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M1 - Problemlösen - Hintergründe

Folgerungen aus der TIMS-Studie waren, dass deutsche Schülerinnen und Schüler über zu wenige Kompetenzen im Bereich der Anwendung von Mathematik auf alltagsbezogene Probleme verfügen und der Unterricht zu kalkülorientiert ist.

Der Erwerb von Problemlösefähigkeiten gehört auch zu den von Heinrich Winter formulierten drei Grunderfahrungen des Mathematikunterrichts.

(G1) Erscheinungen der Welt um uns, die uns alle angehen oder angehen sollten, aus Natur, Gesellschaft und Kultur, in einer spezifischen Art wahrzunehmen und zu verstehen,

(G2) mathematische Gegenstände und Sachverhalte, repräsentiert in Sprache, Symbolen, Bildern und Formen, als geistige Schöpfungen, als eine deduktiv geordnete Welt eigener Art kennen zu lernen und zu begreifen,

(G3) in der Auseinandersetzung mit Aufgaben Problemlösefähigkeiten, die über die Mathematik hinaus gehen (heuristische Fähigkeiten) zu erwerben.

(Winter, H.: Mathematikunterricht und Allgemeinbildung, in: Mitteilungen der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik 61, (1995) S. 37ff.)

Die Bildungsstandards der KMK und die nordrhein-westfälischen Kernlehrpläne betonen als Ziel von Unterricht, dass Schülerinnen und Schüler mathematisches Wissen funktional, flexibel und mit Einsicht zur Bearbeitung vielfältiger kontextbezogener Probleme einsetzen und reale Probleme in geeigneter Weise mathematisch beschreiben, also Modelle bilden und nutzen. Dazu gehören Fähigkeiten, komplexe Probleme zu strukturieren und in inner- und außermathematischen Kontexten problemlösend zu arbeiten.

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