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Gesamtschule Lohmar

Gesamtschule Lohmar

Gebundene Ganztagsschule
Hermann-Löns-Str. 35
53797 Lohmar

E-Mail 02246/926599-1
www.gesamtschule-lohmar.de

Schulleiter: Uwe Spindler
Bezirksregierung Köln

Schwerpunkte

  • Lernbüros und Lernzeiten
  • Eine Schule für alle
  • Selbstgesteuert lernen mit Kompetenzrastern

Kontaktpersonen

Sabine Henseler
E-Mail


Die Gesamtschule Lohmar ist eine Schule im Aufbau, die im August 2012 ihre Türen geöffnet hat. Seit Bestehen der Schule sind die Kolleginnen und Kollegen vor die gemeinschaftliche Aufgabe gestellt im Team eine Schule für ALLE zu entwickeln, deren Lern- und Unterrichtskonzepte auf die vielfältige Schülerschaft abgestimmt sind. Ein zentraler Baustein des individualisierenden Unterrichts an der Gesamtschule Lohmar ist das Lernbüro als Lernzeit, das seit Januar 2013 ein wichtiges Arbeitsfeld der Schulentwicklung darstellt. Ausgehend von der Frage aus dem Index für Inklusion, inwiefern die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler bei der Planung des Unterrichts und der Lernzeiten Berücksichtigung findet, war es das Bestreben der Lehrinnen und Lehrer, Strukturen im Lernbüro zu schaffen, die individuelles Lernen ermöglichen. Aber was bedeutet individuelles Lernen ganz konkret? Welche Kriterien müssen erfüllt sein? Das seit der Gründung bestehende Lernzeitenkonzept der Gesamtschule Lohmar wird von den Lehrerinnen und Lehrern auf der Basis dieser Fragestellungen beständig weiterentwickelt und an die aktuellen Bedürfnisse angepasst:

  • Können die Schülerinnen und Schüler hinsichtlich Fächern, Themen, Arbeitsschwerpunkten, Lernformen und Lernniveaus auswählen?
  • Werden Inhalte und Methoden auf unterschiedlichste Art und Weise zugänglich gemacht? Berücksichtigen Lernmaterialien unterschiedliche Lernniveaus und Lerntempi? Ist eine Anbindung an den Fachunterricht gewährleistet?
  • Gibt es spezielle Lernplätze und Lernorte sowie eine vorbereitete Lernumgebung, die individuelles Lernen befördert?
  • Fühlen sich die Schülerinnen und Schüler für ihr Lernen verantwortlich? Setzen sie sich persönliche Ziele? Planen, organisieren und reflektieren sie ihren Lernprozess?
  • Erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Feedback? Werden Lernprozesse kontinuierlich begleitet und Lernerfolge gewürdigt?
  • Gibt es altersangemessene Rituale und eine Rhythmisierung, die die Lernzeit strukturieren und ein effektives Arbeiten für alle ermöglichen?

Videoclip: Lernzeiten an der Gesamtschule Lohmar

Zwischenstand im Entwicklungsprozess der individualisierenden Lernzeiten an der Gesamtschule Lohmar

Im Entwicklungsprozess konnten zahlreiche Puzzlesteinchen bearbeitet werden, so dass sich die Lern(büro)zeit an der Gesamtschule Lohmar mehr und mehr zu einem Arrangement des Lernens für ALLE entwickelt.

Die Arbeit im Lernbüro (Jg. 5-8) bzw. in der Lernzeit (Jg. 9 und 10), die mit vier bis sechs Stunden im Stundenplan fest verankert ist, ist für die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Lohmar zu einem Ritual geworden. Moderiert durch eine Schülerin oder einen Schüler hat die Lern(büro)zeit einen festen Ablauf und gliedert sich in Auswahlphase, Arbeitsphase, Reflexionsphase und Aufräumphase. Das etablierte Helfersystem, mit dem jeder zügig die Hilfe bekommen kann, die er benötigt, ist Bestandteil des Schulalltags. Hier werden alle Schülerinnen und Schüler zu Experten, die anderen ihr Wissen weitergeben können.

Zahlreiche Lernorte und Lernplätze konnten geschaffen werden, so dass individualisiertes Arbeiten für ALLE möglich wird. Mit „Passierscheinen“, den blauen und grünen Karten, können Schülerinnen und Schüler in bekannten und selbstgewählten Arbeitsbereichen auch außerhalb des Klassenzimmers arbeiten. In Phasen selbstständiger Arbeit trägt die Flüsterkultur zu einer guten Arbeitsatmosphäre bei. Inhaltlich arbeiten die Schülerinnen und Schüler in den Fächern Deutsch, Mathe, Englisch und ggf. weiteren Fremdsprachen nun in individuellen, niveaudifferenzierten Lernlandschaften angepasst an ihre persönlichen Lerntempi. Hier ist es ihnen in einem gesteckten Rahmen möglich Fächer, Arbeitsschwerpunkte, Inhalte, Sozialformen und Lernprodukte selbst auszuwählen.

Die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Lohmar haben gelernt, mit Kompetenzrastern umzugehen, die ihnen durch dazugehörige Lernjobs und Lernpläne mit unterschiedlichen Lernzugängen zahlreiche Lernwege eröffnen und ihnen transparent machen, welche fachspezifischen Kompetenzen sie erlernen. Sie trainieren, ihre Lernprozesse zu planen, durchzuführen und Hilfsmittel sowie Methoden zu nutzen und vor allem über ihr Lernen nachzudenken. Der Wochenplan wird hier zum Instrument, das eigene Lernen zu organisieren, zu dokumentieren und zu reflektieren.

Die Rolle der Lehrperson ist neu durchdacht und definiert. Lehrerinnen und Lehrer arbeiten als Lerncoaches, die Lernprozesse arrangieren sowie die Lernenden begleiten, motivieren, bestärken sowie gezielte Hilfen zur Selbsthilfe geben. Eine stetige Lernbegleitung ist das Ziel, das durch intensive Beobachtung und Beratung realisiert wird.

Für die fünften Klassen ist ein Einstiegslernbüro entwickelt worden, das dazu dient, Methoden und Organisationsformen des selbstgesteuerten Lernens einzuüben. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten hier mit sehr übersichtlichen Kompetenzrastern und einfach strukturierten Lernaufgaben. So lernen sie Schritt für Schritt die Instrumente des Lernens im Lernbüro kennen. Die Lernzeiten sind für höhere Jahrgangstufen weiterentwickelt worden. In den Jahrgangsstufen 9 und 10 lernen die Schülerinnen und Schüler auf der Basis von kompetenzorientierten Lernplänen.

Auf den folgenden Seiten finden Sie:

Druckversion des gesamten Praxisbeispiels (PDF)

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© 2019 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule - Letzte Änderung: 27.03.2019