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Schwerpunkt: Förderformen

Stärkung von Begabungen, Leistung und Verantwortung

Das Geschwister-Scholl-Gymnasium hat den Gedanken des Schülercoachings seit 1980 beständig weiterentwickelt, um individuelle Begabungsprofile zu stärken und zum Wohle anderer Schülerinnen und Schüler einzusetzen. Die Ausbildung zu Schülercoaches und die anschließende praktische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen verbinden in idealer Weise Begabtenförderung mit Leistungs- und Verantwortungsschulung.

Die Schule bietet jährliche Schülerausbildungen an zu

  • Lernbetreuerinnen und Lernbetreuern in Englisch, Deutsch, Französisch, Latein und Mathematik,
  • Klassenpatinnen und Klassenpaten,
  • Patinnen und Paten für Hochbegabte,
  • Sporthelferinnen und Sporthelfern,
  • Fußball-, Golf-, Tanz-, Reit- und Ski-Coaches.

Zudem wird zu einem Einsatz als Leiterinnen und Leiter von Arbeitsgemeinschaften ermutigt.

Hochbegabtenförderung

Daneben sind Maßnahmen der Hochbegabtenförderung, die divergente Schullaufbahnen ermöglichen, seit vielen Jahren in der Schule verankert:

  • Drehtürmodell,
  • Akzelerationsmaßnahmen,
  • Enrichmentangebote (u.a. Wettbewerbe, Sprachzertifikate, Arbeitsgemeinschaften in Darstellen und Gestalten, Sprachen, Naturwissenschaften und Technik, Gesellschaftswissenschaften, Sport, Universität u. Management),
  • Schülerakademie,
  • Schüler-Uni,
  • DFB-Stützpunktschule zur Begabtenförderung (DFB Junior-Coaches).

Umgang mit Heterogenität

Um einer zunehmend heterogenen Schülerschaft gerecht zu werden und Entwicklungspotentiale herauszufinden und zu stärken, sind im Nachmittagsbereich zahlreiche Fördermodule für die Klassen 5 bis 9 eingerichtet. Dazu gehören u. a.

  • Unterstützungsangebote für allgemeine und fachspezifische Lernbetreuung
    Die fachspezifische Lernbetreuung soll Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, unter Anleitung Unterrichtsstoff nachzuarbeiten, Unsicherheiten abzubauen, Fragen zu klären, ein Methodenrepertoire anzulegen und Lernmotivation aufzubauen. Von Fachlehrkräften ausgebildete Lernbetreuerinnen und Lernbetreuer, die aus den Jahrgangsstufen 8 - 12 kommen, unterstützen die Schülerinnen und Schüler in kleinen fachspezifischen Gruppen parallel zum Unterricht in einer individuellen Lernbetreuungsstunde. Die Schülerinnen und Schüler führen ein Lerntagebuch und die Lernbetreuerinnen und Lernbetreuer dokumentieren die Inhalte der Lernbetreuungsstunde in einem Stundenprotokoll. Die Ausbildung der Lernbetreuerinnen und Lernbetreuer umfasst eine Dauer von ca. 10 Wochen.

  • Lerntutorien für versetzungsgefährdete Schülerinnen und Schüler
    Das Lerntutorium ist ein überwiegend fachlich orientierter Förderunterricht, in dem die individuellen Lernschwierigkeiten eines Schülers oder einer Schülerin erfasst und konkrete Lösungen und Lernstrategien erarbeitet werden. Das Lerntutorium zielt darauf ab, bestimmtes Fachwissen zu vermitteln und zu vertiefen. Der Prozess der Diagnostik umfasst die Lern- und Förderempfehlungen, die Informationen aus Klassenarbeiten, Gespräche zwischen Förder- und Fachlehrkräften und schließlich die Bestandsaufnahme zum Lernprozess der Schülerinnen und Schüler zum Beginn des Lerntutoriums. Diese Bestandsaufnahme gibt sowohl der Schülerin oder dem Schüler als auch der Förderfachkraft Aufschluss über die persönlichen Ziele und die Motivation des Lernenden. Bei der Erarbeitung eines individuellen Förderplans wird somit der Selbstbestimmung und Autonomie eines Lerners Rechnung getragen. Somit hat der Lernende zum Beispiel Einfluss auf Schwierigkeitsgrad, Aufgabenart und Lerntempo. Das Lerntutorium ist ein fachspezifisches Fördermodul. Die Schülerinnen und Schüler werden in Kleingruppen möglichst jahrgangstufenintern mit bis zu fünf Teilnehmenden gefördert. Die Fördermodule werden von Fachlehrkräften angeboten und liegen im Nachmittagsbereich.

