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Schulorganisation

Die neu zugewanderten Jugendlichen werden nach einem Vorgespräch mit dem Kommunalen Integrationszentrum formal an der Gesamtschule Friedenstal aufgenommen.

Regelklassen
Die neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler werden sofort einer Regelklasse, ihrer so genannten Partnerklasse, zugeordnet, damit sie möglichst schnell Kontakt zu ihren deutschen Mitschülerinnen und Mitschülern haben und am Schulleben teilnehmen. Sie nehmen, je nach ihrem individuellen Leistungsstand, mehr oder weniger viele Stunden am Unterricht ihrer Partnerklasse teil und sind dort bei allen Unternehmungen wie Arbeitsgemeinschaften, Wandertagen oder Klassenfeiern dabei. Im Unterricht können sie zeigen, was sie in ihrer Heimat in Mathematik oder Englisch schon gelernt haben. Die Mitschülerinnen und Mitschüler achten darauf, ob Fragen auftauchen, bei denen sie helfen können. Wörterbücher in den unterschiedlichen Herkunftssprachen unterstützen dabei.

Die frühzeitige Zuordnung ist wünschenswert, da bereits im 6. Jahrgang mit dem Einsetzen des Wahlpflichtbereichs erste Weichen für die weitere Schullaufbahn gestellt werden. Formal bleibt die Internationale Vorbereitungsgruppe die Stammgruppe der Kinder, solange sie am Unterricht dort teilnehmen.

Vorbereitungsklassen (Internationale Vorbereitungsgruppen)
Zur besonderen Förderung gibt es an der Gesamtschule Friedenstal neben den Regelklassen zwei Vorbereitunsgklassen, die schulintern internationale Vorbereitungsgruppen (IVG) genannt werden. Hier werden maximal jeweils 15 Schülerinnen und Schüler in ihrer neuen Zweit- oder Drittsprache Deutsch unterrichtet. Die Klassenlehrerin ist mit 19 Stunden in diesen Gruppen eingesetzt, der übrige Unterricht wird von Fachlehrkräften erteilt. Nach individuellem Lernstand und Lernfortschritt gehen die Kinder baldmöglichst in den Regelunterricht über. In den Förderstunden des Regelbereichs, die an der Gesamtschule Friedenstal in Form von Werkstattstunden genutzt werden und mit der zusätzlichen Förderung durch die Lehrkräfte der IVG, wird die Mitarbeit in der Partnerklasse unterstützt.

Die Werkstattstunden sind fester Bestandteil des Unterrichtsangebotes in den Jahrgängen 5, 6 und 7. Jede Schülerin/jeder Schüler hat bis zu vier Werkstattstunden pro Woche im Stundenplan. In diesen Stunden wird der Grundstein für das selbstständige Lernen gelegt, das in allen Jahrgängen bis zum Abitur eine wichtige Basis für den Lernerfolg ist. Eine wichtige Rolle spielt dabei das den Lernprozess begleitende Logbuch als verbindliche eingeführte Form der Lerndokumentation. Es hilft den Schülerinnen und Schülern, sich erreichbare Lernziele zu setzen, ihre Arbeitsprozesse zu planen und zu reflektieren.

Alle Schülerinnen und Schüler bringen aus ihren Unterrichtsstunden differenzierte und kompetenzorientierte Arbeitspläne mit. Die Lehrerinnen und Lehrer, die als Klassen- oder Fachlehrerinnen und -lehrer die Schülerinnen und Schüler gut kennen, helfen dabei, Arbeitsschwerpunkte zu setzen und begleiten die einzelnen Lernschritte. Auch die Schülerinnen und Schüler der IVG können in diesen Stunden in der Regelklasse an ihren individuellen Arbeitsplänen arbeiten.

Eine organisatorische Herausforderung
Durch den variierenden Zeitrahmen, den die Schülerinnen und Schüler in den Regelkassen verbringen und bedingt durch die unterschiedliche Verteilung der Unterrichtsfächer, erhält jede Schülerin/jeder Schüler einen individuellen Stundenplan. Dies bringt Anforderungen für die Unterrichtsorganisation und -gestaltung mit sich.
Die Zuweisung zu unterschiedlichen Fächern in den Regelklassen wird quartalsweise überprüft und ggf. angepasst.
Die Zusammensetzung der IVG in den einzelnen Stunden kann daher unterschiedlich sein. Die Lehrkräfte der internationalen Vorbereitungsgruppen legen ihr Augenmerk auf die Förderung der einzelnen Kinder. Ausgehängte Stundenpläne helfen dabei, den Überblick zu behalten. Die Unterrichtsgestaltung erfordert viele individualisierte Lernphasen. Auch die im Stundenplan der IVG gesetzten DaZ-Stunden sind niveaudifferenziert gestaltet.

Regelmäßige Treffen im Team
Wöchentlich finden regelmäßige Treffen im Team statt, zu dem alle IVG-Lehrkräfte, die Sozialarbeiterin und gelegentlich Gäste gehören. Themen der Teamsitzungen sind neben aktuellen Besprechungspunkten die Lernentwicklung der einzelnen Schülerinnen und Schüler, Projekte und Veranstaltungen, die Anpassung der individuellen Stundenpläne, Materialien und Ressourcen sowie die Kooperationen mit den Fachlehrkräften in den Partnerklassen. Außerdem tauschen sich die Teammitglieder über die Elternarbeit und Kontakte zu externen Einrichtungen wie dem kommunalen Integrationszentrum (KI) und den Stellen der Jugendhilfe aus.
Die Klassenlehrerin der IVG übernimmt die Aufgabe, die Teamsitzungen zu koordinieren.

Weiterführende Materialien:

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