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Open Space

Verlauf

Eine größere Gruppe von TN, die in ihrem Fachgebiet erfahren sind, hat sich zur Bearbeitung eines sie interessierenden Arbeitsfeldes versammelt. Die TN hatten sich zuvor bereit erklärt, eigene Beiträge aus ihren persönlichen Kenntnissen und Erfahrungen zu leisten. Wenn räumlich möglich sitzen sie zu Beginn zusammen mit dem MT im Kreis. Die Kreismitte bildet einen offenen Raum. Das MT begrüßt die TN und umreißt die Thematik und beschreibt das Verfahren, und zwar in aller Kürze, weil die TN beides bereits aus der Vorinformation kennen (sollten). Dann treten einzelne TN oder Kleingruppen in den Kreis und beschreiben (ebenfalls in der gebotenen Kürze, aber möglichst konkret) ihr Angebot zu einer Arbeit mit Gruppen und geben bekannt, wie groß die Gruppe sein sollte. Das Thema ist auf einer Wandtafel aufgeschrieben. Hier können sich die TN später als Gruppenmitglieder eintragen. Wenn alle Anbieterinnen und Anbieter ihren Vorschlag unterbreitet haben, tragen sich die TN ein. Es beginnt eine erste Diskussions- und Arbeitsrunde, die zeitlich exakt begrenzt ist. Kurzberichte aus den Gruppen schließen sich an. Es folgen eine oder mehrere weitere Gruppenphasen in anderer Zusammensetzung, wieder mit anschließenden Berichten. Papiere aus den Arbeitsgruppen werden von einem speziellen Service (back office) kopiert und verteilt oder auf die Notebooks der TN überspielt. Später erscheint eine zusammenfassende Publikation.

Kommentar

Open Space ist für größere Gruppen geeignet. Es soll Offenheit signalisieren und setzt eine bewusste Alternative zu den üblichen Kongressen oder Konferenzen, die von Vorträgen und Vortragenden dominiert werden und einer starren Tagesordnung folgen. Die TN selbst bringen sich aktiv ein. Ihre Interessen und ihre Arbeitswünsche stehen im Zentrum. Bei pädagogischen Veranstaltungen sollte die Teilnehmerschaft eine gewisse Homogenität haben. (Es gibt auch Open Spaces zu übergreifenden Themen, bei denen Heterogenität erwünscht ist.)

Die Organisation ist aufwändig. Sie erfordert Zeit, Erfahrung, Geschick und gute räumliche Voraussetzungen. Vieles lässt sich im Vorfeld klären. Eindeutige Hinweise zu Ziel und Verfahren sollten allen TN frühzeitig bekannt sein. Sie sollten ihre möglichen Beiträge, Wünsche und Erwartungen rechtzeitig dem MT bekannt geben, sodass dieses eine Basis für die effiziente und zeitsparende Organisation der Veranstaltung hat. Während des Open Space ist einerseits Flexibilität gefordert, andererseits müssen Regeln (besonders zeitlicher Art) beachtet werden, ohne dass die Interessen der TN (sowohl als Referent(inn)en als auch Rezipient(inn)en) zu kurz kommen. Organisatorisches Durcheinander und leere Zeiten sollten vermieden werden. Die Phasenorganisation, die Zuordnung zu Gruppen und die Auswertungen der Gruppenarbeiten (kurz, aber so, dass alle profitieren) fordern das Geschick des MT. TN, die als Referent(inn)en fungiert haben, sollten in anderen Phasen ihren Interessen als Arbeitsgruppenmitglieder folgen können.

Open spaces können unterschiedlich in Zahl der TN und Dauer sein. Ein ganzer Tag ist Minimum, sodass mehrfacher Gruppenwechsel möglich ist. Mehrtägige Veranstaltungen nach Open Space wären wünschbar. Sie machen die Organisation einfacher und stellen sicher, dass alle TN in beiden Rollen tätig werden können. Bei mehrtägigen Veranstaltungen lassen sich auch vielfach empfohlene Rituale wie Morgenkreis, Abendkreis, informelle Gesprächsrunden (Kaffeegespräche) und social events realisieren.

Materialien

Alle zur sogenannten Konferenztechnik gehörenden Geräte und Materialien, wie Notebooks, Beamer, Kopierer, Stellwände, Filzschreiber usw.
Beispiel
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