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Individuelle Förderung

Individuelle Förderung setzt sich am Reckenberg-Berufskolleg im Kontext der „Internationalen Förderklassen“ aus drei wesentlichen Bausteinen zusammen.

  1. Erwerb der deutschen Sprache
  2. Integration
  3. Berufliche Orientierung

Erwerb der deutschen Sprache

Spracherwerb ist für jede Schülerin und jeden Schüler eine ganz individuelle Aufgabe. Dem einen fällt es leicht, dem anderen schwer. Für die Schule geht es in erster Linie darum, möglichst gute Rahmenbedingungen zu schaffen, die den Lernenden optimal fördern und auch motivieren und fordern.

Die intensive Deutschförderung soll akzentuiert ablaufen durch Schwerpunktsetzungen in Phonetik, Grammatik und Leseförderung. Der Einsatz von speziellen Lehrwerken bietet sich für die kontinuierliche Weiterarbeit an. Zusätzlich ist der Einsatz von Intensivtrainern zur individuellen Förderung und Vertiefung nach Niveaustufen sinnvoll.

Klassenlehrer- und Klassenraumprinzip:
Der Klassenlehrer oder die Klassenlehrerin unterrichtet das Fach Deutsch/Kommunikation mit hoher Stundenzahl und verkörpert die Lehr- und Bezugsperson in Personalunion. Auch die weiteren Fachkolleginnen und -kollegen sollen für das ganze Schuljahr festgelegt sein. So greifen Spracharbeit und Beziehungsarbeit ineinander. Zusätzlich eingesetzte Lehrkräfte in Deutsch/Kommunikation und Englisch bieten die Möglichkeit, innerhalb der einzelnen Lerngruppen in Kleingruppen zu fördern oder zu fordern.

Es gibt einen festen Klassenraum, in dem Schülerarbeiten verbleiben können und in dem Anschauungsmaterialien, Lehrwerke und Wörterbücher jederzeit greifbar sind. Zusammen mit dem Klassenlehrerprinzip wird der aus der Psychologie geforderte „geschützte Raum“ generiert, der gerade für unbegleitete Jugendliche, Kriegsflüchtlinge oder traumatisierte junge Menschen wichtig ist.

Fächerübergreifendes Arbeiten:
Zum einen bietet sich die Möglichkeit der Verbindung verschiedener Fächer durch die Lehrkräfte, die in der Klasse zwei Fächer unterrichten, zum anderen liefert der berufsbezogene Bereich viele Möglichkeiten der Wortfelderkundungen und man kann handlungsorientiert grammatikalische Fragestellungen bearbeiten.

Integration

Integration muss in der Schule beginnen. Hier bieten sich viele Möglichkeiten, Kontakte zu realisieren, gemeinsames Arbeiten zu fördern, aufzuklären und voneinander zu lernen. Unterschiedliche Angebote fördern die Integration:

  • In der Fachschule für Sozialpädagogik wurde im Zuge der Beschulung von Flüchtlingen der Schwerpunkt „Interkulturelle Kommunikation“ eingeführt.
  • Im Rahmen des Projektes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ werden gemeinsame Projekte durchgeführt.
  • Klassenfahrten finden immer zusammen mit einer Regelklasse statt.

Patensysteme:
Schülerinnen und Schüler aus den Regelklassen stellen sich auf freiwilliger Basis als Paten für Schülerinnen und Schüler aus den Internationalen Förderklassen zur Verfügung, stehen in und außerhalb der Schule mit Rat und Tat zur Seite, knüpfen Kontakte und gestalten gemeinsam Freizeit. Unbegleitete Flüchtlinge werden in „Patenfamilien“ vermittelt.

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© 2020 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 27.08.2019