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Rhythmisierung

Die Ganztagsschule hat sich zu einem bedeutsamen Lebens-, Lern- und Erfahrungsraum für die Schülerinnen und Schüler entwickelt. Mit den erweiterten Zeitressourcen ergeben sich auch zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten.

Rhythmisierung in der Schule verbindet innere und äußere Taktung, die dem individuellen inneren Rhythmus der Schülerinnen und Schüler, aber auch der Lehrkräfte und der pädagogischen Fachkräfte aus biologischer und psychologischer Sicht gerecht werden.

Leitgedanken der Rhythmisierung in der Ganztagsschule:

Gebundene und offene Ganztagsschulen entwickeln standortbezogene Modelle zur Rhythmisierung. Diese Qualitätsentwicklung verändert additive Organisationsformen hin zu integrativen Systemen, welche äußere Bedingungen und innere Anforderungen möglichst harmonisch miteinander verbinden.

  • Die gut rhythmisierte Ganztagsschule, im Sinne echter ganztägiger Bildung, bietet einen geeigneten Rahmen mit ausreichenden Zeitressourcen für Individuelle Förderung.
  • Die Ziele und Qualitätsentwicklung des Ganztags in Nordrhein-Westfalen werden vor dem Hintergrund einer flexiblen und bedarfsgerechten Mischung von verpflichtenden und freiwilligen Angeboten umgesetzt. Merkmale sind gemäß Grundlagenerlass (PDF) u. a. ein verlässliches Zeitraster und eine sinnvoll rhythmisierte Verteilung von Lernzeiten auf den Vormittag und den Nachmittag, auch unter Entwicklung neuer Formen der Stundentaktung.
  • Rhythmisierung bezeichnet in der Schule grundlegend den zeitlich ausgewogenen Wechsel von Anspannung und Entspannung, Anstrengung und Erholung, Bewegung und Ruhe, kognitiven und praktischen Arbeitsphasen, Aufnehmen und Besinnen, gelenktem Arbeiten und Selbsttätigkeit, Konzentration und Zerstreuung, individuellem Arbeiten und Arbeiten in der Gruppe, Lernarbeit und Spiel (vgl. Scheuerer 2013 zit. nach Dollinger 2014, S. 53).
  • Die rhythmisierte Ganztagsschule bietet in der Zusammenarbeit von Schule und Kinder- und Jugendhilfe sowie anderen Institutionen, Organisationen und weiteren Partnern insbesondere hinsichtlich der  Verzahnung von Vor- und Nachmittag vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Die „Schule für alle“ im Sinne individualisierter ganztägiger Bildung erweitert diese Möglichkeiten hin zu einer inklusiven Ganztagsschulentwicklung.
  • Rhythmisierung gelingt nicht ohne Partizipation. Die Einbeziehung von Schülerinnen und Schülern im Sinne mündiger Teilhabe ist Grundlage der  Förder- und Bildungsplanung in der Ganztagsschule. Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte agieren, auch in Abstimmung mit den Erziehungsberechtigten, als Lernbegleiterinnen und Lernbegleiter.  

Weiterführende Informationen:

Aus der Praxis:

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Literatur

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