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Alltag in der Coronakrise

Rückblick

Was ist Corona? Erklärvideos

Der Begriff „Corona“ ist inzwischen allen Kindern sehr vertraut. Vielen Kindern ist jedoch noch immer nicht ganz bewusst, was das genau ist.

In den Videobeiträgen wird für Kinder erklärt, was Corona ist und wie man sich davor schützen kann.

Bilderbuch „Die Corona-Häschen“

Angebot einer gelernten Erzieherin und Mutter eines fünf Jahre alten Kindes: Kleine Hasengeschichte, die Kinder mit den Verhaltensregeln vertraut machen möchte, das coronabedingte Abstandsgebot erläutern und ihnen Ängste nehmen.

Bilderbuch „Briefe von Felix“

Die Kinderbuchautorin Annette Langen hat passend zur Corona-Krise einen Brief im Rahmen der bekannten Reihe „Briefe von Felix“ ergänzt. Der illustrierte Brief macht Kindern Mut und erklärt auf kindgerechte Weise, was ein Virus ist und welche Verhaltensregeln wichtig sind.

Über die Webseite der Autorin stehen sowohl Felix‘ Coronabrief als auch eine Audiodatei mit dem von der Autorin vorgelesenen Brief zum Download bereit.

Quiz

Wie gut die Schülerinnen und Schüler über das Coronavirus informiert sind, können sie in einem Quiz testen.

Auswirkungen des Kontaktverbots: Leben in der Familie

Familientagebuch

Für die Familien bedeuteten die letzten Wochen große Veränderungen. Der Videobeitrag „Familientagebuch“ beschreibt das Leben einer fünfköpfigen Familie. Dieser kann als Anknüpfungspunkt dienen, über das Leben in den Familien der Schülerinnen und Schüler ins Gespräch zu kommen:

  • In welchem Zeitraum hast du Aufgaben für die Schule erledigt?
  • Haben deine Eltern zuhause gearbeitet?
  • Hast du im Haushalt geholfen?
  • Was hast du häufig in deiner Freizeit gemacht?

Gefühle

Verbunden mit der außergewöhnlichen Situation kamen sicherlich Gefühle zum Vorschein, die in dieser Intensität den Schülerinnen und Schülern bislang unbekannt waren (z.B. Langeweile, das Vermissen von Freunden/Verwandten, Unausgeglichenheit).

Schülerinnen und Schülern der Grundschule fehlt u.U. das Vokabular, ihre Emotionen beschreiben zu können. Dies bietet einen Ansatzpunkt, über unterschiedliche Gefühle und ihre Auswirkungen, wie der fehlenden körperlichen Berührung und der Gefährdung von Großeltern, zu sprechen.

Zudem kann erarbeitet werden, welche Formen der Selbstregulationen möglich sind, um z.B. Streit zu vermeiden. In diesem Zusammenhang kann auch besprochen werden, welche Hilfsangebote den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stehen, wie z.B. die Nummer gegen Kummer.

Auf einigen Webseiten für Kinder ist es möglich, Beiträge in Foren zu schreiben. Auch zu der Corona-Krise existieren Foren, auf denen sich Kinder ausgetauscht haben. Ausgewählte Beiträge können Einstiegsmöglichkeiten bieten, mit den Schülerinnen und Schülern über die eigenen Gefühle ins Gespräch zu kommen.

Musik gegen Frust

Einige Musikerinnen und Musiker haben die Corona-Krise zum Anlass genommen, ihre Gefühle in Liedern zum Ausdruck zu bringen. Dies kann als Anregung dafür dienen, dass Kinder ihre eigenen Gedanken und Gefühle musikalisch zum Ausdruck bringen.

Auswirkungen des Kontaktverbots: Lernen auf Distanz

Das Lernen zuhause ist vielen Grundschulkindern noch nicht in größerem Umfang vertraut. Viele Kinder, die die Ganztagsbetreuung besuchen, üben nahezu gar nicht zuhause. Alle Kinder standen vor der Herausforderung, ihr Lernen selbstbestimmt zu organisieren. Die Unterstützung seitens der Familie erfolgte sehr unterschiedlich. Dies bietet eine Grundlage, mit den Schülerinnen und Schülern über die veränderten Lernsituation und verschiedene Strategien zu sprechen, damit sie auch für die Zukunft wertvolle Ideen zum selbstgesteuerten Lernen erhalten. Es bietet sich ein Austausch u.a. zu folgenden Fragen an:

  • Was war der Unterschied zum schulischen Lernen? (z.B. kooperative Lernformen, Begleitung durch eine Lehrkraft)
  • Welche Strukturen sind wichtig? (z.B. Regelmäßigkeit bzgl. der Zeiten, vorbereitete Lernumgebung)
  • Wer oder was hilft? (z.B. Freundinnen und Freunde anrufen, Nachschlagewerke – analog und digital – nutzen)

Auswirkungen des Kontaktverbots: Freizeitgestaltung

Neben der veränderten Situation schulischen Lernens stellte sicherlich die veränderte Freizeitgestaltung Familien vor größte Herausforderungen. Die meisten Kinder sind es gewohnt, dass die Gestaltung der Wochentage verlässlich, häufig durch aushäusige Aktivitäten, geplant ist. Sportvereine, Musikschulen und weitere kulturelle Einrichtungen blieben geschlossen, Spielplätze durften nicht mehr genutzt werden und auch das Treffen mit Freundinnen und Freunden war nicht mehr möglich. Es hieß nun, die Freizeit mit Familienmitgliedern oder alleine zu gestalten.

Was ist zuhause möglich?

