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Handlungsfelder

In diesem Bereich werden verschiedene schulische Handlungsfelder beschrieben, in denen gendersensible Bildung und Erziehung eine Rolle spielt. Es werden konkrete Anregungen und Ideen, aber auch Beispiele aus der Praxis gezeigt.
Dieser Bereich ist noch im Aufbau und wird kontinuierlich um weitere Handlungsfelder und Praxisbeispiele ergänzt.

Wenn Sie den weiteren Aufbau unterstützen möchten, freuen wir uns über Hinweise an gender@qua-lis.nrw de.

Zu den Handlungsfeldern gehören:

Berufsorientierung

Medienbildung (noch nicht veröffentlicht)

Elternarbeit

Ganztag

Außerschulische Kooperationen (s. unten)

Demokratie/Partizipation (s. unten)

Sport/Bewegung (s. unten)

Schutzkonzepte sexualisierter Gewalt (s. unten)

Außerschulische Kooperationen

Außerschulische Kooperationen sind seit vielen Jahren gängige Praxis. Sie ermöglichen den Lernenden eine handlungsorientierte Begegnung mit Lerninhalten, die durch Bezug zu ihrem alltäglichen Leben Nachhaltigkeit bietet.  

Jeder Ort außerhalb von Schule kann Lernort sein. Kooperationen können dabei vor allen Dingen mit Betrieben, der Agentur für Arbeit, Sportvereinen, Kunst-und Musikschulen, öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe, Migrationsvereinen und anderen an Bildung beteiligten Organisationen eingegangen werden.

Bei der Initiierung außerschulischer Kooperationen gilt es für die Schule vor Ort zu prüfen, ob die regionalen Angebote zielführend sind und dem jeweiligen schulischen Konzept entsprechen. In der engen Verzahnung von schulischem und außerschulischem Lernen erfahren Lehrkräfte Unterstützung durch geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Noch erfolgsversprechender ist die Koordination außerschulischer Kooperationspartner, so dass vor Ort auch Synergieeffekte möglich werden.

Demokratie/Partizipation

Demokratische Schulentwicklung hat das Ziel, hinreichende Möglichkeiten zur Partizipation zu schaffen. Demokratieerziehung und Partizipation als Grundprinzipien pädagogischen Handelns in der Schule lassen sich nicht denken, ohne die Genderperspektive in den Blick zu nehmen.

Diese Perspektive trägt zum Abbau von Geschlechterstereotypen sowie zur Umstrukturierung der Organisation des Schulalltags bei. Jungen wie Mädchen sollen gleiche Chancen erhalten.

Für Schülerinnen und Schüler ist das Sammeln demokratischer Erfahrungen in der Schule von großer Bedeutung, um sich eine demokratische Haltung aneignen zu können. Schule als Ort gelebter Demokratie bietet Raum für unterschiedliche Lebensmodelle und Orientierungen und lässt Vielfalt zu.                         

Sport und Bewegung

Sport und Bewegung haben im Kontext der geschlechtsspezifischen Sozialisation eine besondere Bedeutung. Jeder Bereich für sich ist sehr facettenreich. Während im Leistungssport gebunden an das biologische Geschlecht unterschiedliche Höchstleistungen differenziert bewertet werden, ist im Schulsport die Überwindung von Geschlechterstereotypen eher möglich.

Schulsport kann und soll Mädchen und Jungen chancengleich den Zugang zu Bewegung, Spiel und Sport ermöglichen. Voraussetzung für die Gestaltung geschlechtergerechten Schulsports ist die Auseinandersetzung mit der Bedeutung der Kategorie Geschlecht im Schulsport sowie die Reflexion der Rolle des eigenen Geschlechts in Bezug auf Sport und Bewegung.

Schutzkonzepte gegen sexualisierte Gewalt

Schulische Bildung trägt zur Entfaltung der Persönlichkeit von Heranwachsenden bei. Dazu gehört für Schulen auch der Auftrag, Kinder und Jugendliche gegen sexualisierte Übergriffe, Gewalt und Missbrauch zu schützen. In vielen Schulen wird hierfür ein Schutzkonzept verfasst und implementiert. Hilfestellungen, um ein solches Konzept zu erarbeiten, finden sich auf der Internetseite Schule gegen sexuelle Gewalt des Unabhängigen Beauftragten für Frage des sexuellen Kindesmissbrauchs.

Informationen zu einem professionellen Vorgehen bei Kindeswohlgefährdung durch sexuellen Missbrauch bieten die Internetseite zu sexualisierter Gewalt im Bildungsportal, der Leitfaden für den konkreten Fall (PDF) der Bezirksregierung Düsseldorf sowie der Handlungsleitfaden (PDF) für Lehrkräfte der Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt in Bonn.

Besonders schwerwiegend sind Fälle, bei denen Übergriffe, Grenzverletzungen und Missbrauch durch Lehrkräfte und andere Beschäftigte in schulischen Einrichtungen verübt werden. Hierfür hat das Ministerium für Schule und Weiterbildung Empfehlungen zum Schutz der Opfer sexueller Übergriffe in Schulen und schulnahen Einrichtungen (PDF) herausgegeben. Außerdem informiert die Bezirksregierung Arnsberg über den Umgang mit Verdachtsfällen gegen Lehrkräfte und weitere Beschäftigte der Schule in dem Leitfaden Sexualisierte Gewalt in der Schule (PDF).

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