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Kommunikation und Mitwirkung

Die Kommunikation bezieht sich im Fall von Lernzeiten auf folgende Bereiche:

  • Informationsfluss: zwischen Fachunterricht, Lernzeit und Elternhaus
  • Maßnahmen: effiziente, transparente und nachhaltige Gestaltung des Informationsflusses
  • Situation der Aufgabenvergabe: Ist den Lernenden aufgrund einer klaren, strukturierten und motivierenden Stellung der Lernzeitaufgaben deutlich, was sie wann, wo, wie, warum tun müssen oder können?
  • Bearbeitungsphase der Aufgaben in der Lernzeit
  • Auswertung der Lernzeitaufgaben: Welche Feedback- und Fehlerkultur liegt vor und wie werden gute, aber auch weniger gute Lösungen aus den Lernzeiten didaktisch in den Fachunterricht eingebunden?

Auch die Lehrerrolle verändert sich in den Lernzeiten gerade auf kommunikativer Ebene (vgl. Nicolaisen, 2014, S.16f.):

  • Welche Möglichkeiten haben Schülerinnen und Schüler in der Lernzeit, auftretende Fragen zu stellen?
  • Wie wird ihnen Antwort gegeben?
  • Wie wird mit erwünschter und unerwünschter Kommunikation in den Lernzeiten umgegangen?

Mitwirkung von Schülerinnen, Schülern und Eltern sollte bereits bei der Arbeit am Konzept der Lernzeiten einsetzen. Je größer die Akzeptanz des schuleigenen Lernzeitenkonzepts seitens des Kollegiums, der Schülerschaft und der Eltern ist, umso erfolgreicher lassen sich Lernzeiten praktisch durchführen. Damit steigt der Grad an Identifikation mit der Schule und den darin angebotenen Lernzeiten.

Darüber hinaus legen wichtige Ziele von Lernzeiten wie Förderung von Selbstständigkeit und selbstregulativem Lernen nahe, dass Schülerinnen und Schüler Einfluss auf die inhaltliche, methodische, zeitliche und räumliche Ausgestaltung haben sollten. Hierbei gilt, dass Qualität und Quantität der Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern übergeordneten didaktischen, pädagogischen und demokratischen Zielen folgen sollten.

Aus der Praxis:

Literatur

  • Bildungsbericht Ganztagsschule NRW 2012 (PDF, 6,6 MB)
    Börner, Nicole et al. (2012): Bildungsbericht Ganztagsschule NRW 2012. Dortmund: Eigenverlag Forschungsverbund DJI/TU Dortmund. Darin insbesondere das Schwerpunktmodul: Lernzeiten und Hausaufgaben in Ganztagsschulen in Nordrhein-Westfalen, S. 42ff.
  • Hausaufgaben
    Kohler, Britta (2011): Hausaufgaben. Überblick über didaktische Überlegungen und empirische Untersuchungen. In: DDS - Die Deutsche Schule Jg. 103, H. 3, S. 203-218.
  • Lernzeiten am Gymnasium - Rahmenbedingungen, Voraussetzungen und Praxisbeispiele (PDF, 990 KB)
    Gerken, Ute (Hrsg.) (2014): Lernzeiten am Gymnasium – Rahmenbedingungen, Voraussetzungen und Praxisbeispiele. Lernpotenziale Heft 2. Münster: Serviceagentur „Ganztägig lernen" NRW, Institut für soziale Arbeit e.V. Darin insbesondere der Beitrag von Nicolaisen, Torsten (2014): Lernzeiten. Von der Wissensvermittlung zum Lerncoaching - die sich verändernde Rolle der Lehrkräfte, S. 16.19.
  • Partizipation von Schülerinnen und Schülern im GanzTag (PDF, 6,6 MB)
    Becker, Helle (2014): Partizipation von Schülerinnen und Schülern im GanzTag. Der GanzTag in NRW. Beiträge zur Qualitätsentwicklung. Münster: Serviceagentur „Ganztägig lernen" NRW, Institut für soziale Arbeit e.V., Jg. 10, H. 27.
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© 2020 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 03.02.2020