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Orientierungsbereich (Sprungmarken)

Beschreibung des Lernarrangements - Astrid Lindgren und ihre Werke

Einstieg, Motivation Hinführung: Um die Schülerinnen und Schüler auf den Unterrichtsinhalt einzustimmen, wird für dieses Lernarrangement ein thematischer Einstieg gewählt. Die Kinder lernen in dieser Unterrichtsphase die Autorin A. Lindgren kennen, können ihre Vorkenntnisse aktivieren sowie Neugier und Interesse am Thema entwickeln.

Dies geschieht in einem Unterrichtskreis, in dem die Schülerinnen und Schüler ein Paket von A. Lindgren bekommen. Ein Paket ist für viele Kinder ein großer motivationaler Anreiz, der sie zudem persönlich anspricht und an dem unterrichtlichen Geschehen direkt beteiligt. Die Kinder packen das Paket aus, erhalten einen Brief und vielfältiges Material aus dem Leben und Wirken der Autorin und „ihr“ Textpuzzle. Die Kinder klären gemeinsam mit der Lehrkraft ihre Arbeitsaufträge. Über diesen Einstieg erlangen die Kinder grundlegend Einsicht und Orientierung in die Ziele, Inhalte und Arbeitsmethoden des Lernarrangements und können mit ihren Aufgaben in die selbstständige Arbeitsphase wechseln.

Material: Paket, Brief von Astrid Lindgren (DIN A 3), adressierte Briefumschläge mit den Textpuzzles, Bücher, CDs mit Musik, Fotos von den Figuren aus den Büchern und von der Autorin, Arbeitsauftrag vergrößert für eine Visualisierung.

Lernaufgaben im unterrichtlichen Kontext:

In der ersten eigenständigen Arbeitsphase arbeiten die Schülerinnen und Schüler an fünf unterschiedlichen Lernaufgaben zum Thema. Die Lernaufgaben sind Leseaufgaben, die einen kleinen Schreibimpuls enthalten. Sie unterscheiden sich hinsichtlich der Textschwierigkeit, des Aufgabenniveaus (FNs) und auch im Inhalt.
Die Kinder erarbeiten in den jeweiligen Textpuzzles kleine Teile aus der Biografie der Autorin, die sie adressatenbezogen für ein Informationsplakat zusammentragen. Die von ihnen ausgewählten Informationen werden in einem Kurztext aufgeschrieben, rechtschriftlich überarbeitet und inhaltlich geprüft.
(Wenn die Kinder auch diese Leistung eigenständig erbringen sollen, kann dazu die Rechtschreibaufgabe XXX genutzt werden.)

Material: Textpuzzle 1 - 5, (Rechtschreibaufgabe)
Material: Schreibimpuls

In einer zweiten Arbeitsphase gestalten die Kinder ein Informationsplakat. Sie wählen dazu die Texte aus, die auf dem Plakat präsentiert werden sollen. In Kleingruppen entscheiden die Kinder gemeinsam über Bilder, Überschriften und die attraktive Gestaltung des Plakates und achten auf Übersichtlichkeit und Lesbarkeit ihrer Informationen.

Material: Arbeitsauftrag zur Plakatgestaltung

Durch eine Plakatausstellung am Ende der Unterrichtseinheit, in der die Kleingruppen über ihr Arbeitsergebnis informieren, kann sich die gesamte Klasse ein „Bild“ über das Leben und Wirken der Autorin machen. Jedes Team präsentiert sein Plakat und transportiert die vorhandenen Informationen. Die Präsentation der jeweiligen Ergebnisse wird für die gesamte Klasse zu einer interessanten Darbietung, da Inhalte veranschaulicht werden, die nicht jedem Kind schon bekannt sind und die erst in ihrer Zusammenschau einen inhaltlichen Gesamteindruck ergeben.

Tragende Sozialformen:

Partnerarbeit

Für dieses Lernarrangement wurde für die Erarbeitung der Lernaufgaben als grundlegende Sozialform des Unterrichts die themendifferenzierte Partnerarbeit gewählt. In der Partnerarbeit bemühen sich zwei Schülerinnen und Schüler gemeinsam um die Lösung der Lernaufgaben. Durch die gemeinsame Auseinandersetzung wird das Vertrauen der Schülerinnen und Schüler in ihre Leistungsfähigkeit beim Lesen und Lösen der Aufgaben und in das eigene Wissen und Können gestärkt. In der Partnerarbeit können sich die Kinder über den Lesetext austauschen, Fragen erörtern und gezielt miteinander passende Textstellen auswählen. In dieser intensiven Kooperation der Schülerinnen und Schüler werden soziales Lernen, Kommunikations- und Interaktionsfähigkeit unterstützt.

