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Projektangebote

In Nordrhein-Westfalen gibt es eine Vielzahl von Projektangeboten zu unterschiedlichen Aspekten und Handlungsfeldern von gendersensibler Bildung und Erziehung. Die Zusammenstellung der Angebote auf dieser Internetseite konzentriert sich vorrangig auf überregionale Projekte bzw. landes- oder bundesweite Organisationen, die staatlich gefördert werden. Die Angebote werden zukünftig weiter ergänzt und ausgebaut.

In der Rubrik Reflexion von Geschlecht werden die Angebote aufgeführt, bei denen mit Heranwachsenden explizit Geschlechtlichkeit und Geschlechterverhältnisse zum Thema gemacht werden. Die Angebote zur Förderung einer gendersensiblen Berufs- und Studienwahlorientierung beinhalten in der Regel Aspekte der Lebensplanung von jungen Menschen. Unter der Überschrift Sexualerziehung sind sexualpädagogische, aber auch gesundheitsbildende Projekte zusammengefasst, die aus Gender-Perspektive besonders relevant sind. Die Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt ist ein wichtiges Anliegen von gendersensibler Bildung und Erziehung, weshalb in dieser Rubrik entsprechende Projekte aufgeführt sind. Unter der Überschrift Gewaltprävention finden sich Projektangebote zum Umgang mit Gewalt mit dem Schwerpunkt auf Geschlechteraspekte.

Reflexion von Geschlecht

  • FUMA Fachstelle Gender & Diversität NRW Die FUMA-Fachstelle Gender NRW hat die Förderung von Geschlechtergerechtigkeit zum Ziel und bietet ein breites Spektrum an Qualifizierungs-, Beratungs- und Projektangeboten. Für die Reflexion von Geschlecht in der Schule sind zwei Projekte von besonderem Interesse: Beim Gender Parcours mischen is possible bekommen Jugendliche die Möglichkeit, sich anhand von Filmbeiträgen, Spielen und Aktionen mit eigenen Einstellungen, Vorstellungen und Vorurteilen zu beschäftigen. Der MIKA-Koffer enthält Informationen, Methoden und viele Ideen zur vorurteilsreflektierten Pädagogik mit Kindern in der Grundschule. Beide Projekte ermöglichen eine spielerische und kreative Bearbeitung der Themen ‚Geschlechtergerechtigkeit‘ und ‚Vielfalt der Geschlechter‘.
  • Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenarbeit NRW e.V. Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Mädchenarbeit NRW ist ein mädchen- und fachpolitisches Netzwerk. Das Engagement der LAG Mädchenarbeit bezieht sich auf Mädchen und ihre Vielfalt, auf Geschlechterpädagogik und das Gelingen von Geschlechterbeziehungen. Ihr Angebot umfasst Informationen, Beratung und Fortbildung zu Fragen der Mädchenarbeit und Geschlechterpädagogik. Sie ist Herausgeberin der bundesweiten Fachzeitschrift Betrifft: Mädchen. Neu ist die Einrichtung eines Pools von Expert_innen zur Mädchenarbeit. Dieses Angebot ist hilfreich für alle pädagogischen Fachkräfte, die genderreflektiert arbeiten möchten.
  • Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit NRW e.V. Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Jungenarbeit NRW setzt sich für die systematische Förderung von geschlechtsbezogener Jungenarbeit ein. Sie versteht sich als Vernetzungszusammenhang von Institutionen, Arbeitskreisen und Fachkräften. Die LAG Jungenarbeit bietet Material, Praxishilfen und Projekte sowie Informations-, Beratungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten an. Für die Jungenarbeit in Schulen ist das Starter Kit, ein Material- und Methodenset für einen Parcours zur Zukunfts- und Lebensplanung für Jungen von der 8. bis 10. Klasse, von besonderem Interesse.

