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Streifenpost

Verlauf

Auf länglichen Papierstreifen sind Rollen beschrieben, die mit einer dienstlichen Tätigkeit, z. B. der Lehrerrolle, Koordination von Schülerbetriebspraktika (für einen Bezirk oder eine große Schule), Schulleitung usw. in engerer oder weiterer Beziehung stehen und zum Teil provozierenden Charakter haben.

Die TN erhalten die Streifen im geschlossenen Umschlag (Post von der Bezirksregierung) mit folgenden Aufträgen für eine Einzelarbeit (am besten über Tageslichtprojektor oder sonstwie sichtbar gemacht):
1. Schauen Sie sich zunächst alle Streifen an.
2. Welche der Rollen lehnen Sie für sich persönlich ab? Legen Sie diese beiseite.
3. Versuchen Sie nun eine Hierarchie zu bilden, indem Sie sich die Frage stellen, in welchem Maße Sie sich mit den einzelnen Rollen identifizieren. Die Rolle mit dem höchsten Maß an Identifizierung erhält den Rangplatz 1 usw.
Anschließend erläutern die TN nacheinander ihre Entscheidungen (abgelegte Streifen und Hierarchie), wobei sie die Streifen an eine Wandtafel heften oder auf einem Tisch auslegen.

Danach könnte der Impuls Wie würden wohl die Rollen von anderen (Lehrerinnen und Lehrer, die Praktika machen sollen, Schülerinnen und Schüler u.a.) gesehen und eingeordnet werden? zu weiteren Reflexionen und Diskussionen führen. Denkbar wäre auch, dass eine Gruppe, gewissermaßen als Kontrollgruppe, die oben beschriebenen drei Aufträge unter dieser Fragestellung (also aus der Perspektive der Betroffenen) beantwortet. Ein Vergleich würde sich anschließen.

Kommentar

Statt Rollen können auch Aufgaben und Funktionen benannt und bearbeitet werden. Es ist möglich, dass die Rollen, Funktionen oder Aufgaben nicht vorgegeben, sondern zunächst in einem Gesprächs- und Abstimmungsprozess bestimmt werden. Die Zahl der Streifen sollte im Allgemeinen zwölf, die der TN der Gruppe acht nicht überschreiten, d. h. bei größerer Teilnehmerzahl sollten parallele Kleingruppen gebildet werden.

Die Ergebnisse haben für das MT beträchtlichen Informationswert zur Einschätzung der Situation der Gruppe und der Individuen. Das Verfahren führt zu einer subjektiven Reflexion der Rolle, zu einem intensiven Gespräch, möglicherweise zu einer Revision der eigenen Aufgabenwahrnehmung und zu einer Angleichung des Rollenverständnisses in der Gruppe. Es könnten auch Arbeitsschwerpunkte und Handlungsprioritäten für die Zukunft vereinbart werden.

Die Ergebnisse der Streifenpost lassen sich zur Evaluation nutzen, wenn sie aufbewahrt und nach einer Praxisphase erneut reflektiert werden. Die Leitfrage wäre dann: Sehe ich mich, sehen wir uns heute noch so wie seinerzeit, als wir die Streifenpost bearbeiteten?

Materialien

vorgefertigte Streifen, Klebematerial, Stellwände u. Ä.
Beispiel
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© 2016 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule (QUA-LiS NRW) - Letzte Änderung: 22.02.2017