Kleingruppenarbeit

Die Phase der Plakatgestaltung wird die Sozialform Kleingruppenarbeit genutzt. In der Kleingruppe werden von der Schülergruppe Gestaltungselemente gemeinsam erarbeitet. Wesentlich ist, dass die Schülerinnen und Schüler in ihrer Kleingruppe gemeinsam an der Plakatgestaltung arbeiten. Sie sichten das Material und beraten, wie ihr Plakat ausgestaltet werden soll. D.h. Ideen, Gedanken und Meinungen anderer zum Informationsplakat müssen in der Gruppe gehört und akzeptiert werden und sollen in das Ergebnis einfließen.

Lernbegleitung:

Die Realisierung dieses Lernarrangements, in dem eigenverantwortliches Lernen von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen im Vordergrund steht, verlangt nach einer guten Lernbegleitung. Diese zeigt sich in den Unterrichtsphasen in unterschiedlichen Varianten.

Der Unterrichtseinstieg lebt von der Balance zwischen der interessierten spontanen Beteiligung der Schülerinnen und Schüler und der kompetenten kommunikativen Begleitung der Kinder durch die Lehrkraft. Die Kinder sollen sich vielfältig sprachlich einbringen können, das Ziel sowie Methoden des Unterrichts werden in diesem Einstieg transparent.

In der ersten eigenständigen Arbeitsphase der Kinder ist die Lehrkraft interessierte Gesprächspartnerin der Lerngruppen. Sie achtet darauf, dass die Aufgabeninstruktionen gelesen und verstanden werden, hilft bei Problemen und Stolperstellen weiter und bietet wenn nötig strategische Lernhilfen an (z. B. Hinweise auf Lesestrategien, Tippkarten zum Schreibimpuls etc.). In unterschiedlichen Lerngesprächen kann sie differenziert auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen.
Formen der Lernberatung können ein informatives Feed-back zur Informationsauswahl sein, eine sinnvolle Lesestrategie oder eine gemeinsame Suche nach wesentlichen Textaussagen. Diese Formen der Lernberatung helfen den Schülerinnen und Schülern während des Arbeitsprozesses die eigene Aufgabenbearbeitung und den Lösungsweg zu reflektieren. Neue Impulse können aufgegriffen werden und es gelingt gezielt, den eigenen Arbeitsstil zu verbessern. Eine zugewandte, beobachtende aber auch durch kritische Selbstreflexion geprägte Haltung der Lehrkraft ist hier hilfreich, die sich dem Denken und Handeln der Kinder anpasst.

In der zweiten Arbeitsphase verweist die Lehrkraft noch einmal auf die veränderte Sozialform und Möglichkeiten der Plakatgestaltung (Kleingruppenarbeit, Nutzung des Materialtisches). Auch in dieser Arbeitsphase ist sie in den Kleingruppen präsent und als stiller Teilhaber bei den Gruppengesprächen dabei. Bei Fragen und Problemen kann sie Gestaltungsmöglichkeiten mit den Kindern beraten, die Übersichtlichkeit prüfen und auf Lesbarkeit der Produkte hinweisen. Dabei sollte sie stets die Balance zwischen hilfreichen oder den Prozess störenden Beiträgen prüfen. D.h. in dieser Arbeitsphase der Kinder, wo es auch um kreatives Gestalten geht, sollte die Lernbegleitung durch sensibles Einfühlen in die kindlichen Planungen geprägt sein:

Präsentation, Ausstellung, Ergebnissicherung: Beschreibung der geplanten Ergebnissicherung

Zum Abschluss des Unterrichts findet in der Planung eine Plakatausstellung statt.
Die Kinder zeigen ihre Arbeitsergebnisse ihren Klassenkameraden in einer Plakatausstellung. Ein Kind informiert die Klasse über das gemeinsame Ergebnis. Die Kinder aus der Klasse haben die Gelegenheit nachzufragen. Das Plakat wird an der Informationswand in der biografisch richtigen Reihenfolge aufgehängt.

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© 2019 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 22.03.2011