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Schulische Rahmenbedingungen

Was gehört mittlerweile zum Standard der inklusiven Schulkultur an der EMA?


Nie wird ein Kind von einer Aktion ausgeschlossen, weil es dies aus äußeren Bedingungen nicht leisten kann. Verschiedenheit wird als selbstverständlich angesehen, ja sogar als Bereicherung.

Dieses Verständnis zieht sich durch den ganzen Schulalltag:

Alle machen mit beim Sport- und Spielefest, die Forscheraufgabe des Jahres wird der gesamten Klasse gestellt, in der Theaterwoche stehen alle Kinder einer Klasse gemeinsam auf der Bühne, jeder darf in der Zirkus-AG und beim Schulchor mitmachen, der Leseclub beachtet „alle“ Stufen des Lesenlernens.

Die inklusive Schulkultur der EMA ist geprägt von gemeinsamer Wertschätzung: Alle werden ernst genommen in ihren Bedürfnissen beim Lernen, dass alle anders sein dürfen, dass alle gemeinsam lernen dürfen, dass jeder mit seinen individuellen Begabungen wertvoll ist.
Das gelingt uns in der engen Zusammenarbeit zwischen Grundschul- und Sonderpädagogik.

Die gemeinsame Arbeit im Team (sonderpädagogische Lehrkraft und Grundschullehrkraft) wird gefördert. Arbeitet das Team erstmalig zusammen, erhält es eine Wochenstunde als Entlastung zur Teambesprechung und bekommt einen Themenkatalog zur Begleitung der Teamarbeit an die Hand. Der Themenkatalog entstand in einer ganztägigen Konferenz zum Thema „Gemeinsames Lernen“ und benennt Themen, die einer guten Teamarbeit hilfreich sein können.

Zusätzlich zur engen Zusammenarbeit der Lehrkräfte für Sonderpädagogik und Grundschulpädagogik hilft uns an der EMA seit zwei Jahren die Installation des „Pools für Schulbegleitungen“ den Schulalltag zu meistern.

Da in der EMA immer mindestens 5, eher 6 oder 7 Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf eine Klasse besuchen, ist neben der Lehrkraft für Sonderpädagogik und der Grundschullehrkraft, die beide für das Lernen und die Unterrichtsinhalte zuständig sind, eine oder zwei weitere Personen, eben Schulbegleitungen, für die Bewältigung des Schulalltags bei einigen Kindern sehr hilfreich.

Nach wie vor beantragen Eltern für ihr Kind (je nach Förderbedarf beim Sozialamt oder Jugendamt) Einzelfallhilfe. Die gewährte Hilfe wird pauschaliert einem Trägerverein bewilligt, der nun frei ist in der Einstellung der Schulbegleitungen (z. B. was die Ausbildungsvoraussetzungen betrifft) und im Einsatz der Personen bezogen auf die Kinder, die eine Bewilligung erhalten haben.

Der Einsatz der Schulbegleitungen wird mit der Schulleitung und den Klassenlehrkräften eng abgesprochen. Eine Mischung aus Fachkräften und Assistenzkräften wird nach den Bedarfen der Kinder möglichst flächendeckend eingesetzt.

Ein großer Vorteil an diesem Modell ist, dass die Begleitung nicht mehr nur auf ein einzelnes Kind bezogen ist, sondern alle Schulbegleitungen für alle Kinder zuständig sind. Die Betreuung der Kinder ist somit eher gewährleistet, als wenn die Abhängigkeit zwischen einer einzelnen Schulbegleitung und einem einzelnen Kind besteht.

Beispiel: Wenn ein Kind krank ist, steht die Schulbegleitung für andere Kinder trotzdem zur Verfügung. Wenn eine Schulbegleitung krank ist, wird das Kind durch andere Schulbegleitungen unterstützt, falls dies nötig ist.

Bei der Beantragung einer Schulbegleitung zeigen sich die Eltern mit diesem System einverstanden. Somit kann die Schule mit den auf den Elternanträgen basierenden Stunden gemeinsam mit dem Träger (Perspektive Bildung e.V., an der EMA auch Träger der IOGS) die Schulbegleitungen flexibel einsetzen.

Das Aufgabengebiet der Schulbegleitungen ist klar beschrieben: Sie entscheiden nicht über unterrichtliche Fragestellungen, sie unterrichten nicht, sondern helfen den Kindern bei der Teilnahme am Unterricht.

Die Schulbegleitungen sind außerdem ein weiteres Bindeglied zwischen Schule und Ganztag. Die Verzahnung beider Systeme zeigt sich zurzeit u.a. in gemeinsamen Zeiten im Unterricht. Ganztagsmitarbeitende nehmen Teil an mindestens zwei Unterrichtsstunden, Lehrkräfte sind besonders in Stufe 1 mit zahlreichen Stunden im Nachmittag vertreten (diverse Fördergruppen). 

Die multiprofessionellen Teams einer Klasse treffen sich mindestens einmal im Monat: Lehrkräfte, Ganztagsmitarbeitende und (nach Bedarf) Schulbegleitungen.

Ausführliche Informationen zum Konzept für Schulbegleitung mittels Pool-Lösung an der EMA finden Sie ebenfalls im Internetangebot Schulkultur.

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© 2019 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 19.09.2016