernisse in alternativen Umset­zungen (internationaler Vergleich (UK 13),
  • beurteilen verschiedene Formen rechtlicher Verfahrensweisen (normativ, methodisch und institutionell) im Sinne der Zielgerecht­heit (UK 14),
  • wägen unterschiedliche Konzeptionen der Umsetzung rechtlicher Schutzinteressen kri­tisch-vergleichend gegeneinander ab (UK 15).

Handlungskompetenz:

  • entwickeln inhaltlich und methodisch gesicherte Zugriffe zur Einnahme begründeter Positionen in Problemfällen (HK 3),
  • entwerfen Strategien und Konzepte der konkreten Rechtsanwendung und einer entsprechenden institutionellen Gestaltung (HK 4).

Inhaltsfeld 4: Existenzsicherung und Daseinsvorsorge im Spannungsfeld zwischen öffentlichem und privatem Recht

Inhaltlicher Schwerpunkt: Existenzsicherung und Daseinsvorsorge in Arbeitsverhältnissen

Es werden Dienstverträge, Werkverträge, Aufträge voneinander unterschieden Zusätzlich zu den bereits besprochenen Regelungen zur Wirksamkeit von Verträgen muss hier besonders auf die Kündigungsproblematik eingegangen werden. Hinzu kommen spezielle Vereinbarungen und Schutzvorschriften aus dem Betriebsverfassungsgesetz oder aus speziellen Gesetzen, etwa zum Mutterschutz. Strafbare Handlungen am Arbeitsplatz, etwa Mobbing, Stalking werden von den zivilrechtlichen Konsequenzen abgegrenzt. Art 3 GG wird mit seiner speziellen Prüfungssystematik besprochen.

Zeitbedarf: 15 Std.

Vorhabenbezogene Konkretisierung

Unterrichtssequenzen

Zu entwickelnde Kompetenzen

Vorhabenbezogene Absprachen / Vereinbarungen

Unterrichtsvorhaben XII

Schwerpunkt: Existenzsicherung und Daseinsvorsorge in Arbeitsverhältnissen

Thema: Was muss im Arbeitsverhältnis rechtlich geregelt sein? - Regelungsumfang individual- und kollektivrechtlicher Art

Konkretisierte SK

Die Schülerinnen und Schüler

  • stellen die Schutzfunktionen arbeitsvertraglicher Regelungen dar,
  • unterscheiden Fehlverhalten am Arbeitsplatz von strafrechtlich relevantem Verhalten,
  • ordnen Diskriminierungsfälle am Arbeitsplatz Vorschriften des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes bzw. des Betriebsverfassungsgesetzes zu,
  • beschreiben verschiedene Formen der Benachteiligung gemäß Gleichstellungsartikel des Grundgesetzes,
  • erläutern die Rolle staatlicher Institutionen bei der Durchsetzung allgemeiner Schutzinteressen wie dem Schutz der Gesundheit und der Umwelt.

Konkretisierte UK

Die Schülerinnen und Schüler

  • beurteilen Arbeitsverträge hinsichtlich des Regelungsbedarfs und der Regelungsmöglichkeiten,
  • erörtern die Bedeutung kollektivrechtlicher Regelungen für den Einzelnen als Bestimmungsprinzip des Wirtschaftssystems,
  • bewerten Umfang und Inhalt der Mitbestimmung durch Gewerkschaft und Betriebsrat im Arbeitsalltag,
  • bewerten die Rechtmäßigkeit von geschlechtsspezifischen Regelungen vor dem Hintergrund von EU-Bestimmungen,
  • begründen die Rechtmäßigkeit von geschlechtsspezifischen Regelungen.

Umfang und Bedeutung individueller und kollektiver Schutzrechte des Arbeitnehmers im Arbeitsverhältnis:

(zu Kündigungsproblematik, Betriebsverfassungsgesetz, Schwerbehindertengesetz, Mutterschutz etc. existieren Informationsmaterialien; es gibt ein Rechtslexikon)

  • Urteil BAG. 21.06.2012 – 2 AZR 153/11 (zu Videoüberwachung am Arbeitsplatz und verhaltensbedingter Kündigung)

Leistungsbewertung:

Rechtliche Beurteilung, Sachverhaltsanalyse

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