Logo Qualitäts- und UnterstützungsAgentur

Startseite Bildungsportal NRW

Orientierungsbereich (Sprungmarken)

Methodensammlung

  AnwendungAuflockerungErarbeitungEvaluationInformationKennenlernenPlanungSensibilisierungStrukturierungEinzelarbeitPartnerarbeitGruppenarbeitPlenumBegleitende Arbeit
 zurüeck vor
  0    0 0 00 

Time-bandits

Verlauf

MT und TN stellen zunächst eine Liste von Tätigkeiten auf, die im Arbeitsfeld der TN anfallen. Diese kann per Zuruf, kurzer Diskussion und Akklamation entstehen oder aber vom MT – etwa in Streifenform – vorbereitet werden und nach eventuellen Ergänzungen und Korrekturen als Gruppenkonsens festgehalten werden. Die einzelnen Positionen der Liste werden nummeriert und auf Wandtafeln notiert, und zwar nebeneinander, damit später ausgeschnittene Kreissegmente darunter aufgeklebt werden können.

Nun erhalten alle TN eine Uhr (Pappkreis, eingeteilt in zwölf Stunden). Sie werden gebeten zu überlegen, wieviel Zeitstunden (nicht Unterrichtsstunden, vier Unterrichtsstunden sind z. B. drei Zeitstunden) sie für die einzelnen Tätigkeiten aus der zuvor vereinbarten Liste täglich durchschnittlich aufwenden und das Ergebnis der Überlegung in der Uhr kenntlich zu machen (Kreissegmente, nummeriert nach der Liste).
Nun kann es durchaus vorkommen, dass die zwölf Stunden nicht ausreichen. In diesem Fall beantragen die TN beim MT eine weitere Uhr, die andersfarbig ist. Hier tragen sie wie oben den Mehrbedarf an Stunden ein.

Anschließend zerschneiden die TN ihre Uhr (oder ihre Uhren, wenn sie Mehrstunden benötigten) in die zuvor eingeteilten Kreissegmente. Die TN befestigen nun nacheinander die Kreissegmente (gleich Stundenaufwand) unter der entsprechenden Position der Liste. Sie fügen die Segmente zu neuen Uhren zusammen, gegebenenfalls indem sie die Segmente passend zuschneiden. Die einzelnen TN kommentieren ihr Zeitbudget und begründen dabei z. B. auch den Mehrbedarf an Überstunden. Es entsteht eine Art auf die Gruppe bezogenes berufliches Belastungsprofil. Dabei wird deutlich sichtbar, wo die Belastungen am höchsten sind und welche Tätigkeiten den größten Zeitaufwand erfordern.
Anschließend sollten Überlegungen angestellt und Erfahrungen ausgetauscht werden, die sich auf Zeit- und Arbeitsökonomie beziehen und persönliche Entlastungen bringen.

Kommentar

Die Methode entstammt einer Fortbildungsmaßnahme zur Einführung neuer Lehrerinnen und Lehrer an Gesamtschulen. Berufsneulinge – aber nicht nur diese – haben oftmals Probleme mit einem effizienten Arbeits- und Zeitmanagement. Time-bandits sind solche Verhaltensweisen, die hohen Zeitaufwand erfordern und Belastungen bringen. Sie werden in der Arbeit mit der Methode deutlich, wenn ein zuträgliches Zeitbudget überschritten wird und gar Mehrstunden beantragt werden müssen. Des Weiteren wird evident, dass die Zeitaufwände individuell sehr unterschiedlich sind, es aber offensichtlich auch Gestaltungsmöglichkeiten gibt. Um diese muss es im Ergebnis gehen (s. Beispiele). Im Idealfall entwickeln die TN später für sich selbst eine persönliche Strategie zur Entlastung und Effizienzsteigerung.

Materialien

Zeituhren in zwei Farben, Scheren, Klebe, Plakatwand, Stifte
Beispiel
zurück zur Methodenübersicht
Zum Seitenanfang

© 2016 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule (QUA-LiS NRW) - Letzte Änderung: 22.02.2017