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Rhythmisierung

An Ganztagsschulen werden Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Ausgangslagen nach ihren Möglichkeiten gefördert und gefordert. Alle Kinder und Jugendliche sollen die Möglichkeit haben, ihre besonderen Bedürfnisse, Interessen und persönlichen Stärken in den schulischen Alltag einzubringen. Die Rhythmisierung des Ganztages spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Die Ganztagsschule bietet durch ihren erweiterten Zeitrahmen die Möglichkeit, Fächer mit kognitivem Schwerpunkt, kreativ-praktische Fächer, Sport, Arbeitsgemeinschaften, Pausen und Mittagspausen zu rhythmisieren. So verteilen sich Phasen der Anspannung und Phasen der Entspannung altersgerecht über den ganzen Schultag.

Die Verzahnung von Unterrichtsinhalten und außerunterrichtlichen Angeboten ermöglicht eine in den Schulalltag integrierte Form der Rhythmisierung und damit eine individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler.

Speziell Lernzeiten lassen sich nach den folgenden Modellen in den Stundenplan integrieren:

  • in den Fachunterricht integriert (sinnvoll vor allem beim Doppelstundenmodell)
  • rhythmisiert im Stundenplan, außerhalb des Fachunterrichts platziert
  • für die Klassen eines Jahrgangs parallel liegend
  • jahrgangsübergreifend für bestimmte oder alle Jahrgänge zeitgleich oder versetzt (z. B. Daltonstunden)

Neben dem ganzen Tag (Stundenplanraster) kann man auch die Rhythmisierung jeder einzelnen Stunde, jedes einzelnen Angebots in den Blick nehmen.

Um eine altersangemessenen Rhythmisierung zu etablieren, erweisen sich folgende, exemplarisch zu verstehende Punkte als hilfreich (vgl. Fischer 2014, S. 44 und 49):

  • Lernzeiten unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern in den Stundenplan einbinden
  • offenen Lernformen wie Wochenplanarbeit, Stationenlernen, Freiarbeitsphasen, Lernthekenarbeit, fächerübergreifender Projektunterricht etablieren
  • den Unterricht mit Angeboten im Nachmittagsbereich eng verzahnen
  • Förder- und Fordermaßnahmen im Rahmen der Ganztagsangebot einbinden
  • Regelmäßige Evaluation, zum Beispiel in Teamsitzungen, durchführen
  • Entwicklungsprozesse durch kontinuierliches Feedback zur Rhythmisierung (Von Lehrenden, Lernenden, Erziehungsberechtigten und weiterem pädagogischen Personal) unterstützen

Weiterführende Informationen:

• Dr. Ilse Kamski (2012): Die „Rhythmisierung“ in der Ganztagsschule als gelingender Faktor für eine veränderte Lernkultur (PDF, 1 MB)

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