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Entwicklungsschritte von einem Hausaufgabenkonzept zu einem Lernzeitenkonzept

Erste Zielsetzungen und Ergebnisse:

Das Gymnasium am Neandertal vereinbarte eine zweijährige Revision und Evaluation des Hausaufgabenkonzepts. Das methodische Vorgehen sah umfangreiche Befragungen aller Beteiligten zur Aufgabensituation (Grundlagen, Erwartungen und Einstellungen, Nutzen von Hausaufgaben sowie konkrete Hausaufgabenkonzepte) und zur spezifischen Situation der Aufgabenpraxis im Ganztag (Organisation und Rahmenbedingung) vor.

Eine Protokollierung der außerunterrichtlichen Lernzeiten war Grundlage bei der Überprüfung von Übereinstimmungen mit dem bestehenden Hausaufgabenkonzept. Zudem wurde die Infrastruktur in Bezug auf Räume für die neue Aufgabenkultur, Ausstattung, Kooperationen, Vernetzung etc. geprüft.

Im Ergebnis sollte die Ganztagsschule künftig ein Ort mit einer neuen Aufgabenkultur werden, die zur Optimierung der individuellen Förderung beitragen kann. Für die Hausaufgaben wurde gefordert, neue Formen von in den Schulalltag integrierten Lernaufgaben zu entwickeln und zu erproben. Hiermit wurden folgende Erwartungen verknüpft:

  • Heranführung der Schülerinnen und Schüler an eine größere Eigenverantwortung
  • Stärkere Berücksichtigung der individuellen Lernvoraussetzungen
  • Möglichkeit der flexiblen Anwendung des Gelernten

Entwicklungsschritte von einem Hausaufgabenkonzept zu einem Lernzeitenkonzept:

  • Etablierung eines Arbeitskreises „Hausaufgaben und Lernzeiten“
    • Aufgreifen des Berichts zur  Hausaufgabenpraxis aus der Sicht aller Beteiligten
    • Diskussion der Rechtslage und Beschreibung des Ist-Zustandes hin zum Lernzeitenkonzept
    • Diskussion verschiedener Modelle für Lernzeitenkonzepte, Möglichkeit einer Anpassung der Konzepte bzw. Weiterentwicklung
  • Lehrerkonferenz mit Präsentation und Reflexion der Ergebnisse des Arbeitskreises
  • Diverse Informationsveranstaltungen mit externer und schulinterner Moderation für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern
  • Recherche von Best-Practice-Beispielen; erste Hospitationsangebote
  • Informationsaustausch über diverse Veranstaltungen
  • Diskussion von Arbeitsschritten zur Umsetzung eines möglichen neuen Lernzeitenkonzepts
  • Formulierung eines Antrags für die Lehrerkonferenz
  • Gestaltung eines Pädagogischen Fachtags
  • Weitere Hospitationsangebote und Netzwerkarbeit
  • Gründung einer Arbeitsgruppe „Konzeptentwicklung“
  • Regelmäßige Treffen des Arbeitskreises

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© 2019 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 19.06.2015