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Suchtprävention

Delinquentes Verhalten ist in der Entwicklung von Jugendlichen ein überwiegend episodenhaftes Phänomen, dessen Ursachen u. a. in Störungen des Sozialisationsprozesses liegen und das durch geschlechtsspezifische Unterschiede gekennzeichnet ist. Maßnahmen der Primärprävention sollten möglichst früh ansetzen, um einem negativen, verfestigten Entwicklungsverlauf effektiv vorzubeugen.

Für die suchtpräventive Arbeit ist Schule ein bedeutsamer Ort, da dort die Kinder und Jugendlichen sowie deren Eltern und Erziehungsberechtigte direkt erreicht werden können. Zudem ist auch eine kontinuierliche Unterstützung und Begleitung durch die schulischen Bezugspersonen wie z.B. Klassen- und Fachlehrkräfte, Beratungslehrkräfte sowie die Fachkräfte der Schulsozialarbeit und des Ganztags möglich.

Maßnahmen der Suchtprävention fokussieren neben der Wissensvermittlung u.a. auch die ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung und -stärkung z. B. durch das Einüben von Situationen, bei denen Gruppendruck widerstanden oder in Risikosituationen „nein“ gesagt werden kann.

Eine erfolgreiche suchtpräventive Arbeit basiert – wie in allen anderen Handlungsfeldern auch - auf einer guten Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen wie z.B. den Drogenberatungsstellen, Jugendämtern oder Gesundheitsämtern.

Weitere Akteurinnen und Akteure

  • Zur Unterstützung der vorbeugenden pädagogischen Arbeit hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) verschiedene Unterrichtsmaterialien zu diesem Themenbereich entwickelt. „Kinder stark machen“ ist eine Mitmach-Initiative der BZgA für frühe Suchtvorbeugung und die Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung ab dem 4. Lebensjahr und richtet sich an alle Erwachsene, die Verantwortung für Kinder und Jugendliche tragen.
  • „Eigenständig werden“ ist ein Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsentwicklung bei Kindern für die Klassenstufen 1 bis 4 sowie 5 und 6. Das Programm beruht auf dem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Ansatz der Förderung der Lebenskompetenzen von Kindern und Jugendlichen. Er bildet die Basis für die Thematisierung unterschiedlicher Präventionsthemen wie z.B. Suchtprävention, Gewaltprävention, Prävention sexueller Gewalt und Medienprävention. Bundesweit werden Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ausgebildet, die dann Lehrkräfte und Mitarbeitende der Schulsozialarbeit fortbilden.
  • Die ginko Stiftung für Prävention ist Träger der Landesfachstelle Prävention der Suchtkooperation NRW sowie der kombinierten Jugendberatungs- und Fachstelle Suchtvorbeugung in Mülheim an der Ruhr. Daneben verbreitet sie das Fortbildungsprogramm MOVE. Die Landeskampagne "Sucht hat immer eine Geschichte" bildet den Kern der nordrhein-westfälischen Strategie zur Suchtvorbeugung. Sie behandelt Themen wie Glückspiel-, Canabis-, Tabak- und Suchtprävention und wird durch die Landesfachstelle der ginko Stiftung umgesetzt.
  • Seit 30 Jahren fördert KEINE MACHT DEN DROGEN die Gesundheitsvorsorge von Kindern und Jugendlichen durch erfolgreiche Suchtpräventionsarbeit.
  • Die Landesinitiative "Leben ohne Qualm" (LoQ) in NRW verfolgt das Ziel, das Nichtrauchen und die Verringerung des Tabakkonsums von Kindern und Jugendlichen zu fördern. "Leben ohne Qualm" ist ein Angebot zur Gesundheitsförderung und Suchtprävention in Nordrhein-Westfalen und ein Modul der Landeskampagne "Sucht hat immer eine Geschichte".
  • Die Suchtkooperation NRW ist eine landesweite, fachliche Koordinierungs- und Bündelungsstelle für die Bereiche Suchtprävention, Suchthilfe sowie Suchtselbsthilfe in Nordrhein-Westfalen. Sie besteht aus einer Geschäftsstelle und vier Landesfachstellen mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen.
  • SPecht bedeutet "Suchtprävention echt" und ist ein Modellprojekt an Berufsbildenden Schulen in NRW. Mit den geplanten Maßnahmen soll der Einstieg von Schüler:innen in den riskanten Konsum der Substanzen Tabak, Alkohol und Cannabis an den sechs teilnehmenden Berufskollegs vermindert und der Ausstieg aus problematischen Konsummustern gefördert werden.

Weitere Informationen

  • blu:prevent ist eine interdisziplinäre Community aus einem dezentral arbeitenden Kernteam, bestehend aus erfahrenen Sozialpädagog*innen, Psycholog*innen und Spezialisten für Digitale Tools sowie hochmotivierten, ehrenamtlich Helfenden der Sucht-Selbsthilfe des Blauen Kreuzes in Deutschland. Das Ziel ist, gemeinsam eine moderne Suchtprävention auf Augenhöhe zu gestalten und somit junge Menschen in ein positives, selbstbestimmtes und freies Leben zu begleiten. Angeboten wird u.a. Material sowie eine App.
  • Das Bildungsportal NRW gibt einen umfassenden Überblick über die Ansätze, Möglichkeiten und Strukturen sowie unterstützende Maßnahmen im Bereich der Suchtprävention.
  • Das Body+Grips-Mobil (BGM) ist ein Programm zur ganzheitlichen Gesundheitsförderung des Jugendrotkreuzes in Zusammenarbeit mit der IKK classic. Das Programm richtet sich an Kinder und Jugendliche der Jahrgangsstufen 5 bis 8  (11–15 Jährige). 18 verschiedene Stationen aus fünf zentralen und jugendrelevanten Themengebieten bilden den "Gesund mit Grips"-Parcours. Hier dreht sich alles um Bewegung, Ernährung, Ich+Du (soziales Miteinander), Sexualität, Sucht und Körper+Geist.
  • Die Initiative „Leben ohne Qualm“ in NRW informiert in einer neuen Broschüre "E-Zigaretten, Snus und Co. - Trendprodukte bei Jugendlichen" über die wichtigsten Besonderheiten neuartiger Rauch-,Dampf- und Nikotinprodukte.
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Schule und Cannabis - Regeln, Maßnahmen, Frühintervention. Ein Leitfaden für Schulen und Lehrkräfte (2018) 
  • Das Landesprogramm Bildung und Gesundheit des Landes NRW weist die Suchtprävention als wichtigen Teil der schulischen Gesundheitsförderung aus und gibt konkrete Hinweise für die Praxis.
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