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Aufbauendes fachliches Lernen als Basis binnendifferenzierten Unterrichts in Lerngruppen mit ausgeprägter Heterogenität – exemplarisch erarbeitet am Beispiel der Idee des Anteils und der Prozentrechnung

Das mathematische Konzept der Anteilsbildung ist für viele Menschen anspruchsvoll und es gelingt trotz vielfältiger Unterrichtskonzepte häufig nicht, in Lerngruppen mit einer starken Heterogenität oder mit vielen leistungsschwächeren Schülerinnen und Schülern, dieses in den Jahrgangstufe 5 und 6 nachhaltig und sicher aufzubauen.

Projektergebnisse eines dreijährigen Schulentwicklungsprojektes durch Prof. Dr. Andrea Hoffkamp an einer Berliner Gemeinschaftsschule zeigen aber Erfolge mit einem Ansatz ab der 7. Jahrgangstufe, der auf wesentliche, aufeinander aufbauende und tragfähige Prinzipien und Bezugsdarstellungen fokussiert und mit wirksamen Feedbackmechanismen die Schülerinnen und Schüler in der Entwicklung der Kompetenzen nachweislich stärkt. Die Grundprinzipien für die Gestaltung des aufbauenden fachlichen Lernens, die dabei entwickelt wurden, sind durch das Wechselspiel von „Vernetzung durch fundamentale Ideen“ und „Vereinfachung als Zugänglichmachen“ charakterisiert. Die ausgewählten Bezugsdarstellungen sind dabei so gewählt worden, dass auf diesen in späteren Jahrgangstufen spiralcurricular aufgebaut werden kann. Besonders wirksam erwiesen sich die Feedbackmechanismen.

Aufbauend auf dem Material und den Ergebnissen aus dem Berliner Projekt soll dieses Konzept zunächst am Beispiel der Anteilsbildung auf die Jahrgangstufe 5 und 6 übertragen, differenzierende Arbeitsmaterialen dazu entwickelt und deren Wirksamkeit mit dem im Berliner Projekt entwickelten, ebenfalls anzupassenden, diagnostischen Test überprüft werden. Im Anschluss werden die Bezugsdarstellungen spiralcurricular weitergeführt und fließen in methodisch sinnvoll ausgestalteten, automatisierenden und zugleich Verstehen fördernder Übungsformate ein.

Ausgehend von den Ergebnissen dieses Abschnittes könnte eine Weiterführung des konzeptionellen Berliner Ansatzes auf andere Inhaltsfelder überprüft und weiterentwickelt werden.

Projektleitung: Annett Veit (Peter-August-Böckstiegel Gesamtschule, Werther, Borgholzhausen)

Veröffentlichung der Ergebnisse: Dezember 2020

Projektgruppe

Klara Kolvov, Hauptschule Maßbruch, Lage

Jeanette Fuhrmann, Karla-Raveh-Gesamtschule, Lemgo

Katharina Jarczak, Karla-Raveh-Gesamtschule, Lemgo

Johannes Gerdiken, Sekundarschule Borchen

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