Neben vielen möglichen Aktivitäten, die den Kinder online angeboten wurden, gab es auch etliche Möglichkeiten, sich anderweitig zu beschäftigen. In einem Forumsbeitrag wurden einige Möglichkeiten benannt. Diese können als Gesprächsanlass fungieren, sich darüber auszutauschen, was die Schülerinnen und Schüler in ihrer Freizeit davon unternommen haben. Ergänzt werden kann die Liste durch eigene kreative Ideen. Dadurch können erfolgreiche Strategien zum Umgang mit dieser besonderen Situation geteilt werden, wie beispielsweise die Bedeutung von Sport und Bewegung in der Pandemie für das eigene Wohlbefinden.

Freizeittipps bündeln

Je nach Interessengebiet haben die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der letzten Wochen vielfältige Erfahrungen gesammelt. Diese können gebündelt und als Tipp-Hefte den Mitschülerinnen und Mitschülern zur Verfügung gestellt werden. So können zu unterschiedlichen Themen wie Bewegung und Sport, Basteln und Malen etc. kleine Ratgeber entstehen, die auch für die nächste Zeit hilfreich sein können.

Ausblick

Die Corona-Krise wird unser Leben noch für einige Zeit in weiten Teilen beeinflussen. Mit einer Reflexion der Maßnahmen während der letzten Wochen bezüglich des selbstorganisierten Lernens und der Freizeitgestaltung daheim erhalten die Schülerinnen und Schüler auch wertvolle Tipps für die nahe Zukunft. Zudem müssen die Schülerinnen und Schüler ausdrücklich und möglichst anschaulich bezüglich der Hygienemaßnahmen informiert werden.

Weitere Anregungen und Praxisbeispiele

Der Maternus-Bote – Eine Mitmachzeitung für die gesamte Schulgemeinschaft

Initiiert durch die sozialpädagogische Fachkraft in der Schuleingangsphase und den Schulsozialarbeiter werden für die Schulgemeinschaft der KGS Bülowstraße über den „Maternus-Boten“ vielfältige Informationen und Ratschläge zum Leben in der Corona-Zeit veröffentlicht.

Die Ausgaben der Mitmachzeitung sind gefüllt mit Beiträgen aus der aktuellen Tagespresse, von Kindern, Lehrkräften sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Offenen Ganztags und liefern somit eine inhaltlich sehr bunte Mischung für jedes Alter.

Neben kindgerecht aufbereiteten Informationen zu Corona werden in oftmals sehr humorvollen Beiträgen Ratschläge zur Freizeitgestaltung zuhause unterbreitet, bei denen jede Leserin / jeder Leser Anregungen finden kann:

  • z. B. Möglichkeiten der Kommunikation, Sport, Malen und Basteln, Rätseln, Kochrezepte, Buchtipps.

Auf separaten Elternseiten erhalten die Erziehungsberechtigten Links, Tipps und Hinweise zum Umgang mit ihren Kindern.

Die KGS Bülowstraße hat über den Maternus-Boten eine beispielhafte Möglichkeit gefunden, das Wir-Gefühl in der Schulgemeinschaft zu stärken und so Kinder, Eltern und das Kollegium der Schule durch die Corona-Krise zu begleiten.

Auch der Wiedereinstieg in den Präsenzunterricht lässt sich darüber begleiten.

Zudem wird diese außergewöhnliche Zeit für alle Beteiligten dauerhaft dokumentiert. Die bisher veröffentlichten Ausgaben des Maternus-Boten können auf der Webseite der KGS Bülowstraße eingesehen werden.

Ende Primarstufe/Sek I

Bundeszentrale für politische Bildung

  • Fragen mit Sachwissen zum Virus, zu wirksamem Schutz, zu Auswirkungen usw.
  • Link zum Coronavirus-Podcast;
  • Coronavirus-Lexikon

Hinweise: Geeignet für kurzes Überblickswissen (AFB I); Podcast zum Homeschooling und darüber, dass die Schule vermisst werde, eignen sich als Gesprächsanlässe, was die SuS vermissen, wie sie das digitale Lernen fanden etc.

Die ZEIT

  • bebilderte Übersicht über Fragen wie: Warum soll ich Oma und Opa nicht mehr sehen? Wie gefährlich ist das Virus für mich und meine Familie?
  • nützliche Grafiken zu Fragen wie: Was macht das Virus im Körper? Wie wird das Virus übertragen? usw.

Hinweise: Beantwortung elementarer Wissensfragen, die Kinder interessieren (könnten); Wortschatzerweiterung (Virus, Pandemie)

Sekundarstufe

Deutsche Welle

  • Der Artikel geht auf das Thema Bewegung und Sport ein, beantwortet Fragen (Brauche ich eine Schutzmaske beim Joggen? Was ist in anderen Ländern (nicht) erlaubt?).

Robert-Koch-Institut

  • Übersichtsgrafik „Kontaktpersonennachverfolgung“
  • Aufklärung, wie mit erkrankten Kontaktpersonen umgegangen wird
  • Bewusstsein, dass kommuniziert und nachgeforscht werden muss, dass Kontakt zu Personen mit COVID-19 bestand

Deutschlandfunk

  • Überblick über die Spanische Grippe ab 1918, über Ursachen und Umgang damit

Hinweise: Vergleich möglich mit kritischem Diskurs, was in den vergangenen 100 Jahren (nicht) dazugelernt wurde, welche Fehleinschätzungen und -planungen sowie Ursachen vergleichbar sind.

Stuttgarter Nachrichten

  • Ideen, was man zuhause machen kann
  • Anschlussmöglichkeit, dass SuS Blogs/ Tagebücher zu ihren Tätigkeiten verfassen
  • Verfassen von Anleitungen und Beschreibungen (Origami falten; Do-it-yourself-Projekte; kochen oder nähen)
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