Berufs- und Studienwahlorientierung

  • Girls´Day - Mädchenzukunftstag Am Girls‘ Day öffnen Unternehmen, Betriebe und Hochschule ihre Türen für Schülerinnen ab der 5. Klasse. Die Mädchen lernen an diesem Tag Ausbildungsberufe und Studiengänge in IT, Naturwissenschaften, Technik und anderen Bereichen kennen, in denen Frauen bis heute unterrepräsentiert sind. Der Girls‘ Day startete im Jahr 2001 und entwickelte sich zum größten bundesweiten Berufsorientierungsprojekt. Laut Runderlass zur Berufs- und Studienorientierung (PDF) sind Schulen in Nordrhein-Westfalen aufgefordert, Schülerinnen zumindest auf das Angebot aufmerksam zu machen und Schulfreistellung zu gewähren. Für die Koordinierung der Angebote des Girls‘ Day in Nordrhein-Westfalen gibt es regionale Arbeitskreise.
  • Boys´Day - Jungenzukunftstag Der Boys‘ Day ist das später eingerichtete Pendant zum Girls‘ Day. Jungen erhalten am Boys‘ Day die Gelegenheit, für einen Tag soziale, erzieherische und pflegerische Berufe kennenzulernen. Am Boys’ Day in Nordrhein-Westfalen können Schulen, aber auch Schüler individuell teilnehmen.
  • Genderkompetent NRW In Nordrhein-Westfalen wird seit 2012 das verbindliche Übergangssystem Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule-Beruf in NRW umgesetzt. Das Pilotprojekt GenderKompetent 2.0 NRW bietet ein Beratungskonzept, das die Kommunalen Koordinierungen bei der Umsetzung des Qualitätsstandards Gendersensibilität unterstützen will. Der Hintergrund dieses Projekts ist die Studien- und Berufswahl von jungen Menschen, die sich meist weiterhin an traditionellen Rollenmustern orientiert. Neben Beratungsangeboten für die Kommunalen Koordinierungen werden Materialien zum Thema zur Verfügung gestellt.
  • Klischeefrei – Nationale Kooperationen zur Berufs- und Studienwahl Die Initiative „Klischeefrei“ ist ein Bündnis aus Bildung, Politik, Wirtschaft und Forschung, das sich für Berufs- und Studienwahl frei von Geschlechterklischees einsetzt. Zielgruppen sind Beteiligte im Bereich der frühkindlichen Bildung, der Schulen, der Hochschulen sowie Unternehmen und Einrichtungen. Das Internetangebot der Initiative bündelt zahlreiche Angebote zum Thema klischeefreie Berufs- und Studienorientierung: neben Beispielen guter Praxis für eine klischeefreie Berufsorientierung bietet das Portal u. a. Fachartikel, Faktenblätter, praktisches Arbeitsmaterial sowie Hinweise auf Veranstaltungen, Fortbildungen, Studien sowie eine Mediathek mit ausgewählten Videobeiträgen zu unterschiedlichen Themen.
  • Neue Wege für Jungs Neue Wege für Jungs war ein bundesweites Netzwerk und Fachportal zur Berufswahl und Lebensplanung von Jungen. Die Praxishandreichung (PDF) bietet Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften konkrete Empfehlungen für ihren Unterricht und für Projekte. Weiterhin gibt es einen Methodenreader (PDF), das Spiel Mannopoli zur Berufs- und Lebensplanung für Jungen und vieles mehr.

Sexualerziehung

  • pro familia An mehr als 30 Standorten in Nordrhein-Westfalen gibt es pro familia-Beratungsstellen. Von besonderem Interesse für Schulen sind die sexualpädagogischen Angebote. Pro familia arbeitet mit Schulklassen, wobei Mädchen und Jungen in der Regel getrennt werden. Das Selbstverständnis von pro familia im Bereich der Sexualpädagogik liegt in der Verbindung von einfühlsamer Aufklärung und fachkundiger Information. Zu den sexualpädagogischen Angeboten gehören auch Fortbildungen für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte.
  • AIDS-Hilfe NRW  In der Aidshilfe NRW sind über 40 Aidshilfen, Vereine und Verbände zusammengeschlossen. Der Landesverband engagiert sich insbesondere in der Antidiskriminierungspolitik in Bezug auf Menschen mit HIV und Aids und in der zielgruppenspezifischen Präventionsarbeit. Die Angebote der regionalen Aidshilfen unterscheiden sich, viele Stellen bieten aber auch Workshops und Unterrichtseinheiten für Schulen an.
  • Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit NRW e.V. Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Jungenarbeit NRW setzt sich für die systematische Förderung von geschlechtsbezogener Jungenarbeit ein. Sie bietet Material, Praxishilfen und Projekte an. Für die  geschlechterbezogene Arbeit mit Jungen zum Thema Sexualität ist das Material- und Methodenset junge liebe – mehr als sechs mal sex von besonderem Interesse.

Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt

  • Schule der Vielfalt Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie ist ein landesweites Kooperationsprojekt, das sich gegen die Ausgrenzung und Diskriminierung von lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans* Menschen an Schulen einsetzt. Neben Unterrichtsmaterialien, Film- und Buchempfehlungen zum Thema gibt es auch Ideen für kurzfristige und dauerhafte Projekte. Eine Schule kann Projektschule werden, wenn sie in unterschiedlichen Bereichen ein deutliches Engagement gegen Homo- und Transphobie nachweist. Weitere Bedingungen sind der Checkliste (PDF) auf der Website zu entnehmen.
  • SCHLAU NRW SchLAu NRW stand ursprünglich für SchwulLesbischenAufklärung und ist ein landesweites Netzwerk von regionalen Gruppen. Diese Gruppen bieten Workshops zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt für Schulen, Sportvereine und Jugendeinrichtungen an, wobei die Begegnungen und Gespräche im Vordergrund stehen. SCHLAU NRW wird vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Alter und Pflege (MGEPA) gefördert.
  • Fachstelle und Jugendnetzwerk Queere Jugend NRW Die Fachstelle bietet Unterstützung, Vernetzung und Qualifizierung für queere Jugendgruppen und ihre vorrangig ehrenamtlichen Gruppenleitungen in Nordrhein-Westfalen. Sie berät darüber hinaus pädagogische Fachkräfte der queeren wie der allgemeinen Jugendarbeit sowie ihre Träger zu Fragen der Gründung, finanziellen Förderung und Qualität Offener Angebote für junge LSBTIQ* in Nordrhein-Westfalen. Das Jugendnetzwerk dient der Vernetzung und Zusammenarbeit der vorrangig ehrenamtlich geleiteten Offenen Jugendtreffsfür lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queere (lsbtiq*) Jugendliche und junge Erwachsene.

Gewaltprävention

  • Landesarbeitsgemeinschaft Jungenarbeit e.V. Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Jungenarbeit NRW setzt sich für die systematische Förderung von geschlechtsbezogener Jungenarbeit ein. Sie versteht sich als Vernetzungszusammenhang von Institutionen, Arbeitskreisen und Fachkräften. Sie bietet Material, Praxishilfen und Projekte sowie Informations-, Beratungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten an. Das außerschulische Projekt Jungentrophy ist ein Sozialtraining, bei dem Gewaltprävention eine Zielsetzung ist.
  • Gemeinsam - Mädchen und Jungen stärken Das Projekt ‚Gemeinsam – Mädchen und Jungen stärken‘ wird vom Deutschen Kinderschutzbund angeboten und zielt auf die Prävention sexueller Gewalt. Hauptziele sind Selbststärkung der Kinder, Aufklärung über sexuellen Missbrauch und Einübung präventiver Handlungsoptionen. Das Projekt wird in Grundschulen für 2., 3. und 4. Klassen durchgeführt und legt Wert auf die Teilnahme der zuständigen Lehrkräfte sowie auf die Einbindung der Eltern.
  • HEROES ist ein Projekt der geschlechterreflektierende Jungenarbeit. An verschiedenen Standorten wie HEROES Duisburg werden männliche Jugendliche mit Migrationshintergrund aus so genannten ‚Ehrenkulturen‘ für Themen wie Gleichberechtigung, Unterdrückung und Menschenrechte sensibilisiert und zu Trainern qualifiziert. Als ausgebildete Trainer führen sie Workshops mit Gruppen und Schulklassen durch, in denen anhand von Rollenspielen, Übungen und Diskussionen die Themen Gleichberechtigung der Geschlechter und Unterdrückung im Namen der Ehre behandelt werden. Außerdem werden im Rahmen des Projekts Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte zu der Thematik angeboten. 
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