  • Lerncoaching  
    Zentrale Zielsetzung des Lerncoachings ist die Optimierung von Lernprozessen. Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Lernprobleme erkennen, verbalisieren und unter Anleitung des Lerncoachs Ziele formulieren, die sie erreichen wollen. Dabei ist es wichtig, dass diese Ziele realistisch sind und dass die Schülerinnen und Schüler auch während des Prozesses der Zielverwirklichung vom Lerncoach begleitet werden. Der Lernende soll (wieder) Kontakt zu den eigenen Bedürfnissen erhalten und die Fähigkeit erwerben, Ziele, die motivierend wirken, zu verfolgen.

  • Lernplanung
    Zur Förderung des selbstständigen Arbeitens wird im Unterricht ganzjährig und fachübergreifend ein Lernplaner eingesetzt. Der Lernplaner bietet den Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 9 neben einem Hausaufgabenheft und einem Klassenarbeitsplaner vielfältige Methodenseiten, die ihnen die Möglichkeit geben, ihr eigenes Lern- und Arbeitsverhalten zu reflektieren, ihre Lern- und Arbeitsorganisation zu verbessern sowie ihre Selbstständigkeit zu schulen, indem sie in verschiedensten Erarbeitungsphasen selbstständig und gezielt auf Methoden zurückgreifen, die im Lernplaner detailliert beschrieben werden. Diese Methoden werden im Fachunterricht mit Hilfe des Lernplaners gezielt auf- und nachbereitet. Die thematischen Inhalte des Lernplaners sind das Resultat aus regelmäßigen Befragungen der Schülerinnen und Schüler der entsprechenden Jahrgangsstufen und aus Beschlüssen der Fachkonferenzen. Die verwendeten Materialien wurden von Mitgliedern der einzelnen Fachkonferenzen erstellt und für den Lernplaner zur Verfügung gestellt. Am Ende eines jeden Schuljahres erfolgt eine Evaluation des Lernplaners.

    Für Schülerinnen und Schüler, die Schwächen in der Arbeitsorganisation oder Lernplanung zeigen, wird überdies das Fördermodul "Lernplanung" angeboten. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler werden anhand praktischer Beispiele dabei unterstützt, ihr eigenes Lernverhalten zu reflektieren, ihre Lern- und Arbeitsorganisation zu verbessern sowie ihre Selbstständigkeit weiterzuentwickeln.

  • Sprachförderung durch Theaterspielen und Vorlesen mit Hunden
    Ziel des Konzeptes ist es, den Schülerinnen und Schülern im Rahmen eines übergreifenden und umfassenden Sprachunterrichts Situationen zu bieten, in denen das sprachliche Handeln herausgefordert und gefördert wird. Da es nicht ausreicht, auf Sprachanlässe zu setzen, die sich von allein im Unterricht ergeben, ist es die Aufgabe der Lehrkraft, besondere Sprachlernsituationen herzustellen. Dabei soll großer Wert auf angstfreie Erprobungs- und Versuchsräume für sprachliches Probehandeln gelegt werden, in denen sich keine Gefahr der Bewertung und der negativen Sanktionen und Missbilligungen verbergen. Mit Hilfe eines spielerischen Umgangs mit Sprache durch den Einsatz von Sprach-, Interaktions-, Fantasie- und Rollenspielen sollen die Schülerinnen und Schüler zu sprachlichen Aktivitäten ermutigt werden, in denen sie ihre aktuellen Sprachmöglichkeiten einsetzen können.

Entfaltung von Interessen, Neigungen und Begabungen

Darüber hinaus bietet das Geschwister-Scholl-Gymnasium ein vielfältiges Schulleben, das unterschiedliche Interessen, Neigungen und Begabungen anregt und vertieft. Dies umfasst u. a.

  • Arbeitsgemeinschaften,
  • musisch-ästhetische Angebote in Musik, Kunst, Theater, Tanz,
  • Studien- und Berufsorientierung,
  • Projektstunden, Projekttage und Projektwochen,
  • außerschulische Lernorte,
  • Schüler- und Individualaustausche,
  • Sprach- und Kulturreisen.  

Weiterführende Materialien:

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© 2019 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 15.08.2018