Logo Qualitäts- und UnterstützungsAgentur

Startseite Bildungsportal NRW

Orientierungsbereich (Sprungmarken)

Methodensammlung

  AnwendungAuflockerungErarbeitungEvaluationInformationKennenlernenPlanungSensibilisierungStrukturierungEinzelarbeitPartnerarbeitGruppenarbeitPlenumBegleitende Arbeit
 zurüeck vor
  0   0 0   0 

Zukunftswerkstatt

Verlauf

1. Kritikphase
Der Ist-Zustand wird problematisiert. Die TN sammeln möglichst alle Elemente der gegenwärtigen Situation, die sie stören und belasten, benennen Fehler und Fehlentwicklungen, unzureichende Problemlösungen, fehlende Ressourcen und Perspektiven, kurzum alle Mängel, die sie sehen und empfinden.

2. Visionsphase
Die TN sollen ohne Schere im Kopf ein Idealbild oder eine Utopie entwerfen, in der sich das Negativbild der Kritikphase ins Gegenteil verkehrt. Alle Probleme sind gelöst, alle Wünsche erfüllt. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen sind optimal.

3. Realisierungsphase
Es soll eine Brücke zwischen den Unzulänglichkeiten der Gegenwart und dem Idealbild der Zukunft geschlagen werden, zumindest Annährungen an das Optimum werden entwickelt und konkret operational geplant.

Kommentar

Moderationstechnisch werden zumeist Kärtchen in großer Menge (bei der Visionsphase spricht man auch von Kartenlawinen) und in verschiedenen Farben eingesetzt und/oder man arbeitet mit Wandbildern, Collagen, Diagrammen u. Ä.

Die Anwender von Zukunftswerkstätten versprechen sich wie die Urheber der Methode aus den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts (hier ist besonders Robert Jungk zu nennen) einen Kreativitätsschub, unkonventionelle Lösungen, demokratische Beteiligung und konkrete Handlungen. Es existiert eine umfangreiche Literatur, wie ein Blick ins Internet zeigt. Skeptiker bemängeln den hohen Zeitaufwand (drei volle Tage sollten es bei einer Werkstatt schon sein) und die Tatsache, dass es oftmals bei Visionen, Absichten und Petitionen bleibt.

Die Kontexte, in denen diese Methodensammlung verwendet wird, erlauben (von Ausnahmen abgesehen) schon allein aus Zeitgründen nur die Realisierung einer Minimalform der Methode. Sie sollte nur in überschaubaren Feldern, in denen Veränderungschancen gegeben sind, angewandt werden (vgl. aber auch Wunschvorstellung, Vom Ist zum Soll, Schatzkiste).

Materialien

Karten, Wandtafeln, Filzschreiber, Kleber
Beispiel
zurück zur Methodenübersicht
Zum Seitenanfang

© 2016 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule (QUA-LiS NRW) - Letzte Änderung: 22.02.2017