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Konfliktecken

Verlauf

Die Arbeit vollzieht sich zunächst in Gruppen zu viert. Nach einer kurzen Einweisung durch das MT (s.u.) arbeiten die TN ohne weitere Anleitung. Sie erhalten ein Papier in Form eines gleichschenkligen Dreiecks, Grundlinie ca. 20 cm, Höhe ca. 10 cm (= Konfliktecke). Zusammengefügt ergeben sie ein Quadrat. Das Dreieck ist mit einer Frage beschriftet, z. B. Was stört mich beim Unterricht? Das MT bittet die TN, sich zunächst einzeln an eine Störsituation oder wiederkehrende Störsituationen zu erinnern, die Konflikte auslösen (können). Diese sollen schlagwortartig auf den Dreiecken festgehalten werden. Im nächsten Schritt fügen die TN die Dreiecke zu einem Quadrat zusammen, wobei sie nacheinander ihre Störungen und Konflikte erläutern und vergleichen.

Anschließend einigen sich die TN in ihren Gruppen auf eine Störsituation, die sie weiter bearbeiten wollen. Hierzu sind folgende Fragen auf einem Blatt oder als Wandtafel formuliert: Wie war die tatsächliche Reaktion auf die Störung?, Wie ist es konkret weitergegangen?, Wie hätte die bzw. der Betroffene reagieren können, um die Situation noch schlimmer zu machen?, Welche anderen Möglichkeiten hätte es gegeben?

Es folgen Kurzberichte aus den Gruppen im Plenum und ein auswertendes Gespräch, in welches das MT seine Einschätzungen und Erfahrungen einfließen lässt. Möglich wäre auch ein zusammenhängendes Referat zum Thema Störungen und Konflikte, etwa in Anlehnung an Ruth Cohn oder Friedemann Schulz von Thun.

Kommentar

Das Verfahren wurde von Moderatorenteams entwickelt, die in der Maßnahme Einführung neuer Lehrerinnen und Lehrer an Gesamtschulen arbeiten. In diesen Gruppen wird dem Thema Störungen und Konflikte große Bedeutung beigemessen.

Durch die Arbeit mit der Methode Konfliktecken soll den TN klar werden, dass bestimmte Verhaltensweisen von Jugendlichen durch Lehrerinnen und Lehrer sehr subjektiv und unterschiedlich empfunden werden. Des Weiteren soll erkannt werden, dass manche so genannte Störungen unvermeidlich sind und sogar als Klärung der Situation positiv gewertet werden können. Verhaltensregeln im Sinne von Rezepten gibt es nicht. Wohl aber können schüler- und situationsadäquater Unterricht und akzeptierende pädagogische Grundeinstellung präventiv wirken.

Materialien

Papierdreiecke mit Impulsen für jeden TN, Arbeitsblatt mit weiteren Fragen oder Wandtafel (s. Verlauf)
Beispiel
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© 2016 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule (QUA-LiS NRW) - Letzte Änderung: 22.02.2017