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Schnittstellen zu allgemeinen Handlungsfeldern der Schulsozialarbeit

In Nordrhein-Westfalen können sozialpädagogische Fachkräfte im Handlungsfeld Schule ein besonderes Aufgabengebiet übertragen bekommen.

Bildung und Teilhabe

Bildung dient der individuellen Entwicklung und eröffnet soziale, kulturelle und ökonomische Zugänge. Der Schule kommt damit eine besondere Aufgabe in der Förderung der individuellen Entwicklung des Kindes und bei dessen Bildungs- und Teilhabesicherung zu.

2011 wurde Soziale Arbeit an Schulen im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets (§§ 28 ff. SGB II, §§ 34 ff. SGB XII, § 6a ff. BKGG) in Nordrhein-Westfalen eingeführt. Sie soll „… dazu dienen, insbesondere die Bildung und Teilhabe der betroffenen Kinder und Jugendlichen zu unterstützen.“ (MAIS, 2013, S. 68) Hierfür ebnet sie den Zugang zu den Leistungen nach § 28 SGB II. Im Fokus stehen dabei Schülerinnen und Schüler und deren Eltern, die im Rahmen des Sozialgesetzbuches II (SGB II) und XII (SGB XII) unterstützt werden können.

Das Aufgabenfeld dieser Fachkräfte für Soziale Arbeit an Schule ist die Zugangssicherung zu sozialen Leistungen, wie die finanzielle Unterstützung beim Kauf von Schulmaterialien, zur Teilnahme an Schulausflügen, Klassenfahrten und zu Lernförderangeboten. Hier unterstützen die sozialpädagogischen Fachkräfte die Erziehungsberechtigten bei Anträgen und organisieren Projekte im Rahmen der außerunterrichtlichen Bildung. Darüber hinaus können die sozialpädagogischen Fachkräfte weitere Aufgaben wahrnehmen, sofern sie mit dem präventiven Ansatz des Landesprogramms (siehe Arbeitshilfe „Bildungs- und Teilhabepaket“) verknüpft sind. Diese können sein:

  • die Mitwirkung bei der Entwicklung und Umsetzung von Förderkonzepten,
  • Unterstützung zur Vermeidung und Bewältigung von Lernschwierigkeiten, Lern- und Verhaltensstörungen,
  • offene Freizeitangebote oder Projektarbeit,
  • Aufbau und Pflege von Netzwerkstrukturen im Sozialraum sowie
  • Angebote des sozialen Lernens.
Die Fachkräfte für Soziale Arbeit an Schulen arbeiten eng zusammen mit der Schule, den kommunalen Behörden und den freien Trägern der Jugendhilfe.

Multiprofessionelle Teams zur Integration durch Bildung für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler

In Nordrhein-Westfalen sind mit dem Runderlass "Soziale Arbeit an Schulen zur Integration durch Bildung für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler (Multiprofessionelle Teams)" (PDF, 390 KB) vom 28.03.2017 Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte in multiprofessionellen Teams geschaffen worden.

Schuleingangsphase

In Nordrhein-Westfalen sind knapp 600 sozialpädagogische Stellen über den „Förderzuschlag für die flexible Schuleingangsphase“ eingerichtet. 2005 wurden die Schulkindergärten abgeschafft. Seitdem ergänzen die sozialpädagogischen Fachkräfte in der Schuleingangsphase den individuellen Leistungs- und Entwicklungsweg eines jeden Kindes. Ziel ist es, einen erfolgreichen Bildungsweg für jedes Kind zu ermöglichen. 

Ein beispielhaftes Aufgabenprofil beinhaltet

  • Sicherung des Übergangs von der KiTa in die Grundschule,
  • Vernetzung mit dem Offenen Ganztag, den KiTas und dem Sozialraum,
  • Mitwirkung in der Schuleingangsphase - Durchführung von Förderdiagnostik,
  • Begleitung bei entwicklungsbedingten, schulischen oder familiären Problemen,
  • Durchführung von Angeboten zum Sozialen Lernen,
  • Beratung von Eltern und Durchführung von (thematischen) Elternabenden,
  • Mitwirkung in der Schulentwicklung und
  • Zusammenarbeit mit außerschulischen, bildungsrelevanten Institutionen und Beratungskräften.
Die Arbeit der sozialpädagogischen Fachkräfte in der Schuleingangsphase zeichnet sich durch multiprofessionelle Teamarbeit aus. Dazu gehört das Teamteaching mit einer Lehrkraft, die enge Zusammenarbeit dem Personal in der Schule und mit außerschulischen Institutionen.

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© 2019 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 01.07.2019